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Resistance 3 – Review

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Veröffentlicht 24. September 2011 | 18:43 Uhr von Keysjore

Letzte Änderung 3. Mai 2015

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Aliens schlachten, die Dritte. Mit Resistance 3 schickt uns Insomniac Games erneut auf der PlayStation 3 in den Guerilla-Krieg gegen die bösen Chimera. Neuer Protagonist, mehr Old-School-Elemente und ein abgespeckter Mehrspieler-Modus. Ob der dritte Teil an den Erfolg der Reihe anschließen kann, erfahrt ihr in der Review.

Joseph Capelli

Nachdem der Protagonist Nathan Hale im zweiten Teil immer mehr zum Alien mutierte, wurde er unvermeidlich von Joseph Capelli getötet. Und genau in diesen unfreiwilligen Helden des dritten Teils schlüpfen wir. Die Handlung findet drei Jahre nach Nathan Hales Tod statt, also im Jahr 1957. Immer noch kämpft die gesamte Menschheit verbittert gegen die Alieninvasion an. Die meisten Überlebenden befinden sich im Untergrund, so auch unser Mann Joseph mit seiner Familie. Als die Chimera immer tiefer in die Lager der Menschen dringen, wird für Joseph klar, dass er seinen Sohn und seine Frau nur retten kann, wenn er nach New York zieht, um eine Kälteperiode abzuwenden. Es beginnt ein Abenteuer, fast schon ein Road Trip, quer durch die ganze USA. Capelli schlüpft immer mehr in die Rolle des unfreiwilligen Helden. Es stellt sich heraus, dass er nicht nur nach persönlichen Gründen agieren muss, sondern einen wichtigen Teil zum Schicksal der Menschheit leisten wird.

Alles beim Alten

Im dritten Teil bleibt die Erzählung der Marke treu: Anti-Held findet sich mit seinem Schicksal ab und kämpft gegen die bösen Außerirdischen. Dabei bleibt Insomniac Games nicht sonderlich kreativ, dennoch wird eine düster und bedrohliche Stimmung erzeugt, die fast bis zum Ende durchhalten kann. Leider merkt man schon ab ca. der Hälfte des Spiels das die Geschichte stark abschwächt und der Funke zur Glaubwürdigkeit fehlt. Der Plot wird immerhin durch allerhand stimmungsvollen Zwischensequenzen vorangetrieben. Leider selten lippensynchron, was der Atmosphäre einen kleinen Seitenhieb verpasst. Wer mehr über die Welt von Resistance und die Invasion Amerikas erfahren will, findet im gesamten Spiel überall kleine Notizbücher verteilt, die ordentlich Stoff zum lesen bieten. Auch eine offene Fragen, bekommen im dritten Teil ihre Antworten zugeteilt.

Ein klassischer Shooter

Die Resistance-Reihe steht für klassische Ego-Shootertum. Anders wie in den modernen Shootern von heute, kann man mehr als nur zwei Waffen mit sich rumtragen und auch die Lebensanzeige füllt sich nicht wieder nach und nach auf. Im Gegensatz zu Resistance 2, macht der dritte Teil einen Schritt zurück und greift die Old-School-Elemente des ersten Teils, sowie die des PSP-Ablegers, erneut auf. Das außergewöhnliche Waffenarsenal von besteht aus einigen neuen Wummen, sowie altbekannte Modelle. Neben dem Bullseye oder Markman aus Resistance 2, führt Entwickler Insomniac Games den Atomisierer ein. Eine mächtige Waffe, die den Feind mit tödlichen Stromschlägen beschießt und ihn kurzer Hand ins Land der ewigen Jagdgründe befördert. Aus der Deckung gehen und wild in die Gegend ballern? Nicht bei Resistance 3. Jeder Schritt muss überlegt sein, da man darauf angewiesen ist, die strategisch plazierten Healthpacks zu erreichen. Man muss ständig in Bewegung bleiben, von Ecke zu Ecke sprinten und darauf hoffen, dass der nächste erlegte Gegner ein begehrtes Medikit fallen lässt. Das alles führt dazu, dass sich Resistance 3 komplett anders spielt als aktuelle Genre-Kollegen. Das Ausweichen, schnelle und präzise Angriffe sowie ein wenig Taktik, sind eine erfrischende Abwechslung vom Einheitsbrei. Zwar spielt sich das Gameplay wie aus dem Jahre 99, aber man darf Resistance 3 bei weitem nicht vorwerfen, dass es veraltet sei. Ein modernes Deckungsystem und das actionreiche Vorantreiben der Missionen durch imposante Skriptsequenzen, erinnert an Titel wie Gears of War 3 oder die Call of Duty-Reihe.
Die Missionen sind abwechslungsreich gestaltet. Neben den wilden Schusswechseln in den Dörfern oder New York gibt es auch Abschnitte, durch dreckige Minentunnel, düstere Wälder mit Sniper-Einheiten, Boot-Touren mit gigantischen Gegnerwellen. Besonders die großartigen Bosskämpfe zeichnen das Resistance-Franchise aus: Übergroße Monster, Kampfschiffe oder beladene Transporter, lassen es richtig krachen. Dabei zeigen sich auch die Gegner immer wieder von einer anderen Seite: Die sogenannten Grims greifen im wilden Blutrausch euch im Nahkampf an ohne Rücksicht auf Artgenossen oder die organisierten Chimera-Einheiten, die clever das Deckungssystem nutzen und den Spieler in spannende Feuergefechte verwickeln. Freunde von Rätseleinlagen werden zwar nicht auf ihre Kosten kommen, dafür ist jeder Levelabschnitt einzigartig und bietet das richtige Maß an Abwechslung.

Weniger ist Mehr?

Etwas schmerzhaft ist die Abspeckung des ansonsten recht umfangreichen Mehrspielers. Wärend man sich im Koop-Modus einst mit acht Spielern durch die Alienreihen schlagen konnte, sind jetzt nur noch zwei Spieler möglich. Auch der gigantische Mehrspieler, der bis zu 60 Mann erlaubte, wurde eingeschrumpft auf klassische 16 Spieler. Zwar mindert die Beschneidung das Chaos im Versus-Modi, dafür wirken die Schlachten leider weniger episch und actionreich. Auch die Verbindungsprobleme aus dem Vorgänger sind Geschichte, die kleinen Schlachten weisen nur selten Lags auf und einer rasanten Partie steht somit nichts mehr im Weg. Richtig Neues fehtl: Deathmatch und Teamdeathmacht, zeigen sich klassisch ohne markante Besonderheiten und auch das Kümmern um Zielpunkte fällt ähnlich aus zum Vorgänger.”Manöver”, “Durchbruch” sowie “Kettenreaktion”, runden das Mehrspielerpaket ab.
Und wie es heutzutage fast schon Pflicht ist, steigt man nach und nach im Level auf und schaltet neue Upgrades, Waffen und Funktionen frei. Wie z.B. der pfiffige Doppelgänger, der den Feind täuschen kann oder verbesserte Munition für den nötigen Durchschlag. Die Möglichkeiten sind zahlreich, das Levelsystem motiviert und ist gut durchdacht. Genauso wie die breite Spanne an Mehrspielerkarten. Diese bieten nicht nur optisch Abwechslung, sondern weisen alle in den unterschiedlichen Spielmodi ein individuelles Spielgefühl auf.
Alle die den Online-Modus von Resistance 3 nicht verpassen wollen, müssen im Besitz eines Network-Pass sein. Sonys Pass unterscheidet sich nicht von den Modellen der anderen Publisher. Wer online zocken will, muss den dabei liegenden Pass aktivieren. Gebrauchtkäufer können diesen nachträglich für 10€ erwerben.

Ganz viel BOOM!

Technisch macht Resistance 3 einen Schritt in die richtige Richtung. Zwar kann auch der dritte Teil mit Genregrößen wie Killzone 3 nicht mithalten, weist aber dennoch im Gegenzug zu seinen Vorgängern einiges an Verbesserungen auf. Die Welt wirkt authentischer und detailfreudiger, karge Levelabschnitte, wie man sie noch aus Teil eins kennt, gibt es nur noch selten. Erst bei genauen Hinsehen erkennt man das einige Texturen etwas matschig sind. Auch die Animationen wirken häufig steif und entfremdend, besonders in den InGame-Zwischensequenzen bekommt man die angestaubte Technik zu spüren. Trotz allem schafft Resistance 3 es viele „Aha“-Momente zu kreieren, die prägnant im Gedächtnis bleiben. Etwas zu bemängeln ist die eintönige Farbgestalltung: Braune Städte, unter einem braunen Himmel werden von braunen Aliens angegriffen, die wiederum von Menschen in brauner Kleidung mit braunen Waffen gerettet werden. Ganz schön viel Braun, und auch sonst bleibt die Farbgestallung häufig gleich. Dafür leistet sich das Spiel auch keine größeren Fehler, wie Tearing, Pop-Ups oder andere Clipping-Probleme.
Die geheimen Stars in Resistance 3 sind definitiv die Waffen, nicht nur wegen ihrer Außgefallenheit und Vielfallt, sondern in erster Linie wegen dem hervorragenden Waffensound. Krachende Explosionen und das wuchtige Dröhnen der Waffen untermalen die actiongeladenen Schlachten. Die orchestralen Klänge, die den Hintergrund-Sound bilden, kommen eher passiv zur Geltung und runden die düstere Stimmung ab. Die deutsche Sprachausgabe macht einen sehr guten Job, schade nur, um das häufige Fehlen von Lippensynchronität. Die Ladezeiten sind im Spiel selten und auffallend kurz. Dafür muss das Spiel aber auf die Festplatte installiert werden und ein ziemlich großer Release-Patch gezogen werden. Bis Resistance 3 also in die Gänge kommt, muss man Rund 20min beim ersten Start einplanen.

Unser Fazit

85 %

Resistance 3 ist deutlich der beste Teil der Serie. Ich finde es gut, dass Insomniac Games sich nicht beirren lässt und der Old-School-Marke treubleibt. Wer eine ruhige Kugel schieben will, ist bei Resistance 3 100% an der falschen Adresse. Denn selbst auf "Leicht" muss der Spieler bedacht durch die Missionen sich kämpfen, wird aber auch immer fair behandelt. Die schwächen der etwas flachen Geschichte und Charaktere, wird durch dauer Action ausgeglichen. Noch nie gab es in einem Resistance-Spiel so viel zu sehen: Abwechslungsreiche Schauplätze, derbe Bosskämpfe und neue Waffen mit denen man es so richtig krachen lassen kann. Einwenig schade finde ich das abspecken des Mehrspieler-Modus, besonders einen 8-Spieler-Koop-Modus, findet man nicht alle Tage. Insomniac Games macht mit seinem dritten Teil fast alles richtig. Und jeder PlayStation 3-Besitzer der auf Shooter steht, kann bedenkenlos zugreifen.

Pro

  • düstere, passende Stimmung
  • bleibt der Geschichte treu
  • mehr Abwechslung im Gameplay
  • unterschiedliche Settings
  • fette Bosskämpfe
  • ein moderner Old-School-Shooter
  • clevere KI-Gegner
  • verbesserte Steuerung
  • fair verteiltes Munitions- und Lebensystem
  • optional 3D und PlayStation Move
  • stimmiger Soundtrack
  • passende deutsche Sprecher
  • spaßiger Koop-Modus
  • Multiplayer mit Rang- und Aufstiegssystem

Kontra

  • schwache Spannungskurve
  • Story und Atmosphäre bauen zum Ende ab
  • schwache und matchige Texturen
  • viel zu viel Braun!
  • deutsche Sprachausgabe nicht lippensynchron
  • einige Bugs
  • manche Waffen sind überflüssig
  • weniger Spieler für Koop
  • Mehrspieler nur noch für 16 Spieler
  • abgespeckter Mehrspielerumfang

Unsere Bewertung

Grafik
 
70 %
Sound
 
80 %
Steuerung
 
80 %
Gameplay
 
70 %
Multiplayer
 
80 %
Spielspaß
 
88 %

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