Resident Evil: Revelations - Die PS3 Version im Test / Review - insidegames
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Resident Evil: Revelations – Die PS3 Version im Test / Review

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Veröffentlicht 6. Mai 2013 | 17:50 Uhr von Fabrice

Resident Evil Revelations -01

Anfang 2012 wurde Resident Evil: Revelations exklusiv für Nintendos 3DS veröffentlicht. Diese Handheld-Exklusivität sorgte für viele hochgezogene Augenbrauen, war es doch eine überraschende Wahl. Fast eineinhalb Jahre später können alle Survival-Horrorfans die keinen 3DS besitzen aufatmen. Revelations erscheint nämlich Ende Monat für PC, PS3, Wii U und Xbox 360.

Die 3DS-Version konnte viele Leute begeistern. Nachdem, besonders alteingessesene, Resident Evil Fans vom Spin-Off Operation Raccoon City und dem 6. Teil der Hauptserie eher enttäuscht wurden, darf man Revelations als frischen Wind bezeichnen. Es balancierrt zwischen den sehr actionorientierten, neuen Spielen und den eher gemächlichen ersten Teilen welche die Serie berühmt gemacht haben. Mit einer neuen, umfangreichen Kampagne, dem rollenspielartigen Raubzugsmodus und vielen Optimierungen für die Konsolen sowie den PC, könnte uns hier vielleicht ein echter Leckerbissen erwarten.

Das Ende des Paradies

In diesem Spin-Off übernehmen zwei ehemalige Protagonisten wieder die Hauptrollen, an der jeweiligen Seite von einem neuen Partner. Chris Redfield ist mit Jessica Sherawat unterwegs, während Jill Valentine mit Parker Luciani auf einer Mission unterwegs ist. Im Spielverlauf übernimmt man auch noch die Kontrolle über andere, bisher unbekannte Charaktere.

Terragrigia war eine schwimmende Stadt, selbstversorgend durch solare Energie und ein wunderschöner Ort zum Leben. Doch die Terror-Organisation Il Vetro führt einen Bio-Angriff auf die Stadt durch und lässt die monströsen Hunter durch die Stadt ziehen, welche alles in ihrem Weg vernichten. Als letzten Ausweg wird die komplette Stadt vernichtet, wie schon Raccoon City zuvor. Die Regierung glaubte das Il Vetro dabei komplett zerschlagen wurde.

Resident Evil Revelations -07 Einige Jahre später beweist sich das jedoch als falsch. Il Vetro ist noch immer aktiv und böser als je zuvor. Sie sind im Besitz des T-Abyss-Virus. Dieser kann etwa einen Fünftel des Wassers auf dem ganzen Planeten infizieren und alles das damit in Kontakt kommt, in groteske Monster verwandeln. Der Ausgang dieser Seuche scheint von einem verschollenen Kreuzfahrtschiff auszugehen, der Queen Zenobia. Die Agenten der B.S.A.A. Müssen heraus finden was auf dem Schiff los ist und versuchen Il Vetro aufzuhalten.

Die Geschichte fügt sich zwar in die übergreifende Story der Serie ein, funktioniert aber auch ganz für sich allein problemlos. Sie ist jedoch ziemlich abgefahren, verstrickt und vollgepackt mit alten sowie neuen Figuren, Organisationen, Gruppierungen und Monstern. Vorkenntnisse in diesen Bereichen sind nicht nur nett da Revelations das Resident Evil Universum erweitert, sondern auch weil es das Verständnis für diese eigene Geschichte deutlich vereinfacht. Die vielen Wendungen, Doppelagenten und Anspielungen machen die Story jedoch passend zur Serie und sehr unterhaltsam, wenn man denn auf die Resident Evil eigene Geschichte steht.

Action gemischt mit Atmosphäre

Glücklicherweise orientiert sich Resident Evil: Revelations eher an den Wurzeln der Serie, wobei es nicht auf die Vorteile von neueren Iterationen verzichtet. Man steuert seine Spielfigur aus der 3rd-Person Ansicht, kämpft sich durch verschiedene Areale und sammelt dabei eine Unzahl an Gegenständen ein. Der Action-Part nutzt dabei die gleichen Elemente, wie z.B. das letztjährige Resident Evil 6. Man kann also gleichzeitig laufen und zielen, was die Kämpfe dynamischer macht als in den älteren Teilen. Ausserdem ist die Queen Zenobia sehr ähnlich zu dem Herrenhaus aus dem allerersten Resident Evil. Es ist eine in sich geschlossene Umgebung. Doch am Anfang des Spiels hat man nur zu wenigen Räumen Zugang. Zuerst muss man im Spielverlauf Schlüssel sammeln um dadurch Zugang zum Rest des Schiffes zu erhalten. Das riesige Kreuzfahrtschiff bietet auch viele unterschiedliche Räume die es zu erkunden gibt. Ballsälle, Kabinen, ein Kasino oder ein Resident Evil Revelations -05 Schwimmbecken erwarten einen in der gut 10-stündigen Kampagne. Dabei kämpft man auf durch den T-Abyss-Virus mutierte Monster. Diese Fleischsäcke bewegen sich stakattoartig und sind schwer zu treffen. Leider ist die Abwechslung bei den Monstern nicht allzu gross. Auch die Bossgegner lassen sich meist mit der genau gleichen Strategie bezwingen. Die Partner welche einen begleiten, können nicht von einem menschlichen Spieler gesteuert werden. Das gute an diesen K.I. Partnern ist, das sie vollständig alleine handeln und nicht mit den eigenen Ressourcen ausgestattet werden müssen. Es ist also nicht so nervig wie in Resident Evil 5. Auf der anderen Seite ist die K.I. trotzdem eher hinderlich als hilfreich. Sie steht im Weg, schiesst selten und fügt den Gegnern kaum Schaden zu. Der einzige effektive Nutzen ist das man sie als Ablenkung für die Monster braucht, um selber ein freies Schussfeld zu haben um Schaden zuzufügen.

Doch nicht nur das erwartet einen. Neben den Abschnitten auf der Queen, spielt man auch Flashbacks in denen man in Terragrigia ist bevor es zerstört wurde oder man kämpft sich durch verschneite Höhlen in einem undefinierten europäischen Land. Dabei sind die Abschnitte in denen man auf der Queen Zenobia ist eher ruhig und nicht mit so vielen Gegnern gespickt, wobei die restlichen Abschnitte auf pure Action abzielen. Diese Mischung funktioniert überraschend gut.

Die Neuerungen für die Konsolenversion sind eher klein. Natürlich ist die Steuerung für den Controller angepasst und das HUD bietet einen direkten Blick auf eine Minimap. Ansonsten erwartet einen den höllischen Schwierigkeitsgrad. Monster sind zahlreicher, Ressourcen sind noch spärlicher und die Platzierung der Gegner ist zufällig generiert. Zudem erwartet einen, ein neuer Typ von Miniboss-Gegner welcher in der 3DS-Version nicht zu finden war. Zudem wird auf Touchscreen spezifische Aktionen wie verzichtet. Schrauben müssen nicht mehr von Hand herausgeschraubt werden, sondern werden automatisch in einer kurzen Zwischensequenz entfernt. Wer die 3DS-Version also schon in- und auswendig kennt, der wird hier nicht mit allzu viel mehr Inhalt verwöhnt.

Resident Evil meets RPG

Resident Evil Revelations -13 Neben der eigentlichen Kampagne bietet der Raubzugsmodus extrem viel Langzeitmotivation und Spielspass. In diesem Modus spielt man bestimmte Abschnitte aus der Kampagne und es geht schlicht und einfach darum Gegner zu erledigen und das Ende zu erreichen. Der Clou daran ist, das es sich sehr an einem klassischen Rollenspiel orientiert und die Action in den Vordergrund stellt. Gespielt werden kann alleine oder online mit einem Partner. Was wirklich Interessant daran ist, das es sich spielt wie ein Rollenspiel. Man wählt seinen Charakter, spielt Missionen und levelt dabei seine Figur und seine Waffen auf. Für abgeschlossene Missionen erhält man Erfahrungspunkte und Geld. Dadurch kann man sich im Shop neue Waffe und Upgrades für diese kaufen. Zusätzlich kann man für dieses Geld die Menge an Munition oder Heilitems erhöhen die man mitführen kann.

Der Raubzugsmodus ist unglaublich unterhaltsam, bietet massig Inhalt und kann viel Langzeitmotivation bieten. Die Mischung aus der gut gemachten Action und einem Rollenspiel funktioniert exzellent.

Vom Handheld zur Konsole

Technisch erkennt man die Wurzeln des Spiels ziemlich gut. Animationen sind nicht ganz so flüssig wie man es gewohnt ist und besonders die Texturen am Boden und teilweise in der Umgebung sind sehr flach und eher matschig. Dem gegenüber stehen gut gestaltete Charaktere und die wenigen verschiedenen, neuen Monster sehen erschreckend aus. Dadurch entfaltet sich, besonders auf der Queen Zenobia, viel Atmosphäre auch wenn es nicht wirklich besonders gruselig ist alles in allem.

Die deutsche Sprachausgabe hingegen ist eher mau. Besonders ungenügend fällt die Sprachausgabe von Parker aus. Der italienische Akzent ist furchtbar und allgemein scheint die Lippensynchronität nicht gegeben zu sein.

 

Unser Fazit

75 %

Mit Resident Evil: Revelations erwartet einen ein tolles Spiel. Einerseits gibt es eine unterhaltsame Kampagne mit gutem Umfang, auch wenn das Backtracking und die Ladezeiten teilweise doch etwas zu langatmig sind. Dazu kommt der Raubzugsmodus, ein faszinierender und gleichzeitig süchtigmachender Modus welcher stark an ein Rollenspiel erinnert. Technisch wurde die 3DS-Version deutlich aufpoliert, was besonders an den Charaktermodellen erkennbar ist. Doch speziell die Texturen von Böden und teilweise von den restlichen Umgebungen ist nicht so berauschend. Nichts desto trotz, wer Resident Evil: Revelations noch nicht auf dem Handheld gespielt hat, bekommt hier ein spannendes Abenteuer mit viel Umfang geboten.

Pro

  • Atmosphärische Kampagne
  • Gute Steuerung
  • Süchtig machender Raubzugsmodus
  • Waffenverbesserungen unterhaltsam
  • Viel Inhalt und Wiederspielwert
  • Spannende Geschichte

Kontra

  • Viel Backtracking
  • Lange Ladezeiten
  • Teilweise matschige Texturen
  • Raubzugsmodus alleine nicht ganz so toll
  • Durchschnittliche dt. Sprachausgabe
  • Unnützer Partner

Unsere Bewertung

Grafik
 
71 %
Sound
 
76 %
Steuerung
 
83 %
Gameplay
 
75 %
Multiplayer
 
83 %
Spielspaß
 
77 %

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Kommentare

  • X30 Niche sagt:

    Spiele es ab und an aufm 3DS weiter um es endlich zu beenden. Finds im Gegensatz zum 6ten Teil der Reihe auch ordentlich. Nur das “Ausweichen” wenn die Monster einen attackieren krieg ich nicht geregelt….

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