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Resident Evil 4 HD im Test

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Veröffentlicht 26. September 2011 | 17:50 Uhr von Daniel

Letzte Änderung 28. Februar 2012

resident evil 4 hd review artikel bild

Im Jahre 2005 erschien mit Resident Evil 4 DER Ableger der Serie, die als Gründer des Survival-Horror-Genres gilt, der die komplette Reihe die seit den 90ern die PlayStation fest im Griff hatte, komplett umkrempelte. Die Zombies wurden gegen Menschen mit seltsamen, insektenähnlichen Parasiten im Körper ausgetauscht, die Kameraansicht wurde aus der Starre in einer Über-die-Schulter-Perspektive gewechselt und auch am Tag wurde es “gegruselt”. Nun nach sechs Jahren des Release hat man über den Xbox LIVE-Marktplatz und das PSN Resident Evil 4 neu in HD aufgelegt. Der Umfang soll gleichgeblieben sein, der Grafik hat man einen neuen Anstrich verpasst und Erfolge bzw. Trophäen haben sich in den Titel eingeschlichen. Ob sich der Titel genauso genial wie in der vergangenen Dekade anspielt, lest ihr hier in unserem Test.

Alter Charakter, (fast) neues Szenario

Von Resident Evil 3: Nemesis auf Resident Evil 4 hat sich so einiges getan, wie bereits genannt. Doch nicht alles wurde über Bord geworfen. Ein altbekanntes Gesicht erstreckt sich samt eines jungen Mädchens im Hauptmenü. An diejenigen, die Resident Evil 2 noch nicht gespielt haben: Gestatten, das ist Leon Scott Kennedy und hat bereits im zweiten Teil den Horror in Reccoon City live miterlebt, was auch im Intro erwähnt wird und auch im Spielverlauft bekommt Leon das ins Gedächtnis gerufen. Die Tochter des Präsidenten wurde entführt als sie auf dem Weg zur Schule war und diese wird nun in einem kleinen spanischen Dorf vermutet. Leon muss sich als Geheimagent der USA auf den Weg machen die Kleine wieder zu retten. Alles scheint ein normaler Auftrag zu werden, bis Leon von einem Dorfbewohner angegriffen, sein Trupp getötet wird und er nun in dem Kaff festsitzt. Auf dem aus dem Albtraum trifft er noch auf so manch seltsame Person wie den Bürgermeister, den Kastelan einer uralten Burg, den Anführer einer ebenfalls alten Sekte, auf mutierte Riesen und Monsterinsekten. Ja, bei der Monstervielfalt hat man sich deutlich an den alten Teilen orientiert, die aber ekelhafteste Kreatur sind immer noch die Los Regeneradores, denen man mit noch soviel Gewalt die Gliedmaßen zerfetzen kann. Bis man den Wirt des Parasiten in ihrem Körper nicht trifft, werden sie immer wieder aufstehen. Hier hat man wirklich geniale Arbeit geleistet, selbst bei einem eher actionorientierteren Spiel die resident-evil’sche Spannung aufkommen zu lassen, ob 3rd-Person-Ansicht oder nicht.      Die Story wird euch rund 10 bis 15 Stunden an die Konsole fesseln und bietet mehr Inhalt als so manch anderen Arcade Spiel zum beinahe selben Preis. Neben der Kampange sind in der österreichischen sowie in der internationalen Fassung noch mehrere Spielmodi enthalten, zu denen wird dann später noch einmal kommen werden.

Was ist denn neu?

Wie bei anderen HD-Remakes ist Resident Evil 4 HD natürlich nicht komplett neu entwickelt worden sondern lediglich einem “Facelifting” unterzogen worden. Das heißt man hat die Kantenglättung reduziert, die Texturen sollten schärfer sein, die Details erkennbarer und die Farben intensiviert worden. Allzu große Sprünge darf man sich aber nicht erwarten. Im Großen und Ganzen erkennt man groß gesagt keinen Unterschied zur nicht allzu lang erschienen Wii-Version. Manchen dürften die Teils grauenhaften Texturen auf ihren teuren HD-TVs sogar Augenschmerzen bereiten, denn viel Liebe hat man nicht in das Remake investiert. Dass das besser geht haben Remakes wie Ico & Shadow of the Collossus gezeigt, denn den HD-Zusatz hat sich dieses Remake hier weniger verdient als andere. Xbox 360-Benutzer zahlen die erste Woche den Vollpreis, während PSN +-User nur den halben Preis in den ersten sieben Tage nach dem Release hinblättern müssen, was in Anbetracht der gebotenen “Veränderungen” nicht gerechtfertigt ist.

Die Steuerung wurde gut an das 360-Pad angepasst, auch wenn ihr anfangs noch Probleme damit haben werden, die richtigen Tasten des PS2-Controllers auf den der Xbox 360 zu übertragen, da es beim Großteil von euch sicher nicht so war, dass ihr gestern noch auf eurer Playse Resident Evil 4 gespielt habt. Hie und da zückt man in der Hitze des Gefechts aus Versehen das Messer statt eures Schießeisen oder einmal ladet ihr nach anstatt ihr den Abzug betätigt um dem euch gegenüberstehenden Ganado eine Ladung Schrot in den Körper zu jagen. Das “Z”-Wort zu sagen wäre an dieser Stelle unangebracht, da es sich bei den Kontrahenten in Resident Evil 4 nur sehr, sehr selten um lebende Tote zu handeln scheint. So sicher ist man dann doch nicht immer.

Horror und das am hellichten Tag?!

Wie soll man sich wenn es im Spiel hell ist gruseln? Wie soll die Art Spannung aufkommen, die noch Jahre zuvor auf der PSX aufgekommen ist, wenn man durch dunkle Gänge gehuscht ist, ohne zu wissen was einen hinter der nächsten Ecke erwartet, ans Tageslicht bringen? Das Zauberwort heißt Schrecken, oder man sollte es am besten Terror nennen. Wenn man von einer Horde Feinde umzingelt ist, man seine Magazine leer schießt und die Gegner nicht weniger werden, sondern noch stärkere nachkommen. Der Abzug klickt und Leon hat keine Mühe sich auch nur irgendwie anzustrengen mal Gas zu geben. Zum Glück bleibt da noch das Pause-Menü, in dem man seine Ruhe finden kann, wenn man mal wirklich überlegen muss, wie man aus der Falle wieder rauskommt. Das Gefühl wenn man am Ende seines Munitionsvorrat ist, das Gefühl wenn man seine letzten Patronen in den entstellten Körper eines beinahe unsterblichen Mutanten verschießt, das Gefühl wenn man eben solche im Nacken hat, und man nur noch den Ausgang bis zum nächsten Ladebildschirm finden möchte, um dem Schrecken zu entfliehen, das Gefühl das man hat, wenn nach diesem Moment hinter der Tür nochmals dem Tod ins Gesicht sehen muss. DAS ist Terror. Denn für einen schweißnassen Controller und einen rasenden Puls benötigt man nicht unbedingt schneckenlangsamen Zombies, Vollmond am Nachthimmel. Capcom weiß, wie man auch in auf den ersten Blick vertrauenswürdige Orte, den Schrecken hereinbringt, ohne zu übertreiben, auch wenn man sich nach der einen Gegnerwelle fragt, wieso da nun unbedingt noch eine kommen muss. Das soll aber nicht heißen, dass man in Resident Evil 4 nur tagsüber herumläuft. Auch ein Gewitter fegt über das Dorf hinweg, einer stockfinsteren Nacht inkludiert, wo Resident Evil 4 dann wieder das klassische Spielgefühl alter Zeiten aufkommen lässt, und einen nur noch hoffen lässt, endlich in einer sicheren Zone Zuflucht zu finden, wo ein Händler samt Schreibmaschine und gemütlichen Kerzenschein wartet und einen für einen Moment den Schrecken da draußen vergessen lässt.

“Leon! Help me, Leon!”

Sobald man die Präsidententochter gerettet hat, geratet das Spiel nicht nur richtig in Fahrt, sondern beginnt auch etwas lästig zu werden. Ständig läuft einem die Gute ins Visier, lässt sich widerstandslos kidnappen oder ist so dumm und entfernt sich einfach von ihrem Bodyguard, nachdem sie eigentlich schon wissen sollte, was für Gefahren in dem Dorf lauern, was dann auch demensprechende Folgen mit sich zieht. Manchmal ist sie aber auch ungeschickt genug in eine offensichtliche Bärenfalle zu stolzieren. Wer darf dann wieder man während des Gefechts die Waffe beiseite legen und dem Mädel zur Hand gehen? Natürlich wir. Ist die Gute verletzt muss man natürlich seine eigenen Heilkräuter nutzen um ihr zu helfen, weil sie nicht klug genug sein kann, vor den Gegner wegzulaufen. Glücklicherweise lässt es sich wenigstens befehlen, wann sich Ashley ruhig zu verhalten hat und wann sie mitkommen darf, damit sie nicht nochmals gepackt wird. Ob da rein nur die KI für das Verhalten des Blondchens zuständig ist, wird wohl ungelüftet bleiben – kleiner Scherz! Aber wieso kann man der Guten keine Waffe in die Hand geben? Ob sie nach all den Erlebnissen nun eine Waffe abgefeuert hat oder nicht, wird dem Mr. President wohl egal sein, oder? Eurer Befehlskommandos an das Mädchen beschrenken sich auf ein einfaches “Follow me” und ein “Wait!”. Gegebenenfalls könnt ihr eurer Begleitung sagen, dass sie sich ein einer Tonne oder einem Schrank verstecken soll.

Die Söldner sind zurück! Nochmal…

Neben der Standard-Kampagne hat man noch den Zusatzmodus Seperate Ways inkludiert, in den man als Ada Wong die Geschehnisse parallel zu denen aus den Augen von Leon erlebt. Hier sieht und spielt man nochmals, wie es zu den Treffen der zwei Bekannten gekommen ist und hat nicht nur eigene Ausrüstung, sondern auch eigene Spezialangriffe, die man benutzen kann, um den Widersachern zu Leibe zu rücken. In der rund sechs stündigen Zweit-Kampagne entdeckt man ebenfalls dunkle Geheimnisse des Dorfes und kann auch neue Sache freischalten, die mit dem Durchspielen aktiviert werden. Ebenfalls mit am Start wie in Teil Drei und dem originalen Original Teil 4 ist der Mercenaries-Mode – Jedoch nur in der internationalen Fassung. Die deutschen Spieler haben dieses Zusatz nicht im Paket, da der auch im Jahre 2005 entfernt werden musste. Hier gilt es auf Zeit auf verschiedenen Maps soviele Punkte wie möglich zu machen, um eine gute Note zu bekommen um neue Sachen freizuschalten, wie Charaktere oder anderes. Neben Seperate Ways, welches offene Fragen klären sollte habt ihr noch Ada’s Assignment zur Verfügung, in dem ihr in einem Durchspielen fünf Proben der Las Plagas sammeln müsst. Das hier ist aber nur ein kleinerer Zusatz und keine Story-Erweiterung oder Fortführung. Der Charakter ist aber dennoch Ada Wong.

 

Unser Fazit

80 %

Was soll man sagen? Resident Evil 4 ist und bleibt einfach eines der besten Spiele, die die PlayStation 2 oder allgemein die letzte Generation je gesehen hat. Die Grafik war für damalige Verhältnisse großartig und auch heute in HD kann sich der Titel sehen lassen, selbst wenn die grafischen Sprünge ausgeblieben sind, die man sich eigentlich erwarten hätte können. Trotzallem macht Resident Evil 4 genauso viel Spaß wie damals und ich persönlich kann es kaum erwarten wie früher dutzende Male das Ende zu erleben und bei jedem Bosskampf mitzufiebern. Jeder der Resident Evil 4 nochmals erleben möchte darf selbst in Anbetracht des relativ großen Preises und der Tatsache das keine Disc-Version erschienen ist zuschlagen. Die Nörgler nörgeln lieber weiter über DLCs und vermeintliche Abzocke, andere genießen einfach den Charme vergangener Tage. Und die, die noch gar nicht die Möglichkeit hatten, Resident Evil 4 zu spielen, haben hier nun die perfekte Gelegenheit dies nachzuholen, denn dieses Spiel muss man einfach gespielt haben.

Pro

  • Resident Evil 4 nochmal erleben
  • eines der besten Spiele der letzten Gen
  • grandiose Bosskämpfe
  • große Gegnervielfalt
  • gleicher Umfang wie damals!
  • viel zum Freischalten
  • packende und dichte Atmosphäre
  • Erfolge und Trophäen zum Abstauben!

Kontra

  • grafisch kein großer Sprung von damals bis heute
  • Controllerwechseln anfangs gewöhnungsbedürftig
  • alte Schwächen immer noch vorhanden
  • nervige Ashley...

Unsere Bewertung

Grafik
 
70 %
Sound
 
90 %
Steuerung
 
80 %
Gameplay
 
80 %
Multiplayer
 
0 %
Spielspaß
 
40 %

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