Red Johnson's Chronicles: One Against All - Test / Review - insidegames

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Red Johnson’s Chronicles: One Against All – Test / Review

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Veröffentlicht 23. Oktober 2012 | 13:29 Uhr von Sandra

Red Johnson’s Chronicles - One Against All

Red Johnson‘s Chronicles anno 2011 war noch ein PS3-exklusives Vergnügen, inzwischen ist der rotschopfige Privatdetektiv getreu dem Motto „einer gegen alle“ nicht mehr länger auf die Hilfe der Playstation 3 Spieler angewiesen, auch Xbox 360 Zocker können dem smarten Querdenker in Red Johnson‘s Chronicles: One Against All unter die Arme greifen, um nicht nur den eigenen Kopf aus der Schlinge zu ziehen. Es gibt viel zu tun – packen wir es an!

Wissen ist Macht …
… und zu viel Wissen kann, zumindest in bestimmten Kreisen, das eigene Leben kosten. Das muss auch Red Johnson erfahren, der sich nach diversen Vorkommnissen in seinem ersten Abenteuer (Red Johnson’s Chronicles) den einen oder anderen nicht nur Unterweltboss nachhaltig zur Weißglut gebracht hat. Kein Wunder, dass Red auf der Abschussliste schräger Vögel gelandet ist und um sein Leben fürchten muss. – Keine Sorge, um Red aus dieser Misere wieder herauszuhelfen, müsst ihr den ersten Teil nicht gespielt haben. Dank zünftiger Zusammenfassung zu Beginn seines zweiten Auftrages, Red Johnson’s Chronicles: One Against All („einer gegen alle“), seid ihr bestens im Bilde. Folglich erklärt sich auch, warum Red sich in einer recht üblen Spelunke versteckt hält, im Geheimen sein Bierchen süffelt und darüber sinniert, wie er die Dinge für sich wieder gerade biegen kann. Und während ihr mit Red verschiedenen Gedankengängen folgt, Ideen findet und wieder verwerft, stellt ihr fest, dass euer Bier mit Gift versetzt ist. Mehr noch, ein Unbekannter hat euch ein Päckchen mit unschönem Inhalt dagelassen: Ein menschlicher Finger! Für den Anfang gleich zwei wichtige Fragen, auf die es eine Antwort zu finden gilt: Wer weiß davon, dass die Bar euer Unterschlupf ist und viel wichtiger: Von wem ist der abgetrennte Finger?!

Gewusst wie!
Red Johnson’s Chronicles - One Against All Durchaus gekonnt leitet euch die Story durch diesen Opening und, was definitiv nicht das Schlechteste ist, man bleibt diesem, wenn man so will, „an die Hand nehmen“ treu. Im Fachkreisen auch als linearer Spielverkauf beschrieben, ist dieses Stilmittel bei Red und seinen Aufgaben definitiv ein gutes Mittel zum Zweck. Ihr bekommt an den richtigen Stellen vernünftige, stichhalte aber auch humorige Dialoge und Gedankensequenzen mitgeteilt, im Übrigen in bestem Englisch mit gelungener Betonung und Spitzen, garniert von – je nach gewählter Einstellung – zugehöriger Untertitel, so dass ihr zu jeder Zeit auf dem Laufenden seid. Auf diese Weise werdet ihr größtenteils sicher durch Red seine Welt geleitet ohne groß suchen zu müssen, wo es wie weitergeht. Anders verhält es sich jedoch mit den an den betreffenden Orten auf euch wartenden Aufgaben, denn selbige haben es mitunter mehr als nur in sich und bieten dem Adventure-durstigen Spieler hier und da schöne Kopfnüsse. Partiell sind die vorhandenen Rätsel von Natur aus richtig schwer, partiell macht man es sich selbst gern mal schwerer, eventuell weil man Spiel orientiert dazu neigt zu kompliziert zu denken. Der Aha-Effekt jedoch, wenn man dieses Rätselspielchen durchschaut hat, sorgt definitiv für ein Grinsen und nicht für einen Aufreger.

Um alle Rätsel, Aufgaben und Hürden zu meistern, stehen euch mit Red verschiedene Hilfsmittel zur Verfügung. Im Geheimversteck steht u.a. ein Analyse-Gerät parat, mit dem ihr verschiedene Untersuchungen und Abgleiche vornehmen könnt. Red’s Geschichtsverlauf verlangt von euch, dass ihr jede Menge Items, Objekte, Gegenstände und mehr nicht nur findet, sondern auch genauer unter die Lupe nehmt, kombiniert, etc.pp.. Eine weitere, sehr wichtige Hilfe ist euer Journal, welches nach und nach nicht nur mit unterschiedlichen Rubriken gefüllt wird, es dient auch eurem Fortschritt und in Folge dessen auch eurem Erfolg. Ihr wollt wissen wen ihr getroffen, mit wem ihr welches Gespräch geführt habt? Einfach das wie ein Karteikasten-System angelegte Büchlein aufschlagen, passenden Reiter wählen und schon seid ihr schlauer. Gleiches gilt auch für Hinweise, die ihr gefunden habt, erledigte Aufgaben oder noch ausstehende Aufgaben. Wobei, Halt – dabei gibt es eine Einschränkung, denn noch nicht erledigte Aufgaben erscheinen simple als „drei Fragezeichen“ – aber immerhin ein Indiz dafür, dass ihr in einem bestimmten Bereich noch nicht alles erledigt habt!

Geduld und Spucke …
Red Johnson’s Chronicles - One Against All … damit kommt man weiter, heißt es und wie erwähnt, müsst ihr mit Red jede Menge Rätsel in bester Point’n Click Adventure Manier lösen. Monkey Island, Willy Beamish oder Broken Sword (zu Dt. Baphomet’s Fluch) lassen freundlich grüßen. Positiv ist uns angesichts der umfangreichen Rätselkost aufgefallen, dass diese durchaus schwer, aber zweifelsfrei sinnig vonstatten gehen. Rätsel und Aufgaben fügen sich stimmig in die Geschichte ein und führen so vom Ausgangspunkt über alle relevanten Posten, so dass ihr am Ende aufklären könnt, was es mit dem Finger und dem Kopfgeld, das auf euch aufgesetzt ist, auf sich hat.

Je nach Situation und Umgebung heißt es, ganz Adventure-typisch, alles absuchen, untersuchen, überprüfen, weggehen und wiederkommen. Wann ihr mal den Ort des Geschehens verlassen bzw. dann wiederkommen müsst, ist verankert – stellt indes auch die Erklärung dafür dar, wenn ihr mal an einem Punkt nicht weiterkommen solltet bzw. es scheinbar danach aussieht. Die zu lösende Rätselkost bietet euch alles, was ihr euch von einem Spiel dieser Art nur wünschen könnt: Banale Textaufgaben oder Textbausteine, die euch in die Irre führen oder auch weiterhelfen können, Bilderrätsel, Picross-Rätsel, Zahlen- und Kombinationsrätsel und selbst das allseits beliebte Sudoko hat, wenn auch etwas abgewandelt, seinen Weg ins Spiel gefunden. Solltet ihr einmal partout nicht weiterkommen angesichts der clever präsentierten, gut durchdachten Rätselkost, dann greift in den Geldbeutel und lasst ein paar Scheinchen wandern. Ebenfalls im Menü zu finden, wartet dort stets ein hilfreiches Kerlchen, dass – je nach Größenordnung der Summe – Ratschläge für euch parat haben wird. Aber ganz ehrlich: Wollt ihr das wirklich? Wo bleibt da der Ehrgeiz die grauen Zellen auf Volllast zu fahren, die Oberstube zum Rauchen zu bringen und zu wissen, dass man Red’s Welt ganz ohne tote Präsidenten auf grünem Papier wieder in Ordnung gebracht hat. Davon ab, dass die Aufgaben in der Regel so motivierend ausgefallen sind, dass man gar nicht dran denkt den möglichen Helfer anzufragen – zu sehr werdet auch ihr damit beschäftigt sein die Kopfnuss selbst knacken zu wollen.

An der Stelle sei erwähnt, dass Kohle immer dann gescheffelt werden kann, wenn ihr Rätsel fix und gleich im ersten Anlauf lösen könnt. Auch gibt es Ingame-Geld, wenn ihr bei einem der gelegentlich vorhandenen Quick-Time-Events ein gutes Timing beweist und selbiges auch nicht versemmelt. Apropos Quick-Time: Red’s Abenteuer bietet Gott sei Dank nicht die Übliche „mal fix die Taste drücken“ Geschichte, wie Quick-Time-Events in Spielen gerne mal dargeboten werden, sondern man bediente sich mehr der „es passt super in die Geschichte und zur Situation“ Option. Es besteht jederzeit Bezug zur Handlung und damit bildet dieses Spiel-Element eine gelungene Erweiterung des Gesamtaufgebots.

Herrlich schön abgewrackt!
Red Johnson’s Chronicles - One Against All Wäre Red Johnson’s Chronicles: One Against All ein Model bzw. würde eine Karriere als solches anstreben, die Agenturen würden ablehnen – zu markant, zu speziell, nicht flexibel genug. Aber der PSN-/XBLA-Titel ist kein Model, sondern ein besonders Beispiel dafür, dass virtuelle Welten mit Ecken und Kanten überzeugend wirken können. Ihr werdet sehr schnell feststellen, dass Red seine Umgebungen sicher nicht der Technik letzter Schrei sind, und doch haben die französischen Entwickler lexisnumérique „alles richtig gemacht“. Sicher, Texturen können immer noch’nen Tacken glatter sein, Modelle noch mehr ausgearbeitet, Hintergründe noch dynamischer, etc.pp., aber darum geht es am Ende, vor allem bei einem Adventure dieser Güte, absolut nicht. Die zu begutachtenden als auch abzusuchenden Räumlich- und Örtlichkeiten weisen den Detailgrad auf, den es braucht – nicht zu viel, nicht zu wenig. Sie sind gesamt nicht statisch ausgefallen, wirken lebendig und laden definitiv zum sehr genauen Umsehen ein. Dazu passen die größtenteils richtig gut gewordenen Animationen sowie die positiv ins Auge stechenden Charaktermodelle. Von gutaussehend, böse, durch geknallt, freakig, dreckig, usw. ist alles dabei – vor allem wird es glaubhaft transportiert. Ergänzt, wie zuvor schon erwähnt, wird die Optik durch gelungenen Sound als auch FX-Files. Die Sprachausgabe ist in allen Versionen Englisch, jedoch sind – in unserem Fall – Deutsche Untertitel dabei und es beweist sich auch, dass die Übersetzer viel Ahnung hatten, denn sie haben den oftmals schwer zu übersetzenden schwarzen Humor gut aus dem Englischen ins Deutsch gebracht.

Unser Fazit

90 %

Wenn wir es uns einfachen machen würden fürs Fazit, so wäre die Aufforderung „kaufen“ das einzige, dass es für Red Johnson’s Chronicles: One Against All zu sagen gäbe – also zusammenfassend! Der Titel hat alles, was ein gutes Adventure ausmacht: Story, gleichwohl die bezogen aufs Thema ohne jede Frage abgedroschen erscheint, von wg. Detektiv hat Probleme am Hals, aber die Geschichte ist sauber erzählt, hat Höhen und Tiefen und vor allem bekommt ihr es mit einer Menge an komischer Gestalten zu tun sowie einen fetten Packen kopfnussartiger Rätselkost. Verpackt in eine ansehnliche, abwechslungsreiche Optik, versehen mit einem ordentlichen Spielumfang und viel schwarzem Humor. Den Franzosen ist definitiv eine Art Zeitreise, oder sollten wir besser sagen Zeitsprung, gelungen! Das eher angestaubte, altbackene Adventure-Genre wurde von lexisnumérique entfusselt, modernisiert und ins 21. Jahrhundert transferiert – und zwar gekonnt. Wer nur ein bisschen was mit (vielen) Rätseln, überzeugenden Charakteren, witzigen Dialogen und einer gut erzählten Geschichte was anfangen kann, der kommt an Red Johnson’s Chronicles: One Against All nicht vorbei. Für uns definitiv ein „must have“ Titel, eine Spiele-Perle im großen Aller- und Einerlei, die man definitiv gespielt haben sollte! Daher können wir nur eines empfehlen: Kaufen und los gezockt!

Pro

  • gut erzählte Story
  • abwechslungsreiche Umgebungen
  • stimmige Soundkulisse
  • sehr ordentliche Sprachausgabe u. sehr gute Übersetzung (Untertitel)
  • einfache Handhabung
  • knackige Rätselkost, die zu keiner Zeit unfair ist
  • gute Menüführung mit vielen Hilfs- und Nachverfolgunsoptionen
  • ordentlicher Spielumfang
  • sauber ausgearbeitete sowie gut annimierte Charaktermodelle

Kontra

  • wir haben nix gefunden, dass uns negativ aufgefallen wäre!

Unsere Bewertung

Grafik
 
81 %
Sound
 
85 %
Steuerung
 
90 %
Gameplay
 
90 %
Multiplayer
 
00 %
Spielspaß
 
90 %

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