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PieceFall – Test / Review

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Veröffentlicht 28. Oktober 2018 | 16:28 Uhr von Alexander Winkel

piecefall-Artwork

Tetris ist eines der ältesten Puzzlespiele und dennoch fasziniert das Prinzip bis heute. So simpel das Stapeln der Blöcke auch sein mag, in der Einfachheit steckt auch die Brillanz. PieceFall für die Playstation 4 nutzt nun das Prinzip und versucht mit neuer Perspektive ein neues Spielgefühl zu schaffen. Geneigte Spieler können das ganze sogar in VR genießen. 

In PieceFall bekommt ihr es nicht mit einem unendlichen Puzzler wie beim ursprünglichen Konzept des Blöckchenstaplers zu tun, sondern müsst mit den Tetraminos vorgefertigte Rätsel lösen. Die Aufgaben verteilen sich auf verschiedene Inseln, wobei die vierte sich nur dann freischaltet, wenn genügend Punkte gesammelt, sprich eine gute Leistung gezeigt wurde. Aus einer isometrischen Sicht sind die diversen Lücken am Grund des Bodens schnell zu erkennen, die geschickt mit den Tetraminos gefüllt werden müssen. Es gibt eine vorbestimmte Anzahl und fixe Auswahl an Tetrisblöcken, die in begrenzter Zeit gedreht und in die Lücken gefüllt werden müssen. Dabei darf nichts überlappen, alle Steine müssen perfekt passen.

piecefall-screenshot-05

Die Lösung liegt zu Beginn meist ohne großes Nachdenken auf der Hand. Doch bereits nach einigen wenigen Rätseln wird die Thematik recht knifflig. Immerhin habt ihr nur eine begrenzte Zeit, richtig zu kombinieren, da die Klötze wie im Original langsam nach unten fallen. Dazu kommt jedoch auch noch, dass es meist nur eine Lösung gibt. Es stellt sich oftmals erst beim letzten Block heraus, dass dieser dann doch nicht mehr passt. Das heißt, die ersten Blöcke müssen andersartig verteilt und kombiniert werden, um das Rätsel zu meistern. Das Spiel wird also schon nach wenigen Minuten knifflig und man muss ganz schön das Köpfchen anstrengen, um die letzten Abschnitte zu meistern.

Das Problem liegt aber auf der Hand. Hat man alle vier Welten, die sich zumindest optisch unterschiedlich geben, gemeistert, ist PieceFall prinzipiell beendet und wird keine Maus mehr aus dem Loch locken können. Ihr schaltet unter einer bestimmten Voraussetzung immerhin noch den Expertenmodus frei. Der einzige Unterschied ist jedoch die begrenzte Zeit für des Rätsels Lösung. Prinzipiell heißt es Auswendiglernen der Lösungen und schon könnt ihr das Spiel meistern – bzw. Ihr findet schlicht eine passende Lösungen anderweitig auf. Dadurch verliert PieceFall sehr schnell seinen Reiz und wird nach Abschluss schnell wieder von der Festplatte verschwinden.

piecefall-screenshot-03

Technisch gibt sich PieceFall Mühe, in einem modernen Design daherzukommen. Mit jedem gemeisterten Abschnitt wird ein 3D-Model in der Mitte weitergebaut und mit der Insel letztendlich vervollständigt. Die fliegenden Inseln bieten mit grünen Wiesen, verschneiten Bergen und verstaubten Wüsten durchaus optische Abwechslung. Technisch ist der Titel in Ordnung, die Perspektive jedoch etwas unglücklich gewählt. Die Kamera steht etwas zu tief, so dass man nur recht schwer erkennen kann, wo die Tetraminos abgelegt werden. Mit der PSVR-Brille habt ihr etwas mehr Übersicht und könnt auch besser auf die Spielfläche blicken, wobei die grafische Qualität aufgrund der Auflösung der Brille etwas leidet. Insgesamt daher alles etwas unglücklich ausgefallen.

Unverständlich ist zudem der gravierende Unterschied zwischen der normalen und der VR Version in der Handhabe. Wird die Variante ohne Brille gespielt, könnt ihr einzig allein mit dem linken Stick den Block platzieren und mit dem rechten Stick vor und rückwärts, wie auch seitlich kippen. Den Bock einfach rechts oder links herum drehen funktioniert nur in der VR Version per Schultertasten, ebenso wie das Platzieren mit dem Steuerkreuz. Warum sich beide Versionen derart unterscheiden, kann keiner nachvollziehen. Die normale Version lässt sich deswegen auch nur sehr mühselig und kompliziert handhaben. Dafür scheint es in der VR Variante andere Fehler zu geben, zum Beispiel beginnt der Expertenmodus nicht in der ersten Welt und kann daher nicht wirklich komplettiert werden.

piecefall-screenshot-01

Bild 1 von 9

 

Unser Fazit

60 %

Das von Steel Minions entwickelte PieceFall ist sowohl in der normalen, als auch in der VR Variante durchaus kurzweilig. Solange nicht alle Abschnitte gemeistert sind, kann es durchaus unterhalten. Danach ist jedoch die Luft raus und der Titel verschwindet wieder von der Festplatte. Spielerisch stört vor allem die Perspektive, welche keinen optimalen Überblick über das Spielfeld gewährt. Hier haben Spieler mit der PlayStation VR Brille sogar einen gewissen Vorteil, der sich auch in der Handhabe spiegelt. Denn in der normalen Version lassen sich Blöcke nicht mit den Schultertasten rotieren. Das soll mal einer verstehen!

Pro

  • + Kurzweiliger Rätselspaß.
  • + Spätere Abschnitte sind durchaus knifflig und es braucht einige Versuche, die zu meistern.
  • + VR Einbindung liefert eine bessere Perspektive.

Kontra

  • - Spiel ist relativ schnell durchgespielt und gemeistert.
  • - Absolut keinen Wiederspielwert.
  • - Die Perspektive ist ziemlich ungünstig, vor allem in der normalen Variante.
  • - Die Handhabe ist ziemlich mies in der normalen Version umgesetzt. Es fehlen die Schultertasten zum Drehen der Blöcke.

Unsere Bewertung

Grafik
 
60 %
Sound
 
75 %
Steuerung
 
55 %
Gameplay
 
60 %
Multiplayer
 
00 %
Spielspaß
 
60 %

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Aufgewachsen mit der ersten Nintendo-Konsole, fühlt sich Alexander Winkel eigentlich auf allen Plattformen heimisch. Trotz seiner offensichtlichen Hingabe zur Xbox – die vielen Gamerscore Punkte erspielen sich nicht von selbst – lässt er seine Schreibwut an allen Videospielen aus, unabhängig vom System.

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