Painkiller: Hell & Damnation - Ausführliches Konsolen-Review / Test - insidegames

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Painkiller: Hell & Damnation – Ausführliches Konsolen-Review / Test

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Veröffentlicht 5. Juli 2013 | 16:41 Uhr von Sandra

Painkiller Hell & Damnation - Logo

In der Halbwelt Purgatorium ist einmal mehr die Hölle los! Nachdem bereits PC-Spieler schon vor einiger Zeit mit Daniel Garner für Ordnung in der Unterwelt sorgen konnten, dürfen nun auch Playstation 3- und Xbox 360-Spieler Hand anlegen und Luzifers Schergen eliminieren. Wir haben für euch der Unterwelt einen Besuch abgestattet um herauszufinden, wie sich die teuflische Schnetzelei mit dem Controller so anlässt.

PC-Version 1:1 auf die Konsole gebracht

Inhaltlich hat sich bei den Konsolenfassungen nichts getan! Ihr bekommt 1:1 das geboten, was seinerzeit schon die der PC-Ableger Painkiller: Hell & Damnation zu bieten hatte. Somit heißt es auch für euch einen schrägen Deal eingehen, damit ihr einen schrecklichen Unfall ungeschehen machen könnt. Liefert dem Sensenmann summa summarum 7.000 Seelen, damit eure eigentlich gestorbene Ehefrau Cathrine wieder auferstehen kann und ihr eventuell den wenig gastlichen Unterwelt-Ort verlassen könnt.

Painkiller: Hell & Damnation ist wenig originell oder gar neu erdacht. Vielmehr schließt das Spiel recht nathlos an die Geschehnisse von 2004 an und liefert im Gesamten eine Art Mischung aus Painkiller, Battle out of Hell gemixt und serviert auf der Unreal 3-Engine. Als Ergebnis offenbart sich so etwas wie Painkiller 1.5 und wenn man diese Faktoren alle einmal außen vor lässt, spielt auch das keine Rolle, denn Painkiller ist nichts weiter als ein „Hirn ausschalten, alles niedermetzeln Shooter“ erster Güte. Das muss man mögen, ohne jede Frage. Je geringer dabei die Ansprüche, desto höher wohl der mögliche Spielspaß.

Sucht nicht nach Logik, sinniger, tiefgründiger Story. Seid euch gewahr, dass es simpel, banal und einfach nur darum geht, so viele widerwärtige Geschöpfe der Hölle in ihre Einzelteile zu zerlegen, so dass ihr deren Seelen einsammeln könnt. Das kann sogar kurzweilig rechten Spaß machen.

Painkiller Hell & Damnation

 

Vorhersehbare Aufregung

Möglicher Fun beim gerne mal wild um sich ballern erstickt recht schnell, wenn ihr dahinter steigt, wie das Angriffsmuster gestrickt ist. Generell ist es vollkommen okay, wenn viele Bastarde gestürmt kommen und um Erlösung betteln. Wenn dies jedoch vorhersehbar passiert, im Gegensatz gespickt mit einer unfairen Programmierung, ist schnell Schicht im Schacht. Wie dürft ihr euch das vorstellen? Es warten gesamt vier große Kapitel auf euch, die sich wiederum in kleinere Abschnitte unterteilen. Hernach folgt nochmals eine Abspaltung, da ihr in den kleinen Bereichen verschiedene Kammern zu durchlaufen habt. Ziel ist diese Kapitel mit ihren Abteilungen möglichst als Überlebender wieder zu verlassen. Das ist möglich, wenn alle Gegner erledigt sind. Eine sich öffnende Tür ist ein sicherer Indikator dafür, dass eure Route weiter geht. Am Ende eines jeden Kapitels wartet ein Boss-Gegner auf euch. Und ja, natürlich, zum ganz großen Finale gibt es nach den eher kleineren End-Muftis auch den fiesen Ober-Obermotz.

Wenn man so will die beinahe schon typische 08/15-Shooter-Schiene. Dies bestätigt sich auch dahingehend, dass die Gegner fast immer formationsgleich ausrücken und euch ans Leder wollen. Schienen die Kontrahenten anfänglich recht abwechslungsreich gestaltet, wiederholt sich deren Look recht schnell. Copy & Paste ist eben doch eine feine, einfache Sache. Das gleiche gilt auch für die räumlichen Umgebungen, welches ebenfalls recycelt wurde. Aber sei es drum, ein Schönheitspreis will nicht gewonnen werden und es geht am Ende lediglich um das große Massenschlachten, das auch definitiv funktioniert.

Ärgerlich wird es, wenn ihr die Herausforderung sucht. Besonders die höheren Schwierigkeitsgrade (Alptraum, Trauma) haben es in sich und lassen das Gegner-Gewusel schnell zur Geduldsprobe werden. Gut zu Recht gelegte taktische oder auch strategische Elemente lösen sich fix in Schall und Rauch auf, da die Widersacher in Massen schnell extrem anhänglich werden und infolge keinen großen Aktionsradius mehr habt. Nicht nur dass die Satansgeschöpfe sehr planlos durch die Gegend rennen, sie kreisen euch mit Vorliebe ein. Selbst bei allerbester Vorausplanung werdet ihr nicht selten Frust in euch aufsteigen fühlen, der dazu führt, dass ihr den Controller an die Wand pfeffern wollt.

Painkiller Hell & Damnation

 

Seelen, Seelen … ich brauch‘ Seelen!

Um euch der Horden zu erwehren darf das wichtigste Utensil nicht fehlen: Die Bleispritze, gleichwohl keine neuen Kaliber den Weg ins Spiel gefunden haben und man sich an bereits bewährtem als auch initialisierten Geschützen bedient hat. Nichts desto weniger helfen euch durchaus kreative Wummen und Geschosse dabei den Auftrag 7.000 Seelen zu kassieren zu ermöglichen. Angefangen bei eher gängigen Geschichten wie der Pumpgun über das Pflock-Gewehr bis hin zum namensgebenden Painkiller könnt ihr über eine ordentliche Vielzahl an Tötungsgerätschaften verfügen. Hinzu kommt, dass so gut wie jede Waffe über eine Primär- sowie Sekundärfunktion verfügt als auch wahlweise für den Nah- oder den Fernkampf gemacht ist.

Besondere Aufmerksamkeit verdient der Seelenfänger – immerhin ein neues Kleinod im Repertoire von Daniel Garner. Richtig eingesetzt, wird der Seelenfänger nicht selten absolut hilfreich sein. Dabei spielen wir weniger darauf an, dass der Seelenfänger ein wahres Kleinschnetzelgerät ist, dass seine Gegner filetiert, skalpiert oder Gliedmaßen amputiert, sondern es sorgt dafür, dass euch keine Seelen verloren gehen. Da diese kleinen in der Luft schwebenden Scheißerchen die Angewohnheit haben sich in fast Null-Komma-Nichts aufzulösen, drückt ihr einfach ein Knöpfchen, dass dem Seelenfänger sagt „hol die weiter weg schwebenden Seelen her – sofort“. Gesagt und eingesaugt.

Abgesehen davon, dass ihr die Seelen für den guten Zweck sammelt eure Frau wieder ins Leben zurückzuschicken, liefern sie euch auch in bestimmten Situationen im wahrsten Sinn des Wortes dämonische Kraft. Leider könnt ihr das nur bedingt steuern, denn wenn das Kontingent voll ist, vollzieht sich der Wandel und Daniel wird zum Dämon mit wahrlich überirdischen Kräften – leider aber auch dann, wenn keine Gegner mehr zum Abmurksen da sind. Deswegen aber die Seelen sich auflösen lassen? Mitnichten, denn sie regenerieren auch eure angeschlagene Gesundheit.

Frag die Karten!

Wer 2004 bereits Painkiller gespielt hat, ist mit den Tarot-Karten, dass implizieren wir jetzt einfach mal, sicher vertraut. Freut euch, in Painkiller: Hell & Damnation sind sie auch wieder mit von der Partie. Um an die begehrten Karten zu kommen, die speziell auf Trauma und Alptraum absolut hilfreich sein können, heißt es Sonderaufgaben als auch Herausforderungen zu erledigen. Besteht ihr, könnt ihr, je nach Karte beispielsweise die Zeit verlangsamen, Schadensverstärker für eure Waffen nutzen oder auch dauerhafte Verbesserungen bekommen. Während der Level-Übergänge lassen sich bereits erspielte Karten neu anpassen, neu zuweisen und aktivieren. Bedenkt dabei immer, dass dieser Vorgang Gold kostet, welches ihr in den Levels in Kisten, Vasen oder anderen Objekten findet.

Abgesehen von der Möglichkeit viele Waffen als auch Verbesserungen zu nutzen, solltet ihr stets im Hinterkopf haben, dass Munition gerne einmal Mangelware werden kann. Insbesondere auf besagten höheren Schwierigkeitsgraden kann das gerne einmal zu Frustmomenten führen. Wir raten an der Stelle „Augen auf“ und nach Geheimabschnitten Ausschau halten, da diese nicht selten wertvolle Munition als auch sehr brauchbare Rüstungsteile ausspucken.

Painkiller Hell & Damnation

 

Nichts Halbes, nicht Ganzes!

Irgendwie ist es schon schade, dass Painkiller: Hell & Damnation so eine Art virtuelle Zwittergestalt geworden ist. Nüchtern betrachtet ist es nichts weiter als „just another fucking Shooter“ – was soll da bitte schief gehen? Aber genau das ist der Knackpunkt, denn ein Shooter ist immer nur so gut wie seine Kollisionsabfrage und sein Handlungsoptionen. In diesen Belangen müssen wir dem guten Painkiller saftig Punkte abziehen. Dabei geht es uns auch weniger um die eher (unter)durchschnittliche, altbacken anmutende Optik – das kann definitiv verschmerzt werden. Es hat uns auch wenig gestört, dass die Gegner nach einer Zeit wie Klon-Krieger ausgesehen haben und so viel Intelligenz aufweisen wie Knäckebrot. Wenn allerdings der Kern des Ganzen, da wir ohne große Alternative nur schießend zu unserem Ziel gelangen und das technisch nur unzureichend gelöst wurde, müssen wir das definitiv kritisieren. Sozusagen im offenen Feld hätten wir es gerne gehabt, dass wir schneller hätten nachladen können, Munition nicht zum Luxusgut wird, die Treffer-Effizienz ausgeglichener geworden wäre und das wir vor allem den Wandlungsmodus hätten selber steuern können. Allein mit diesen Kleinigkeiten hätten wir viel gewonnen und das Monster metzeln hätte mal richtig Spaß machen können.

Unser Fazit

57 %

Painkiller: Hell & Damnation ist auf Konsole unterm Strich genau das Gleiche wie es vor einiger Zeit auch schon für PC war: Ein netter kleiner Ausflug in die Hölle, der kurzweilig ausgefallen und nach einer Zeit einfach nur Frust fördernd ist. Der eigentlich entstehende Spaß beim Höllenbrut erledigen erlebt nur einen kurzes Aufblitzen, und hält sich leider nicht auf Dauer. Und nein, das werfen wir der partiell echt unschönen Optik und den sonstig vorhandenen grafischen Patzern nicht vor. Im Ganzen ist Painkiller weit davon weg – wie man umgangssprachlich so schön sagt – Augenschäden zu verursachen. Es sind am Ende die technischen Mankos, die einem Shooter den Fun beim Anlegen nehmen - wir sagen nur Aktionsradius, Kollsisionsabfrage, dümmliche Gegner-KI oder das Fehlen von Rückzugs- oder Sicherheitspunkten. Am besten ist, sofern man sich für Spiel und Thematik im Ansatz erwärmen kann, nichts zu erwarten – dann sollte es auch mit einem oder auch zwei Spieldurchläufen klappen. Ansonsten raten wir dazu Painkiller: Hell & Damnation erst einmal anzutesten, vor allem wenn ihr doch nicht frei von gewisse Erwartungen an Shooter seid.

Pro

  • + Koop spielen Off- wie Online möglich
  • + für einen „Low Budget Titel“ ordentlicher Umfang
  • + rundum sorglos Multiplayer-Angebot
  • + Rock & Heavy Metal Soundtrack im Spiel
  • + verschiedene Schwierigkeitsstufen
  • + solider + skurriler Waffen-Umfang
  • + Tarot-Karten wieder mit dabei
  • + recht kräftige FX Sounds

Kontra

  • - Gegner-Typen wiederholen sich zu schnell
  • - recycelte Umgebungen
  • - obwohl coole Musik, widerholt sich diese zu oft
  • - dümmliche KI
  • - matschige Texturen
  • - wenig Details und zu geringe Weitsicht
  • - schlechte Kollisionsabfrage
  • - partiell vorhandenes Flimmern, Flackern und Grafikblitzer
  • - viele physikalische Fehler und Ungereimtheiten
  • - unausgeglichenes Balancing

Unsere Bewertung

Grafik
 
56 %
Sound
 
69 %
Steuerung
 
75 %
Gameplay
 
49 %
Multiplayer
 
55 %
Spielspaß
 
45 %

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