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Risen 2: Dark Waters – Test / Review

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Veröffentlicht 1. November 2012 | 13:51 Uhr von Sandra

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Im englischen Sprachgebrauch steht das Wort „risen“ (Basis: „to rise“) gemeinhin für „aufgegangen“, „gestiegen“ oder auch herausragend. Drängt sich, das Wort zugrundelegend die Frage auf, ob Risen 2 – gleichwohl ‚nur‘ der Name für ein westlich gelagertes Rollenspiel, die Eigenschaften der deutschen Übersetzung aufweisen kann – vor allem im direkten Vergleich mit seinem eigenen Vorgänger. Während Risen seinerzeit auf PC sozusagen den Olymp erklomm und feinstes RPG feil bot, fiel die Xbox 360 ganz tief ab und verlangte von seinen Spielern mehr als nur Geduld und Durchhaltevermögen. Ob Risen 2 auf diesen Pfaden wandelt oder ob Piranha Bytes aus dem Risen 1 Portierungsfiasko gelernt hat, haben wir für euch ganz ausführlich getestet!

Wenn der Calamari hungrig ist …
Wer Risen seinerzeit gespielt hat weiß, dass der namenlose Held, der mit viel Fantasie an Jack Sparrow erinnert, dank erlebter Geschehnisse sein Auge verloren hat. Na ja, es hätte schlimmer kommen können – davon ab, Piraten ohne Augenklappe wirken nun mal nicht so ‚piratisch‘. Dass der Held mit der Liebe zum Meer aber wenig bis keine Hoffnung mehr hegt was sein eigenes Leben betrifft, zudem noch mit seinem Befehlshaber Carlos erleben muss, wie eine Riesenkrake ein Schiff in die Tiefe reist, nachdem vorher schon das Land von Vulkanen verbrannt wurde, was will man da von der Zukunft noch Gutes erwarten?! An dieser Stelle sei erwähnt, dass mit dem Auftauchen des dezent hungrigen Riesenkraken, der seinen Appetit auf Holzboote nicht unterdrücken konnte, Risen Teil 2 – ein Stück weit auch in Retrospektive – eröffnet wird, damit ihr auch genau wisst, worauf ihr euch einlasst.

Und just in dem Moment, da Carlos und der Held den Eindruck vermitteln, es könnte nicht mehr schlimmer kommen, greift das gute alte Sprichwort: Bekanntlich kommt es erstens anders, und zweitens als man denkt. Wenig originell aber immerhin gut für den Übergang ist die scheinbar unmögliche Auferstehung der Piratenbraut Patty. Patty hat es irgendwie geschafft dem gigantischen Tintenfisch bei seinem Schiffsverzehr zu entkommen und das stellt sich als euer Glück heraus, denn Patty kann sogleich berichten, dass eine fiese Meerhexe namens Mara für das Unglück und diverse andere Dinge wohl mehr als nur verantwortlich ist. Es gibt auch eine Waffe, mit der man der Hexe beikommen kann, aber wie das geht, weiß nur der Herr Patty Papa, der im virtuell karibisch angehauchten Ambiente als Freibeuter Stahlbart bekannt ist. Somit steht auch euer erster Auftrag fest: Papa finden und alles über die Waffe, welche die Hexe ins ewige Aus befördern kann.

Risen 2: Dark Waters - PC Ja, ihr habt recht – das geht soweit in Ordnung, so als Grundlagen und roter Faden, der sich mal mehr, mal weniger sichtbar bzw. deutlich durch die Geschehnisse von Risen 2 zieht. Immerhin sorgen verbesserte Zwischensequenzen (im Vergleich zum Vorgänger) und auch die etwas ausgeweitete Erzähl- und Handlungsweise für mehr Inhalt an sich, aber wenn eine Geschichte wenig Höhen und Tiefen besitzt, dazu die Dramaturgie mit Abwesenheit glänzt und gelegentlich die Geschichte scheinbar den Rückwärtsgang einlegt statt mit etwas Druck nach vorne zu ziehen, dann muss man schon sagen: Schade, denn die Optionen, die sich auch im Zusammenspiel mit der Hexe Mara, so als auserkorener Bösewicht, geboten haben, hätte man mehr ausnutzen können. An nicht gerade wenigen Stellen wird das brach liegen gelassene Potential, welches im Storystrang schlummert, schlichtweg liegen gelassen. Und auch das Ende – nein, keine Sorge – wir verraten nichts, hat so ein bisschen was von „Klappe zu, Affe tot“. Wurde in Risen seinerzeit das Ende als zu lange gezogen kritisiert, wird in Risen 2 ein Schnellschuss abgeliefert. Ganz nach dem Motto „am Anfang tröpfelt alles ein wenig dahin, in der Mitte tropft es peu à peu weiter und zum Schluss kommt der Mega-Guss – fix, fertig, aus die Maus“. Man hätte es anders lösen können, aber ganz ehrlich, die Story ist nur peripher relevant – sie trägt einfach mal sauber durch, den Rest erledigt die Spielwelt – und in dieser könnt ihr einiges erleben, entdecken, erledigen, erkunden und ausprobieren.

Virtuelles Christopher Columbus Feeling
Lasst euch am besten auf die Reise ein, pfeift auf die dünn geratene Geschichte und nehmt mit, was man euch bietet: Anfänglich scheinbar lineare Kost, die euch durchzuführen versucht, aber nur solange, bis ihr mit dem Nötigsten ausgestattet seid auf den Inseln, die das Titanenfeuer ohne Schaden überstanden haben, in Eigenregie einzunehmen; Stück für Stück und ganz so wie ihr es wollt. Aber die Inseln zu erkunden ist nur die halbe Miete, erst mit einem eigenen Schiff, dass ihr euch – sagen wir – nicht so ganz legal unter den Nagel reißt, kommt Stimmung in die Bude. Bewegt euch frei von Eiland zu Eiland, besucht bereits vermeintlich abgegraste Gegenden und entdeckt neue Schauplätze. Dahingehend wird eurem tief verborgenen Christopher Columbus Rechnung getragen. Denn es lohnt sich, gleich zu Wasser oder zu Land die Augen nicht nur aufzuhalten, sondern auch abseits der Pfade nach möglichen Schätzen oder gar Monstern Ausschau zu halten. Speziell letztere zu besiegen, wird sich nicht nur positiv auf euren Heldenstatus auswirken. Ganz nebenbei können wir noch verraten, dass ihr zwischendrin immer mal wieder auf Boss-Gegner treffen werdet und, das ist durchaus etwas Besonderes, denn Piranha Bytes ist gelungen eine nicht vorhersehbare Wendung in den Plot einzuweben.

Risen 2: Dark Waters - PC Im Laufe der Geschichte werdet ihr auch dann und wann vor verschiedene Entscheidungen gestellt. Je nachdem wie diese bei euch ausfällt, geht es mit unterschiedlichen Wegen weiter. Während damit die Story eine eher unspektakuläre Veränderung erfährt, haben ganz wenige Entscheidungen nachhaltig Einfluss auf eure Fertigkeiten. Steht euch der Sinn mehr nach Waffen oder seid ihr spirituell veranlagt und könnt eher/lieber mir Voodoo? Eure Gefährten, so ganz nebenbei, interessiert das nicht wirklich – die folgen euch, ganz egal welche Fähigkeit eurem Naturell entspricht. Auf beiden Seiten werdet ihr wichtige Unterstützer haben, die speziell im Kampf wertvolle Schützenhilfe leisten, denn kämpfen werdet ihr sehr häufig müssen. Positiv zu erwähnen gilt, dass die Kollegen nicht tot aus den Latschen kippen, allenfalls bewusstlos können sie werden und nach einem beendeten Kampf stehen sie wieder auf als sei nichts gewesen.

Das Gesicht sagt nix, der Mund redet wie ein Wasserfall!
Während der Insel-Erkundungen werdet ihr recht häufig optisch verwöhnt! Piranha Bytes hat sich viel Mühe gegeben die Umgebungen sehr verspielt, detailreich – ja, sowas wie liebevoll zu gestalten. Für jeden Geschmack sollte hier was dabei sein, so dass ihr – dessen sind wir uns sicher – keinen Grund zum Meckern haben werdet. Lebendigkeit beschreibt die verschiedenen Szenarien recht gut, denn nicht selten werdet ihr mit NPCs (Story-relevant / nicht  relevant) konfrontiert, mit denen ihr nicht nur Unterhaltungen führen und ihnen Aufträge entlockt, ihr könnt auch einfach nur die Augen schweifen lassen und die Einwohner bei ihren Aktivitäten beobachten. Durchaus vielschichtig und geschäftig beweisen die Eingeborenen, dass sie immer was zu tun haben, gleichwohl sich die Routinen irgendwann, ein Stück weit auch logisch, wiederholen. Es sind auch nicht die Aktionen selbst, wie z.B. das Umtanzen des Feuers, sondern die mit dieser Situation entstandene Gesamtansicht. Die Entwickler haben mit viel Licht- und Schatten gespielt und damit durchaus sehr schöne Lichteffekte geschaffen. Selbige wurden zudem gekonnt integriert, gut gemischt mit den vorhandenen Tages- und Nachtzeiten mit und/oder ohne Sonne bzw. Mond. So am Rande wollen wir nicht vergessen zu erwähnen, dass die vielen Urwälder, die ihr auf euren Touren durchstreift nicht nach Einheitsbrei aussehen, die Dschungel-Abschnitte haben etwas Echtes, Natürliches – eure Augen nehmen das sicher dankend wahr!

Ja, werte Wiederholungstäter, die ihr bereits Risen durchgestanden und nun vielleicht immer noch unschlüssig wegen Risen 2 seid: Rein optisch lohnt sich das ohne jeden Zweifel … wenn auch in erster Linie bezogen auf die verschiedenen Schauplätze, die sich in ihrer Gesamtheit sehen lassen können. Bei den nicht unwesentlichen Animationen jedoch wurde scheinbar etwas geschludert, denn die Figuren haben etwas arg Hölzernes, Abgehaktes an sich. Gleiches gilt auch für die Gesichtsmimik sowie die Sprach-Animation an sich – und nein, wir reden dabei nicht von fehlender Lippen-Synchronität, da der Mund sich in Urfassung zu Englisch bewegt und dann natürlich bei deutscher Sprachausgabe nicht gleich bewegen kann! Nein, es fällt auf, dass die beteiligten Protagonisten gemeinhin recht emotionslos agieren – es wirkt eher wie das Runter leiern eines verhassten Textes. Das killt dann die durchaus vorhandene, gute Atmosphäre und Stimmung. Wenigstens lassen euch die Aufträge nicht im Stich und so gibt es abseits der etwas müde daher labernden Gesellen genug zu tun, mit dem ihr euch auch vorrangig dann aufhalten solltet. Wobei, lasst ihr den optischen Aspekt außer Acht, bekommen eure Ohren herrliche, bisweilen sogar schön dreckige Piraten-Dialog-Kost geboten. Nicht selten nimmt vor allem euer Held kein Blatt vor den Mund und damit könnt ihr bestimmte Personen in die Weißglut treiben. Humor ist Trumpf und Lachen ist bekanntlich gesund – ein Versuch, wer wie wann warum auf dumme Sprüche reagiert, solltet ihr definitiv ausprobieren.

Klick-Klick-Drück-Drück-Frust!
Risen 2: Dark Waters - PC Zwischen Dialogen, selber führen oder einfach nur lauschen sowie den Umgebungen erkunden werdet ihr auch, wir haben es schon angesprochen, immer wieder in Kämpfe verstrickt. Am Anfang noch eine lustige Haudrauf-Geschichte, mutieren die Aufeinandertreffen sehr schnell auch zum Frust bringenden Moment. Bei Kämpfen, da ihr gegen menschliche Gegner antretet, könnt ihr ein Stück weit Taktik walten lassen, entsprechend eurer Lern- und damit verbunden auch Fertigkeiten-Kurve. Dazu gehört nicht nur die Nutzung der entsprechenden Waffe (Schuss/Stichwaffen gleichermaßen), sondern auch das Einsetzen von kleinen Tricks, wie z.B. das Werfen von Sand, um den Gegner für einen Moment blind werden zu lassen. Anders dagegen die Fights gegen Monster und Tiere, die oftmals zu einem stupiden rumgeklicke bzw. rumgedrücke verkommen. Vor allem auch, weil die Entwickler die durchaus gut funktionierende Hechtrolle zum Ausweichen sowie die Schutzschilde schlicht haben unter den Tisch fallen lassen. Damit fühlt man sich dem Vieh- und Monsterzeugs gerne mal ausgeliefert und drückt wie blöd einfach nur auf die Angriffstaste, um die virtuellen Widersacher endlich auszuschalten. Das passiert leider sehr häufig und nervt mit der Zeit! Es nützt dann im weiteren Spielverlauf auch nicht viel, dass ihr – je nach Fertigungsstand – hin und wieder Gefährten zum Ablenken bei Tieren/Monster verwenden könnt. Das hilft kurzzeitig und ändert nicht viel daran, dass Kollege Gegner bescheiden zu töten ist.

Frust dürften auch die Spieler unter euch schieben, die gerne mit Fertigkeitspunkten jonglieren, ausprobieren und experimentieren, wie ihr Held am besten ausgestattet ist. War das durchaus noch ein wichtiges Standbein in Risen, gehört das in Risen 2 der Vergangenheit an. Der Charakteraufbau ist schnöde, einfach und direkt ausgefallen, sozusagen klar vordefiniert, wo und wie man Ruhmespunkte auf die Helden-Attribute verteilt. Ergänzt werden die fünf Helden-Attribute durch drei Talente (Gerissenheit, Silberzunge, Diebeskunst) die wiederum gegen Gold bei Lehrern erlernt werden können. Seid ihr akribisch beim Suchen auf den Inseln dabei, könnt ihr die Werte mit selbst gebrauten Tränken oder auch durch das Aufstöbern legendärer Gegenstände verbessern. Wir sind jedoch der Meinung: Das Suchen macht mehr Spaß und irgendwie auch Sinn, als der Nutzen im Gesamten.

In Frage stellen wir auch die vorhandenen Mini-Spielchen, bei denen wir nicht umhin kommen festzustellen, ob das sowas wie eine Art letzter Versuch ist?! Schlösser knacken ohne Konsequenzen zu fürchten? Probieren bis der Arzt kommt? Wo gibt es denn sowas?! Schlösser knacken muss spannend gestaltet werden, mit dem gewissen Etwas, dass einem die Schweißperle auf die Stirn treibt, mit Fehlversuchen und dem Ausgehen von Dietrichen. Nix da, in Risen 2 könnt ihr euch wahrlich dumm und dusselig versuchen – eben so lange, bis das Schloss offen ist. Mein Gott, wie spannend … Apropos, ebenso gekonnt ausgefallen sind auch so tolle Intermezzi wie das um die Wette saufen oder der Schießwettbewerb. Da können wir nur noch sagen „gähn“ … lasst diese kleinen Einlagen einfach links liegen und konzentriert euch lieber darauf z.B. die Alchemie zu erlernen und euch damit etwas Gutes zu tun, zumal dieses Vorgehen auch noch Sinn macht!

PC, Playstation 3 oder Xbox 360?
Risen 2: Dark Waters - PC Wenn wir schon auf der Suche nach dem Sinn sind, müssen wir auch diese Frage zwangsläufig stellen, vor allem da seinerzeit Risen schon ein Kandidat der heftigen Kontroversen war. Konnte damals die PC-Version überzeugen, verlangte die Xbox 360 Version ihren Spieler einiges, vieles … alles ab. Geduld war dabei das kleinste Problem, vielmehr sorgte die Technik für Verzweiflung – und ja, in extrem negativen Sinn. Es bedurfte extremen Durchhaltevermögen sich die Xbox 360 Fassung bis zum Ende zu geben. Selbstredend, dass Risen 2 diese Frage wie ein Damoklesschwert mit sich schwingt und nur darauf wartet niederschmetternd herab zu sausen, denn genau das ist, sollen wir sagen, erneut trauriger Fakt?!

Wie zuvor schon erwähnt, hat Risen 2 wunderschöne Orte, Umgebungen, Schauplätze, die im gesamten toll inszeniert und wunderschön anzusehen sind. Auch wenn Piranha Bytes ein paar lustige bzw. nützliche Kleinigkeiten gestrichen oder bestimmte Dinge verändert hat, die Risen 2 Welt ist lebendig, hat viel zu bieten – nur, zu welchem Preis?! Während die PC-Zocker, wollen wir sagen, sowas wie Glück haben, gucken die Konsoleros (PS3, Xox 360) schmerzhaft in die Röhre. Wobei für die PC-Spieler gilt: Euer Rechenknecht muss einiges leisten können, Risen 2 schluckt mächtig Ressourcen und fordert eurer Kiste sauviel ab! Je weniger euer Computer zu leisten vermag, desto mehr leidet die Performance. Also prüft, was eure Kiste kann: Je mehr, desto besser – dann macht Risen 2 am PC de Facto Spaß!

Spaß kann es auch auf Konsole geben – egal ob Playstation 3 oder Xbox 360 Fassung von Risen 2. Das heißt aber auch, dass ihr hart im Nehmen sein müsst. Nicht nur, dass die Entwickler ganz schön an der Schraube nach unten gedreht haben, weswegen Risen 2 per se erst mal nicht schlechter ausschaut. Keine Frage, betagte Hardware, beide Konsolen haben ein paar Jahre auf dem Buckel, kommen irgendwann an ihr Limit und keuchen unter der virtuellen Last, die sie zu stemmen haben. Daher sind geminderte Texturen fast sowas wie eine Selbstverständlichkeit, auch am Detailgrad beweist sich, dass eine Konsole kein (Bestfall) aktueller PC ist. Aber das sind Kleinigkeiten im Vergleich zu den Ruckel-Orgien, die man insbesondere, nein vorzugsweise auf der Konsole ertragen muss – auf PC nur, wenn der Kollege Computer zu schwach auf der Brust ist. Vom Ruckeln abgesehen, präsentieren sich auch viele Tearing-Einsätze, oftmals soweit, dass das vorhandene Bild wie mehrfach zerteilt erscheint. Genießt auf Konsole Standbilder und schaut weg, wenn sich alles in Bewegung setzt, denn dann erst zeigt sich, dass die Konsolen verdammt nochmal zu kämpfen haben. Wie ein altes Vehikel, dass mit letzter Kraft an die Tankstelle kommt, nur um festzustellen, dass doch alles zu spät ist. Die Konsolen laden sich zu Tode, kommen nicht hinterher und so wird leider der sonst eigentlich schöne optische Auftritt mehr als getrübt. So ganz nebenbei sei noch erwähnt, dass die Konsolenportierungen wenig mit Kontrasten am Hut haben, speziell in den Menüs bzw. immer dann wenn es was zu lesen gibt, macht sich dies bemerkbar. Man kann eben keine PC-Darstellung 1:1 auf Konsole und damit auf einen handelsüblichen TV übertragen; Das funktioniert nur in ganz, ganz wenigen Fällen!

Anmerkung: Die Gesamtwertung bezieht sich auf das Ergebnis, dass wir mit der PC-Version gewonnen haben! Der PS3/Xbox 360-Version können wir allenfalls max. die Hälfte der PC-Wertung zusprechen.

Unser Fazit

79 %

Was tun, sprach Zeus – die Götter sind besoffen und der Olymp brennt?! Ach Mensch, da schlagen in unserer Brust wahrlich mindestens zwei Herzen, denn in erster Linie sind wir dem Rollenspiel Risen 2 mehr als zugetan. Auf PC hat uns das Ganze tierisch Laune gemacht und wir hatten unseren Spaß – technische Aussetzer hin oder her. Da unser Test-PC durchaus in der Lage war das Datenpaket Risen 2 gut zu schlucken, störte uns in erster Linie vor allem das doofe Kampf-Gebaren mit Monstern und Tieren. Das war schlichtweg oft doofes rumgeglicke und hatte so viel Taktik im Gepäck wie die Mutti zum Stricken von einem Pulli braucht. Ansonsten jedoch hat uns die Optik gefallen, die gesamte Aufmachung, die Atmosphäre, die Stimmung, die partiell echt witzigen, dreckigen Dialoge sowie die Option wahnsinnig viel erledigen zu können. Stundenlang über die Inseln streifen und den letzten Winkel erkunden, Schätze finden, zwischendrin mal dem Geschichtsverlauf folgen und einfach die Spielzeit genießen (ca. 35 Stunden plus/minus). Gleiches geht natürlich auch mit der PS3/Xbox 360 Version – aber vor allem mit technischen Abstrichen versehen, als da wären Ruckler, Ruckler, Ruckler, viel Nachladen und damit verbunden Verzögerungen, Ruckler, Ruckler, Ruckler inklusive Tearing, Pop-Ups und gesamt einfach mit einer abgeschwächten optischen Darstellung im Gesamten (Details fehlen, Texturen abgeschwächt, etc.). Tja, und nun einmal mehr die alles entscheidende Frage, was raten wir euch?! Risen 2 bietet inhaltlich richtig viel westliches Rollenspiel, das durchaus überzeugt und zu unterhalten weiß. Wer „nur“ Konsolero ist, Bock auf das Spiel hat und dazu technisch unempfindlich ist, der kann einen Versuch wagen – PS3/Xbox 360 – egal! Habt ihr jedoch einen PC, einen richtigen, ordentlichen, guten PC … einen, der eben satt Leistung im Bauch hat, dann greift zur PC-Version, dann sind die vorhandenen Unzulänglichkeiten definitiv zu verschmerzen, denn der Spielspaß stimmt auf ganzer Linie – und das Auge darf auch gerne mitessen.

Pro

  • stimmungsvolle Schauplätze, schön inszeniert
  • auffällige, überzeugende Lichteffekte / Spielereien
  • viele Aktions-Optionen und Raum für Erkundungen & Entdeckungen
  • größtenteils sinnige als auch lustige, dreckige Dialoge
  • frei vom ersten Teil - verständlich auch dann, wenn man Risen nicht gespielt hat
  • einfache Steuerung
  • Charakter/Attribute-Aufbauf einsteigerfreundlich, leicht verständlich

Kontra

  • ist der Rechenknecht zu langsam, kann es zu Rucklern, Bildstillständen kommen
  • auf PS3/Xbox 360 sind Ruckler leider "normal"
  • auf Konsole abgeschwächte, reduzierte Textur- und Detailstärke
  • Konsole muss ständig nachladen (selbst Installtation macht das nicht wirklich besser)
  • RPG-Anteil gegenüber Teil 1 stark zurück geschraubt, Charakter-Aufbau & Attribute viel zu einfach
  • aus der Story hätte man mehr machen können, gesamt zu belanglos
  • kein Weiterspielen am Ende möglich, d.h. Hauptstory ist fertig = Spiel zu Ende -> nur Neustart möglich
  • Kämpfe vor allem gegen Tiere und Monster sehr nervig, reine Klick-Glück-Nummer
  • wenig taktische Elemente im Kampf möglich

Unsere Bewertung

Grafik
 
81 %
Sound
 
79 %
Steuerung
 
79 %
Gameplay
 
82 %
Multiplayer
 
00 %
Spielspaß
 
83 %

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Kommentare

  • Daniel Horvath sagt:

    Also sooo schlecht sollen die Konsolenversionen garnicht sein; kenne den ein oder anderen, der es gespielt hat und dems gefallen hat. Sicher, ab und zuz ruckelts, aber es ist weit von der Unspielbarkeit oder gar Halbierung (!) der Wertung entfernt wie hier geschrieben, so wurde mir jedenfalls versichert.

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