Resident Evil 6 - Review / Test - insidegames

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Resident Evil 6 – Review / Test

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Veröffentlicht 9. Oktober 2012 | 20:29 Uhr von Sandra

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Ein englisches Sprichwort besagt „You never get a second chance to make a first impression” – zu Deutsch: “Man bekommt keine zweite Gelegenheit einen ersten Eindruck zu hinterlassen”. Das mag für bestimmte Bereiche durchaus zutreffend sein, im Falle von Resident Evil 6 jedoch hebeln wir dieses Sprichwort aus und bescheinigen vorab, dass wir einem offenbar geschönten ersten Eindruck erlegen sind … Aber wir besitzen ohne jeden Zweifel die Größe als auch den Anstand zuzugeben, dass wir einfach nur Menschen sind und wir gelegentlich dazu neigen den Irrweg zu beschreiten. Oder anders: Wenn wir einem Fehler auferlegen sind, geben wir das auch zu!

Toter Präsident, globaler Terror und der Ausnahmezustand
Einen guten Einstand in einem Spiel zu geben ist heute kein Hexenwerk mehr. Ein Blick in die reale Welt offenbart genügend Zündstoff, welcher sich hervorragend, garniert mit einem gehörigen Schuss Fiktion, in virtuell erdachte Welten umfunktionieren lässt. Wenn man dabei noch an die größte anzunehmende Katastrophe denkt, die – überspitzt – ein Großteil der Resident Evil 6 Käuferschicht treffen könnte, ganz genau, die US-Amerikaner bilden Erhebungen nach in den meisten Fällen die größte Abnehmergruppe, dann passt ein genau zwischen die Augen getroffener Präsident, der zuvor noch einem Zombie-Virus verfallen war, genau in dieses Schema – zumal ein ‚mal wieder‘ ermordeter Präsident Umfragen zufolge die größte Angst der Amis sei. Somit erscheint der Story-Auftakt von Resident Evil 6 ein wenig exaltiert, aber zweifelsfrei wirkungsvoll und sicher auch verkaufsfördernd – sinnt im besten Falle auch der im ländlich lebende Nirgendwo-Farmer danach das Landesoberhaupt, zumindest in einer Polygonen Welt zu rächen und der USA als auch damit verbunden dem Rest der Welt den Frieden wiederzugeben. Der Glaube ist doch wahrlich etwas Schönes …

Lassen wir also den Präsidenten dann mal in ewig virtuellem Frieden ruhen und werfen den Blick nach draußen: Und oh Schreck, da gibt es noch mehr Untote, im Fachjargon auch Zombies genannt, dazu J’avos, eine Art Zombie-Mutant, der zudem fix auf den Beinen ist, vereint unter eine großen Panik-Glocke. Furcht, Angst, Ausnahmezustand – fürchte deinen nächsten und Gott bewahre, dass man der nächste sein wird. Wie viel Fiktion und/oder Wahrheit ein Unternehmen wie die Neo-Umbrella Company darstellt, müsst ihr selbst entscheiden. Abwegig sind jedoch Versuche und in Folge dessen Kriegsführung mit Viren, Bakterien und Co. absolut nicht. Ergo ein zugegeben beängstigendes Szenario, welches Capcom hier geschaffen hat – nicht nur den gemeinen Amerikaner, der um seinen virtuellen toten Präsidenten trauert, sondern auch für alle anderen, die den sogenannten C-Virus (eine Mutation des ursprünglichen T-Virus, der bei seinen Opfer einen Form von Restintelligenz hinterlässt) fürchten müssen, denn dieser ist der Grund, da Menschen zu blutrünstigen Zombies mutieren.

Drei mal zwei ist sieben …
Resident Evil 6 Doch halt, Rettung naht – und das gleich dreifach, wer hätte das gedacht. Es gibt also viel zu tun: Patronengurt umgeschnallt, entsichern, durchladen und draufhalten auf alles was sich bewegt. In der US-Kleinstadt Tall Oaks machen sich der bekannte Cop und Personenschützer Leon S. Kennedy mit der neu ins Team gekommenen Helen Harper auf den Weg der Ursache des C-Virus (Chrysalid Virus) sowie seinem Ausbruch auf die Schliche zu kommen. Ergänzt werden die beiden von Sherry Birkin, Resident Evil Veteranen werden diese kleine, inzwischen erwachsen gewordene Damen sicher auch noch kennen, die in einem osteuropäischen Knast den Söldner Jake Muller befreit. Muller ist sowas wie eine Schlüsselfigur, trägt er ein mögliches Heilmittel in sich. Noch weiter im Osten, konkret in China, heften sich Chris Redfield, ebenfalls ein alter Bekannter sowie Piers Nivans an den Virus, bzw. seine Urheber, und das nicht nur um sie final dingfest zu machen. Ganz nebenbei gibt es auch ein Wiedersehen mit Ada Wong, die auch noch ihre Finger mit im Spiel hat. Aber wen zum Teufel interessiert das schon? Die Entwickler bei Capcom wohl am allerwenigsten, denn bei dem Versuch aus Resident Evil 6 einen Massentauglichen Horror-Gänsehaut-Survival-Kribbel-mit-ein-bisschen-viel-Action-Spiel zu basteln, ist ihnen schlicht das Ruder aus der Hand geschlagen. Weniger ist mehr und wir können nach gefühlten Ewigkeiten, die wir mit dem C-Virus und seinen Machenschaften zu tun hatten, leider nur bescheinigen, dass es ein sehr gewolltes Unterfangen geworden ist, jedoch weit davon entfernt die Zähne vor Furcht klappern zu lassen; Vielmehr leidet der Trigger-Finger an Ermüdungserscheinungen, da wir mit dem Zombie- und J’avo killen scheinbar nicht hinterher kommen.

Am Tag, als die Farbbänder und das Mini-Inventar starben
<<Traumsequenz>> Hach, was waren das Zeiten, als wir unschlüssig und mit aufgestellten Härchen im Nacken das Joypad zitternd in der Hand hielten und uns fast nicht getraut haben um die nächste Ecke zu schielen. Und da, eine Fensterfront … was ist, wenn da wieder Zombie-Hunde durchspringen und uns anfallen, womöglich lockt das auch Untote an? Was war das? Woher kam das Geräusch? Eine Tür … Gott sei Dank, eine Kiste mit einer Schreibmaschine daneben! Jubelschreiendes ja, es kann gespeichert werden und wichtige Kräuterrationen als auch wertvolle Munition können für später auf Reverse gelegt werden. Weiter geht es – Verdammt, zwei Statuen und wie soll ich hier schon wieder weitermachen? <<Ankunft Realität anno 2012>>

Resident Evil 6 Es scheint Ewigkeiten her zu sein, als die meisten von uns mit dem ersten Resident Evil, anno 1996 das Fürchten beigebracht bekommen haben. Okay, aus heutiger Sicht betrachtet verklärt man gerne die Dinge, stilisiert sie etwas hoch, beäugt sie verträumt, mit einem guten Schuss „good will der alten Zeiten wegen“ – aber dennoch ist der erste ReSi Teil, auch heute noch, ein gutes Beispiel dafür, wie man mit z.T. simplen Dingen, kleinen Effekten große Wirkungen erzielen und dem Spieler damit stundenlang Spaß bereiten kann, ohne das man gleich gehetzt und wie nach einem Marathon müde die Steuereinheit zur Seite legt, weil um sich Ballern das einzige ist, das getan werden muss. Gleichwohl im ersten Resident Evil Teil durchaus sehr witzige Momente enthalten sind als auch skurrile, oder sollten wir sagen sinnlose Dialoge?! Egal, Resident Evil hatte gesamt Charme und hielt uns mit Freude bei der Stange!

Wer also auf Puzzle steht, wieder mal ein Farbband in eine Schreibmaschine einsetzen möchte oder gar auf den Gänsehautschauer wartet, dürfte zumindest für letzteres in einer Geisterbahn auf dem Rummelplatz mehr Erfolg haben. Puzzle und Farbbänder bietet Resident Evil schon lange nicht mehr und auch der Grusel, Dinge, die an Horror erinnern, dem Genre Survival-Horror seinen Namen geben, glänzen mit Abwesenheit. Daran ändert sich auch nichts, dass die anfänglichen Szenarien mit Leon und Helena sowas wie „altes Flair“ aufkeimen lassen – jedoch nur um wenig später an der überladenen Action zu ersticken. Die zu lösenden Rätsel sind Kindergarten und die bei den anderen Teams vorhandenen Schleicheinsätze witzlos, die Fahrsequenzen ganz nett – ohne wäre es aber auch gegangen. Ansonsten kann zwischen den Teams jederzeit gewechselt werden, was aber zur Folge hat, dass man zum Anfang des jeweiligen Szenarios zurückgesetzt wird – ergo wieder vorne beginnt. Unterm Strich also ein eher unnützes Feature, da es keinen Vorteil bringt.

Durchs Level zittern mit Opa Leon, Tante Shelly und Onkel Chris
Man mag aus heutiger Sicht den ersten, alten Resi-Teilen vielleicht vorwerfen, dass sie träge sind/waren, aber es passte in die gesamte Gegebenheiten. Fast schon erschrecken, dass man bei Capcom dieses behände Verhalten insbesondere auf den Waffeneinsatz beibehalten hat, wenn auch verschlimmbessert. Wäre man seinem Stil treu geblieben, eher moderarte Spielgeschwindigkeit, dann passt auch das behäbige Waffenverhalten. Jedoch wurden die Gegner, speziell ab Teil Vier, sowie in Fünf als auch jetzt der sechste Part, immer schneller, die Knarren-Handhabe aber bleibt auf der Strecke. Auffällig ist jetzt vor allem, dass die Schusshand allein im Vergleich zum fünften Resident Evil Ableger unruhiger geworden ist. Der wichtige Zielpunkt eiert selbst bei absolut ruhiger Joypand-Hand unangenehm hin- und her, so dass z.B. überlebenswichtig platzierte Kopfschüsse beim Widersacher nicht angesetzt werden können oder alternativ gern mal ihr Ziel verfehlen.

Dem kann zumindest partiell im Verlauf des Spiels etwas abgeholfen werden, Skill/Fertigkeitspunkten sei Dank. Diese bekommt ihr für bestimmte, sehr gut erledigte Aufgaben und Handlungen. Die Skill-Punkte gelten auch als Zahlungsmittel, mit denen z.B. die Präzision, Schnellschuss und andere Fertigkeiten Stufenweise erhöht werden können. Der Nutzen jedoch ist fragwürdig, zumal die Balance alles andere als geglückt ist. Außerdem ärgerlich ist der Umstand, dass viele dieser Skills fast erst zum Ende des Spiels zum Einsatz gebracht werden können, da zu diesem Zeitpunkt erst die extrem hohen Kosten zur Stufenerweiterungen abgedeckt werden können.

In der Deckung prügelt sich’s im Zweifel besser
Resident Evil 6 Da Capcom nicht nur oberflächlich, sondern auf ganzer Linie dem guten alten Survival-Horror abgeschworen hat und ganz klar auf Baller-Action setzt, braucht es natürlich auch ein Deckungssystem. Wenn das nur nicht so kompliziert wäre! Sage und schreibe drei Tasten braucht es, um von der Deckung zu einem Schuss aus der selbigen zu kommen – na, wenn das mal keine Herausforderung ist, dann wissen wir auch nicht?! Am besten gleich die Waffe stecken lassen und den Nahkampf suchen, denn immerhin sind Leon, Chris oder Sherry in der Lage im Laufen ein paar Kugeln abzufeuern, seitwärts zu rollen, zu rutschen und damit auf den Zombie zuzugehen, um ihn dann ins virtuelle Nirwana zu schicken. Das im Laufen schießen klappt semiprächtig, spart euch lieber die Kugeln, Munition kann ab und an knapp werden, das ist glatt zum Sentimental werden, und nutzt stattdessen das erweiterte Bewegungsrepertoire der Charaktere. Aktionen und Moves, die an wild gewordene Wrestler erinnern, holen Zombies und Co. recht fix von ihren modernden Stumpen, setzt mit dem Messer Richtung Kopf nach und tretet selbigen mit einem gekonnten Tritt noch von den lumpigen Schultern – Mister Moder ist Geschichte. Bock mal so einen mutierten Gesellen die entstellte Fresse auf den Tisch zu kloppen? Nur zu, in Resident Evil 6 geht das – vorausgesetzt, der Zombie steht gerade vor einem Tisch. Ebenso könnt ihr auch Vorsprünge und Abhänge nutzen und die verseuchten Gesellen runter schubsen … oups, Zombie, warum fliegst du so schnell? Eure Charakter-Bewegungsoptionen sind, neben dem üblichen Verdächtigen, um z.B. über einen Abgrund zu springen, zu hangeln, sprinten oder Krabbeln ordentlich ausgefallen, zudem dank Ein-Tasten-Technik bequem auszuführen.

Abgerundet wird diese doch sehr vereinfachte Handhabe durch einen schnellen Zugriff auf das Inventar, in dem Waffen, Heilmittel und dergleichen auf ihren Einsatz warten. Verlaufen ist im Übrigen auch unmöglich und das nicht nur, weil die platte Story so hübsch gradlinig mit einem roten, jedoch total unwichtigen Faden versehen wurde, auch ein Kompass mit richtungsweisendem Pfeil sorgt dafür, dass ihr in keine Sackgasse rennt.

Wer hatte Spannung bestellt?
Ja, so ein wenig Nervenkitzel ist schon was Feines oder wie wäre es mit ein wenig Gefühl zu „was passiert als nächstes“?! Wer darauf steht, braucht nicht auf Resident Evil 6 zu hoffen. Das Wiedersehen mit bekannten Recken stellt schon das absolute Story-Highlight dar. Ansonsten dümpelt das Geschehen wie ein an Austrocknung leidender Gebirgsbach vor sich hin. Die Übergänge zwischen den verschiedenen Charaktersträngen sind holprig und deren jeweiliges erzählerisches Potential so gewinnend wie ein Trip unters Bett. Chris, Leon und Sherry betreiben so etwas wie Location-Hopping, so dass die grundlegende Idee der Story für Resident Evil 6 ad absurdum geführt wird und das gesamte Spektakel sowas wie einer Aneinanderreihung von verschiedenen Mehrspieler-Maps gleicht. Schwacher roter Faden eben! Die Absicht seitens Capcom war, dass der Spieler tun kann was er will und wann er es will – dabei wurde das Gerüst an dieser Stelle nur viel zu großzügig gestellt, Spannung, eine gute Erzählweise sowie Neugierde auf das was kommt schlüpfen durch die viel zu großen Lücken. Spielerische Stabilität? Fehlanzeige! Zumal die einzelnen Geschichten, sprich die Verläufe von Leon, Sherry und Chris so interessant gestrickt sind wie ein mottenzerfressener Norwegerpulli, zumal die Verflechtung in sich keinen Bestand haben und in den versuchten Übergängen massive Auflösungserscheinungen offenbaren. Ach, gehen wir doch mal schnell nen Kaffee holen, wird schon nichts passieren – Bingo!

Auch innerhalb der Kampagnen fehlen dicht gewobene Geflechte, die grundsätzlich in der Lage wären eine Geschichte zu tragen. Ein Wechsel aus Gewaltaction, minimalistischen Schleichetappen sowie uninspirierten, ja fast schon einschlaffördernden Abschnitten machen eben noch kein gutes Horror/Action-Spiel. Aber vielleicht eine Komödie? Nicht selten konnten wir uns das Schmunzeln nicht verkneifen, da wir z.B. mit Leon im U-Bahn Tunnel angsteinflößende Schatten an der Wand zu sehen bekommen und kurze Zeit später tanzen wir auf dem Friedhof mit Spaten schwingenden Zombies Ringelreihen. Spinnenartige Zombies, die einfach mal so Geiseln nehmen und diese auf ihren Rücken schnallen sind nicht dafür gemacht, dass wir sie retten. Nein, nein – ein Bosskampf, der fast wie aus dem Nichts kommt, zählt an der Stelle mehr. Nein, wir haben aufgegeben das verstehen zu wollen.

Das Auge isst mit – das Ohr nicht!
Resident Evil 6 Himmelhoch jauchzend zu Tode betrübt – Resident Evil 6 vereint beides auf ganz besondere Weise und bietet in Sachen Optik in diesem Spektrum eigentlich alles was man sehen, aber auch nicht sehen will. Coole Sache, dass mit Jake Muller das verschneite Gebirge aufgesucht wird – gleichsam sind jedoch Story und gebotene Umgebung so … ja, überzeugend wie eine Tagesschau von vor 20 Jahren. Zu dichtes Schneetreiben verhindert die Sicht, oder ist es doch nur das Kaschieren von technischen Unzulänglichkeiten? Das überlassen wir euch das zu beurteilen – uns jedenfalls gefällt es nicht, insbesondere dann nicht, wenn eigentlich genial wirkende fliegende Gegner wie aus dem Nichts von überall her kommen. Ach Frust, was haben wir dich mal wieder gerne …

Definitiv was fürs Auge ist z.B. der Gang mit Ada über den chinesischen Markt – top, da gibt es nichts zu meckern. Einer dieser wenigen Momente, da man sich mittedrin statt nur dabei fühlt. Genießt es, diese Gegebenheiten sind kostbar, rar gesät wie große Diamanten. Immerhin haben die Animationen aufgeholt, egal ob die spielbaren Charakter, die zudem mit den beschriebenen Move-Erweiterungen glänzen. Ebenso wirken die Zombies und J’avos smooth, elegant in ihrer Bewegung, auch wenn sie – zumindest manches Mal – ‚zum Fürchten aussehen‘. In doppelter Hinsicht ein Augenschmaus ist das Miterleben der Gegner-Mutationsstufen im Hafen von Lanshiang, die euch ein gar schönes, ganz eigenes – sagen wir – Feuerwerk präsentieren. Definitiv auch ein Genussmoment!

Wer seinerzeit die Playstation 2 Ableger von Resident Evil verpasst hat, sollte ganz besonders bei Chris‘ Verfolgungsjagd die Augen offen halten! Oder besser nicht – flackernde Objekte wie Leitplanken, dazu schwammige Texturen lassen die Augen fix überlaufen. Im direkten Vergleich mit den wunderschönen Szenen, u.a. auch der Abschnitt mit Ada im U-Boot, verlangt die Frage danach, was ist passiert Capcom? Es heißt, die zuständigen Teams haben häufiger mal gewechselt – das würde es zumindest mal im Ansatz erklären.

Ob man Leon z.B. mit deutscher Synchronstimme braucht? Beantwortet euch diese Frage am besten selbst – wir sind jedenfalls zu der Überzeugung gekommen, dass Leon in Englisch oder japanisch mit englischen Untertiteln immer noch am meisten überzeugt. Vor allem sind die jeweiligen Sprecher mit Intensität und Überzeugung dabei – der deutsche Leon-Sprecher macht eher den Eindruck, als habe er nebenbei noch ein Buch gelesen: Uninspiriert und wenig bei der Sache. Das gilt, nebenbei bemerkt, auch für die anderen zur deutschen Vertonung angetretenen Sprecher. Aber immerhin wollen wir nicht vergessen durchaus lobend zu erwähnen, dass Resident Evil 6 der erste Ableger ist, der eine komplett deutsche Synchronisation bekommen hat.

Unser Fazit

71 %

Schon Hamelt stand vor der alles entscheidenden Frage: Sein oder nicht sein? Wir wandeln das ab und stellen die Frage: Action oder nicht Action? Besser wäre vielleicht noch Action oder Horror? Ja, das trifft es! Schwer zu beantworten, denn Capcom hat einfach zu viel gewollt – dieser Eindruck ist bei uns zurück geblieben. Hoch ambitioniert ist man in den Fahrwassern von Teil 4, besonders aber Teil 5 gefahren und hat zwischendrin den Spielern von damals versprochen, sie bekommen ihr „Resident Evil“ wieder. Aber das kann nicht klappen, wenn man den Action-Pool zu sehr bzw. generell ins Zentrum der Entwicklungsarbeit schiebt. So blinzt nur noch an ganz wenigen Stellen durch, dass man aus Resident Evil 6 einen genialen Horror-Schinken in Polygonform hätte machen können, aber der Drang Action zu integrieren war offenbar stärker. Um Resident Evil 6 aber als Action-Kracher durchzuwinken, fehlt es wieder an eklatanten Stellen, so z.B. die nach wie vor zu träge, vor allem aber auch unruhige Steuerung. So ist am Ende ein halbgares Etwas entstanden, dass den nach wie vor zugkräftigen Namen Resident Evil trägt, aber im inneren weder Horror noch gut gemachte Action bietet. Resident Evil 6 ist einmal mehr der gewollte Versuch einen Hybriden zu schaffen, der die Brücke von 1996 nach 2012 schlägt und alte wie neue Spieler als große Fan-Heerschar hinter sich vereint. Unsere Bestandsaufnahme: Ziel eindeutig verfehlt ... und ja, wir haben uns von der Demo täuschen lassen. Tja, passiert ... und hiermit wieder gerade gerückt!

Pro

  • Recht ordentlicher Umfang
  • Partiell sehr schöne Locations
  • Passable Action
  • Wiedersehen mit alten Bekannten
  • Gesamt ordentlicher Umfang
  • Durchaus gelungene Animationen
  • Koop-Modus vorhanden + Multiplayer-Optionen

Kontra

  • Lange Ladezeiten vor allem vor und nach Zwischensequenzen
  • Fehlende Spannung
  • Sehr schwankende Grafik
  • Uninspirierte Synchronsprecher
  • Kein Horror mehr
  • Flache Story
  • Flatterhafte Erzählweise
  • Wenig überzeugende Fahrsequenzen

Unsere Bewertung

Grafik
 
69 %
Sound
 
65 %
Steuerung
 
73 %
Gameplay
 
75 %
Multiplayer
 
70 %
Spielspaß
 
72 %

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