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Rebel Galaxy – Test / Review

Direkt zum Fazit springen

Veröffentlicht 20. Mai 2016 | 14:16 Uhr von Fabrice

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Was erhält man wenn man die unendlichen Weiten des Weltraums, Schiffskämpfe wie auf Hoher See und Cowboys miteinander verbindet?

Diese Frage haben sich anscheinend auch Double Damage Games gestellt, denn Rebel Galaxy ist ihre Antwort darauf. Mit viel Inspiration von Genreveteranen, wurde eine Weltraumsim mit viel Inhalt aber wenig Tiefe geschaffen, die wir uns auf der Xbox One genauer angeschaut haben!

Viel Pew Pew um Nichts

Startet man seine Karriere als angehender Retter des Universums, mag alles ein wenig überfordernd erscheinen. Direkt wird man mit den vielen Facetten, die vorhanden sind, konfrontiert. Man fliegt mit seinem Schiff durch die endlosen Weiten des Alls, dockt an eine Station an und wird mit einer Liste an Features überschwemmt ohne eine richtige Erklärung zu bekommen. Es gibt Gespräche bei welchen man aus mehreren Optionen eine Antwort auswählen kann. Jede Station hat einen eigenen Markt, mit einer eigenen Ökonomie die auf die wirtschaftliche Situation eines ganzen Systems Einfluss nimmt. In der Werft können Schiffe mit neuen Waffen und Tools ausgerüstet werden. Barkeeper versorgen einen mit Gerüchten. Am Schwarzen Brett gibt es Nebenmissionen. Söldner können als Unterstützung angeheuert werden. Es gibt einen Schwarzmarkt für illegale Güter. Die Liste könnte noch weiter gehen, aber eine große Rolle spielt das alles gar nicht. Denn egal wie lange sie auch ist, nichts davon hat Tiefe und Substanz. Es gibt so viel zu tun, wovon nichts auf irgendetwas hinaus läuft. Denn schlussendlich wird vor Allem etwas immer und immer und immer wieder gemacht: geballert und gekämpft bis die Schwarte kracht.

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Die Kämpfe sind dabei untypisch für das Genre. Das eigene Schiff kann nämlich nicht frei im dreidimensionalen Raum bewegt werden. Es kann weder nach oben oder unten geflogen werden. Das Schiff bleibt immer auf der gleichen Ebene, was auch Sinn macht. Kämpfe funktionieren eher wie auf Hoher See als im Weltraum. Auf der oberen und unteren Seite des Schiffs befinden sich kleine Geschütze die automatisch auf Gegner in der Nähe schießen. Den Großteil des Schadens machen aber massive Kanonen die sich auf beiden Seiten des Schiffs befinden. Diese Geschütze werden gemeinsam als Breitseite abgefeuert, was den Vergleich zu Seegefechten durchaus passend macht.

Anfangs mag sich das vielleicht komisch anfühlen, besonders da man nicht auf- und abwärts fliegen kann. Sobald man sich mit der Steuerung abgefunden hat, fangen die Kämpfe auch an Spaß zu machen. Kleiner Jäger mit gezielten Salven zu erledigen oder mit großen Capital Ships Breitseiten auszutauschen, bis eines der beiden Schiffe in seine Einzelteile zerlegt ist, ist unterhaltsam und cool anzuschauen.

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Nur ein Radiosender für ein ganzes Universum

Das Problem ist, dass diese Kämpfe eigentlich alles sind was im Spiel gemacht wird. Ob Story- oder Nebenmissionen, egal wie das Ziel aussieht, gekämpft wird immer. Obwohl das Universum riesig ist, verschiedene Fraktionen und Spezies darin unterwegs sind, läuft am Ende alles auf die Weltraumschlachten hinaus. Trotz der Vielzahl an Elementen die vorhanden sind, ist Rebel Galaxy ein sehr einseitiges Spiel. Denn keines der Elemente bietet Tiefe oder hat großen Einfluss auf den Spielverlauf. Aufträge für eine der Fraktionen zu erledigen, bedeutet nur, dass eine andere Fraktion von neutral zu feindlich wechselt. Zu Handeln bringt einem nur mehr Bares, um schneller an bessere Upgrades zu kommen. Es ist nicht möglich sein Spiel als Bergbauer, Händler oder Pirat zu führen, da alles nur sehr oberflächlich betrieben werden kann. Es ist ein Action-Spiel mit Hochseefeeling im Weltall, mit sehr viel Umfang und ohne Tiefe.

Technisch sieht das Spiel für seine Größe von knapp 2GB und dem enormen Umfang ganz gut aus. Der Weltraum besteht zwar hauptsächlich aus sehr viel Nichts, die wenigen Sterne oder Systeme, Schiffe und Effekte sind dennoch alles andere als hässlich. Die Bildrate geht höchstens in riesigen Schlachten teilweise ein wenig in die Knie. Problematischer ist eher der Soundtrack. Dieser ist sehr auf Western getrimmt, mit vielen akustischen Gitarren. Anfangs ist das auch ziemlich passend und untermalt die Gefechte sehr ordentlich. Leider gibt es einfach viel zu wenig Abwechslung bei der Musik, denn sie wiederholt sich sehr schnell. Man darf sich darauf einstellen die gleichen Songs für den Rest des Spiels immer wieder zu hören.

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Unser Fazit

62 %

Erste Eindrücke können täuschen. Das ist bei Rebel Galaxy definitv der Fall. Auf den ersten Blick sieht es hochkomplex aus und kann durchaus einschüchternd sein. Es entpuppt sich jedoch als kompetenter Weltraum-Shooter mit vielen wenig ausgereiften Features. Rebel Galaxy ist zwar extrem umfangreich, bietet aber auch kaum Abwechlusng für das Mass an Umfang das geboten wird.

Pro

  • + Riesiger Umfang
  • + Space Hochsee-Gefechte fühlen sich gut an
  • + Eine schier endlose Liste an Aktivitäten...

Kontra

  • - Kaum Abwechslung
  • - Sehr repetitiver Soundtrack
  • - ... die alle kaum Einfluss auf irgendetwas haben!

Unsere Bewertung

Grafik
 
72 %
Sound
 
48 %
Steuerung
 
68 %
Gameplay
 
63 %
Multiplayer
 
00 %
Spielspaß
 
59 %

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