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Penny Arcade im Test

Entwickler: Hothead Games
Publisher: Hothead Games
Genre: Xbox LIVE Arcade
Veröffentlichungsdatum: 21.05.2008
Kostenpunkt: 1600 Microsoft Punkte
Der 18. November 1998 war für die beiden völlig Fremden Join Jerry Holkins und Mike Krahulik ein ganz besonderer Tag. An jenem Tag veröffentlichten sie den erst ersten Penny Arcade Comic. Publiziert wurde er im Internet. Auf Anhieb fand er bei Lesern mächtig Anklang. Penny Arcade parodiert die alltäglichen Ereignisse in der Computer und Videospielwelt. Entwickler Hothead Games wagt sich nun an die erfolgreiche Lizenz und möchte alle vier Monaten eine weitere Episode veröffentlichen. Die erste Episode hört auf den Namen “Penny Arcade Adventures: On the Rain-Slick Precipice of Darkness” und steht seit vier Wochen über Xbox Live zum Download bereit. Mit satten 1600 Microsoft Punkte ist Penny Arcade mit Abstand das teuerste Arcade Spiel. Ob sich der Titel lohnt, erfahrt ihr in unserem Kurzreview.
Die Wahl der Qual
Ihr schlüpft nicht in die Rolle der beiden Hauptcharakteren Tycho Brahe und Jonathan Gabriel, sondern bastelt euch einen eigenen Charakter aus einem Baukasten. Eine riesen Auswahl wie in einem Rollenspiel gibt’s hier nicht. Stattdessen muss man mit einer bescheidenen Anzahl unterschiedlichen Gesichter, Bärten und Klamotten auskommen. Eines Tages greift eine Roboter Invasion das Städtchen New Arcadian. Euer Haus wird dabei in Schutt und Asche gelegt. Mit einem Rächen bewaffnet macht sich der hässige Hausbesitzer auf, um den Robotern Einhalt zu gebieten. Früh im Spiel trefft ihr das Nerd Duo Tycho und Jonathan, mit welchen nicht gut Kirschen essen ist, wenn’s ums Thema Invasion der Robotern geht. Zwischen einzelnen Spielabschnitten wird die Handlung mit witzigen Dialogen vorangetrieben. Der kuriose Humor wurde dabei exzellent eingefangen.
Rollenspiel ahoi!
Eine echte Handlungsfreiheit gibt’s in “Penny Arcade Adventures: On the Rain-Slick Precipice of Darkness” leider nicht. Meistens müsst ihr innerhalb der Areale Aufgaben meistern, Gegenstände finden oder mit anderen Charakteren reden. Penny Arcade stützt sich nicht auf sinnloses Haudrauf-Gekloppe wie in einem Conan oder Viking, sondern baut auf Rollenspiel Mechanik a la Final Fantasy auf. Abwechselnd geben sich Freund und Widersacher gegenseitig auf die Rübe. Zu jeder Zeit hat der Spieler die Kontrolle über die ganze Party. Wer jetzt denkt cool ein rundebasiert Rollenspiel, denn muss ich enttäuschen. Viel mehr ist das Active-Time-Battle System im Einsatz. Innerhalb von einer bestimmten Zeit füllt sich eine Leiste. Sobald diese Spezialleiste aufgefüllt ist, kann ein Angriff ausgeführt werden. Je schneller man reagiert, desto besser ist es. Nach jedem erfolgreichen Kampf, rieselt es Erfahrungspunkte. Diese werden automatisch auf die Attribute Angriffstärke, Schnelligkeit und Gesundheit verteilt.
Eine richtige Bereicherung
Obwohl der happige Preis von 1600 Microsoft Punkte von einem Kauf abschreckt, kann ich ohne schlechtes Gewissen sagen, dass das Spiel wirklich jeden seiner Rappen wert ist. Das Rollenspiel typische Kampfsystem macht unheimlich Laune und dutzende witzige Anspielungen bilden das Pünktchen auf dem i. Wer es nicht kauft, ist schlicht selbst Schuld.


18:45
