Sengoku Basara: Samurai Warriors 3 - Der Test - insidegames
- ANZEIGE -

insidegames

Sengoku Basara: Samurai Warriors 3 – Der Test

Direkt zum Fazit springen

Veröffentlicht 24. Oktober 2010 | 20:51 Uhr von Fabrice

Letzte Änderung 29. März 2011

sengoku4

Auf ins feudale Japan

Der Entwickler Koei bietet schon seit einigen Jahren in einem regelmässigen Rhythmus immer wieder neue Teile ihrer Dynasty Warriors Spiele an. Dabei kämpft man mit seinen Verbündeten gegen hunderte wenn nicht sogar gegen tausende von Gegnern. Dabei geht es nicht darum im Kampf besonders geschickt zu sein, sondern schlicht und einfach darum, Gegnerwelle um Gegnerwelle zu plätten und über den Jordan zu schicken. Mit Sengoku Basara: Samurai Warriors 3 bringt Capcom einen eigenen Titel auf den Markt, der in dieselbe Kerbe schlägt. Während der direkte Vorgänger hierzulande in Devil Kings umbenannt wurde (ebenso wurde ein grosser Teil des Inhalts „angepasst“ ) bleibt Capcom beim neusten Teil dem Original treu und veröffentlicht dieses inhaltsgleich auch auf dem heimischen Markt.

Die Wiedervereinigung Japans

Das Spiel nimmt den Spieler mit auf eine Reise durchs feudale Japan, wo noch Mann gegen Mann, Klinge gegen Klinge gekämpft wird. Die Geschichte dreht sich um die zwei Feldherren Ieyasu Tokugawa und Mitsunari Ishida. Anders gesagt: der Osten kämpft gegen den Westen. Ieyasu hat den alten Meister von Mitsunari im Kampf getötet, weshalb dieser Rache für seinen Mentor schwört. Ausserdem geht es darum Japan unter einem Feldherren zu einen, um es zu einstigem Ruhm zu führen. Als Spieler übernimmt man die Rolle von einem von 16 verschiedenen Kämpfern, die je nach dem für oder gegen eine der Fraktionen agiert. Die Geschichte ist eigentlich auch nicht mehr als Beiwerk, denn grosse Einblicke, Wendungen, Überraschungen oder Höhepunkte sucht man in ihr nämlich vergeblich.

Das Gameplay selbst ist wie auch bei anderen Genrevertretern so simpel und einfach, dass jeder schnell damit klar kommt. In der Haut des gewählten Charakters befindet ihr euch in einem abgegrenzten Areal und müsst in jedem Level die immer gleichen Aufgaben erledigen. Zum Angriff stehen nur wenige Angriffe zur Verfügung. Die Standardattacke lässt sich zu einer längeren Kombination verbinden, dazu muss nur immer wieder derselbe Knopf gedrückt werden. Mit der Zeit lassen sich noch Spezialangriffe freischalten, wodurch der Charakter beispielsweise nach vorne stürmt und Gegner umstösst. Doch selbst mit diesen Spezialangriffen hat jeder Charakter maximal 10 verschiedene Angriffe zur Verfügung, was die Kämpfe doch relativ einfach machen. Da die künstliche Intelligenz der normalen Gegner quasi nicht vorhanden ist, ist es nicht einmal nötig zu block oder auszuweichen. Sie stehen einfach nur da wie Lämmer die zur Schlachtbank geführt werden und warten darauf, dass sie von ihrem übermächtigen Gegner niedergestreckt werden. Jede Spielfigur hat ausserdem zwei weitere, extrem mächtige Angriffe. Zum einen gibt es den titelgebenden Basara Angriff. Sammelt man im Kampf genügend Energie um einen Balken aufzufüllen, kann man diesen auslösen, wodurch die eigene Figur unverwundbar wird und eine mächtige Combo vom Stapel lässt. Der Heldenangriff hingegen lässt die Zeit fast still stehen, wodurch es noch einfacher wird die Gegner niederzustrecken. Durch diese beiden Angriffe sind sogar die Bosskämpfe kein Problem.

Während man sich durch die Levels kämpft, müssen immer wieder Lageranführer ausgeschaltet werden, damit die eigene Armee mit Verstärkung versorgt wird und sich Tore öffnen, die den weiteren Weg vorgeben. Auf einer kleinen Minikarte in der rechten oberen Ecke wird immer angezeigt wo sich die nächsten Missionsziele befinden und ausserdem der Standort des Bosses jedes Levels. Ist der Weg nämlich frei kann es direkt zum Obermotz gehen, die zwar ein wenig Taktik erfordern, aber trotzdem nicht spannend sind. Ein wenig spannender und interessanter wird das Spiel, durch die Möglichkeit zu zwei gleichzeitig zu spielen. Der Mehrspielermodus ist nur im lokalen Mehrspieler möglich, macht ein wenig mehr Spass als das Einzelspielererlebnis, reisst das Ruder aber auch nicht mehr herum was den spielerischen Teil des Spiels angeht.

Gegenstände sammeln, Zubehör basteln, Gegenstände sammeln, Zubehör basteln…

Neben den Kämpfen warten noch einige wenige andere Möglichkeiten für den Spieler in Sengoku Basara: Samurai Warriors 3. Zum einen gibt es, ähnlich wie in einem Rollenspiel, die Möglichkeit seinen Charakter aufzuleveln, wodurch dieser neue Angriffe erlernt und seine Fähigkeiten verbessert. Das passiert aber alles vollautomatisch nach jeder Schlacht, wodurch hier keine eigenen Entscheidungen getroffen werden können. Während der Schlacht können ausserdem die verschiedensten Rüstungen, Waffen und Gegenstände gesammelt werden. Während bei den ersten beiden wohl klar ist wozu sie dienen, gibt es für die Gegenstände eine Funktion um diese in statusverbesserndes Zubehör zu schmieden. Aber auch hier stellt sich schnell Langeweile ein, denn das Produktionssystem kann weder begeistern noch motivieren.

Verrückt, abgefahren, Sengoku Basara!

Was Sengoku Basara: Samurai Warriors 3 jedoch zumindest im Ansatz speziell und interessant macht, ist der Stil sowie die typische japanischen, übertriebenen Charaktere. Die Figuren reichen dabei von den typischen, asiatischen Samurais bis zu eher komischen Typen wie z.B. ein Charakter der zwei Kettensägen (ja Kettensägen während alle mit Schwertern kämpfen!) direkt an seine Unterarme montiert hat. Noch mehr Beispiele? Kein Problem! Eine der Figuren kämpft in seinem Basaramodus mit drei Katanas gleichzeitig, doch damit lange nicht genug. Während des Spielverlaufs lässt sich für diesen Charakter eine Waffen freischalten, die eigentlich aus einem Griff sowie drei riesigen Katanaklingen besteht. Ist diese Waffe ausgerüstet und der Basaramodus aktiviert, kämpft er also mit 18 (!) Klingen gleichzeitig. Ansonsten wird wohl jedes Klischee bedient, von der aufreizenden, peitschenschwingenden Offizierin der die Brüste fast aus dem engen Kleidchen platzen bis zum General dessen Helm eher der modernen Kunst als den Rüstungsteile zugeordnet werden kann.

Von der technischen Seite betrachtet, macht das Spiel genau dort weiter wo es beim Gameplay aufgehört hat. Die positiven Punkte sind in der extremen Unterzahl, bis auf einige wenige Effekte oder Angriffe wirkt die Technik extrem altbacken. Die normalen Gegner sehen wirklich fast alle genau gleich aus, ihre Animationen wirken hölzern und den Umgebungen fehlt es an Detail, Schärfe sowie schönen Texturen. Irgendwie sieht alles aus wie ein Playstation 2 Spiel in High Definition. Im Hintergrund dudeln belanglose Musikstücke die in keinster Weise Atmosphäre aufkommen lassen, einzig die Synchronsprecher haben einen einigermassen durchschnittlichen Job geleistet, auch wenn die eigentlichen Gespräche wohl aus der untersten Schublade gekramt wurden.

Gääääääääääähn…

Irgendwie kann Sengoku Basara: Samurai Warriors 3 in den ersten 1-2 Stunden den Spieler noch motivieren und doch so etwas wie Spass machen. Doch schnell macht sich Ernüchterung breit, denn obwohl es 16 verschiedene Charaktere gibt, die alle einer individuellen Geschichte folgen, fehlt es extrem an Abwechslung und Langzeitspass. Das Gameplay ist heutzutage schon lange nicht mehr aktuell, die Technik kann genauso wenig begeistern. Dadurch ist es schwierig eine richtige Kaufempfehlung abzugeben, denn es spricht wohl die wenigsten potenziellen Käufer wirklich an.

Unser Fazit

%

Pro

Kontra

Unsere Bewertung

Grafik
 
%
Sound
 
%
Steuerung
 
%
Gameplay
 
%
Multiplayer
 
%
Spielspaß
 
%

- ANZEIGE -


Kategorien:
Tags:

Weitere News und Spiele zum Thema

Im Forum als MrNice oder auf Google+ unterwegs.

Kommentare

Hinterlasse eine Antwort

Erfolge Trophy Leitfaden Keyword-Wolke:


  • sengoku basara 2 samurai heroes für wii

  • sengoku basara trophäen leitfaden

  • samurai basara attacken
  • sengoku basara heldenangriff bei wii
  • <>samurai warriors 3 ps3 test
  • spezielle combos in sengoku

  • samurai warriors 3 test

  • <>samurai heroes 3

- ANZEIGE -


*