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Randal’s Monday – Unterhaltung auch für Nicht-Nerds

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Veröffentlicht 7. November 2014 | 0:01 Uhr von eJUNKI3

Letzte Änderung 27. April 2015

Randals-Monday

Randal’s Monday ist die jüngste Veröffentlichung des Hamburger Entwicklers und Publishers Daedalic Entertainment. Das Unternehmen wurde 2007 gegründet und feierte 2008 mit dem Spiel Edna bricht aus, welches der Diplomarbeit des Creative Director Jan Müller-Michaelis entsprang, erste Erfolge. Es verkaufte sich wie geschnitten Brot und hauchte dem angestaubten Genre der klassischen Point-and-Click-Adventure neues Leben ein. Seitdem ist Daedalic Entertainment für alte und neue Fans dieser Kategorie ein Garant für erstklassige Unterhaltung, schwarzen Humor, Lachfalten und Bauchschmerzen. Entwickelt wurde Randal’s Monday von Nexus Game Studios. Ob Randal’s Monday die eigens hochgelegte Messlatte halten kann, haben wir für Euch getestet.

Was zuvor geschah

Der liebe Herrgott scheint echt miese Laune gehabt zu haben, als er uns im Rahmen seiner Schöpfungsgeschichte mit einem Montag beglückte. Den mit Abstand wohl miserabelsten Wochentag wieder und wieder zu durchleben, wie im Film Und täglich grüßt das Murmeltier, dürfte für viele eine Horrorvorstellung sein. Diesem Horror muss sich Protagonist Randal Hicks stellen, nachdem er von einem mysteriösen Fluch heimgesucht wurde. Wie kam es dazu und wer ist dieser Randal?

Randal Hicks ist ein soziophatischer, kleptomanischer Nichtsnutz, welchen man nicht unbedingt zu seinen Freunden zählen möchte. Er ist äußerst egoistisch, stets auf seinen eigenen Vorteil bedacht und verfolgt lediglich seine Interessen. Randal ist ein Lebeman, welcher sich mit möglichst wenig Anstrengung durch das harte Leben schlagen möchte. Er ist chronisch pleite und unzuverlässig, was ihn in missliche Situationen bugsiert. An einem Sonntagabend trifft sich Randal mit seinem besten Freund Matt und seiner Frau Sally in Clayon’s Cave, einer kleinen Spelunke. Das junge Paar ist glücklich verliebt und feiert seine Verlobung. Die Stimmung ist gut und es fließt reichlich Düff Beer.

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Matt nutzt einen günstigen Augenblick, um seinem Kumpel Randal den Ring für Sally zu zeigen, welchen er einem Penner im Tausch für einen Dorito abgeluchst hat. Der Penner ist fest davon überzeugt, dass ein Fluch auf diesem Ring lasten würde und möglicherweise die Welt zerstören könnte. Doch das scheint Matt nicht die Bohne zu interessieren, denn immerhin hat der Ring 780,563 Karat, eine Saphir-Rubin-Smaragd Beschichtung, soll zudem Glas schneiden und Autos kurzschließen können. In den Augen von Matt ist es der Ring, der eine, der wundervollste Ring der Welt und somit ein echter Glücksgriff! Während die Nacht langsam aber sicher voranschreitet, steigt der Pegel des Trios ordentlich an. Eine Party ist keine Party, ohne den klassischen Matt. Dieser scheint ein paar Düff Beer zu viel gezecht zu haben, verzieht in den Hinterhof und kotzt sich die Seele im Strahl aus den Leib. Vesuvius-Matt! Nach einem Tratsch unter Kerlen geht es zurück in die Spelunke. Ohne es zu bemerken, verliert Matt seine Geldbörse, in welcher er auch den Ring für Sally aufbewahrt. Sein kleptomanischer Kumpel überlegt nicht lange und steckt sich die Patte ein.

Ab hier nimmt das Schicksal seinen Lauf. Randals Vermieter, Mr. Marconi, steigt ihm wegen nicht bezahlter Mieten aufs Dach. Er verliert seinen Job beim Emerson Express. Sein Chef Phil kündigt ihm, da er nicht nur erneut zu spät zur Arbeit erscheint, sondern auch sein heißgeliebtes und kostbares Comic als Brotpapier verwendet hat. Kein Job, keine, Asche für die Miete und es kommt, wie es kommen musste. Der egoistische Randal versetzt Sallys Ring in Mel’s Pawn Shop. Wut, Frustration, Verzweiflung … man Weiss es nicht genau, doch der Verlust des Rings trifft Matt so hart, dass dieser sich das Leben nimmt. Und somit beginnt das Desaster … wieder und wieder …

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Ein Must Have für Nerds

Randal befindet sich ab jetzt in einer Zeitschleife. Er muss diesen verfluchten Montag immer wieder erleben, und zwar so lange, bis er den Ring wiederfindet, sein eigenes Leben auf die Kette bekommt und alles wieder im Lot ist. Die Geschichte beginnt so wirr, wie sie weiterhin verläuft. Doch die komplette Welt um Randal’s Monday ist gespickt mit herrlichen Sidekicks der goldenen Ära des Geektums und das finden wir großartig!

Wer erinnert sich nicht gerne zurück an seine Kindheit? Die erste Spielkonsole, Action-Filme aus den 80er und 90er Jahren, TV-Serien, welche die Jugend geprägt haben, Jingles, die einem nicht aus dem Kopf wollen. All das vereint in einem Spiel und geschickt integriert in einem liebevoll gestalteten Gesamtkunstwerk. So würden sich das Umfeld aus Randal’s Monday treffend beschreiben lassen. Hicks scheint irgendwie auf einen Trip in den 80er oder 90er Jahren hängengeblieben zu sein. Die Wände seines Zimmers in der WG werden z.B. von Postern zu Space Invaders oder dem Plakat von The Big Lebowski geziert. In der Ecke steht ein alter Spielautomat und aus einer Kiste guckt uns ein Gameboy an. Spätestens aber in Mel’s Pawn Shop fallen dem geneigten Nerd dann Dinge wie das Hoverboard aus Zurück in die Zukunft oder das Proton Pack aus Ghostbusters auf. Die visuelle Zeitreise wird von bekannten Zitaten aus Film- und Fernsehn unterstützt. Wie schon das A-Team liebt es auch Randle, wenn ein Plan funktioniert.

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Qualität statt Quantität

Was die Qualität des Spiels angeht, so lassen sich die Macher nicht echt lumpen. Grafisch präsentiert sich Randal’s Monday sehr hübsch gezeichnet und animiert. Es gibt mehr als 40 verschiedene, handgezeichnete Hintergründe und mehr als 50 verschiedene Charaktere, welche ebenso liebevoll gestaltet wurden. Mehr als eine unfucking fassbare Jillion an Referenzen auf die Geek-Kultur verpackt in sieben Kapiteln. Da macht es wirklich Spaß, die Welt bis in die hinterletzte Ecke zu erkunden.

Der optische Leckerbissen wird akustisch durch prominente Stimmen aufgewertet, welche besonders im englischen für Authentizität sorgen. Die US-Schauspieler Jeff Andserson und Jason Mewes geben ihre Stimmen für das durchgeknallte Abenteuer her. Anderson übernimmt die Rolle von Randal und Mewes hat einen Gastauftritt als kiffender Jay, bekannt aus dem Kultstreifen Clerks.

Die Ohren der deutschen Spieler werden die vertraute Stimme von Assad Schwaz vernehmen, welcher Synchronsprecher von »Adam Sandler« ist. Der Psychiater Dr. Johnson wird von Engelbert von Nordhausen vertont, dessen Stimme hierzulande mit der von Samuel L. Jackson assoziiert werden dürfte. Eberhard Haars Stimme könnte den Kindern der 90er Jahren ebenfalls vertraut sein, denn er übernahm die Sprecherrolle von Kevin Conroy als Batman und Phantom in den alten Zeichentrickserien. Tobias Meister wurde 2008 mit dem Deutschen Preis für Synchron in der Kategorie Herausragende männliche Synchronarbeit ausgezeichnet. Er leiht sonst Blockbuster Stars wie Brad Pitt, Kiefer Sutherland oder Forest Whitaker seine Stimme und übernimmt in Randal’s Monday den Part des eigenwilligen Comicladen-Besitzers Charlie.

Die Sprachausgabe ist über die Optionen in Deutsch, Englisch und Spanisch verfügbar. Untertitel kommen in Deutsch, Englisch, Spanisch, Französisch und Russisch daher.

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Wie spielt sich das Game?

Wie soll es sich schon spielen? Es ist ein klassisches Point-and-Click und das sehr gut umgesetzt. Die Steuerung ist kinderleicht, intuitiv und dürfte jedem gut von der Hand gehen. Klassisch können Aktionen mit zwei Klicks durchgeführt werden, über die Optionen ist es aber auch möglich, auf eine moderne Ein-Klick-Steuerung umzustellen. Das Spiel läuft maximal mit 1920 mal 1080 Bildpunkten und dürfte auch auf etwas älteren Systemen lauffähig sein.

Randal’s Monday Prolog – Die ersten 15 Minuten

 

Unser Fazit

92 %

Was soll man da noch groß zu sagen? Randal’s Monday hat uns beim Test gut unterhalten und teilweise für heftige Lachanfälle gesorgt. Es ist sehr schön immer wieder auf dezent platzierte Anekdoten und Sidekicks zu stoßen und es macht einfach Spaß die Spielwelt zu erkunden. Es liegt in der Hand des Spielers, in wie vielen Stunden man sich durch das Abenteuer kämpft. Ein Schnelldurchgang ist definitiv nicht zu empfehlen, da einem einfach zu viel entgehen würde. Wir sprechen allen Freunden des Genres und der guten Unterhaltung eine klare Kaufempfehlung aus. Egal wie hoch sich Daedalic Entertainment die Messlatte selbst gelegt hat, Hicks und Konsorten nehmen diese mit Leichtigkeit.

Pro

  • + schöne Grafik
  • + tolle Animationen
  • + erstklassige Stimmen
  • + phantastischer Humor
  • + absoluter Nerd-Faktor
  • + gute Rätsel

Kontra

  • - skurrile Logik für Nicht-Nerds

Unsere Bewertung

Grafik
 
90 %
Sound
 
95 %
Steuerung
 
90 %
Gameplay
 
90 %
Multiplayer
 
00 %
Spielspaß
 
95 %

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Kommentare

  • Lars sagt:

    Super geschrieben, bin durch Geeklike hier und mir gefällt was ich sehe. Das Spiel klingt sehr interessant. Ich denke das werde ich mir kaufen. Danke!

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