Rise of the Tomb Raider - Test / Review - insidegames

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Rise of the Tomb Raider – Test / Review

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Veröffentlicht 9. November 2015 | 8:18 Uhr von Fabrice

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Was passiert, wenn man ein gutes Spiel nimmt, auf Kritik hört und diese im Nachfolger auch gezielt angeht? So etwas wie Rise of the Tomb Raider passiert! Crystal Dynamics haben ihr erfolgreiches Tomb Raider Reboot aus dem Jahr 2013 genommen und konsequent auf dessen Gerüst aufgebaut. Der Mehrspielermodus wurde komplett gestrichen, ein Crafting System wurde eingeführt und auch sonst wurde an allen Ecken geschraubt und getüftelt. Was davon funktioniert und was nicht erfahrt ihr in unserem Xbox One Test!

Wie der Vater so die Tochter

Lara Croft ist nicht grundlos eine außergewöhnliche Archäologin geworden. Schon ihr Vater war in diesem Feld tätig. Dir Archäologie wurde sogar zu seinem Verhängnis. Vor seinem jähen Ende suchte er nach der Göttlichen Quelle. Ein Artefakt das ewiges Leben verspricht. Die Suche nach dem Artefakt führte, womöglich sogar durch Fremdeinwirkung, zum Ableben von Lord Croft. Lara, seine Frau Ana und der Rest der Welt glaubten ihm jedoch nie und hielten ihn für verrückt.

Nach den Ereignissen auf Yamatai sieht Lara jedoch ein, dass vielleicht doch etwas an der Geschichte der Göttlichen Quelle dran sein könnte. Mit den alten Aufzeichnungen ihres Vaters macht sie sich auf die Suche. Diese führt sie in die sibirische Wildnis, wo sich die verschollene Stadt Kitesch befindet. Sie ist aber nicht die einzige die nach Kitesch und der Quelle sucht. Ihr dicht auf den Fersen ist Trinity, eine paramilitärische Geheimorganisation die vor gar nichts zurückschreckt um die Quelle in Gottes Namen für sich zu beanspruchen.

Nachdem Lara Croft im Reboot aus Zwang in ihre neue Rolle als Abenteurerin geschlüpft ist, hat sie diese inzwischen nicht nur akzeptiert sondern lebt sie in vollsten Zügen aus. Durch alte Ruinen rennen, in der unwirtlichen Wildnis überleben und ja, sogar das Töten von Menschen gehört für sie inzwischen zum Alltag. Statt der überhasteten Charakterentwicklung, konzentriert sich alles auf Laras Aufstieg. Sie versucht aus dem Schatten ihres Vaters zu treten. Toll ist ebenfalls die Darstellung von Konstatin, dem Leiter der Operation von Trinity. Ein Bösewicht der nicht einfach nur Böse ist, weil er es sein muss. Er hat eine verständliche Hintergrundgeschichte und setzt alles daran, sein Ziel zu erreichen. Es macht ihn, trotz seiner schlimmen Taten, doch sympathisch. Dank der spannenden Geschichte funktioniert das blendend. Die Suche nach einem uralten Artefakt, eine religiöse Gruppierung die nicht vor Massenmord zurückschreckt und Überraschungen und Twists erinnern auf eine gute Weise an klassische Indiana Jones Abenteuer oder Moderne Dan Brown Bücher. Die Story schafft es einen voran zu treiben. Es mag einem vielleicht bewusst sein, dass man so gut wie nie unter echtem Zeitdruck steht. Trotzdem kann die Geschichte einem in vielen Situationen eine Dringlichkeit vorgaukeln, die einen immer weiter und weiter voran treibt.

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Wenn man das Überflüssige entfernt…

Nach nicht nur einer sondern gleich zwei famosen und bombastischen Eröffnungen, startet Lara in der sibirischen Wildnis ohne Fähigkeiten oder Waffenarsenal.

Erst nach und nach erhält man wieder Zugriff auf alle die Talente, die man von ihr eigentlich erwartet. Gestartet wird einem primitiven Bogen, Laras zuverlässigen Kletteräxten und nicht viel mehr. Deshalb ist das Gameplay anfangs auch sehr eingeschränkt. Man klettert an bestimmten Wänden entlang, erledigt ein oder zwei Gegner mit seinem Bogen oder indem man sich ungesehen an sie heran schleicht.

Dadurch startet das Spiel auch eher langsam, vom furiosen Einsteig abgesehen. Kommt man in der Story voran, dann zeigt sich erst das wahre Potential. Ein neues Feature das in mehreren Bereichen zum Einsatz kommt, ist das Crafting System. So gut wie alles in der Welt kann gesammelt werden. Äste von Bäumen, Beeren von Sträuchern oder die Felle und Federn von einer großen Anzahl an Tieren können alle eingesammelt werden. Dadurch lassen sich einerseits Waffen verbessern, andererseits aber auch Munition herstellen. Jede Waffe verfügt neben der normalen Munition, nämlich noch eine weitere Variante wie z.B. die bekannte Flammenmunition der Schrotflinte. Neuerdings kann auch der Bogen für noch mehr gebraucht werden. Neben den normalen Pfeilen, die im Spielverlauf ebenso verbessert werden, gibt es noch Giftpfeile die eine Gaswolke produzieren oder Explosionspfeile die… nun ja, explodieren.

Außerdem kann Lara sogar Objekte aus der Spielwelt aufnehmen und direkt weiterverarbeiten. Aufgenommene Flaschen werden zu Molotowcocktails oder feindliche Funkgeräte können zu Sprengfallen umfunktioniert werden. Dies ist eines der Elemente, welche Rise of the Tomb Raider so verdammt gut machen wenn man erst einmal mehr Dinge freigeschaltet hat. Jedes Kampfszenario ist sehr offen gestaltet. Wenn man will, packt man sein Sturmgewehr aus und ballert alles über den Haufen. Das adaptive Deckungssystem funktioniert immer noch exzellent und das Waffenhandling ist solide. Wer aber schleichen will, der kann das ebenfalls machen und hat dadurch so viele Tools die er nutzen kann. Wer einen Baum sieht, kann auf diesen hinauf klettern und von dort mit dem Bogen gezielt einen Feind nach dem anderen erledigen. Ein Fehlschuss führt jedoch schnell dazu, dass man entdeckt wird. Oder man klettert auf den Baum und erledigt einen vorbei laufenden Gegner mit einem Stealthkill aus der Luft. Diese Systeme greifen fortlaufend ineinander ein und garantieren einen flüssigen Spielablauf. Egal für welche Methode man sich schlussendlich entscheidet, alle machen nicht nur Spaß sondern können auch Erfolg versprechen.

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Die Welt ist eine Auster

Wer sich nur mit der Hauptgeschichte befassen will, der wird für knapp 10 Stunden beschäftigt sein. Das ist nicht nur zeitlich knapp, sondern lässt einen auch viel vom Reiz des Spiels verpassen. Die Spielwelt ist nämlich gefüllt mit Sammelobjekten, zusätzlichen Herausforderungen und Dingen die man machen und entdecken kann.

Besonders die vielen Sammelobjekte, müssen erwähnt werden. Diese kommen oft in der Regel von Briefen, Tonbandaufzeichnungen oder Dokumenten daher. Sie bauen die eigentliche Geschichte immer weiter aus. Sie geben einen Blick auf die Arbeit von Trinity, Laras Familiengeschichte oder die Spielwelt selber. Alle diese Dokumente sind nicht nur lesbar sondern direkt durch die entsprechende Person die es geschrieben hat, was viel zur Atmosphäre beiträgt. Die Spielwelt wirkt dadurch noch lebendiger.

Wer jetzt nämlich erwartet immer nur durch knietiefen Schnee zu stapfen, liegt nämlich falsch. Statt dessen ist die Welt in verschiedene Gebiete eingeteilt, die sich nicht mehr von einander unterscheiden könnten. Die sibirische Wildnis ist nur ein Teil davon. Die Story führt einen durch ein altes russisches Gulag, durch alte Ruinen und ein geothermales Tal. Optisch und spielerisch wird dadurch viel Abwechslung geboten.

Eine besondere Erwähnung verdienen auch die so genannten Herausforderungsgräber. Eine der Hauptkritiken am ersten Teil war, das man in Tomb Raider nicht wirklich viele Gräber geraidet hat. Dies wird nicht nur in der Hauptgeschichte behoben sondern eben durch die eben erwähnten Gräber. Wer sie abschließt erhält als Belohnung zusätzliche Fähigkeiten die zwar nützlich sind aber nicht essentiell. Keines der Gräber ist speziell anspruchsvoll. Alle können mit ein wenig Hirnschmalz und Ausprobieren in maximal einer Viertelstunde gelöst werden. Sie können das Spiel aber auf jeden Fall auflockern und bieten eine gute Abwechslung.

Im Zusammenhang mit den Gräbern, muss aber auch der Überlebensinstinkt erwähnt werden. Durch einen Druck auf den linken Stick, wird dieser aktiviert und alle Objekte mit denen man interagieren kann, werden farblich hervorgehoben. Missionsziele, Sammelgegenstände oder andere Objekte die zur Lösung von Rätsel gebraucht werden können, werden dadurch leicht erkennbar. Das mag für Sammelobjekte gut und schön sein. Es macht es einfacher, diese nicht zu verpassen und mehr aus dem Spiel heraus zu holen. Die Lösung von Rätseln macht es aber fast zu einfach. Man kann einen neuen Raum betreten, den Überlebenssinn aktivieren und bekommt die Lösung schon fast auf dem Präsentierteller. Es ist zwar optional diesen einzusetzen, weshalb ich mich mit der Kritik etwas zurückhalten muss aber trotzdem macht es ein sowieso schon etwas zu einfaches Spiel, noch einfacher.

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Die Spitze der Rangliste

Wer eine Herausforderung sucht, wird diese nämlich nicht unbedingt finden. Höhere Schwierigkeitsgrade deaktivieren zwar die automatische Gesundheitsregeneration, machen Ressourcen spärlicher oder erhöhen die Anzahl der Feinde, allzu schwer wird es dadurch aber nicht. Besonders die Kletterpartien oder die Rätsel bleiben einfach relativ simpel.

Etwas Abhilfe schaffen da die Expeditionen. In ihnen können schon abgeschlossene Teile aus der Story erneut gespielt werden. Dieses Mal geht es aber darum, möglichst viele Punkte zu holen. Schnell und unbeschadet durch die Levels zu kommen, während man eine Combo halten muss die durch das Erledigen von Gegner oder das Sammeln von Gegenständen erhöht wird.

Mit freischaltbaren Karten lässt sich der Schwierigkeitsgrad weiter nach oben oder unten anpassen. Oder man erstellt eine Mission für den Modus Widerstand der Verbliebenen, welchen man dank den erwähnten Karten ganz individuell gestalten kann. Wer eine echte Herausforderung will, kann diese hier finden.

Je schwerer man eine Herausforderung macht, desto höher kann die erreichte Punktzahl werden, was wiederum einen besseren Platz auf den Online-Ranglisten ermöglicht. Es ist eine gute Methode das tolle Gameplay in konzentrierten Schüben zu genissen!

Optisch ist Rise of the Tomb Raider meist eine Augenweide. Laras Animationen und die Gestaltung der Spielwelt fallen besonders ins Auge. Es ist aber nicht alles Gold was glänzt. In ganz seltenen Fällen kann die Bildrate ein wenig zu tief fallen, was zu Rucklern führt. Ausserdem ist die Flora nicht allzu detailreich. Wer sich nicht wirklich darauf achtet, dem wird es wohl kaum auffallen. Dennoch sollte es nicht unerwähnt bleiben. Der Soundtrack ist gut gelungen, genauso wie die tolle deutsche Sprachausgabe. Beide tragen zu der eingangs erwähnten Dringlichkeit bei, die man oft verspüren kann.

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Unser Fazit

93 %

Wer ein würdiges Beispiel eines besseren Nachfolgers sucht, für den ist dieses Spiel perfekt. Es baut auf dem tollen Vorgänger auf und verbessert es in eigentlich allen Bereichen. Die Negativpunkte die auffallen sind nicht allzu gravierend und dort wo es drauf ankommt, kann Rise of the Tomb Raider voll punkten. Das Gameplay macht, je länger man es spielt, je mehr Spaß wodurch es immer schwerer werden kann sich vom Spiel loszueisen. Dank vielen Herausforderungen, Sammelobjekten und den neuen Expeditionen, gibt es außerdem mehr als genug Inhalt um viel Zeit in das Spiel zu investieren.

Pro

  • + Sehr starker Einstieg
  • + Abwechslungsreiches Gameplay
  • + Flüssige und genaue Steuerung
  • + Tolle Spielwelt
  • + Guter Soundtrack und Sprachausgabe
  • + Viel Inhalt

Kontra

  • - Rätsel und Klettern ziemlich einfach
  • - Überlebensinstinkt lädt zum "betrügen" ein
  • - Eher langsames Spiel nach dem ersten Einstieg
  • - Teilweise Framerate Probleme

Unsere Bewertung

Grafik
 
88 %
Sound
 
90 %
Steuerung
 
94 %
Gameplay
 
96 %
Multiplayer
 
00 %
Spielspaß
 
95 %

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Kommentare

  • Nightliner69 sagt:

    Sehr guter Test! Das Spiel hört sich nach einem Pflichtkauf an und dies werde ich mir auf jeden Fall auch kaufen. Gibt es schon Neuigkeiten zu Erweiterungen bzw. neuen Inhalten? Ich finde es gut wenn es ständig neue Inhalte gibt auch wenn das Spiel noch nicht so alt ist =)

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