Red Dead Redemption: Undead Pack im Test - insidegames

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Red Dead Redemption: Undead Pack im Test

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Veröffentlicht 2. Dezember 2010 | 21:37 Uhr von Marco_A

Letzte Änderung 23. April 2012

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Ping-Pong im “Wilden Westen”

Am 26. Oktober erschien das Add-On „Undead Nightmare“ für den Western-Shooter „Red Dead Redemption“. Zurzeit nur via Download auf dem Xbox LIVE Marktplatz oder im Playstation Network zu bekommen, wird dieser neue DLC (inkl. den Multiplayer-Inhalten) Ende November auch als Disc-Version zu kaufen sein.

In „Undead Nightmare“ schlüpfen wir in die Rolle von John Marston. Spieler die bereits die Kampagne des Hauptspieles beendet haben wissen somit, das dieses Add-On zeitlich vor dem Ende des Grundspiels einzuordnen ist.
Neben unserem Sprößling Jack finden auch unsere Frau und der Onkel wieder eine Rolle. Doch auch andere, aus der Hauptstory bekannte Gesichter, werden uns erneut begegnen.
Unheimliche Dinge geschehen nämlich mit den Menschen und Tieren im gesamten Grenzgebiet. Manche Bewohner des Landes erzählen von einer Seuche, andere wiederum glauben an einen Fluch, als Strafe für die Sünden der Menschheit. Aber nicht jeder steht dem unheimlichen Tun negativ Gegenüber: Manch Einer sieht der Zukunft auch gelassen ins verwesende Auge.
John Marston gehört allerdings nicht zur letzten Sorte. Er macht sich nämlich ernsthafte Sorgen um seine Familie. Denn auch sie scheint von irgendetwas besessen zu sein. Somit macht er sich auf den Weg nach Blackwater um den dort ansässigen Arzt aufzusuchen und das neue Abenteuer zu beginnen.

Halloween im „Wilden Westen“

Passend zu Halloween schickte uns Rockstar jede Menge „Untote“ auf den Hals und erweckt nun die Verstorbenen des Grenzlandes wieder zum Leben. – Wenn man das denn so nennen mag.
Getrieben von dem Hunger nach Fleisch streifen jetzt halb-verwesende Menschen durch die Landschaft und überfallen die Bewohner und die Tiere.
Anders als im Grundspiel haben wir nun während der gesamten Spielzeit immer wieder – zwischen den Missionen – die Aufgabe die Städte und Orte der gesamten Karte vor den Untoten zu schützen. Folgen wir dem auf dem HUD angegebenen Hilferuf und sind bei einer Befreiung erfolgreich, so erhalten wir Belohnungen in Form von Munition oder anderem nützlichen Hilfsmittel wie Dynamit oder Schlangenöl. Diese Extras sind auch bitter nötig, denn sonst gibt es nur recht rar gesät die Möglichkeit unser Inventar aufzufrsichen. Geschäfte, Waffenhändler und Saloons haben nämlich nicht mehr geöffnet. So wirken die Ortschaften mit ihren brennenden Häusern, einigen wenigen Überlebenden und aufgrund der wirklich duchweg gelungenen Musikuntermalung, düster und gefährlich. Die Atmosphäre ist wirklich gelungen eingefangen.

“Undead Nightmare“ spielt sich so zäh wie ein Verwesungsprozess

So gut wie sich das nun anhört ist es aber leider nicht immer. Dieses (mitunter zwingend notwenige) Befreien der Orte ist nämlich auf Dauer sehr mühselig und wirkt wie eine künstliche Verlängerung der Spielzeit. Die Punkte auf der Karte müssen nämlich immer wieder von neuem befreit werden.
Helfen wir den Menschen nicht, so verlieren wir im schlimmsten Fall den Ort und können dort dann nicht mehr speichern; müssen den Punkt also erst einmal wieder zurückerobern. Bei Verlust sterben jedoch auch einige der Überlebenden und es gibt keine Verteidigung mehr. Die Untoten haben es nun bei zukünftigen Angriffen leichter den Punkt wieder einzunehmen und die Anzhal der Hilferufe steigt dadurch an.
Hieraus entsteht immer wieder ein Recht einschläfender und nervender Kreislauf aus „Stadt retten“ und „Munition sammeln“, da diese Befreiungsaktionen auch an unseren Vorräten nagen.

Ihr werdet also häufig damit beschäftigt sein per Schnellreisefunktion (ebenfalls nur in befreiten Orten nutzbar) über die Karte zu reisen um dann zum x-ten Mal den Bewohnern zu helfen. Dadurch wird auch leider immer wieder die Erzählung der gelungenen Hauptstory und die der Nebenmissionen unterbrochen.

Leider baut dieses Add-On aber größtenteils genau auf diesem Gameplay-Elemt auf. Zusätzliche Hilfsmittel die wir freispielen können, wie beispielsweise die Donnerbüchse, die die Untoten in alle Einzelteile zerfetzt, oder die Sprengköder, mit deren Hilfe wir die Gegner anlocken und dann in die Luft jagen können, sollen uns die Gefechte zwar im laufe des Spiels erleichtern, aber befreien müssen wir die Orte dennoch immer wieder.

Rockstar-Typische, mystische Nebenaufgaben und Fehler

Weiter recht nervend ist das Reiten in diesem Add-On. Wie oben kurz angemerkt sind auch die Tiere von den mysteriösen Symptomen befallen. Sollten wir unser Pferd verlieren, so kommen danach per Pfiff in der Mehrzahl nur untote Gäule angeritten. Diese sind aber leider so bockig und unsauber zu steuern, das das Fortbewegen in „Undead Nightmare“ nur per Schnellreisefunktion wirklich angenhem ist. – Ähnliches Fazit wie beim ständigen befreien der Ortschaften: Gute Idee, aber leider sehr penetrant umgesetzt.

Dennoch bekommen wir in diesem Add-On jede Menge interessante und lohnenswerte Dinge spendiert.
So kann man ganz Rockstar-Typisch wieder einige Nebenaufgaben tätigen: Beispielswiese müssen vermisste Personen wiedergefunden werden und auch die „Vier Pferde der Apokalypse“ treiben sich irgendwo im Grenzland herum.
Findet man eines der Pferde und reitet es zu, so kann man sich ihre magischen Fähigkeiten zum Nutzen machen. „Krieg“ beispielsweise zieht einen Feuerschweif hinter sich her, der die Zombies in Flammen aufgehen lässt. Dies ist besonders hilfreich beim säubern von Friedhöfen oder Ortschaften, in denen gut und gerne mal sieben, acht Zombies auf einmal auf einen zugerannt kommen.
Der Kampf zu Fuß ist übrigens nicht zu empfehlen, da man Recht häufig auf das Dead-Eye angewiesen ist und bei geleerter Anzeige gegen die mitunter sehr schnell agierenden Zombies so gut wie keine Chance hat. – Eine Alternative: Man sucht Deckung auf einem der Häuser, da die Zombies nicht klettern können.
Im Gesamtbild hinterlässt aber auch das Kämpfen in „Undead Nightmare“ einen sehr angefressenen Eindruck, da die Kombination aus „Eigenem Überleben“ und „Töten der Gegner“ recht benutzerunfreundlich gestaltet worden ist. Die Kämpfe gegen Zombie-Horden laufen leider häufig sehr unübersichtlich ab.

Dazu trägt aber wohl auch die Steuerung bei. Diese ist schlichtweg eine Qual. Strotzten die „Open-World“-Games aus dem Familienhause „Rockstar“ noch nie mit einer angenehmen Bedienung, so hat man das Gefühl das es in diesem Add-On sehr grauenvoll zugeht.
Spätestens wenn ihr dabei seid die Toten auf dem Schlachtfeld zu untersuchen, oder ihr versucht einen der Freidhöfe zu säubern, werdet ihr merken, das einfach nicht jeder Tastendruck übernommen wird, oder er auch mal ganz gerne mit sekundenlanger Verzögerung umgesetzt wird. So puhlt man John zwischen den Leichen herum um dann irgendwann Mal richtig für eine „Durchsuchung“ zu stehen, oder der verdammt bockige Gaul bleibt mal wieder an einem der Gräbsteine hängen, anstatt einfach drüber zu springen.

Unser Fazit

91 %

Ein Add-On für Fans die sich gedulden sollten Was nun bleibt ist ein Ping-Pong-Spiel zwischen den Aussagen „Gelungener mystischer Einfluß auf den Wilden Westen!“ und „Da ist man aber besseres von Rockstar gewohnt!“. Diese Zusatzepisode für „Red Dead Redemption“ glänzt durch die hervorragenden neuen Geschichten und den leicht mystischen und gruseligen Einfluß im „Wilden Westen“. - So funktioniert gelungene Integration! Rockstar San Diego schafft es aufgrund der unverwechselbaren Charaktere und der sehr gelungenen Dialoge an den HD-Schirm zu fesseln. Die sehr guten neue Ideen rund um den Hauptstrang herum und der ordentliche Umfang rechtfertigen die anfallenden 9,99 Euro im PSN-Store, bzw. die 800 MS-Punkte auf dem XBL-Marktplatz, vollkommen. Doch man kann „Undead Nightmare“ nie wirklich konzentriert und frei folgen, da das ewige Befreien der Orte den DLC (trotz freispielbarer Waffen und Hilfsmittel) künstlich in die Länge zu ziehen scheint und uns dieses Gameplay-Elemt somit unangenhem aufgedrückt wird. Auch die Steuerung ist mehr tod als untot, geschweige denn lebendig. Zusätzlich hat man in so mancher Kampfsituation das Gefühl nicht ganz Herr der Lage zu sein, als wäre man schon selber zum Zombie geworden. Auch wenn der Vergleich etwas verschwommen daherkommen mag, da nicht immer die selben Entwicklerteams beteiligt sind, so kann aufgrund der Marke „Rockstar“ - die immer für hohe Qualität steht - zum Ende hin gesagt werden, dass „Undead Nightmare“ - im internen Vergleich - auf den hinteren Rängen zu finden ist. Man vermutet hinter dem Namen des Studios ganz einfach eine (noch) höhere Qualität. Fans könnten deshalb vielleicht enttäuscht werden und sollten zwecks leichterem Weiterverkauf auf die Disc-Version warten. (Anm. d. Autors: Dieses Review wurde ebenfalls auf der Website gamezone.de veröffentlicht.)

Pro

Kontra

Unsere Bewertung

Grafik
 
86 %
Sound
 
87 %
Steuerung
 
78 %
Gameplay
 
100 %
Multiplayer
 
0 %
Spielspaß
 
95 %

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