Pro Evolution Soccer 2013 - Der Mega Test / Review zum Fussballspiel - insidegames
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Pro Evolution Soccer 2013 – Der Mega Test / Review zum Fussballspiel

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Veröffentlicht 9. Oktober 2012 | 14:57 Uhr von Philipp Fanchini

PES 2013

Es ist der alte Kampf: Gut gegen Böse, Hektor gegen Achilles, Skywalker gegen Vader. Auch in der Welt der Videospiele gibt es diese ewigen Rivalitäten und eine besondere erhält nun ihr neuestes Kapitel: FIFA 13 gegen PES 2013. Ganz so einfach ist die „dunkle Seite der Macht“ in diesem Duell aber nicht auszumachen – in der Vergangenheit haben beide Titel gezeigt, dass sie ihre Vor- und Nachteile haben. Es heisst also nicht Schwarz gegen Weiss, sondern eher Grau gegen Grau. Wir widmen uns an dieser Stelle dem Spiel, welches vor allem aufgrund fehlender Lizenzen zum Underdog degradiert worden ist: Pro Evolution Soccer 2013.

Im Folgenden bemühen wir uns, keine Vergleiche mit dem grossen Konkurrenten zu ziehen. Denn der „Konflikt“ zwischen FIFA- und PES-Anhängern wird in etlichen Foren derzeit zur Genüge weitergeführt. PES 2013 soll also als eigenständiges Spiel betrachtet werden. Das Schielen auf FIFA 13 überlassen wir euch. Vielmehr soll hier der direkte Vorgänger PES 2012 als Referenz-Punkt dienen.

pes-2013-barca_valdes02 Alle Jahre wieder werden die geneigten Gamer mit den aktuellen Versionen ihrer sportlichen Lieblinge bedient. Dieser Zwölfmonats-Zyklus ist schon seit einiger Zeit zum festen Bestandteil des Gamer-Jahrs geworden. Seit kurzem nun steht die Neuauflage von Pro Evolution Soccer 2013 in den Läden und man fragt sich (wie jedes Jahr): Bringt’s das denn, den neuesten Spross zu erwerben? Gerade das ist eher schwierig zu beantworten. Auf den ersten Blick sind die Veränderungen und Neuerungen von PES 2013 marginal – will heissen: Man sucht das Neue im Detail. Der Titel (Evolution) ist also Programm und man muss bei der 2013er Auflage von einem evolutionären Schritt sprechen. Eine Revolution ist das keine. Allerdings muss man hier auch anmerken: Die Auflage des nächsten Jahres wird wohl mit der neuen Grafik-Engine von Konami aufwarten. Bei älteren Fans der PES-Reihe dürfte sich also auch so etwas wie ein sentimental-nostalgisches Gefühl einschalten. Die nächste Auflage wird zumindest technisch ganz anders daherkommen. Wer aber schon von der 2013er Version ein ganz neues Spiel erwartet, wird enttäuscht. Das gibt’s vielleicht im nächsten Jahr…

„Never change a winning team“

Allerdings kann man sich auch an die alte Sport-Weisheit „Never change a winning team“ halten. Die Änderungen gegenüber dem Vorgänger sind wie gesagt im Detail zu suchen, aber bei einer guten Basis kann eben genau dies zum Erfolg führen. Oder würdet ihr Lionel Messi feuern, bloss weil der schon seit Jahren für euren Verein spielt? Eben! Widmen wir uns gleich dem Kernstück eines Fussball-Spiels: Dem Geschehen auf dem Rasen. Hier kann PES 2013 in Sachen Steuerung und Spielspass vollends überzeugen: Die Bewegungen der Spieler sind noch einen Tick realistischer als beim Vorgänger. Vor allem aber wurde eines merklich verändert: Die Spielgeschwindigkeit. Diese wurde gegenüber der Version von 2012 nicht gesteigert, sondern gedrosselt. Dies führt auf dem Platz aber nicht etwa zu langweiligem Zeitlupen-Gekicke – ganz im Gegenteil. Als Ballführender hat man nun genügend Zeit, sich einen Überblick zu verschaffen (ausser natürlich wenn der Gegner ein aggressives Pressing betreibt). So kann man sich Räume freispielen, und gezielt raffinierte Pässe und Spielzüge lancieren. „Kick and Rush“ war gestern. Der zum Erfolg führende Spielstil ist wohl eher im „Tiki-Taka“-Fussball à la Spanien zu suchen. Also viele, schnell ausgeführte, kurze Pässe. Allerdings gibt’s da ein Problem…

Keine Patentlösung für Siege

pes-2013-inter_forlan Eine Patentlösung für das Gewinnen von Spielen gibt’s keine! Und gerade das macht die Action auf dem PES-Fussballplatz so spannend. Was im einen Spiel funktioniert und zum lockeren 3:0-Sieg führt, kann in einem anderen Match (gegen einen anderen Gegner) schnell zum Debakel führen. Glück und Zufall spielen also auch eine Rolle, allerdings im durchweg positiven Sinn eines realistischen Fussballspiels. Nur weil man mit der deutschen National-Elf gegen die Schweiz antritt, hat man den Sieg also noch lange nicht im Sack. Als Neuling ist man übrigens gut beraten, die zu Beginn des Spiels angebotenen Trainings-Sessions zu absolvieren. Auf gekonnte Weise wird man damit der doch einigermassen komplexen Steuerung vertraut gemacht. Man kann zwar den Schwierigkeitsgrad runterdrehen und so mit den Buttons für Pässe und Schüsse klarkommen, aber des Spiel lebt vor allem davon, dass man sich einarbeitet. Ein erster Blick auf die im Pausen-Menu verfügbare Liste aller Moves lässt einem die Kinnlade runterklappen. Das sieht eher nach Tekken oder Mortal Kombat aus. Wer auf dem Platz mit spielerischen Kabinett-Stückchen glänzen will, muss also (wie eben im echten Fussball auch) trainieren, trainieren und… ihr habt’s erraten: Trainieren. Bei den zahlreichen Tastenkombinationen ist dann vor allem das richtige Timing gefragt. Die Spieltiefe, welche durch diese Moves geboten wird, ist so berauschend wie „El Classico“ (für alle Nicht-Fussball-Fans: So nennt man das, wenn die Erz-Rivalen FC Barcelona und Real Madrid aufeinandertreffen).

Audio-visuell nicht auf der Höhe

Die grafische Präsentation dieses Geschehens ist zwar solide, aber nicht mehr. Die Gesichter der Spieler reichen von „Ja klar, das ist…“ bis zu „Wat? Wer bist du denn?“. Holzig animiert sind sie aber alle, das kommt vor allem beim Singen der Nationalhymnen zum Vorschein (wobei gewisse Originale in dieser „Disziplin“ ja auch nicht besser sind…). Je weiter weg, desto schöner, könnte man also sagen. Auch der Sound ist bisweilen langweilig, manchmal sogar nervig. Vor allem die beiden Kommentatoren sprechen nicht selten am Geschehen auf dem Platz vorbei und die Fan-Gesänge wirken spätestens nach zwei Stunden monoton und redundant. Besonders verwirrend wird es, wenn sich die beiden Kommentatoren gegenseitig ins Wort fallen und davon unbeirrt ihre Floskeln von sich geben. Dennoch schafft es das Spiel, in den Stadien eine tolle Stimmung zu erzielen. Das liegt aber wie gesagt nicht wirklich an audio-visueller Brillanz, sondern am spannenden Geschehen auf dem Rasen. Die von Konami in Aussicht gestellte „Frischzellenkur“ für die technische Seite des Spiels ist also angebracht, wenn nicht sogar überfällig. Auch die zahlreichen Menus des Spiels gehören in die Kategorie „angestaubt“. Das ist weder schön anzusehen, noch wirklich übersichtlich.

Spielmodi und Lizenzen

pes-2013-maria03 Bei den Spielmodi wird man mit den Originalen der Champions League und des Copa Santander Libertadores versorgt. Wer allerdings gleich ein Länderspiel im Rahmen einer Welt- oder Europameisterschaft in Angriff nehmen will, sucht diese Veranstaltungen eine Weile. Die Lizenzen für diese fussballerischen Grossereignisse fehlen. Die Turniere sind aber unter anderer Bezeichnung im Spiel zu finden. Die WM heisst dann einfach „International Cup“. Das Kernelement für einen langanhaltenden Spielspass ist wie gewohnt die Meisterliga. Hier Managed man „seinen“ Verein, bestreitet Liga-, Cup- und beispielsweise Champions-League-Begegnungen. Kauft neue Spieler oder Physiotherapeuten ein und holt neue Sponsoren an Land, um die Kasse klingeln zu lassen. Über die vielen Entscheidungsmöglichkeiten, die man als Trainer und Manager hat, kann man sich per Taste in jedem Menu die passenden Erläuterungen auf den Bildschirm holen. Eine gewisse Einarbeitungszeit ist aber sicher vonnöten. Die Kombination der Action auf dem Fussballfeld und der Geschäftsführung des eigenen Vereins verspricht also viel Abwechslung.

Der grösste Wehrmutstropfen von PES 2013 bleibt aber das Fehlen vieler Lizenzen. Zwar sind beispielsweise die englische Premier League, die spanische Liga BBVA und die französische Ligue 1 vorhanden. Dieses Angebot wird durch einzeln lizenzierte Clubs und etliche Nationalmannschaften erweitert, sodass insgesamt 150 offizielle Teams zur Verfügung stehen. Die verschiedenen Ligen beinhalten jedoch nicht alle Mannschaften: Liverpool zum Beispiel ist nicht in der Premier League zu finden. Und Schweizer Fussballfans gucken definitiv in die Röhre: Neben der Schweizer Nationalmannschaft ist kein einziger Super- oder gar Challenge-League Verein im Spiel zu finden. Auch Fans der ersten Bundesliga werden ernüchtert sein: Auch diese Liga ist nicht vertreten, einzig der FC Bayern und Schalke 04 findet man bei PES 2013. Allerdings sei hier erwähnt, dass die Fanbase von PES hervorragende Arbeit leistet und man wird wohl auch für PES 2013 etliche Patches herunterladen können, welche die entsprechenden Mannschaften, Spieler und Ligen enthalten werden. Der spielinterne Editor bietet nämlich alles, um seine Bedürfnisse zu befriedigen. Allerdings braucht’s für die Installation einiges Know-How und offiziell ist das Ganze auch nicht. Somit kann dieses Engagement der treuen PES-Community auch nicht für die Bewertung des Spiels berücksichtigt werden.

 

Unser Fazit

87 %

Das Wichtigste an einem Fussballspiel ist das Geschehen auf dem Platz und da brilliert der neueste Ableger von Pro Evolution Soccer geradezu. Das Drosseln der Spielgeschwindigkeit erweist sich da als kluge Entscheidung und die Spielzüge auf dem Rasen kamen noch nie so realistisch daher. Die Steuerung ist hervorragend, präzise und vermittelt einen einmalig hohen Grad an Realismus, ohne dabei den Spieler zu überfordern. Mit der Zeit entwickelt man gar so eine Art „virtuelles Ballgefühl“ in den Fingern. Abzüge gibt’s für die veraltete Präsentation und die für heutige Verhältnisse hässlichen Menus. Auch die fehlenden Lizenzen trüben die Fussball-Freude massiv und nicht jeder hat Zeit und Lust, sich „seinen“ Verein im Editor zu basteln. Und dennoch: Sobald der Anpfiff fürs nächste Spiel ertönt, ist das alles (fast) vergessen. Das Teil spielt sich einfach super.

Pro

  • + Überragende Steuerung
  • + Tolles Multiplayer-Game
  • + Realistisches Geschehen auf dem Platz
  • + Reduzierte Spielgeschwindigkeit

Kontra

  • - Fehlende Lizenzen
  • - Angestaubte Grafik
  • - Veraltete, unübersichtliche Menus
  • - Teils nicht stimmige Kommentare

Unsere Bewertung

Grafik
 
79 %
Sound
 
75 %
Steuerung
 
90 %
Gameplay
 
90 %
Multiplayer
 
85 %
Spielspaß
 
90 %

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