Rise of Nightmares - Review - insidegames
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Rise of Nightmares – Review

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Veröffentlicht 22. September 2011 | 10:28 Uhr von Kevin

Letzte Änderung 28. Februar 2012

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Bisher konnte man mit Kinect nur tanzen, Katzen streicheln und Früchte zerhacken. Es gab bis jetzt kein wirkliches Core-Game im Kinect Lager. Das will SEGA nun mit „Rise of Nightmares“, dem ersten Spiel im Horror Genre für Kinect, ändern. Ob es SEGA gelingt Kinect ein neues Gesicht zu verleihen erfahrt ihr hier im Test.

Lass den Albtraum beginnen…

Die Story des Spiels ähnelt der eines B-Movie. Man spielt einen aus Amerika stammenden Touristen der mit seiner Freundin Urlaub in Osteuropa machen will. Wenn die Hauptstory anfängt findet man sich in einem leicht heruntergekommenen Zug wieder. Dort wird der Held von seiner Freundin fertig gemacht, da er etwas zu viel Alkohol hatte und wird dann von ihr allein gelassen. Nachdem er von der Zugtoilette(wenn man es nennen kann) auf seinen Platz zurückkehrt findet er einen Zettel der von seiner Freundin geschrieben ist. Sie will sich wieder mit ihm versöhnen und möchte ihn im Speisewagen treffen. Der Held wartet auch nicht länger und macht sich auf die Socken. Und wie sollte es anders sein muss man erst gefühlte 20 Waggons durchqueren um anzukommen. Auf dem Weg trifft er 2 russische Balletttänzerinnen, eine hübsche Sekretärin, 4 deutsche mit Hang zum kiffen und eine Wahrsagerin. Bei dieser Wahrsagerin macht der Held auch seinen ersten Stopp. Diese sagt ihm unter anderem eine rosige Zukunft mit seiner Freundin voraus, wenn er seine Alkoholsucht besiegt. Dann kommt aber eine nicht sehr erfreulich Karte die mitteilt dass das Böse ihn holen wird… und das vielleicht schon eher als er sich wünscht. Nach einem langen Weg kommt er dann auch endlich im Speisewagen an. Voller Hoffnung jetzt mit seiner Freundin reden zu können, sieht er sie nur mit einem fremden Mann in den nächsten Waggon laufen. Als er dann gerade in den nächsten Waggon will kommt auch schon der Schreckmoment auf die Spieler zu. Die Freundin des Helden wird von einem nicht ganz so sympathischen Zeitgenossen entführt den man auch schon im sehr ausführlichen Tutorial kennengelernt hat. Dieser bringt dann noch den Zug zum entgleisen und hofft höchstwahrscheinlich das ihm niemand folgt… oder will er genau das? Man weiß es nicht, auf jeden Fall fängt an dieser Stelle ein unfassbar schreckliche Tour durch Rumänien für alle Überlebenden an. Ein kurzer Trip für manche… Im Tutorial spielt man übrigens zwei der deutschen die vermutlich auch irgendwo auf dieser Höllenreise vom nicht ganz so netten Mann aufgelesen werden. Aber mal ehrlich! Wer hätte auch gedacht dass der Held gemütlich zum Speisewagen läuft, sich mit seiner Freundin verträgt und die beiden darauf hin einen gemütlichen Urlaub haben? Niemand! Welcome to your biggest Nightmare…

Kinect-Game mit Core-Steuerung?

Nach einem kurzen Fußmarsch durch einen Wald kommen die Überlebenden zu einem Vorgarten in Form eines Friedhofs. Eine der Damen geht auch gleich mal blindlings in die erstbeste Tür. Die anderen, der eigene Charakter eingeschlossen, versammel sich an einem Feuer und besprechen das weitere Vorgehen, als auf einmal ein Schrei ertönt. Und wer ist der Auserwählte der nachschauen darf wo der Schrei herkommt? Genau, man selbst darf also durch die erwähnte Tür in ein Kellergewölbe eintreten. Auf dem Weg nach unten kommt man schon an einer Menge Totenköpfe vorbei. Unten angekommen sieht man neben der Frau von der der Schrei ausging ein paar Tische auf denen Leichen liegen. Auch gibt es dort unten die ersten Waffen zum anfassen. Nähert man sich dann einer separat liegenden Leiche geht sie auf einen los und man muss sie mit einer „Schubs-Bewegung“ abschütteln und kann dann, indem man die Hände in Boxstellung nimmt, mit Schlagbewegungen auf die Monster einschlagen. Interessant hierbei ist, dass wenn man zum Beispiel eine Machete hat und von links nach rechts schlägt, dies auch im Spiel genauso passiert und man somit den Monstern den Kopf abschlagen kann. Hält man hingegen einen stumpfen Gegenstand, wie die Eisenstange, in den Händen, so schlägt man besser von oben nach unten um den Widersachern den Schädel einzuschlagen. Blocken kann man, indem man sich die Fäuste vor’s Gesicht hält. Mit den Gore-Effekten, also dem Abtrennen von Körperteilen, wurde im Spiel kein wenig gespart, die Köpfe, Arme und Beine flattern einem nur so um die Ohren und auch das Blut kommt wie aus Eimern gegossen. Sehr vielseitig ist das Waffenarsenal ausgefallen. Man findet an fast jeder Ecke eine neue Waffe von einfachen Messern, Skalpellen und Schlagringen über Kettensägen, Katanas und Elektro-Handschuhen bis hin zu Waffen die ihr direkt von Gegnern bekommt wenn ihr ihnen den Arm abhackt.

Wenn man an Kinect-Spiele denkt, denkt man ganz sicher nicht an Bewegungsfreiheit. Aber erstmals in einem solchen Spiel gibt es eine komplett offene Welt und man wird nicht wie auf Schienen zum nächsten Ziel bewegt. Die Kamera wird per Schulterschwenk nach links und rechts bewegt. Hat man sich dann in die richtige Position gebracht kann man, indem man wie bei einem Schritt einen Fuß nach vorne setzt, anfangen zu laufen. Die gleiche Geschichte gilt übrigens beim rückwärts laufen, nur das man hier einen Fuß nach hinten setzen muss. Auffallend ist auch das die Monster im Spiel einen immer nur nacheinander angreifen und nicht zu fünft auf einen losgehen. Das wäre auch ziemlich schlecht, denn man könnte sich gar nicht so schnell umsehen um alle Gegner gleichzeitig zu bearbeiten. Für alle die zu faul sind ihren Fuß zu bewegen oder die Schultern zu schwenken gibt es übrigens auch die Möglichkeit eine „On-Rail“ Funktion einzuschalten. Dafür hält man einfach den rechten am nach oben und schon läuft der Held automatisch zum nächsten Ziel. Dies ist aber nur wenig empfehlenswert da man so auf dem Weg sämtliche Waffen und Gegenstände vergisst. Auch sonst gibt es noch viele Kleinigkeiten die die Entwickler eingebaut haben. Am nennenswertesten sind dabei wohl die vielen Quick-Time Events wenn man sich etwa die Ohren zuhalten muss oder sich ducken muss um unter Hindernissen durchzukriechen. Ein weiteres, nettes, kleines Gimmick ist, dass man wenn man auf Türen zugeht und diese öffnen will, das auch mit einem Tritt machen kann.

Sind Grafik und Sound ein Albtraum?

Optisch reißt Rise of Nightmares ganz bestimmt keine Bäume aus. Es ist eines der wenigen Spiele das nicht versucht mit einem niedlichen, comichaften Stil zu beeindrucken. Leider ist es SEGA nicht gelungen eine schöne realistische Grafik auf den Bildschirm zu zaubern. Die Texturen sind sehr schwammig, an Personen und der Umgebung sind kaum Details zu erkennen und Effekte wie elektrisiertes Wasser sehen ziemlich amateurhaft aus. Das Leveldesign wirkt über weite Strecken eintönig und langweilig. Man geht immer wieder Gänge entlang die sich untereinander sehr ähneln. Positiv anzumerken ist der grobkörnige Filter den man über das Spiel gelegt hat, denn so fühlt man sich mitten in einen B-Horror Movie hineinversetzt. Teilweise könnte man sich aber auch garkeinen anderen Grafikstil für das Spiel vorstellen, denn alles passt perfekt zusammen und erzeugt so die passende Atmosphäre. Soundtechnisch hat das Spiel seine Höhen und Tiefen.

Schon wenn man das Spiel zum ersten Mal startet überflutet es einen mit Gänsehaut. Der Soundtrack im Spiel ist so stimmig das es schon fast erschreckend ist. Die Synchronisation der Figuren ist über weite Strecken schrecklich. Die Konversationen stimmen meist nicht im Geringsten mit den Lippenbewegungen überein und etwa die deutschen die man im Spiel antrifft sprechen ein sehr gebrochenes Deutsch, denn handelt sich bei Synchronsprechern höchstwahrscheinlich nicht einmal um Deutsche. Was Soundeffekte angeht weiß das Spiel zu überzeugen. Aus jeder Ecke und jedem kleinsten Gang tönt das Schluchzen und Stöhnen der Monster hervor, man hört jedes knacksen wenn man läuft und auch der Sound den es gibt wenn man die Monster mit einer Kettensäge zerstückelt kommt sehr gut an.

Unser Fazit

80 %

Mit Rise of Nightmares bringt SEGA das erste Kinect-Spiel das wirklich nur Erwachsene spielen sollten. Von sehr viel Gore-Effekten bis hin zu literweise umher spritzenden Blut, ist hier nichts für die unschuldigen Augen eines Kindes gedacht. Und genau das ist es wonach so viele Kinect-Spieler geschrien haben. Rise of Nightmare ist das bisher beste Beispiel wie die Bewegungssteuerung genutzt werden sollte. Leider kann das Spiel in Sachen Grafik und Story nicht groß auftrumpfen, denn detailarme Menschen, immer wieder gleich aussehende Areale und eine Story wie es sie in jedem zweiten Trash Film gibt sind hier an der Tagesordnung. Hier kommen mit dem Sound aber auch schon wieder guten Seiten. Ein atmosphärischer Soundtrack, gelungene Effekte und realistische Waffensounds versüßen einem den Spielspaß. Im Großen und Ganzen kann man jedem, der auch nur ein bisschen was mit Kinect zu tun hat, dieses Spiel empfehlen.

Pro

  • Open World
  • Große Waffenvielfalt
  • Viel Blut...
  • Lange Kampagne
  • Beste Kinect-Steuerung
  • Sehr gute Erkennung durch Kinect
  • Coole Quick-Time Events
  • Atmosphärischer Soundtrack
  • Cooler Grafik-Filter
  • Trash-Horror Feeling
  • Nimmt sich selbst nicht ernst
  • Kreatives Gegnerdesign
  • Automatisch-Laufen Funktion
  • Cooles Tutorial

Kontra

  • Auf Dauer eintönige Kämpfe
  • Veraltete Grafik
  • Wenig Details
  • Schlechte Synchronsprecher
  • Bewegungen werden gelgentlich nicht richtig erkannt
  • Langweiliges Level-Design
  • Seltend wirklich spannend

Unsere Bewertung

Grafik
 
60 %
Sound
 
70 %
Steuerung
 
70 %
Gameplay
 
80 %
Multiplayer
 
0 %
Spielspaß
 
60 %

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