Prototype 2 - Test / Review - insidegames

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Prototype 2 – Test / Review

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Veröffentlicht 12. Mai 2012 | 19:26 Uhr von Lucardis

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Activision Blizzard schickt mit dem Nachfolger von Prototype ein neues actiongeladenes Gemetzel in den Ring, doch kann Prototype 2 mit seinem Vorgänger in Sachen Dynamik und Action mithalten, oder haben die Entwickler bereits mit dem ersten Teil ihr ganzes Pulver verschossen? Die Antwort darauf erfahrt ihr natürlich hier, denn wir haben Prototype 2 für euch auf Herz und Nieren getestet!

ps3_prototype2i Wer Prototype gespielt hat, wird in Sachen Story-Einstieg sicherlich keinerlei Probleme haben, denn Prototype 2 knüpft dort an, wo mit dem Vorgänger aufgehört wurde. Alex Mercer, der Anti-Held des ersten Titels taucht wieder auf und mit ihm das gefährliche Virus, welches bereits zuvor für apokalyptische Zustände gesorgt hat. Doch dieses mal schlüpft man als Spieler nicht in die Haut von Mercer, sondern in die des Soldaten James Heller, welcher sich währen des Ausbruches des Virus gerade auf einem Einsatz befindet. Dieser freut sich in wenigen Tagen Frau und Kind wiederzusehen, doch zurück in der Heimat er muss feststellen, dass diese zu Opfern des sogenannten Mercer-Virus geworden sind. Aufgabe des Spielers ist es nun Rache an den Fadenziehern der Katastrophe zu üben, sowie die Hintergründe aufzudecken.

Auch Nicht-Kenner des Vorgängers können problemlos bei Prototype 2 einsteigen. Zum Einen ist Vorwissen zwar nett, allerdings kein absolutes Muss. Zum Anderen kann man sich eine kurze Zusammenfassung des ersten Teils im Menü zeigen lassen, welche einem die Grundzüge des Inhalts vermittelt.

ps3_prototype2g Nach einem kurzen Intro wird man direkt ins kalte Wasser geschmissen und findet sich in einigen Schwierigkeiten wieder. Doch hier werden dem Spieler in einer Art Tutorial die wichtigsten Tastenbelegungen näher gebracht. X und Y sind zum Kämpfen da. Mit A wird gesprungen und mit B kann man sich einen Feind greifen und werfen oder absorbieren. Der rechte Trigger des Xbox 360-Controllers ist zum sprinten, Wände hochlaufen und in der Luft gleiten da, denn Sergeant James Heller ist kein normaler Mensch mehr, sondern wird gleich zu Beginn infiziert und hat nun sprichwörtlich „Superkräfte“. Er kann enorm hoch und weit springen, Wände hochlaufen, eine gewisse Zeit durch die Luft gleiten und hat natürlich auch enorm an Kraft und coolen Moves gewonnen, wodurch die etlichen Auseinandersetzungen im Spiel zu wahren Metzel-Orgien ausarten können. So kann man zum Beispiel mit Autos und Straßenstücken einen fliegenden Helikopter zerquetschen oder ganz einfach mit bloßen Händen den Geschützturm vom Panzer abreißen und damit alles in kürzester Zeit in Schutt und Asche zu legen, um nur einige wenige Fähigkeiten zu nennen. Doch manchmal sollte man sich auch beherrschen und etwas verdeckter vorgehen. So muss man in vielen Missionen in Forschungseinrichtungen eindringen, was am besten geht, indem man sich als Soldat des Sondereinsatzkommandos  von „Blackwatch“ ausgibt. Hierzu kann man jeden beliebigen Soldaten absorbieren und so seine Gestalt annehmen. Doch neben der Wandlungsfähigkeit kann man auch oft noch wichtige Erinnerungen der Person erfahren, welche einem auf Hellers Rachefeldzug als wichtige Informationen dienen können.

Aber früher oder später müssen dann doch  in fast jeder Mission die Fäuste sprechen. Hier eilt Prototype 2 der Ruf seines Vorgängers voraus, denn in Sachen Brutalität hat man hier nicht gegeizt und Prototype 2 hat sich seine 18er-Freigabe wahrlich verdient. Nicht selten ist der ganze Bildschirm einfach nur rot vor lauter Blut und  etwaigen „Monster-Übrigbleibseln“. Mit der Zeit erlangt Heller immer mehr Mutationen und somit spezielle neue Angriffe, mit denen man seine Widersache über den Jordan schicken kann, die oft auch zunehmend an „Ekeligkeit“ dazugewinnen.

ps3_prototype2a Doch so brutal Prototype 2 auch sein mag, die Action ist den Entwicklern sowohl Gameplay-Technisch, als auch optisch einfach sehr gut gelungen und man hat als Spieler einfach so viele „Superkräfte“, die man einsetzen kann, sodass man das Gefühl hat, in diesem fiktiven New York kann man es einfach locker mit Jedem aufnehmen.

Sollte man aber doch mal an einer Mission verzweifeln lohnt es sich die diversen Nebenquests mal unter die Lupe zu nehmen, denn bei diesen kann man die Ein oder Andere nützliche Fähigkeit erhalten, die einem im Kampf dann den nötigen Vorteil verschafft. Da man bei Prototype 2 in ordentlicher Open-World-Manier das komplette fiktive New York, hier NYZ genannt, erforschen kann, hat man in dieser Hinsicht auch gut was zu tun. So müssen z.B. Blackboxes gefunden werden, welche Sprachaufzeichnungen der Blackwatch-Einheiten wiedergeben und die Story mit ihren Hintergrundinformationen mehr Tiefe geben. Außerdem kann man sich auf die Suche nach hohen Tieren der Blackwatch machen und diese über den Jordan schicken. Dann wären da noch sogenannte „Baus“, in welchen sich die Infizierten einquartiert haben. In diesen muss man dann entweder mächtige Mutanten in ihre Schranken weisen, etwas zerstören oder ähnliche kleine Aufgaben erledigen. In NYZ gibt es etliche solcher Nebenquests, die man erledigen kann, um im Level aufzusteigen oder neue Fertigkeiten zu erlangen und so kommen zu den etwa 10 bis 12 Stunden, die man mit den Hauptmissionen beschäftigt ist noch einige Stunden mehr, die man mit Prototype 2 verbringen kann. Allerdings muss man hier nicht völlig planlos die Stadt absuchen, sondern bekommt auf der Stadtkarte dezente Hinweise, wo sich das gesuchte Ziel verbirgt, sodass hier garantiert kein Frust aufkommt und man in absehbarer Zeit neue Mutationen erlangen kann und eine reelle Chance hat alle Sammelobjekte zu finden ohne stundenlang ziellos durch die Gegend zu laufen.

Ist man eine Weile in NYZ unterwegs, bemerkt man Früher oder Später auch einige kleine Macken. Da wäre z.B. die Steuerung, welche im Großen und Ganzen zwar gut gelungen ist, doch läuft man die Wände hoch, springt unser Protagonist manchmal an Vorsprüngen ab, welche man eigentlich nur „überlaufen“ wollte oder die Kamera schwingt in eine unglückliche Position und man guckt durch Wände hindurch.

ps3_prototype2e Ein weiteres Manko ist das Anvisieren von Feinden. Hat man eine Waffe in der Hand zielt man mithilfe des linken Triggers. Meist wird automatisch das richtige Ziel angepeilt, doch hin und wieder, wenn viel los ist, schießt man konsequent auf die falschen Ziele und ein nachjustieren ist in der Hitze des Gefechts auch nicht gerade so einfach, zumal das rote Kästchen, welches das Ziel anzeigt, welches gerade anvisiert werden würde manchmal recht bockig ist. So ist man manchmal einfach besser beraten in den Nahkampf zu gehen, anstatt sich mit den Widrigkeiten des  Anvisierens rumzuschlagen.

Auch das oft eintönige Missionsdesign kann man dem Titel ankreiden. Meistens geht es in irgendeine Forschungseinrichtung und man muss seine Gestalt durch absorbieren wandeln um dann einen Handscanner zu aktivieren. Das war es auch schon meist wird gegen Ende der Aufgabe noch ein Alarm ausgelöst und man muss sich seinen Weg auch der Einrichtung kämpfen um dann durch weglaufen den Alarm zu beenden – Fertig. Abwechslung sieht anders aus und man hätte hier eventuell etwas mehr Zeit investieren können um dem Spieler auch mal etwas abweichende Aufgaben bieten zu können. Man ist zwar nicht gelangweilt, aber wenn dann doch mal etwas Neues passiert erwischt man sich selbst, wie man überrascht ist, wie cool das eben eigentlich war.

ps3_prototype2c Grafisch macht Prototype 2 einen soliden Job. Es ist in der Hinsicht kein Highlight, aber von schlecht ist es doch weit entfernt. Ist man in NYZ unterwegs wird man also nicht gerade von einer Grafikpracht empfangen, allerdings ist den Entwicklern die Atmosphäre der Stadt gut gelungen. Überall stehen Soldaten und passen auf, es gibt Sicherheitsgebiete, die man besser nicht einfach so betritt und heruntergekommene Gegenden, in denen man im Dunkeln eigentlich nicht unterwegs sein möchte. Auch die 3 Zonen in welche die Stadt nach Gefährlichkeit aufgeteilt ist kann man rein optisch schon gut auseinanderhalten. Dagegen könnte man das Gegnerdesign schon fast wieder als Minuspunkt werten, denn diese wiederholen sich schon unverschämt oft, wobei Soldaten ja nun meist schlicht und einfach alle die gleiche Uniform tragen, davon abgesehen kann man die „normalen“ Infizierten meist eh nicht genau genug sehen, um an ihrem Aussehen etwas auszusetzen.

Die musikalische Untermalung tut es der Grafik gleich. Es erwarten den Spieler zwar keine epischen Musikstücke, aber dennoch passende Hintergrundmusik, sowie eine ordentlich gelungene Synchronisation der Charaktere und durchaus atmosphärische Soundeffekte, die sich sehen lassen können.

Unser Fazit

85 %

Prototype 2 ist ein ansehnlicher Nachfolger des ersten Teils und die Entwickler haben sich darauf konzentriert, was sie am besten können: Action! Wenn man Prototype 2 eingelegt hat erwarten einem ordentliche Kampf-Orgien mit viel Blut und fast schon absurden Superkräften des Protagonisten, welcher ohne mit der Wimper zu zucken Geschütze von Panzern abreißt oder sich mit bloßen Händen durch übermächtig scheinende Gegnerhorden metzelt. Auch die enorme Brutalität, welche schon dem Vorgänger oft angekreidet wurde ist wieder mit an Bord und so hat sich auch der neueste Ableger seine 18er Einstufung redlich verdient. Wer also kein Blut sehen kann, lässt von Prototype 2 am besten die Finger, denn davon gibt es in diesem Titel mehr als genug. Zwar wiedeholen sich die Abläufe der Missionen sehr oft, aber wenn man mal eine Auszeit haben möchte kann man sich im freibegehbaren New York auch auf die Suche nach Sammelobjekten für die etlichen Nebenquests machen, um seinem Protagonisten mit neuen Mutationen noch mächtigere Superkräfte zu erspielen. Nach durchschnittlich 10 bis 12 Stunden ist man dann aber auch schon am Ende angelangt, rechnet man die Nebenaufgaben mit ein dürften es noch ein paar Stunden mehr sein, die man im fiktiven New York zubringt. Wer also einen starken Magen hat, viel Action mag und gerne mal die abgefahrenen Superkräfte von James Heller ausprobieren möchte, der sollte auf jeden Fall mal einen Blick auf Prototype 2 werfen, allerdings ist der Titel sicherlich auch nicht jedermanns Sache, wenn man sich also unsicher ist am besten erst mal Probe zocken.

Pro

  • + viel Action
  • + "Superkräfte"
  • + Offene Spielwelt
  • + viele Nebenquests
  • + kaum Ladezeiten

Kontra

  • - eintöniges Missionsdesign
  • - Grafik hat Schwächen
  • - Waffensteuerung
  • - lange Laufwege

Unsere Bewertung

Grafik
 
78 %
Sound
 
79 %
Steuerung
 
82 %
Gameplay
 
86 %
Multiplayer
 
00 %
Spielspaß
 
86 %

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