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Puzzle Bobble Universe – Review

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Veröffentlicht 8. Mai 2011 | 23:06 Uhr von Keysjore

Letzte Änderung 3. Mai 2015

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Das Sortiment an hochkarätigen Nintendo 3DS-Titeln ist auch nach dem Launch-Fenster immer noch sehr dünn. Frische 3D-Spiele sind rar, umso mehr stürzen sich hungrige 3D-Junkies auf jeden noch so kleinen Softwarekrümel. Apropos  Krümel, nach gefühlten 3000 Ablegern auf allen möglichen und unmöglichen Plattformen, findet sich der Klassiker Puzzle Bobble, auch bekannt als Bust-A-Move, nun auf dem Nintendo 3DS wieder, dieses Mal in einer extrem abgespeckten Fassung.

Klassisch, aber mager!

Das Spielprinzip ist allgemein bekannt: Ihr steuert mit einem kleinen Dinosaurier eine Apparatur, die verschiedenfarbige Blasen vom unteren Bildschirmrand verschießt. Sobald ihr drei Blasen mit der gleichen Farbe verbindet, zerplatzen diese und bringen euch Punkte ein. Doch Vorsicht, langsam aber sicher kracht euch die Decke auf den Kopf. Je mehr Zeit vergeht, umso kürzer werden die Abstände in denen die Decke auf euch zukommt. Sobald eine Blase die Linie über eurer Apparatur berührt, heißt es Game Over. Natürlich war es absehbar, dass bei einem Titel wie Bust-A-Move nicht mehr die große Innovations-Keule zum Vorschein kommt. Doch gerade einmal zwei Spielvarianten sind selbst für ein Spiel dieser Rubrik mehr als mager. Der Puzzle-Modus besteht aus acht todlangweiligen Welten mit jeweils zehn kinderleichten Levels und einem lachhaft einfachen Endgegner. Eure Hauptaufgabe besteht darin, verschiedene Gebilde aus Blasen so schnell wie möglich aufzulösen: Es gibt kein Zeitlimit, die Hilfslinie, die einem zeigt, wo der Schuss hingeht, ist immer eingeblendet, die Bosse lassen sich mittels billigem Dauerfeuer wie eine Tontaube abschießen. Kurz gesagt: Wer nachts nicht den Weg ins Traumland findet, sollte es mal mit einer Runde Puzzle Bobble Universe versuchen. Der Puzzle-Modus, der im Grunde die Story des Spiels darstellen soll, verfügt über zwei weitere Spielelemente. In den unterschiedlichsten Abschnitten jedes Planeten finden sich Schlüssel die ihr nur durch einen direkten Schuss aus der Blase befreien könnt. Die mächtigen Power Ups helfen dabei nicht. Wenn wir schon bei Power Ups sind, kommen wir zu dem nächsten Feature. Durch eine Anzeige am rechten Bildschirmrand könnt ihr spezielle Schüsse erspielen. Was ihr dafür machen müsst ist einfach, je mehr Blasen ihr auf einmal vernichtet, umso schneller füllt sich die Anzeige. Wenn sie eine Stufe erreicht hat, könnt ihr entweder weiter abwarten oder den Power Up nutzen. Durch die Nutzung von Power Ups können sich einige Level in 1-2 Sekunden gelöst haben. Das verkürzt die ohne hin schon magere Spielzeit um ein weiteres. In ca. drei Stunden seid ihr durch den Puzzle Modus durchgedonnert. Wer es ganz genau nehmen will, kann einzelne Planeten wiederholen und ein paar sinnlose Auszeichnungen freispielen.

Herausforderungsmods ohne Herausforderungen

Zum Glück gibt es ja noch den Herausforderungsmodus, ein „brandneuer Spielmodus“, wie auf der Verpackung vollmundig geworben wird. So aufregend und “brandheiß” der Modus auch klingen mag, dahinter verbirgt sich ein ziemlich ernüchterndes Spielprinzip. Zwar ist der Modus der deutlich interessantere von beiden, denn hier darf man nicht nur ein Zeitlimit, sondern auch den Schwierigkeitsgrad bestimmen, ist leider aber alles andere als “brandneu”. Fast genauso wie im Puzzle-Modus müsst ihr auch hier ein bestimmtes Gebilde aus Blasen zerplatzen lassen. Wie schon in anderen Ablegern rückt hier nicht die Decke immer weiter runter, sondern es kommen von oben neue Blasen. Zusätzlich gibt es ein paar exklusive Spezialblasen, die aber auch nicht viel Pepp in das Spielprinzip bringen. Interessant wird es erst dann wenn ihr den Schwierigkeitsgrad etwas anzieht: Während sich Leicht wie der Puzzle Modus spielt, habt ihr auf Mittel nur ein paar Sekunden Zeit eure Blase zu verschießen und auf Schwer verschwindet auch endlich die Hilfslinie. Das sorgt für deutlich mehr Herausforderung und lässt etwas von dem alten Bust-A-Move-Charme aufstrahlen. Wieso man die Optionswahl nicht auch beim Puzzle Modus anbietet, bleibt schleierhaft.

Technisch Durchwachsen

Die Grafik ist serientypisch sehr bunt, hätte aber etwas mehr an Effektreichtum vertragen können, um den Look zu unterstreichen. Auf den ersten Blick ist kaum ein Unterschied zwischen einem DS- und einem 3DS-Titel zu erkennen. Lediglich die schön gezeichneten Hintergründe kommen bei voll aufgedrehten 3D-Effekt gut zur Geltung. Ansonsten wird der Effekt sehr sparsam und unspektakulär eingesetzt. Tolle Effekte beim Zerplatzen der Blasen, farbenfrohe Explosionen oder aufleuchtende Power Ups, sind Fehlanzeige in Universe. Auch wenn die Grafik wenig fürs Auge bietet, passt sie dennoch stimmungsvoll zum Rest des Spieldesigns. Wer die kultigen Titelmelodien von Puzzle Bobble lieb gewonnen hat, kommt auch hier nicht zu kurz. In jeder Welt bekommt man einen unterschiedlichen Remix vom Original zu hören, die meistens an das jeweilige Szenario angepasst wurden. Schade nur das Universe auch hier Punkte verschenkt: Die Soundeffekte sind sehr blechern ausgefallen und wirken auf die Dauer nervig. Vor allem, weil die Soundeffekte um einiges lauter sind als die Musik.

Die Steuerung kann man als Fluch oder Segen betrachten. Auf der einen Seite funktioniert sie mehr als hervorragend dank dem genauen Schiebepad, auf der anderen ist sie vielleicht etwas zu genau. Dank der Hilfslinie die euch jedem Schuss berechnen lässt, ist ein gutes Augenmaß eh nicht mehr von Nöten. Mit Hilfe der beiden Schultertasten wird es aber noch genauer. Durch das Antippen lassen sich die Schusswinkel auf den Millimeter genau bestimmen. Das macht selbst den verschachtelsten Schuss zum absoluten Volltreffer. Einsteiger werden sich freuen, leider lässt sich das Feature nicht in den Option abstellen.

Unser Fazit

50 %

Schwer zu glauben, aber wahr. Ich hätte nie gedacht, dass man ein Spiel wie Puzzle Bobble so vergeigen kann. Das Spielprinzip ist zeitlos und kann auf jeder Plattform alte und neue Anhänger begeistern. Ich will nicht sagen, dass das Spielprinzip auf dem 3DS-Ableger nicht aufgeht, doch was einem an Umfang geboten wird ist fast schon eine Frechheit. Zwei magere Spielmodi, die nahezu keine Herausforderungen darstellen. Keine neuen sinnvollen Features, keine Mehrspielermodus oder wenigstens eine amüsante StreetPass-Funktion. Das Leveldesign im Story-Modus ist simpel und abwechslungsarm, und selbst der kultige Soundtrack wird durch die blechernen Soundeffekte im Spiel getrübt. So oder so fühlt sich Puzzle Bobble Universe nicht wie ein Vollpreisspiel, sondern wie ein schnell aufs Modul gepackter Download-Titel an. Schade um das unverwüstliche Spielprinzip. Eine weitere 3DS-Portierung, die man sich hätte sparen können.

Pro

  • Zeitloses Spielprinzip
  • einfache Steuerung
  • perfekte Schussberechnungen
  • kultiger Soundtrack
  • bunte Optik
  • Auszeichnungen
  • nette Power Up's

Kontra

  • Fast kein Spielumfang
  • teils nervige Sounds
  • viel zu einfach
  • kein Mehrspieler
  • wenig neue Features
  • simple Präsentation
  • abwechslungsarmes Spieldesign
  • magerer 3D-Effekt
  • DS Grafik

Unsere Bewertung

Grafik
 
50 %
Sound
 
60 %
Steuerung
 
80 %
Gameplay
 
30 %
Multiplayer
 
0 %
Spielspaß
 
50 %

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