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Rayman 3D – Review

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Veröffentlicht 11. April 2011 | 22:11 Uhr von Keysjore

Letzte Änderung 3. Mai 2015

Rayman Logo

Rayman 3D? Durchgeknallte Psycho-Hasen, die miteinander um die Wette brüllen, knüppeln, brodeln und dabei den ein oder anderen Popsong vergewaltigen? Augenblick mal… Keine weißen Häschen weit und breit? Und was macht stattdessen dieser gliederlose Blondschopf auf dem Bildschirm – ist DAS etwa der legendäre Rayman? Ganz richtig Kinder, Rayman ist endlich “back on Screen” und glücklicherweise dieses Mal ohne die nervigen kleinen Monster mit den langen Ohren. Neben Mr. Fisher hat auch Ubisofts Kultmaskottchen den Weg auf den Nintendo 3DS gefunden. Als einziger Vertreter des Jump N’ Run-Genre zum 3DS-Launch, gehört Rayman 3DS das Monopolrecht, zumindest solange bis eine Woche später die Psychohasen unseren Freund mit der großen Nase wieder einholen.

Aufgewärmte Portierung

Bei Rayman 3D handelt es sich, wie könnte es auch anders sein, um eine Portierung des vor sechs Jahren erschienen Rayman DS, das ebenfalls eine Portierung ist des zwölf Jahre alten “Rayman 2: The Great Escape”. In “The Great Escape” schickt Michel Ancel seinen schrulligen Helden das erste Mal auf einen Polygon-Ausflug – u.a. wurden PC, PS2, Dreamcast und der N64 damals mit dem Titel beehrt. Während die N64-Fassung dank dem präzisen Nintendo-Analogstick über die bis Dato beste Steuerung verfügte, fand sich auf der Dreamcast, dank der damaligen hohen Leistung der Spielekonsole, die bisher schönste “Rayman: The Great Escape”-Variante. Vor sechs Jahren wurde mit Rayman DS der Nintendo Handheld aus der Taufe gehoben. Inhaltlich berufen sich DS- und 3DS-Version auf den gleichen Titel, technisch bezieht sich Rayman 3DS, dank des leistungsstarken 3DS, auf die Dreamcast-Version.

Old habits die hard…

Die Steuerung in Rayman 3D ist kein Totalschaden, kommt aber mit den gleichen Macken, die es schon auf der Nintendo DS-Version hatte, auf den 3DS rüber. Auch im 2011er-Remake ist die enorm wichtige Übersicht nämlich nicht ordentlich eingepflegt worden – wenn ihr außerplanmäßig irgendwo herunterfallt, auf dem Hinweg einen Gegenstand verpasst habt oder mit mehreren Gegnern gleichzeitig kämpft, lässt sich die Kamera meistens nicht richtig nachjustieren und ihr verdreht zwangsweise Knopf und Kopf. Auch die Kontrolle im Kampf ist mehr als nur fraglich verteilt: Das Anvisieren über die L-Schultertaste und die eng liegende Lenkung durch das Schiebepad, gepaart mit der schlampigen und zähen Kamera, machen das Kämpfen zur Geduldsprobe. Da wir hier schließlich auf dem Nintendo 3DS zocken, darf ein 3D-Effekt natürlich nicht fehlen. Die meisten Launch-Titel schaffen es den Tiefeneffekt gekonnt in das Spiel einzubauen und dadurch eine plastischere Darstellung der Grafik zu erzielen. Rayman 3DS macht die 3D-Funktion zu einem zweischneidigen Schwert: Die bunte Polygongrafik hat zwar Tiefe, aber dafür passiert im Vordergrund nichts. Der Effekt wirkt unreif und hingeschludert und sorgt stellenweise sogar für derbe Ruckler. Die laut Ubisoft verbesserten Grafikeffekte kann man mit der Lupe suchen und auch die sonst so detailreiche Welt hat an Glanz verloren. Man merkt, dass Ubisoft eine Instant-Portierung für den schnellen Euro dahinschleuderte.

Unser Fazit

60 %

Schon wieder eine lauwarme halbgare Portierung aus dem 3D-Ofen. Rayman 3DS ist zwar immer noch ein recht ordentlicher Vertreter des Jump N' Run-Genre, hat aber für Kenner von Rayman 2: The Great Escape keinerlei neue Spielinhalte. Die durchwachsene Steuerung wurde nach zwölf Jahren immer noch nicht verbessert und das trotz den Möglichkeiten des 3DS-Schiebepads. Auch die von Ubisoft angekündigten "verbesserten Grafikeffekte" bleiben im Verborgenen. Der 3D-Effekt kann zwar einige schöne Stellen im Spiel zaubern, sorgt aber für Ernüchterung durch fiese Ruckler und Frame-Einbrüche. Da Rayman 3D keine "Over The Top"-Grafik vorweist, hätten die Entwickler sich lieber noch etwas Zeit nehmen sollen um an der 3D-Funktion zu werkeln. Spieler, die das zweite Abendteuer von Rayman noch nicht erlebt haben oder die den Hunger nach einem soliden Jump N' Run verspüren, dürfen trotzdem zugreifen. Mit seinen rund zwölf Stunden Spielzeit, seinen skurrilen Charakteren und der Fülle an Abwechslung mangelt es Rayman 3D nicht an Umfang. Es ist schön mal wieder ein Rayman-Abenteuer zu erleben ohne die ollen beknackten Hasen.

Pro

  • bunte und lebensfrohe Welt
  • sympathische Figuren
  • kultiger Hauptcharakter
  • toller Soundtrack
  • großer Spielumfang
  • viele verstecke Boni im Spiel
  • ca. 12h Spieldauer

Kontra

  • aufgewärmte Portierung
  • veraltete Technik
  • mäßige 3D-Effekte
  • böse Frame-Einbrüche
  • nervige Kamera
  • schwache Steuerung
  • keine neuen Inhalte
  • keine Extras neben dem Spiel

Unsere Bewertung

Grafik
 
60 %
Sound
 
80 %
Steuerung
 
60 %
Gameplay
 
70 %
Multiplayer
 
0 %
Spielspaß
 
50 %

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