insidegames

Riptide GP: Renegade – Test / Review

Direkt zum Fazit springen

Veröffentlicht 27. Februar 2017 | 19:32 Uhr von Fabrice

Riptide-GP-Renegade-KeyArt

Das tolle an Rennspielen ist, dass es sie in allen Variationen und für fast jeden Geschmack gibt. Für Speedfreaks oder Simulationsliebhaber. Mit vier Rädern, zwei Flügeln oder futuristischen Schwebern. Fast schon sträflich wird jeglicher Wasserrennsport vernachlässigt. Es gibt bekannte Vertreter wie Hydro Thunder und das fast schon legendäre Wave Race 64. Aktuell sind Rennspiele auf dem Wasser jedoch eher Mangelware. Diese Nische haben sich Vector Unit (welche auch schon für das erwähnte Hydro Thunder verantwortlich waren) mit ihrer Riptide GP Serie beansprucht. Der neuste Ableger Riptide GP Renegade ist jetzt für Xbox One erhältlich, wo wir uns den kurzweiligen Racer genau angeschaut haben.

Wer eines der vorangegangenen Riptides gespielt hat und sich dabei dachte, was hier fehlt ist eine Story, der wird mit Riptide GP: Renegade glücklich werden. Diese Zahl tendiert sehr wahrscheinlich gegen Null und trotzdem gibt es im Karrieremodus eine Geschichte. Sie dreht sich um rivalisierende Fahrer im GP. Diese müssen sich zusammentun, damit sie gemeinsam den fiesen Champion der Meisterschaft stürzen können, bevor dieser anderen Fahrern schaden kann. Diese Story, erzählt durch Dialogen zwischen den Fahrern in Textform, ist so belanglos wie überflüssig. Es ist zwar eine tolle Idee die umfangreiche Karriere aufzulockern, leider ging dieser Versuch ziemlich in die Hose. Immerhin lassen sich alle Gespräche schnell überspringen.

riptide-gp-renegade-screenshot-01

Im Kern stehen jedoch die Rennevents. Zur Auswahl stehen normalen Rennen mit bis zu sieben anderen Fahrern. Ausscheidungen in welchem in regelmäßigen Intervallen der letzt platzierte Fahrer ausscheidet. Slaloms in welchen man schnellstmöglich eine Runde abschließen muss, während man auf der richtigen Seite von farbigen Bojen durchfahren muss. Im Freestyle müssen in kürzester Zeit möglichst viele, möglichst abwechslungsreiche Tricks ausgeführt werden.

Diese Events sind im Großen und Ganzen abwechslungsreich genug, auch wenn die Ausscheidungsrennen eigentlich ganz normale Rennen in einem anderen Gewand sind. Etwas kritischer wird es bei der Streckenauswahl. Zur Auswahl stehen nur neun Tracks. Optisch unterscheiden sie sich zwar stark, spielerisch schwankt die Qualität aber.

Wo Riptide GP: Renegade punkten kann, ist beim Fahrgefühl. Die nicht gerade stromlinienförmigen Gefährte haben ein fühlbares Gewicht. Sie tauchen nach Sprüngen ab, fühlen sich in Kurven wuchtig an und erreichen dennoch wahnwitzige Geschwindigkeiten. Gepaart wird dies mit einer sehr arcadigen und direkten Steuerung. Selbst bei hohem Tempo kann man ohne großen Geschwindigkeitsverlust durch Kurven düsen und mit geschickten Turboeinsatz, kann man seine Kontrahenten Spritzwasser schlucken lassen. Es macht richtig Bock seine Maschine an ihre Grenzen zu bringen und im Höchsttempo Rund- oder Sprintrennen zu absolvieren.

riptide-gp-renegade-screenshot-02

Für weitere Motivation sorgen Upgrades für die Wasserfahrzeuge. Jeder Eventabschluss, ob als Sieger oder auf einem der restlichen Plätze, bringt einem Geld aufs Konto. Damit kann der Topspeed, die Beschleunigung, das Handling und der Boost verbessert werden. Dadurch fühlen sich auch verlorene Rennen nicht wie Zeitverschwendung an. Jeder Abschluss bringt eine näher ans nächste Upgrade, welches wiederum die Siegchancen erhöht. Teilweise ist das leider bitter nötig, denn die KI spielt mit unfairen Mitteln. Schafft man es in einem Rennen an die Spitze, muss man damit rechnen, bis ins Ziel kaum Vorsprung herauszufahren. Es ist egal wie gut man fährt, der Gummizug ist omnipräsent. Fast noch nerviger sind die Fahrer der Polizei die auf einigen Strecken auftauchen. Sie versperren den Weg oder rammen einen bis man einen Unfall baut. Das ist umso frustrierender, weil ihnen alle anderen Fahrer völlig egal sind. Sie konzentrieren sich einzig und alleine auf den Spieler und der Rest des Feldes kann unbehelligt weiterfahren.

Neben der Karriere mit einer Vielzahl an immer schwerer werdenden Events, können im Time Trial die Strecken ohne direkte Konkurrenz gefahren werden. Wem es alleine zu langweilig ist, kann online oder im Mehrspielermodus mit bis zu drei Mitspielern über die Wellen reiten. An Inhalt und Umfang mangelt es nicht.

riptide-gp-renegade-screenshot-03

 

Unser Fazit

70 %

Der neuste Teil der Riptide GP Serie hat einige auffällige Schwächen. Es macht aber dank viel Content und einem exzellenten Fahrgefühl richtig viel Spass. Wenn man mit einem Affenzahn übers Wasser brettert, lassen sich die mässige KI und vielleicht nicht ganz gelungene Strecken gut verschmerzen.

Pro

  • + simple und direkte Steuerung
  • + sehr gutes Fahrgefühl
  • + äusserst umfangreich

Kontra

  • - überflüssige Story
  • - Gummizugeffekt
  • - unfaire KI

Unsere Bewertung

Grafik
 
63 %
Sound
 
44 %
Steuerung
 
81 %
Gameplay
 
80 %
Multiplayer
 
72 %
Spielspaß
 
85 %

- ANZEIGE -


Tags:

Weitere News und Spiele zum Thema

Im Forum als MrNice oder auf Google+ unterwegs.

Kommentare

Hinterlasse eine Antwort

Erfolge Trophy Leitfaden Keyword-Wolke:


Es ist noch kein Keyword vorhanden

- ANZEIGE -


*