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Puddle – Test / Review

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Veröffentlicht 18. Februar 2012 | 18:14 Uhr von Lucardis

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Wer hätte gedacht, was Flüssigkeiten doch für ein hartes Leben haben. Zum Beispiel Wasser, wenn es an den ganzen Gefahren der Kanalisation vorbeifließen muss, oder Dünger, der stets aufpassen sollte, dass er von Pflanzen nicht direkt aufgesogen wird. Der Download-Titel Puddle klärt einen über das harte Los eines Fluids auf und schmeißt den Spieler wortwörtlich ins kalte Wasser, denn ab sofort ist man als kleine Pfütze unterschiedlichster Flüssigkeiten unterwegs, die mit allerlei Widrigkeiten der Physik zu kämpfen hat.

Puddle war ursprünglich eigentlich ein Studentenprojekt, doch es kam so gut an und gewann 2010 sogar einen Preis. Daraufhin taten sich die Puddle-Macher mit Konami zusammen und dabei kam das Puddle raus, wie wir es jetzt im Playstation-Store und auch über Xbox Live Marktplatz downloaden können, getestet wurde in diesem Fall die Playstation 3-Version.

puddle_screenshot_07 Wie man sich fast schon denken kann, ist es mit der Story bei Puddle nicht so weit her. Es ist fast schon überraschend, dass es bei einem Arcade-Geschicklichkeitsspiel überhaupt eine Art „Geschichte“ gibt. Es dreht sich nämlich alles um eine kleine Pfütze, in deren Rolle man schlüpft. Wir starten unsere Reise als Kaffee, der sich aus seinem Becher befreien kann und in die Kanalisation fließt. Dort angekommen wird man gefiltert und es geht als reines Wasser weiter. In dieser Art und Weise gestaltet sich die ganze Reise und man wird von einer Flüssigkeit in die andere umgewandelt, wie zum Beispiel Dünger, flüssiges Metall oder Lava.

Um in der Geschichte voran zukommen muss man die kleine Pfütze, woraus sie auch gerade bestehen mag, durch zweidimensionale Hindernisparcours dirigieren. Das geschieht durch neigen der Umgebung. Doch das ist leichter gesagt als getan, denn um es schonmal vorwegzunehmen: Puddle ist wirklich Bockschwer.

puddle_screenshot_04 Zum einen haben die vielen verschiedenen Flüssigkeiten alle eine eigene Konsistenz, also ein anderes Fließverhalten. Wasser fließt schneller und nicht so zäh, wie z.B. Trinitrat. So muss man sich immer wieder neu an jede Pfütze gewöhnen. Hinzu kommt die unglaublich sture Kamera. Es kommt sehr oft vor, dass man Hindernisse erst dann sieht, wenn es schon zu spät ist und unser Liquid nicht mehr gebremst werden kann. Das ist oft wirklich sehr ärgerlich und dadurch ergeben sich unweigerlich sehr viele Trial & Error Passagen, die schlicht und einfach hätten vermieden werden können. Da hilft dann wirklich nur noch das Auswendiglernen einiger Passagen um weiter zu kommen. Doch nicht nur Hindernisse werden Übersehen, sondern auch die Übersicht über die eigene Pfütze geht schnell verloren, denn wenn diese sich in viele Tropfen aufteilt wird immer nur der Hauptteil der Pfütze fokussiert, anstatt durch herauszuzoomen oder ähnliches eine Übersicht von Vorteil wäre. Doch nicht nur durch die bockige Kamera müssen Level zu oft neu gestartet werden, sondern auch, weil man an manchen Stellen schlicht und einfach Glück braucht, um einen Abschnitt zu meistern. Puddle schimpft sich zwar Geschicklichkeitsspiel, doch damit allein ist es nicht getan, denn ohne ein Quäntchen Glück kommt man bei Puddle nicht weit. Hat man nach dem gefühlt tausendsten Neustart des Levels das Ziel noch immer nicht erreicht kann man in Erwägung ziehen einmal zu jammern, denn das zeigt bei Puddle sogar Wirkung und man kann einen Level, den man partout nicht schafft einfach überspringen. Leider hat man die Möglichkeit nur 2 Mal im ganzen Spiel, was bei einer Zahl von 48 Stages schon verdammt knapp bemessen ist. Schafft man allerdings einen Level, den man „weggejammert“ hat im Nachhinein doch, darf man dafür wieder an anderer Stelle rumnörgeln.

Wie ja gerade erwähnt, gibt es in diesem Arcade-Titel 48 Stages zu meistern. Theoretisch wären die an einem Nachmittag abzufrühstücken, Praktisch muss man dafür aber Nerven aus Stahl haben, denn irgendwann hat man einfach keine Lust mehr ein und denselben Parcour immer und immer wieder von Vorne zu beginnen. Dazu kommen Ladezeiten bei jedem Neustart, die zwar nicht wirklich lang sind, aber irgendwann einfach auf die Nerven gehen.

puddle_screenshot_09 Es gibt allerdings auch einige gute Seiten an Puddle. Neben dem enormen Frustpotenzial bietet einem dieses Spiel nämlich ein überaus gelungenes Physikmodell, wodurch sich die Pfützen durchaus sehr realistisch Verhalten. Wie ja zu Beginn schon angesprochen steuert man die Pfütze über das neigen der Umgebung. So gewinnt die Flüssigkeit an Geschwindigkeit, wenn man die Umwelt länger geneigt hält und schwappt über den Rand, wenn sie an eine Kante schlägt. Außerdem haben sich die Entwickler in Sachen Aufgaben einiges einfallen lassen. So müssen Knöpfe durch geschicktes hin und her schwappen betätigt werden oder Knollen eingepflanzt werden, die man vor sich herschiebt. Doch dabei gibt es auch viele Gefahren zu beachten. Ist man z.B. als Wasser unterwegs sollte man glühenden Untergrund oder Feuer meiden, denn sonst ist die Pfütze schnell verdampft und man muss von vorne beginnen. Als Dünger dagegen muss man sich vor Pflanzen in Acht nehmen und drumherum fließen, da sie unsere Flüssigkeit sonst einfach aufsaugen. Des Weiteren sind die Umgebungen sehr kreativ und einfallsreich gestaltet. So fließt man beispielsweise über Labortische, durch Gärten oder sogar durch den menschlichen Körper hindurch. Die Grafik ist dabei zwar nicht überragend, sondern eher zweckmäßig, was durch den Abwechslungsreichtum aber allemal wieder wettgemacht wird. Auch die Idee der verschiedenen Flüssigkeiten ist sehr gut gelungen und bringt Abwechslung in das immer gleiche Spielprinzip. Wasser lässt sich beispielsweise im Vergleich zu Trinitrat recht einfach steuern, da das Nitroglycerin bei zu viel Druck und Reibung einfach explodiert, was man natürlich verhindern sollte, indem man durch vorsichtiges neigen die Flüssigkeit immer schön langsam durch das Level manövriert.
Das einzige, was in dieser Hinsicht nicht ganz so gelungen ist, ist die Musikuntermalung. Ich weiß gar nicht, in welches Genre sie sich einordnen lässt, aber Tatsache ist, dass sie irgendwann anfängt anstrengend zu werden. Insbesondere, wenn man wegen den vielen Trial & Error –Game Over eh schon gereizt ist.

puddle_screenshot_02 An der Steuerung kann man aber wiederum nicht rummeckern. Zum spielen werden, wenn überhaupt, nur 2 Tasten benötigt, das wären R2 und L2, die beim drücken die Spielwelt in die jeweilige Richtung neigen. Doch man kann auch ganz ohne Tasten alle 48 Level abschließen, denn Puddle unterstützt die Bewegungskontrolle des Playstation 3 Six-Axis-Controllers und so kann man dementsprechend auch den Controller neigen, was ebenfalls vorbildlich funktioniert. Wer Playstation Move sein eigen nennt kann die kleine Pfütze sogar auch auf diese Weise ins Ziel bugsieren.

Hat man Puddle dann endlich „bezwungen“ steht einem noch die Möglichkeit offen die eigene Levelwertung zu verbessern. Nach jedem Level wird man nämlich je nach Leistung bewertet. Hier kommt es darauf an möglichst schnell das Ziel zu erreichen und so wenig wie möglich der Flüssigkeit auf dem Weg zu verlieren. Danach erhält man dann eine Wertung in Bronze, Silber, Gold, oder auch gar keine Auszeichnung. Ist man ein Highscorejäger freut man sich sicherlich über die Möglichkeit sich mit Spielern aus aller Welt über Online-Ranglisten zu messen.

Zuguterletzt gibt es noch das „Labor“, in dem man, wie man vermuten könnte eigene Level erstellen kann, doch der Schein trügt. Hier kann man lediglich vor verschiedenen Hintergründen einige Gegenstände aufstellen, die man sich erspielen kann und dann Wasser durch den selbstgebastelten Parcour fließen lassen. Das ist auch schon alles. Einen Leveleditor kann man das also nicht nennen, denn man darf weder selbst durch den Parcour schwappen, noch das eigene Kunstwerk mit Freunden teilen.

Unser Fazit

60 %

Puddle ist wirklich ein schwieriger Fall. Zum einen ist das Physikmodell, welches ja essentiell für das Gameplay ist, sehr gut gelungen und auch der Einfallsreichtum der Entwickler in Sachen Aufgaben, Leveldesign und Flüssigkeiten ist großartig, auch die „Atmosphäre“, die durch die ganzen Anspielungen auf die Wissenschaft erzeugt wird ist sehr authentisch. Auf der anderen Seite stehen nervige Trial & Error Passagen, die unter anderem durch eine bockige Kamera und Pech des Spielers verursacht werden. Wollte man immer schon mal eine kleine Pfütze sein oder besitzt Nerven aus Stahl, sollte man ruhig mal einen Blick riskieren. Ansonsten kann ich Puddle nur eingeschränkt Empfehlen, denn das hohe Frustpotenzial macht leider viel der eigentlich schönen Idee von Puddle kaputt.

Pro

  • Spielprinzip/Idee
  • verschiedene Flüssigkeiten
  • Steuerung
  • Wissenschafts-Atmosphäre
  • Abwechslungsreiche Umgebungen

Kontra

  • Trial & Error
  • bockige Kamera
  • nervige Musik
  • Schwierigkeitsgrad

Unsere Bewertung

Grafik
 
70 %
Sound
 
50 %
Steuerung
 
85 %
Gameplay
 
80 %
Multiplayer
 
00 %
Spielspaß
 
55 %

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