Pikmin 3 - Test / Review - insidegames
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Pikmin 3 – Test / Review

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Veröffentlicht 9. August 2013 | 13:10 Uhr von Fabrice

Pikmin 3 - Screenshot Wii U

Dutzende Kämpfer stürzen sich auf einen einzelnen Gegner, prügeln erbarmungslos auf ihn ein und benutzen seinen leblosen Körper als Ressource um die eigene Armee zu vergrössern. Klingt eigentlich ziemlich brutal wenn man das so betrachtet. Nintendo schafft es aber wie kein niemand sonst solch brutale Szenen, ganz herzallerliebst zu verpacken.

Nintendos Wii U hat ja eine richtig schwere Zeit auf dem Markt Fuss zu Fassen. Die Konsole verkauft sich schlecht und liegt wie Blei in den Regalen. Das liegt unter anderem daran das kaum interessante Spiele vorhanden sind. Mit Pikmin 3 kehrt endlich eine beliebte Serie auf Nintendos Heimkonsole zurück. Ist das aber ein Grund sich eine Wii U zuzulegen? Das haben wir versucht heraus zu finden!

Crashlandung

Die Bewohner des Planeten Koppai haben ein massives Problem: sie verhungern. Eine unbemannte Sonde hat jedoch PNF-404 entdeckt, einen Planeten auf dem es scheinbar genug Nahrung für alle Koppaianer gibt. Deshalb werden die drei Forscher Alph, Brittany und Charlie entsandt, als letzte Rettung für ihr gesamtes Volk. Beim Anflug auf PNF-404 geht aber etwas völlig in die Hose, denn ihr Schiff raucht ab und das Trio wird bei der unsanften Landung voneinander getrennt. Sie müssen nicht mehr nur Nahrung finden, sondern auch ihr Schiff reparieren sonst bleiben sie auf dem fremden Planeten gestrandet. Zum Glück treffen sie auf die bunten und freundlich gesinnten Pikmin, ohne welche sie verloren wären.

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So süss Pikmin 3 auch aussieht, im Kern ist es ein forderndes Echtzeitstrategiespiel in dem es um den richtigen Einsatz der kleinen Pikmin geht. Bis zu 100 von ihnen folgen einem auf Schritt und Tritt. Egal was man von ihnen verlangt, sie folgen jedem Befehl völlig treu bis in den Tod. Dabei steuert man sowohl die eigene Figur mit dem linken Stick als auch ein Fadenkreuz für die Steuerung der Pikmin. Man zielt mit dem Fadenkreuz auf ein Objekt oder einen Gegner, wirft ein Pikmin mit der A-Taste und die Pikmin interagieren mit ihrem Ziel. Das ist anfangs besonders mit dem Gamepad ziemlich herausfordernd. Die Steuerung und die Kamera wollen nicht immer so wie man es selbst will und darunter leidet die Genauigkeit. Alternativ kann auch mit der Wii-Mote gespielt werden, welche aber nicht zur Standardausrüstung der Wii U gehört. Nach einer kurzen Eingewöhnungszeit geht aber auch die Steuerung mit dem Pad relativ gut von der Hand.

Nutze jeden Tag als wäre es der letzte

Das Ziel ist es die drei Forscher wieder zu vereinen, das Schiff zu reparieren und jede Menge Nahrung zu finden. Pikmin 3 ist aber relativ offen was die ganze Angelegenheit angeht. So etwas wie Level gibt es nicht direkt. Statt dessen ist das Spiel in Tage eingeteilt, denn bei Nacht kommen alle Monster aus ihren Löchern und verputzen einen wenn man sich nicht in Sicherheit bringt. Jeden Tag wird jedoch auch eine Einheit an Fruchtsaft verbraucht und ist dieser alle, dann ist Ende Gelände.

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Deshalb muss man jeden Tag so gut nutzen wie möglich. Anfangs bekommt man automatisch eine kleine Truppe an roten Pikmin zur Verfügung gestellt. Mit dieser müssen Blumen geerntet oder Feinde erledigt werden. Diese Ressourcen können dann zu einer Zwiebel gebracht werden, welche als Basis dient. Alle Ressourcen die eingespeist werden, werden in neue Pikmin verwandelt die man nur noch aus dem Boden zupfen muss. In der Welt lassen sich Früchte finden, welche in den heiss begehrten Saft umwandeln lassen. Diese Früchte zu erreichen ist aber oft nicht einfach. Wie schon in den beiden Vorgängern gibt es verschiedene Arten von Pikmin, zwei davon sind ganz neu. Blaue Pikmin können schwimmen, im Gegensatz zu allen anderen Farben die im Wasser ertrinken. Gelben Pikmin können Strom leiten, wodurch kaputte Leitungen mit ihnen überbrückt werden können. Neben schon bekannten Pikmin gibt es neu zwei neue Arten, wobei einige der alten Varianten nicht mehr vorhanden sind. Neu sind fliegenden Pikmin, deren Funktion eigentlich schon im Namen erklärt ist. Ausserdem gibt es Fels-Pikmin welche besonders hart sind, denn wenn man sie auf Glas oder Kristalle wirft kann man diese Elemente zerbrechen. Ziemlich nützlich wenn man neue Wege erschliessen, versteckte Schätze erbeuten oder harte Gegner knacken will.

Die knuddeligste Armee der Welt

Der Ablauf des Spiels ist eigentlich immer gleich. Zusammen mit seiner Truppe durchstreift man verwinkelte Aussen- oder Innenareale, immer auf der Suche nach weiteren Früchten. Diese transportiert man zu seinem Schiff, damit Fruchtsaft daraus gepresst werden kann. Die Früchte zu erreichen erfordert oft aber Hirnschmalz oder Schlagkraft. Spannend sind nämlich die zahlreichen Bosskämpfe. Diese erfordern nicht nur die richtigen Pikmin Typen sondern auch blitzschnelle Reaktionen. Es ist nämlich herzzerbrechend wenn man zusehen muss wie Dutzende Pikmin ihr Leben geben müssen, nur weil man eine falsche Entscheidung getroffen und sie alle in ihren Tod geschickt hat. Denn je länger man spielt, desto mehr wachsen einem diese bunten Viecher ans Herz.

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Je weiter man im Spiel voran kommt, desto mehr Pikmin stehen einem zur Verfügung. Nach und nach kann man aber auch mehr als nur einen der Forscher spielen. Dadurch kann man gleichzeitig z.B. zwei Forscher mit einem Trupp von Pikmin auf den Weg schicken. Eine Truppe sorgt dafür das man weitere Pikmin züchten kann, während der andere Trupp einem Gegner die Lebensenergie aus dem Leib prügelt um mehr Früchte zu erhalten. Das ganze läuft unter Zeitdruck, denn wenn die Nacht hereinbricht und man selbst oder die Pikmin nicht in Sicherheit sind, dann geht alles in der Wildnis drauf. Im Gegensatz zu den Vorgängern gilt jeder abgeschlossene Tag als Checkpoint. Vergeigt man einen Tag und verliert zu viele Pikmin, dann kann man den vorherigen Tag neu starten. Das kann besonders weniger geübten Spielern sehr helfen, denn so endet man nicht einfach irgendwann in einer Sackgasse. Dennoch wäre ein wenig mehr Abwechslung wünschenswert. So packend Pikmin 3 in den ersten Stunden ist, irgendwann verliert sich dieser Spass immer ein wenig mehr. Dennoch biet die gut 15-stündige Kampagne viel Spielspass und Inhalt.

Frucht-Bingo

Es wäre cool gewesen, wenn man die Story mit einem anderen Mitspieler hätte spielen können. Man ist oft mit mindestens zwei Forschern unterwegs, also wäre ein kooperativer Spielmodus nicht undenkbar. Das ist aber leider nicht der Fall, dennoch müssen Zocker die gerne mit- oder gegeneinander spielen nicht verzagen. Es sind nämlich Modi für zwei Spieler vorhanden. Entweder arbeitet man zusammen um so viele Früchte in einem zu sammeln wie möglich oder man spielt gegeneinander Bingo. Auf einer Bingo-Karte sieht man ein ganzes Ensemble an Früchten und wer zuerst eine Reihe von Früchten sammeln kann, der gewinnt. Diese Spielmodi sind sehr unterhaltsam, kombinieren sie doch den Aspekt des Zeitlimits des Einzelspielermodus mit dem kompetitiven Geist eines Mehrspielermodus.

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Technisch zeigt Nintendo mit Pikmin 3 endlich das sie auch ein wenig ihre Muskeln spielen lassen können dank der Wii U. Die Spielwelt ist schön gestaltet, die Pikmin so niedlich wie noch nie und die Monster erschreckender als zuvor. Besonders gut sieht auch das Wasser aus, noch besser wird es natürlich wenn ein paar blaue Pikmin darin ihre Runden drehen. Es ist zwar kein Spiel das für offene Münder sorgen kann, dennoch passt einfach alles. Ähnlich verhält es sich mit dem meistens beruhigend ruhigen Soundtrack. Ganz anders sieht es jedoch mit den Soundeffekten aus, besonders den Schreien die die Pikmin von sich geben. Jeder geworfene Pflanzenkopf gibt einen Schrei von sich, was sehr schnell alt wird und bald nur noch nerven kann. Am besten versucht man das einfach so gut wie möglich zu überhören. Wie von Nintendo zu erwarten kann Pikmin 3 auch komplett auf dem Gamepad gespielt werden, ohne das man vor der Konsole und dem Bildschirm hocken muss. Tut man das nicht, dient das Gamepad hauptsächlich als Karte welche die ganze Umgebung anzeigt und einem auch zeigt wo die eigenen Figuren stecken, was sehr nützlich sein kann.

Unser Fazit

84 %

Ist Pikmin 3 ein Grund warum man sich unbedingt eine Wii U zulegen muss? Nein, definitiv nicht. Es braucht den zweiten Bildschirm auf keine innovative Weise und bietet nur eine äusserst gelungene Fortsetzung zu einem Spiel von Nintendo das wohl am wenigste für die breite Masse ist. Und trotz der etwas ungelenken Steuerung per Gamepad, der manchmal etwas komischen Kamera und der zum Schluss eher zähen Kampagne, ist Pikmin 3 ein exzellentes Spiel. Wer sowieso eine Wii U besitzt, der sollte sich diesen Titel unbedingt kaufen!

Pro

  • Lange Kampagne
  • Forderndes Gameplay
  • Witziger Mehrspielermodus
  • Charmante Spielwelt
  • Neues "Kontrollpunkt" System gibt mehr Spielraum für Einsteiger
  • Passabler Einsatz des Gamepad

Kontra

  • Ungelenke Gamepad-Steuerung
  • Zickige Kamera
  • Kampagne zieht sich gegen Ende ein wenig zu repetitiv
  • Nervige Pikmin-Geräusche

Unsere Bewertung

Grafik
 
82 %
Sound
 
76 %
Steuerung
 
80 %
Gameplay
 
85 %
Multiplayer
 
83 %
Spielspaß
 
86 %

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