Rayman Legends - Test / Review - insidegames

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Rayman Legends – Test / Review

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Veröffentlicht 26. August 2013 | 18:11 Uhr von Fabrice

Letzte Änderung 6. September 2013

Rayman Legends

Oh Rayman Legends, wie du mich doch betrogen hast. Du hättest es sein sollen, nein, du warst sogar der Grund, wieso ich mir voller Freude eine Wii U zugelegt habe. Doch dann der Betrug! Das Spiel wurde vom April auf den August 2013 verschoben. Die gute Nachricht? Auch PC, PS3, PS Vita und Xbox 360 kommen in deinen Genuss!

Als ob Ubisoft meinen Schmerz gespürt hat, bekamen wir vom Publisher eine Preview Version des Spiels. Alleine damit verbrachte ich Stunden, und schrieb im Zuge dessen eine Vorschau, in welcher ich kaum aus dem Schwärmen heraus kam. Jetzt erhielt ich auch endlich, nach einer monatelangen Wartezeit, das fertige Spiel, um es ausgiebig zu testen. War meine vorzeitige Lobhudelei überzogen oder völlig gerechtfertigt? Findet es in unserem Test der PS3-Version heraus!

Der Weg des gliederlosen Rayman

Nach all den überstandenen Abenteuern haben sich Rayman, Globox und all ihre Freunde endlich mal eine Auszeit verdient. Diese gönnen sie sich auch, und fallen dabei in einen scheinbar endlosen Tiefschlaf. Doch in dieser Zeit entstanden auch bösartige Alpträume. Alpträume, welche jetzt in die reale Welt eindringen, hilflose Kreaturen entführen und allgemein für jede Menge Chaos sorgen. Deshalb reißt der geflügelte Murphy die Helden aus ihrem Tiefschlaf, denn nur sie können die Welt noch retten.

Rayman Legends ist, wie auch schon Origins, ein 2D Jump and Run der ganz alten Schule. Als Rayman, Globox, der Wikinger-Braut Barbara oder einer anderen Figur, welche nur äusserlich unterschiedlich sind, springt und kämpft man sich durch sidescrollende Welten. Theoretisch kann man in einer, mehr oder weniger, geraden Linie durch das Level rennen, ein paar Gegnern, die einem im Weg stehen, Prügel verpassen, und nur die wichtigsten Sprünge machen. Dadurch würde man aber so einiges verpassen. Die Level sind nämlich randvoll mit Sammelobjekten. Da gäbe es die Lums, gelbe Kugeln mit einem Lächeln auf dem Gesicht. Sie sind überall auf dem Weg verteilt und bestimmen, mit was für einer Trophäe (Bronze, Silber oder Gold) man ein Level abschließt. Nur wer so gut wie alle Lums einsammelt, erhält auch die begehrte Gold-Trophäe. Etwas abseits vom Weg gibt es auch noch gefangene Teensies zu retten. Sie sind zwar nicht allzu sehr versteckt, lassen sich aber auf den normalen Pfaden nicht einfach so finden.

Rayman Legends

 

Und sie rennen und rennen und rennen …

Die Schönheit der Level, mal abgesehen von der brillanten Optik, auf die noch eingegangen wird, liegt in deren Aufbau. Obwohl der Sinn nicht unbedingt darin liegt, können sie bei einem perfekten Lauf, in einem Rutsch durchlaufen werden. Das Level-Design in Rayman Legends ist exzellent. Die Lernkurve steigt regelmäßig an, wobei der Schwierigkeitsgrad aber nicht unfair ist. Das bedeutet jedoch nicht, dass es simpel ist, ganz im Gegenteil. Wer immer alles einsammeln will, und das Spiel macht einen verflucht guten Job, da man das Gefühl hat, dass man wirklich alles einsammeln muss, dann hat man es mit einer ziemlichen Herausforderung zu tun. Glücklicherweise sind Kontrollpunkte sehr fair verteilt. Und geht man drauf, muss man keine Ladebildschirme erdulden, sondern kann gleich wieder einsteigen.

Die Steuerung funktioniert ausserordentlich gut. Egal ob Sprints, Wandläufe oder was auch immer von einem verlangt wird, die Steuerung läuft ohne Verzögerung ab und überlässt einem die volle Kontrolle. Sie vergibt aber auch wenig. Sprünge müssen genau sein, Lums müssen genau getroffen werden und besonders in hektischen Momenten kann das sogar zu Frust führen. Zum Glück sind die Level an und für sich ausserordentlich abwechslungsreich gestaltet. Unterteilt sind diese in verschiedene Welten. Wäldern, in denen einem die Flora an den Kragen will, Schlossruinen in den Wolken, die man hauptsächlich durch Luftströme überquert oder das Versteck eines Superbösewichts in den Tiefen des Meeres. Und die Level sind nicht nur vom Aussehen her unterschiedlich, sie bieten ganz verschiedene Herausforderungen. Normale Jump and Run Level wechseln sich ab mit Abschnitten, in denen man nur fliegt und mit Fernkampf-Angriffen auf die Gegner los geht. Es gibt wilde Verfolgungsjagden in der Wüste, in welcher ganze Gebäude im Sand versinken und man innerhalb des Hauses nach oben springen muss, damit man nicht am Boden geplättet wird. Es gibt Boss-Kämpfe gegen riesige Frösche und Schleich-Passagen, in welchen man es tunlichst vermeiden sollte durch Laser-Fallen zu springen.

Rayman Legends

 

Musik, die universelle Sprache

Und kein Test wäre komplett ohne die musikalischen Level in Rayman Legends zu erwähnen. Diese sind ganz einfach gesagt atemberaubend und meisterlich ausgefallen! Wer auch immer diese Idee hatte, verdient schon eine Auszeichnung an und für sich. Jede Welt verfügt über ein solches Level, dass man freischaltet, sobald der Boss der Welt besiegt wurde. Darin durchquert man ein Level zum Takt eines Musikstücks. Jeder Sprung, jeder besiegte Gegner, jede Aktion passt zu einem Gitarren-Riff, einem Paukenschlag oder einer Textzeile des Songs. Es passt einfach perfekt. Für mich persönlich sind diese Level etwas vom Schönsten in der Videospielgeschichte, sie zaubern selbst beim 12.-ten Mal spielen ein unglaublich breites Lachen auf mein Gesicht. Sie sind die Spitze des exzellenten Level-Design in Rayman Legends. Man kann sich zwar auch ein Video ansehen und erkennen wie toll sie gemacht sind, man muss sie aber gespielt haben, um zu merken wie brillant sie wirklich sind.

Auch sonst mangelt es dem Spiel garantiert nicht an Inhalt. 700 Teensies gilt es zu retten, 6 Welten (plus ein Comeback der besten Level aus dem Vorgänger) und dank einer verstärkten Online-Anbindung, bieten tägliche und wöchentliche Herausforderungen massig Spielspaß, der nur entdeckt werden will. Gespielt werden kann alleine oder mit mehreren Mitspielern, unter anderem Kung Foot, eine richtig spaßige Mehrspieler-Variante von Fußball. Neu ist auch das Awesomeness-Level. Dieses steigt, je mehr Objekte man im Spiel selbst sammelt. Es bietet jetzt zwar nicht allzu viel Substanz, zeigt einem jedoch auf, wie weit man im Spiel schon voran gekommen ist. Auch neu sind die Happy Tickets, welche man, wie die Trophäen, durch das einsammeln der Lums freischalten kann. Nur durch sie kann man z.B. die alten Level aus Origins freischalten.

Rayman Legends

 

Ein Märchen als Videospielform

Der Comicstil, welcher einem optisch präsentiert wird, ist zwar nicht einzigartig, passt jedoch perfekt zum Spiel. Er ist süß, hübsch, und sieht dennoch sehr gut aus. Seien es nun die ausgefallenen Monster, die Sprung-Animationen der eigenen Figur oder die Hintergründe, in denen zwar immer etwas passiert, ohne jedoch abzulenken. Noch viel besser gelungen ist jedoch der Soundtrack. Das die musikalischen Levels meisterhaft sind, wurde schon erwähnt. Die Musik in den normalen Levels muss sich jedoch nicht dahinter verstecken. Sie sorgt dafür, dass man sich wahrlich wie in einem wahr gewordenen, traumhaften Märchen befindet. Sie passt zu den Levels und zum Spielgeschehen an sich. Selbst beim Gedanken an die Musik kann man Gänsehaut bekommen, so gut, eingängig sind sie. Ohrwurm-Potential ist definitiv vorhanden!

Unser Fazit

92 %

Was kann ich an dieser Stelle noch sagen? Rayman Legends ist Jump and Run Spielspaß in Höchstkultur. Hier passt einfach alles! Vom fordernden, aber nie unfairen Schwierigkeitsgrad über die vielfältigen Levels bis zum abwechslungsreichen Gameplay bietet das Spiel einfach alles, was man sich als Fan des Genres wünschen kann. Selbst als Nicht-Kenner des Genres, wird man dem Charme des Spiels wohl kaum widerstehen können. Ein brillanter Soundtrack und eine traumhafte Optik sorgen dafür, das man sich wie in einem wahr gewordenen Märchen fühlt. Und das die musikalischen Level so kunstvoll sind wie sie sind, verdient definitiv auch eine erneute Erwähnung!

Pro

  • + Viel Inhalt
  • + Präzise Steuerung
  • + Meisterliche musikalische Level
  • + Genialer Soundtrack
  • + Wunderschöne Optik
  • + Abwechslung garantiert

Kontra

  • - Spiel vergibt keine Fehler
  • - Awesomeness-Level wäre ausbaufähig
  • - Mehr Spiele wie Kung-Foot hätten nicht geschadet

Unsere Bewertung

Grafik
 
90 %
Sound
 
96 %
Steuerung
 
88 %
Gameplay
 
86 %
Multiplayer
 
00 %
Spielspaß
 
92 %

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