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Scarygirl – Test

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Veröffentlicht 25. Februar 2012 | 19:02 Uhr von Daniel

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Mittlerweile ist das zweite Arcade-Spiel aus der Xbox LIVE Houseparty am Xbox LIVE Marktplatz erhältlich. Doch auch abseits der besonders umworbenen Aktion erscheinen Arcade-Spiele, die durch aus eine Erwähnung wert sind. Ein gutes Beispiel hierfür wäre das Jump and Run Scarygirl, welches wir heute für euch unter der Lupe haben, in unserem Test. Simples Hüpfspiel für Kinder oder doch auch für älteres Publikum? Sehen wir es uns genauer an.

Gestatten, das ist Scarygirl und das ist ihre Welt

Ihr schlüpft in die Haut von Scarygirl. Einem Mädchen mit Piratenhut, Augenklappe und Tentakelarm. Sie lebt auf einer kleinen Insel mit ihren Ziehvater – einem sprechenden Oktopus – und hat ständig Albträume. Um diesen ein Ende zu setzen, verlässt sich die Kleine auf einen schwebenden Hasen, der ihr zeigt, wie sie sich verteidigen kann, um die Wurzel allen Übels zu erforschen. Dabei schickt einem das Spiel durch einen dunklen Wald, Höhlen unter Wasser oder Berge. Immer auf den ersten Blick zu erkennen. Das besondere Art-Design. Denn Scarygirl hat seinen Ursprung in einem Webcomic, aus der Feder von Nathan Jurevicious, welcher auch zu einem Graphic Novel, sowie einem Browsergame verarbeitet wurde. Da es Jurevicious sichtlich skurril und dennoch kunterbunt mag, hat man auch bei der Xbox LIVE Arcade-Versoftung den Stil beibehalten und zumindest optisch beeindruckendes abgeliefert. Und wer sich vom Namen blenden lässt, Scarygirl ist absolut jugendfrei, man hat sich halt bloß ein für 7+-Spiele ungewöhnliches Art-Design ausgesucht. Richtig gruslig ist es auch nicht. Und wie sieht es denn sonst noch aus? Zum Beispiel in Sachen Gameplay?

 Old-schooliges Jump and Run mit einigen, frustigen Stellen und Greifarm!

Wie man es so gewohnt ist, von einem Jump and Run, hüpft und rennt ihr halt. Aber nicht nur das. Wenn es einmal Abgründe zu überqueren gilt, kann man mittels Halten der Sprungtaste eine kurze Strecke im Flug meistern. Mithilfe des Tentakelarms ist es auch möglich sich an Ästen herumzuschwingen, um geheime Ort zu entdecken oder einfach das Ende des Levels ausfindig zu machen. Manchmal findet man auf diesen Weg auch Abkürzungen. Um bunten Igeln, riesigen Eulen oder Unkraut den Garaus zu machen, hämmert einfach auf die X-Taste und Scarygirl erledigt das. Wenn es sich jedoch um das genannte Unkraut handeln, muss man es zunächst am Schopf packen und buchstäblich herausreißen. Apropos packen. Dank des bequemen Ärmchens der Kleinen lassen sich benommene Gegner auch aufgreifen und schleudern. Seid ihr also knapp bei Lebensenerige (die wie in Zelda mit Herzen angezeigt wird), empfiehlt es sich, nicht frontal auf den nächsten Feind zuzulaufen, denn Checkpoints sind rares Gut auf den doch knappen Strecken. Wo wir bei Lebensleisten sind. Scarygirl verfügt auch über eine Wut-Leiste. Ist diese vollgefüllt, kann sich das scheinbar liebe Mädchen in ein tosendes Monster verwandeln, das gleich ganze Gruppen auseinander nimmt. Wenn ihr nicht gerade Kreaturen vermöbelt, sammelt ihr Kristalle auf, mit denen ihr Upgrades erwerben könnt.

An manchen Stellen gelangt ihr auch zu Weggabelungen. Nein, nein. Die entscheiden nicht über den weiteren Handlungsverlauf, sondern lediglich über die nächste Route. Ob diese dann mit vielen Gegnern bespickt ist oder nicht, gilt es herauszufinden. Notfalls kann man sich auch einfach nach links drehen und wieder umdrehen. Ein Jump and Run ohne Frustmomente? Unvorstellbar. So bietet auch Scarygirl einige Momente zum Zähneknirschen. Wenn einem die Kameraführung zum Beispiel erneut vorgaukelt, man könne nun einfach weitergehen, obwohl man an der Weggabelung festhängt und sich die Monster plötzlich wie die Aasgeier auf ihre Beute stürzen. Oder wenn man schon wieder kurz am Ende der Passage mit guter Erwartung in das vermeintliche Kapitelende stolpern will und einem die Kamera vergessen hat zu zeigen, dass vor dem Hügel noch Unkraut aus dem Boden wächst. Oder wenn einfach die Gegnerzahl schier ins Unendliche ragt und die Steuerung nicht das macht, was man machen wollte. Diesen Teil kann man aber ruhig durch etwas Übung aus der Welt schaffen.

Vom Koop und einem Hauch Trial and Error…

Wer möchte und einen passenden Partner für etwas Koop-Action findet, kann auch gerne zu zweit in die Welt von Scarygirl eintauchen. Wobei dieser Modus zwar einfach in seiner Funktion mittels simplem Knopfdruck ist (das heißt, der Spieler Numero 2 kann jederzeit beitreten), aber umständlicher in seiner Ausführung. Denn wo es alleine die Kameraführung hapert, wird im Koop nichts besser. Denn Null mal Zwei ist immer noch Null. Besonders in Bosskämpfen, wenn es sowieso um Trial und Error geht und die geskriptete Kameraführung schon alleine mühsam ist, werdet ihr zu zweit noch mehr Probleme haben euch zurecht zufinden. Auch wenn die Idee ganz nett ist. Bei den Bossen werdet ihr anfangs erst etwas experimentieren müssen, bis ihr den Dreh raushabt. Jeder von ihnen lässt sich auf eine bestimmte Weise besiegen, welche ihr auch öfter nach mehrmaligem Sterben herausfinden werdet. Nicht oft wurde im Spiel auf Trial und Error gesetzt. Wenn man es aber getan hat, kann es für manche unter euch ziiiiiiiemlich frustig werden.

Unser Fazit

75 %

Scarygirl ist ein solides Jump and Run. Leider nicht mehr. Die gewohnten Mechaniken aus dem Genre sind vorhanden, die guten, wie ein spaßiges Spielprinzip, viele Upgrades für euren Charakter sowie Kombos um euren Gegnern das Licht auszuknipsen, aber auch die schlechten, wie eine Steuerung, die nicht so funktioniert, wie sie sollte, obwohl genau ein gutes Handling das A und O ausmacht, um einem Plattformer nicht zum Trauerspiel zu machen. Auch recht repetiv stellt sich Scarygirl an. Neben den Bosskämpfen und einigen Ausnahmen bei den Arealen, bleibt der Spielverlauf stets der selbe. Der Koop-Modus ist eine nette Dreingabe, schafft es aber nicht, das Gesamtbild abzurunden. Ein stimmiger Soundtrack sowie der fantastische Grafik-Stil sind aber durchaus der Rettungsring, der das Spiel abhalten unterzugehen. Denn diese zwei Punkte sind sehr gelungen, was man von anderen Aspekten nicht so sehr behaupten kann. Wenn man sich vielleicht mit den jüngeren Geschwistern auf Gamerscore-Jagd machen möchte, kann ruhig einen Blick darauf werfen, anderen kann man das weniger empfehlen, da man um 800 Microsoft Points weitaus bessere Spiele auf dem Xbox LIVE Marktplatz ergaunern kann. Aber auch wer einfach mal wieder ein Old-School Jump 'n Run ohne viel Schnickschnack zwischen die Finger bekommen möchte, darf zugreifen.

Pro

  • tolle Optik
  • Soundtrack macht Stimmung
  • Upgrade-Möglichkeiten
  • Bosskämpfe mit Biss
  • Koop-Modus(...)

Kontra

  • (...)mit vielen Macken
  • ungenaue Steuerung
  • Kamera zickt öfters
  • kaum Abwechslung
  • nicht bereits Gesehenes

Unsere Bewertung

Grafik
 
75 %
Sound
 
80 %
Steuerung
 
70 %
Gameplay
 
70 %
Multiplayer
 
65 %
Spielspaß
 
70 %

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Mein Name ist Daniel und größtenteils bin ich im Netz mit meinem Gamertag TheLivingVirus tätig, sowie im Forum. Man sieht sich!

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