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Ratchet & Clank: Nexus – Test / Review

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Veröffentlicht 27. Dezember 2013 | 15:25 Uhr von Erzgebirgskind

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Lässt man vor seinem geistigen Auge die Top Ten der coolsten Teams der Videospielgeschichte Revue passieren, so haben Ratchet & Clank sicher einen wohlverdienten Platz darin. Seit mittlerweile über zehn Jahren geistert das schlagkräftige Duo in mehr oder weniger guten Ablegern durch Wohn- und Kinderzimmer und hat uns mittlerweile viele schöne Spielstunden beschert. Können Ratchet & Clank in Nexus an diese Tradition nahtlos anknüpfen?

Story

Auch in diesem Teil geht es wieder ganz konkret um eins: Das Universum von ein paar Bösen befreien. Ratchet und Clank startet als entspannte Standardbegleitung für einen Gefangentransport, der jedoch mal so ganz anders verläuft als geplant. Das Hauptziel, nämlich die allerböseste Hexe Vendra Prog ans Ende der Galaxie in das Hochsicherheitsgefängnis Vartax zu verfrachten, wird leider von einem ihr sehr wohlgesonnenen Verwandten, ihrem Bruder Neftin erfolgreich torpediert. Natürlich können und dürfen Ratchet & Clank diese Niederlage nicht auf sich sitzen lassen und beschließen dann eben kurzerhand beide in selbiges Gefängnis einzulochen. Blöderweise stehen Vendra und Neftin nicht ganz allein im Wald und haben Unterstützung von diversen eigenen miesen Handlangern und zusätzlich dazu noch von ein paar extra ausgewählten bösen Kreaturen fremder Galaxien.

Ratchet & Clank: Into the Nexus

 

Gameplay und Steuerung

Startet man Ratchet & Clank so hat man das Gefühl gerade den letzten Teil der Serie vorher aus der Konsole genommen zu haben. Alles ist wie früher. Man spürt ganz deutlich, dass das Entwicklerstudio Insomniac Games keinerlei Risiko eingegangen ist und auf Altbewährtes setzt. Vier verschiedene Planeten und eine Paralleldimension warten darauf erkundet zu werden damit man in der Story vorankommt. Die damit verbundenen Rätsel fallen fast alle in die Kategorie megaeinfach und bereiten nicht sonderlich viel Kopfzerbrechen. Das dürfte vor allem das jüngere Publikum durchaus freuen. Auch nett gelungen sind die integrierten 2D Scroll-Abschnitte durch die man mit Clank manövriert und die auch mit einem etwas höheren Schwierigkeitsgrad aufwarten als die übrigen Rätsel. Ansonsten hüpft, springt und sammelt man sich in alter Gewohnheit durch die Story wobei an manchen Stellen die Steuerung etwas hakelig daherkommt. Als Standardausrüstung ist auch wieder der Schraubenschlüssel dabei und auch die allseits bekannten Magnetschuhe fehlen nicht.

Alte Bekannte wie Captain Quark sind mit kurzen Gastauftritten auch wieder mit an Bord, wirken dabei allerdings auch etwas verloren und deplatziert. So fallen streckenweise auch die Dialoge, eher bekannt für Wortwitz und Humor als ziemlich müde und einfallslos auf. Das empfinden wir mehr als schade. Die durchgängig spaßigen Dialoge waren in der Vergangenheit immer ein Highlight der Serie und wurden diesmal leider nicht 100%ig perfekt umgesetzt.

Und wenn man Ratchet & Clank erwähnt dann darf man eins nicht vergessen: Wummen! Ja, eine mordsgroße Auswahl an den verrücktesten Knarren die das Universum zu bieten hat ist auch wieder mit am Start. Für viele ist genau das der Grund Ratchet & Clank zu spielen. Hier wird keiner enttäuscht und der gepflegte R&C Wummen-Fan kommt auch in diesem Ableger voll auf seine Kosten. Die Lieblingswaffen kann man wie gehabt auch wieder upgraden. Dazu benötigt man Raritarium welches man im Verlauf des Spieles an verschiedenen Ecken und Enden findet. Leider ist der Upgradespass auch nur ein kurzes Vergnügen, mehr als drei Stufen sind nicht drin. Im Übrigen hat sich Insomniac Games mal wieder ein paar neue verrückte Knarren einfallen lassen. Erwähnenswert sei jetzt zur Weihnachtszeit die Winterwumme: Zu den Klängen vorweihnachtlicher Musik werden Eure Gegner in Schneemänner verwandelt und bei Bedarf natürlich pulverisiert. Dafür verleihen wir das Prädikat niedlich.

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Grafik, Musik und Sound

Auch hier gilt: Schuster bleib bei Deinen Leisten. Was dann auch dazu führt, dass das Spiel streckenweise doch sehr altbacken wirkt. Von Zeit zu Zeit erwischen wir im Vorüberlaufen verwaschene Texturen. Und auch die Framerate ist nicht immer auf der Höhe auf der sie sein sollte. Autsch.

Das Setting ist wie immer quietschebunt und damit für Fans der Serie genau richtig. Es funkelt, blitzt und leuchtet zuweilen so dass hier und da der leise Verdacht der Effekthascherei aufkommt. Das Design ist in der Gesamtheit jedoch durchaus stimmig und macht einen der großen Pluspunkte des Spiels aus. Ratchet & Clank lebte ja schon immer von den grandios konzipierten Welten und einem durchaus intelligenten Leveldesign. Und auch in diesem Teil hat Insomniac Games sein Versprechen gehalten daran nichts zu ändern.

Unser Fazit

80 %

Die einen nennen es Tradition die anderen Stillstand. Nexus ist vor allem eins: Nix Neues. Fans der Serie können mit dem Erwerb für ca. 30 Euro aber auch nichts verkehrt machen weil man genau weiß, was einen erwartet. Man macht allerdings auch nichts verkehrt wenn man noch ein Weilchen wartet und derweil die alten Teile noch einmal spielt. Die Kampagne ist mit ca. 6 Stunden doch schon sehr kurz geraten, bietet jedoch mit dem Herausforderungsmodus und dem Komplettieren der Sammelsachen einen Wiederspielwert. Einmal erspielte Sachen bleiben übrigens auch im neuen Spiel erhalten. Wer gern rasant durch gut konzipierte Welten hüpft und springt, ist bei Ratchet & Clank: Nexus gut aufgehoben. Die Revolution kann dann mal warten, zuerst wird mal wieder das Universum gerettet.

Pro

  • + Bewährtes Setting
  • + New Game+
  • + Wummensammlung

Kontra

  • - teilweise verwaschene Texturen
  • - kurze Kampagne
  • - wenig Waffenupgrades
  • - Framerateeinbrüche

Unsere Bewertung

Grafik
 
75 %
Sound
 
80 %
Steuerung
 
80 %
Gameplay
 
80 %
Multiplayer
 
00 %
Spielspaß
 
80 %

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Jung gebliebenes Spielekind, zockt meist alles was bis Drei! nicht aus der Konsole springt. Im wahren Leben als Jacqueline Track unterwegs ....

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