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Project Cars – Xbox One Test / Review

Direkt zum Fazit springen

Veröffentlicht 17. August 2015 | 19:10 Uhr von Fabrice

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Arcaderacer oder knallharte Simulation? Es ist eine Geschmacksfrage die wohl so alt ist, wie das Genre selbst. Wer auf Simulationen steht, hat auf fast jeder Plattform seine Möglichkeiten. Sorry Nintendo.

Forza Motorsport auf der Xbox. Driveclub (und Gran Tourismo) auf der PlayStation. Iracing und eine ganze Reihe an Konsorten auf dem PC. Es fällt auf, dass diese Spiele jeweils exklusiv für die genannten Plattformen sind. Project Cars, durch Crowdfunding mitfinanziert, bringt das Racing Sim Genre auf alle aktuelle Plattformen. Sorry Nintendo zum Zweiten. Für unseren Testbericht haben wir jede Menge Zeit mit der Xbox One Version verbracht.

Qualität statt Quantität

Obwohl es eine waschechte Simulation ist, ist es sehr zugänglich. Wer auf der Suche nach einer richtigen Simulation ist, liegt hier genau richtig. Mit weniger als 100 Autos, bildet es nicht die gleiche Abwechslung wie vergleichbare Titel. Statt x verschiedenen Modellen für die selbe Fahrzeugklasse, ist die Auswahlmöglichkeit beschränkt. Das bringt den Vorteil mimt sich, das sich jedes Auto auch anders anfühlt. Schon der Unterschied zwischen Karts und Superkarts ist ganz klar spürbar. Genau so verhält es sich mit allen anderen Klassen. Ist man in der LMP Klasse unterwegs, hat man das Gefühl auf der Strecke fest verankert zu sein. Entscheidet man sich für eine der Formula Klassen, fühlt es sich wieder ganz anders an. Bei hohem Tempo, reißt der Wagen fast schon die Kontrolle an sich. Nur wer dagegen ankämpft fliegt nicht von der Strecke.

Jedes Auto braucht volle Aufmerksamkeit. Man muss sich erst an das Auto gewöhnen, bevor man die erwünschten Resultate erzielen kann. Project Cars verlangt viel Zeit und Konzentration. Wer das jedoch investiert, wird mit viel Abwechslung und einem fantastischen Fahrgefühl belohnt.

Sehr hilfreich sind die Möglichkeiten um den Schwierigkeitsgrad ganz individuell zu gestalten. Wer noch kaum Erfahrung mit Rennsimulationen hat, kann alles so anpassen das es für einen passt. Ideallinien, Fahrassistenz und die Schwierigkeit der KI-Fahrer lassen sich frei einstellen.

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Jeder fängt einmal klein an…

Schon von der ersten Minute an, stehen einem alle Möglichkeiten offen die das Spiel zu bieten hat. Es gibt keine Beschränkungen, keine Autos die man zuerst kaufen oder Strecken die man freischalten muss. Wer das Spiel startet, der kann ein Rennen ganz nach den persönlichen Vorstellungen starten.

Es gibt auch die Möglichkeit eine Karriere zu fahren. Doch auch dort gibt es keine Autos die man kaufen kann oder Upgrades die sich freischalten lassen. Je nach Geschmack kann man in der untersten Fahrzeugklasse, den Karts, starten und sich Saison für Saison ganz nach oben zu den Prototypen arbeiten. Wer darauf keine Lust hat, kann aber auch schon ganz oben anfangen. Je erfolgreicher man Saisons abschließt, desto mehr Angebote von Rennställen und Sponsoren erhält man. Neue Rennställe bringen bessere Wagenklassen mit sich. Sponsoren haben keinen Einfluss auf den Verlauf von Karrieren. Ebenso wenig gibt es Ziele die man für seinen Rennstall erfüllen muss. Wer etwas erreichen will, der muss das auf eigene Verantwortung tun (oder sich an Erfolge und Trophäen halten).

Wer gerne angeleitet wird, der wird diese Anleitung vermissen. Es ändert jedoch nichts daran, dass das Gameplay an und für sich erstklassig ist. Ist man erst einmal auf der Strasse, dann spielt sich Project Cars absolut fantastisch. Sich an neue Autos gewöhnen, die Streckenverhältnisse in Trainings und Qualifyings erörtern und in den Rennen selbst um jeden Platz kämpfen, ist genial. Es bietet unglaublich viel Tiefe und Spielspaß. Dabei fällt auf das die gegnerische KI nicht wirklich konsistent ist. Selbst bei den gleichen Einstellungen, kann sie teilweise formidabel sein und eine echte Herausforderungen sein oder sich komplett passiv verhalten.

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Fahrspass in Reinkultur

Die Tiefe kommt auch von den Einstellungsmöglichkeiten der Autos selbst. Jedes kleine Detail kann eingestellt werden, um noch mehr Leistung aus einem Auto für die gewählte Strecke heraus zu holen. Kennt man sich mit dem Leistungstuning nicht aus, wird man durch das Spiel selber wenig erklärt bekommen. Um all die Möglichkeiten ausschöpfen zu können, muss auf Tutorials und Erklärungen außerhalb des Spiels zurück gegriffen werden. Für echte Autonarren wird das keine Rolle spielen, für Einsteiger jedoch umso mehr.

Wagt man sich an den Online-Mehrspielermodus, offenbart sich wie gut das oben erwähnte Fahrgefühl wirklich ist. Sich mit anderen, echten Fahrern zu messen, ist noch fordernder als der Einzelspielermodus. Fordernder und dadurch noch nervenaufreibender. Sich ein Kopf an Kopf Duell mit einem anderen Menschen zu liefern und sei das nur um den vorletzten Platz, fühlt sich fantastisch an.

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Unser Fazit

88 %

Ob Neuling oder alter Hase, Project Cars ist eine geniale Rennsimulation. Wo es wirklich zählt, beim Fahrgefühl, kann es vollends punkten. Egal für welches Auto man sich entscheidet, es fühlt sich anders an als das, dass man vorher gefahren hat. Ob in einer Testrunde oder dem entscheidenden Rennen, es macht einfach Spaß. Alles von Anfang an zur Verfügung zu haben, ist dabei Vor- und Nachteil zugleich.

Pro

  • + Unvergleichbares Fahrgefühl
  • + Alle Möglichkeiten sind von Anfang an offen...
  • + Riesige Einstellungsmöglichkeiten an Autos
  • + Frei einstellbarer Schwierigkeitsgrad
  • + Spannender Mehrspielermodus
  • + Sehr viel Tiefe

Kontra

  • - Zu wenig Vorgaben in Karriere
  • - Kaum In-Game Erklärungen
  • - Gelegentliche Bugs beim Sound

Unsere Bewertung

Grafik
 
75 %
Sound
 
81 %
Steuerung
 
90 %
Gameplay
 
92 %
Multiplayer
 
90 %
Spielspaß
 
84 %

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