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Rainbow Moon (PS Vita) – Test / Review

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Veröffentlicht 18. Januar 2014 | 16:13 Uhr von Erzgebirgskind

Letzte Änderung 21. Januar 2014

Rainbow-Moon

Bereits in 2012 erschien das strategische Indie-Rollenspiel Rainbow Moon des deutschen Entwicklerstudios SideQuest Studios für die PS3 Plattform. Die PS3 Variante erregte großes Aufsehen und spielte sich schon nach kurzer Zeit in die Herzen der ansässigen Rollenspielfreunde. Auf vielfachen Wunsch der inzwischen großen Fanbasis wurde jetzt eine Version für die PS Vita nachgezogen und veröffentlicht. Die Gelegenheit eines neuen Release wurde gleichzeitig genutzt um über dreißig Verbesserungen einzubauen welche per Patch auch für die PS3 nachgezogen werden sollen. Ob sich ein Neu- oder Zweitkauf lohnt erfahrt Ihr in unserem Test. 

Wir sind Baldren ein junger Held welcher in einem Kampf gegen seinen Widersacher Namoris verwickelt ist. Unglücklicherweise läuft die Schlacht für Baldren nicht sonderlich gut und so wird er von Namoris durch ein Portal in die Welt Abrosia geschleudert und ein paar aberdutzend teuflische Kreaturen gleich noch dazu. Diese Kurzgeschichte wird uns per anschaulichen Trailer mitgeteilt, gleich nachdem wir unseren Schwierigkeitsgrad und unseren Spielstil festgelegt haben. Wir erwachen also als unser Held Baldren auf der Portalseite in Ambrosia und können sofort loslegen.

rainbow-moon-ps-vita-screenshot-01

 

Wir starten durch und finden in der Steuerung eine große Landkarte versteckt sowie eine Inventarverwaltung mit einem recht großen Umfang verschiedenster Möglichkeiten. Der erste Charakter den wir treffen, erlaubt uns noch eine Namensänderung unseres Helden. Wir schauen uns weiter um und treffen sofort auf unseren ersten Gegner. Per Tutorial wird uns die rundenbasierte Vorgehensweise erklärt. Der erste Kampf gestaltet sich noch recht einfach: Wir haben noch nicht alle Kampfoptionen freigeschaltet und in der schachbrettartigen aufgeteilten Kampfarena auch nur pro Runde einen Zug übrig. Auf unserer weiteren Erkundungstour finden wir noch Loot welchen wir selektiv aufnehmen können und weitere Monster die sich allein oder auch im Doppelpack von uns übungsweise rundenbasiert verkloppen lassen und die dafür dankenswerterweise auch Items oder Rainbow Coins (die Ingame-Währung) fallen lassen. Gewinnen wir unseren Kampf erhalten wir Rainbow Pearls mit denen wir später unsere Skills aufbessern können. Wir stoßen auf ein Dorf und finden dort die ersten Händler vor die sich entweder für unsere Gesundheit, unsere Skills oder unsere Items zuständig fühlen. Eine Verkaufsoption gibt es auch, so dass wir auch unnötigen Ballast schnell loswerden können. Etwas später im Spiel finden wir (es sei der Vollständigkeit halber erwähnt) übrigens auch noch einen Schmied der uns mit aufgesammelten Items unsere Waffen und Rüstung verbessert.

Im Dorf erhalten wir unsere erste Quest mit der jetzt auch die Story in Fahrt kommt und ziehen wieder los. Und so erforschen wir weiter, schlagen uns rundenbasiert taktisch mit Monstern rum, erfüllen unsere Quests und leveln letztendlich unseren Charakter in der Welt von Rainbow Moon.

Eine Welt die im Übrigen auf dem Vita Display fantastisch aussieht und vor Farbenglanz und Pracht nur so strotzt. Auch die Charaktere, Monster sowie die komplette Welt und Umgebung von Ambrosia sind sehr gut inszeniert und runden ein grafisch ansprechendes Bild ab. Unterstrichen wird die Atmosphäre des Spiels von der gut dazu passenden Hintergrundmusik und dem Sound.

Nach einigen Stunden Spielzeit und dem Lesen von einigen Dutzend englischen Tutorialseiten haben wir den Bogen im Spiel raus. Das liegt unter anderem auch daran dass die Steuerung in den Tutorials sehr gut erklärt und außerdem intuitiv aufgebaut ist. Angemerkt sei hiermit dass keine speziellen Vita-Funktionen wie z.B. Touchscreen eingebaut wurden aber innerhalb des Gameplays auch nicht vermisst werden.

rainbow-moon-ps-vita-screenshot-02

 

Schmerzlich vermisst wurde allerdings nach einem ersten kurzen Anspiel eine automatische Speicherfunktion. Zwar kann man sich bekanntlich über den Sinn und Unsinn und die damit verbundene Bevormundung der Spieler automatisch unendlich lange streiten, jedoch hätte diesem Spiel die Kombination aus beiden Möglichkeiten wohl eher gut getan.

Es gibt also viel zu tun in Rainbow Moon und die Komplexität des Spieles offenbart sich ersten nach mehreren Stunden. Sind die ersten rundenbasierten Kämpfe noch recht einfach zu bestreiten, so artet das Ganze bei einer großen Anzahl von Gegnern schon mal gern in eine Art kleines Schachspiel aus. Das ist schön, weil fordernd, und gut dazu passt auch das mögliche Einsetzen von umfangreichen Skills. So verkommt die Kampfrunde nicht nur zu einer Vorrücken und Draufhauen Taktik sondern lässt sich sehr abwechslungsreich gestalten. Noch komplexer wird es wenn man die ersten Kampfbegleiter dazugewinnt: Diese wollen genauso gelevelt und geskillt werden wie unser Hauptcharakter. Und auch im Kampfeinsatz bewähren sie sich genauso gut wobei jeder Charakter andere Fertigkeiten mit sich bringt was ebenfalls zur Abwechslung beiträgt. Unerwähnt soll hier nicht die Möglichkeit des eingebauten Ingame-Kaufes bleiben. Wer möchte kann sich hier Rainbow Coins und Pearls holen um sich stundenlanges Grinden zu ersparen. Ob das dann nicht wieder den Sinn dieses Spieles ab absurdum führt sei dahingestellt.

Unser Fazit

85 %

Rainbow Moon ist eher gut für eine schnelle Runde unterwegs oder zwischendurch. Das Spiel ist auf der PS Vita sehr gut in Szene gesetzt und passt vom Gameplay und der Grafikpracht fast noch besser hierher als auf die PS3. Fans von strategisch orientierten Rollenspielen und Liebhaber des Leveln und Grindens haben einen Spielspaß der locker die 100 Stunden überschreiten dürfte und dass für wenig Geld. Die Welt ist riesig und entwickelt im Spielverlauf ihre ganz eigene Dynamik. Ob Ingame Kaufoptionen notwendig sind oder nicht muss jeder für sich selbst entscheiden.

Pro

  • + Cross-Save: Speicherstände der Vita können auf der PS3 genutzt werden und umgekehrt
  • + Mehr als 100 Stunden Spielvergnügen
  • + Sehr gute grafische Umsetzung
  • + Umfangreiches Level- und Skillsystem
  • + Sehr große Spielwelt
  • + Viele Quests und Nebenquests

Kontra

  • - Keine deutsche Lokalisierung
  • - Keine automatische Speicherfunktion

Unsere Bewertung

Grafik
 
90 %
Sound
 
85 %
Steuerung
 
80 %
Gameplay
 
85 %
Multiplayer
 
00 %
Spielspaß
 
85 %

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Jung gebliebenes Spielekind, zockt meist alles was bis Drei! nicht aus der Konsole springt. Im wahren Leben als Jacqueline Track unterwegs ....

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