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Resident Evil: Mercenaries 3D im Test

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Veröffentlicht 2. August 2011 | 20:00 Uhr von Marcel

Letzte Änderung 29. Februar 2012

Resident Evil Mercenaries Review Header

Capcom veröffentlichte vor wenigen Wochen Resident Evil: Mercenaries 3D für das neue Zugpferd von Nintendo. Im Vorfeld herrschte ein Riesentumult um das erste Resident Evil für den Nintendo 3DS. Der heftigste Grund war sicherlich die Tatsache, dass das Spiel es nicht erlaubt einen Spielstand zu löschen, was gar nicht gut in der Spielgemeinschaft aufgenommen wurde. Ob das Abenteuer doch eine Investition wert ist, wird sich in unserem Test zeigen.

Vom Wandel der Zeit ist auch die einstige Horrorserie Resident Evil betroffen. Vom reinrassigen Horrorspektakel bis hin zum beinharten Actionshooter oder kooperativen Action-Adventures wurde dem Spieler schon alles serviert. Capcom versucht das Actionprinzip weiter auszubauen und schickt den Spieler in dreissig harte Einsätze. Ursprünglich hat der Modus als nettes Minispielchen hingehalten und wird heute als Vollpreistitel vermarktet. Eine Story sucht der Spieler vergeblich. Stattdessen wird der Spieler von Einsatz zu Einsatz gehetzt, mit dem Ziel alle Gegner unter dem Zeitlimit zu töten, ohne nachvollziehbaren Hintergrund.

Wo alles begann..

Zu Beginn des Spiels müsst ihr euch für einen von vier Charakteren entscheiden. Im weiteren Spielverlauf stossen nach und nach weitere Recken zur vierköpfigen Bande dazu. In den ersten Tutorial-Einsätzen werden die Steuerung und das Spielprinzip genauer erläutert. Sobald alle wichtigen Grundkenntnisse vermitteln sind, geht es an bekannte Schauplätze aus Resident Evil 4 und 5, wo die knallharte Action wartet.

Bewaffnet mit Schusswaffen, Granaten und wichtigen Heilkräutern geht ihr auf die Jagd nach Gegnern um neue Highscores aufzustellen. Wer das Gefühl hat einen auf Rambo zu machen, wird keine grossen Highscores aufstellen können. Durch Nahkampfkills und Combos erhaltet ihr nicht nur zusätzliche Extrapunkte, sondern was viel wichtiger ist, es gibt zusätzliche Zeit auf euer Konto. Neben den ganzen Gegnerhorden ist die Zeit euer grösster Feind. Die rund 30 Einsätze unterliegen einem knallharten Zeitlimit. Durchs zerstören von Zeituhren und gezielten Nahkampfkills wird der Zeitsaldo ein wenig aufgestockt. Mehr Zeit bedeutet länger spielen, wodurch ihr noch mehr Gegner ins virtuelle Nirvana schicken könnt. Ist das Zeitlimit einmal abgelaufen, so erscheint ein abschliessender Bericht mit einer Gesamtbeurteilung für die gespielte Spielrunde.

.. und niemals endet..

Im weiteren Spielverlauf gesellen sich immer mehr Charaktere zum auswählbaren Repertoire dazu. Neben altbekannten Helden wie Chris Redfield und Jill Valentine sind die Recken Barry Burton, Rebecca Chambers, Claire Redfield oder die Antihelden Jack Krauser, Hunk und Albert Wesker mit von der Partie. Jeder dieser Charaktere besitzt sein eigenes Waffenpaket, was unterschiedliche Vor- und Nachteile mit sich bringt. Daraus resultieren folglich total verschiedene Herangehensweisen in den Einsätzen. Um noch mehr Abwechslung zu bieten (Ist das überhaupt möglich in einem Spiel wo es nur um Highscores und ballern geht?) ist es möglich seinem Lieblingscharakter bis zu drei Fähigkeiten mit auf den Weg zu geben. Trotz diesen Kleinigkeiten ist das Spiel in knappen fünf Stunden durchgespielt. Um den Spiel ein wenig Würze zu verpassen, haben die Entwickler über 100 sammelbare Erfolge in Medaillenform eingefügt.

Im Mehrspielermodus könnt ihr entweder lokal oder per Internet mit einem anderen Spieler gemeinsam auf Highscorejagd gehen. Wem das auf Dauer zu eintönig wird, kann eine eigene Partie mit eigends efinierten Regeln erstellen. Dummerweise unterstützt das Spiel keinen Voice-Chat, was eine Absprache mit eurem Gegenüber unmöglich macht und auch keinen Spielspass bereitet. Wenn wir gerade bei den negativen Aspekten sind. Wirkliche Neuerungen bietet „Resident Evil: Mercenaries 3D“ nicht wirklich, ausser das ihr neu aus der Bewegung heraus schiessen könnt. Die Szenarien sind allesamt bekannt aus Resident Evil 4 und 5.

…oder etwa doch?

Auch wenn Resident Evil: Mercenaries 3D“ inhaltlich eine pure Enttäuschung ist, wird dem Spieler ansehnliches Material fürs Auge geboten. Die Animationen der einzelnen Charaktere können mehrheitlich überzeugen, weisen aber auch ihre deutlichen Schwächen auf. Aus der Entfernung wirken die Gegnerhorden oftmals verpixelt und auch die Framerate wird bei höheren Gegneraufkommen regelmässig in die Knie gezwungen, was durch die hohe grafische Leistung noch knapp vertretbar ist. Natürlich greift auch Resident Evil: Mercenaries 3D auf das spezielle 3D Erlebnis zurück, was ein gutes Tiefengefühl vermittelt, aber keine Revolution darstellt.

Der Sound stellt das komplette Gegenstück der Grafik dar. Aus den Nintendo 3DS Lautsprechern dröhnen schaurige, blecherne Soundeffekte gepaart mit schrecklichen Waffengeräuschen.

Zugaben und Unnötiges

Für eingefleischte Resident Evil Fans dürfte die spielbare Demo zu Resident Evil: Revelations ein interessantes Schmankerl sein, die sogar von Anfang an spielbar ist. Erhofft aber nicht zu viel von der spielbaren Demo. Bereits nach Fünf Minuten ist das Spielerlebnis passé. Immerhin bietet die Demo einen guten Einblick was optisch in Resident Evil: Revelations auf den Spieler wartet.

Bereits am Anfang vom Testbericht bin ich kurz auf das Spielstand Problem eingegangen. Es ist effektiv so, dass nur ein Speicherstand verfügbar und nicht löschbar ist. Was sich ein Publisher mit einer solchen Aktion, ausser harschen Kritik und Boykott, verspricht ist mir schleierhaft.

Unser Fazit

60 %

Resident Evil: Mercenaries 3D ist ein Spiel, was sich nur an die eingefleischten Fans der Resident Evil Serie richtet. Mit Abstand das grösste Problem ist die nicht vorhandene Story und das Speicherproblem, was den Spieler überhaupt nicht motiviert die ganzen 30 Einsätze zu lösen. Für was auch? Wer löst schon gerne 30 Einsätze ohne jeglichen Zusammenhang? Die Liste der Mängel ist aber noch grösser. Ein kooperativer Onlinemodus ist zwar schön und nett, aber was bringt mir das, wenn ich mich nicht mit meinem Partner absprechen kann? Im Grunde genommen nichts, dann hätte auch ein stinknormaler Onlinemodus gereicht, wo man gegen einen anderen Spieler in einem Highscore Rennen antreten kann. Abgerundet wird das ganze von einem schrecklichen Sound. Immerhin spricht die Optik gute Bände und kann dem Augen ansprechendes Material liefern. Das richtige Resident Evil Highlight folgt hoffentlich im mit Resident Evil: Revelations.

Pro

  • Tolle Optik
  • Einfache Steuerung
  • viel freischaltbare Sachen

Kontra

  • Speicherstände nicht löschbar
  • schwacher Sound
  • Keine Neuerungen
  • altbekannte Schauplätze

Unsere Bewertung

Grafik
 
80 %
Sound
 
60 %
Steuerung
 
70 %
Gameplay
 
50 %
Multiplayer
 
50 %
Spielspaß
 
10 %

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Gründer von insidegames und PSN-Senioren als auch der Inhaber von Xbox-Senioren. Ein leidenschaftlicher Gamerscore- und Trophäen Sammler der vor (kaum) einem Spiel zurückschreckt. Nebenbei ein begeisterter Sport-Junkie und Serien-Liebhaber. Im Forum ist er als Frosch oder auf Google+ unterwegs.

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