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Shadow Warrior – Test / Review

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Veröffentlicht 7. Oktober 2013 | 11:08 Uhr von Ricky

Shadow Warrior - Sword Handle Art

Es ist schon irgendwie erstaunlich, dass viele alte Games im Gedächtnis von Spielern und heutigen Entwicklern hängen bleiben, und manches Mal Jahrzehnte später nicht nur Fortsetzungen, sondern auch Remakes von einem solchen Spiel geschaffen werden. Im konkreten Fall wurde Shadow Warrior mit einem Remake bedacht und ob es sich lohnt auch im Remake das Katana zu schwingen, erfahrt ihr in unserem Test.

Schnetzeln gestern und heute

Erstmals erschien Shadow Warrior im Jahre 1997 und sorgte schon damals mit seiner Mischung aus Ego-Shooter und Hack’n Slay für Aufsehen. Nachvollziehbar, denn sind wir mal ehrlich: Wie oft kommt es in einem First-Person-Shooter vor, das nicht die große Wumme in der Hand der ultimative Monstererlöser ist, sondern eine elegante Waffe, wie eben ein Katana. Das war gestern, denkt ihr? Nein, das ist auch heute die Besonderheit von Shadow Warrior. Damals wurde der Titel in Deutschland sehr schnell indiziert, da er als „zu brutal“ eingestuft wurde. Wer nun Angst haben sollte, dass er in Deutschland Shadow Warrior nur in einer kastrierten Version erhält, wenn man das Spiel über z.B. Steam erwirbt, den können wir beruhigen. Alles was im Remake in seine Bestandteile zerlegt werden kann, sei es Monster oder menschliche Gegner, können auch in der deutschen Version stilecht in nicht immer gleichmäßige, aber sehr effektive Scheiben geschnetzelt werden.

Ihr seht schon an den ersten Zeilen, bei Shadow Warrior handelt es sich um einen ganz klassischen Shooter (mit Katana), ohne viel Schnick und Schnack. Action pur ist angesagt. Betretet ein Areal, sucht in jedem Winkel nach versteckten Items, und tötet alles was nicht rechtzeitig davon laufen kann. Spätestens jetzt dürfte auch klar sein, dass die Story dem Spielprinzip angepasst wurde, und demnach auch eher dem „nicht vorhanden sein“ entspricht. Doch lasst euch davon nicht abschrecken, denn so einfach wie Shadow Warrior auch gestrickt ist, es macht einfach Spaß.

shadow-warrior-screenshot-01-10-2013-12

 

„Wollen liebel loh?“

Blut spritzt in rauen Mengen, doch zählt hier nicht das blinde um sich ballern, denn das funktioniert höchstens, wenn ihr auf dem leichtesten Schwierigkeitsgrad unterwegs seid. In Shadow Warrior solltet ihr eher nach abwechslungsreichen und vor allem stylischen Tötungsmethoden Ausschau halten. Wir wäre es, wenn ihr in einer schmalen Gasse einfach mal ein Auto zur Explosion bringt und damit eine Kettenreaktion auslöst, und sich alle Gegner praktisch in nichts auflösen. Ah, wir verstehen, das ist euch zu plump?! Nun gut, auch hier kann Abhilfe geschaffen werden. Nutzt alternativ doch einfach die Möglichkeit neue Skills, Moves und Zauberkräfte zu lernen, mit denen schnetzelt es sich gleich eleganter durch die Horden an Gegnern. Aber so einfach sich das auch anhören mag, es ist nicht, denn der gekonnte Umgang mit dem Katana, und das Aneinanderreihen von Kombo-Attacken will gelernt sein. Hierbei kommt es darauf an, wie ihr spielen möchtet. Klassisch mit Maus und Tastatur oder nutzt ihr doch lieber ein Joypad, das bleibt ganz euch überlassen, unterstützt wird beides. Je nach gewählter Steuerung müsst ihr bestimmte Tastenkombinationen verinnerlichen, damit ihr nicht nur auf höheren Schwierigkeitsgraden überlebt, sondern auch um möglichst viele Punkte aus einem Kampf herauszuholen. Je abwechslungsreicher und effektiver ihr in den Kämpfen seid, desto mehr Punkte und Geld erhaltet ihr, mit denen ihr wiederum eure Ausrüstungen und Fähigkeiten weiter ausbauen könnt. Zum Glück lässt euch die Kollisionsabfrage selten bis gar nicht im Stich und funktioniert genauso wie es sein soll. Einzig was vorkommen kann ist, dass ihr im Eifer des Gefechtes mal eine Tastenkombination nicht richtig ausführt. Diese sind zwar nicht schwer, aber für einen Ego-Shooter dennoch eher ungewöhnlich umfangreich ausgefallen.

Wer sich die Mühe macht und die Spielwelt, welche in asiatisches Ambiente verpackt wurde, untersucht, wird so einige Lustige Easter-Eggs entdecken. Vor allem Spieler, welche das Original aus den 90-er Jahren kennen, werden viele Parallelen entdecken, u.a. auch die kleinen weißen Häschen, denen man, sofern man Lust hat, auch ab und an beim kopulieren zuschauen kann.

Die einzelnen Gebiete der Spielwelt sind sehr atmosphärisch und auch abwechslungsreich in Szene gesetzt. Klar könnte man nun bemängeln, dass man den Bambuswald etwas zu oft zu sehen bekommt. Aber ehrlich: Bei welchem Spiel hat man das nicht, das sich das ein oder andere Gebiet wiederholt. Ansonsten schaut die komplette Grafik sehr sauber aus und lässt sich auch auf etwas schwächeren Systemen ansehnlich spielen.

shadow-warrior-screenshot-01-10-2013-06

 

Große kleine Welt

Leider sind einige Areale etwas klein geraten. Ihr lauft oft durch Schlauchartige Level, in denen einzig das Überleben zählt. Doch auch in diesen Arealen gibt es immer noch etwas zu entdecken, vorausgesetzt man prescht nicht wie ein Berserker durch das Spiel. Lasst die teils sehr schönen Umgebungen auf euch wirken und erkundet auch die kleinsten Winkel.

In einem Punkt gibt sich Shadow Warrior absolut keine Blöße, nämlich im Umfang. Mit gesamt 17 Kapiteln ist der Titel angenehm lang ausgefallen und lädt auch zum wiederholten spielen ein. Sehr positiv aufgefallen ist uns, das auf einen oft erzwungenen Multiplayer-Part gänzlich verzichtet wurde. In der heutigen Zeit werden immer mehr Spiele mit einem Mehrspieler versehen, der so ganz und gar nicht zum grundlegenden Konzept passt. Schön das hier die Entwickler Flying Wild Hog einen anderen Weg eingeschlagen haben.

Soundtechnisch waren wir etwas hin- und hergerissen. Einerseits ist die musikalische Untermalung sehr stimmig, weshalb es für Käufer der Special Edition gleich noch den Soundtrack obendrauf gibt, andererseits wirken manche Explosionen oder auch die Sprachausgabe etwas schwach. Auch die Schussgeräusche hätten etwas kräftiger ausfallen können, doch das wäre jammern auf hohem Niveau.

Unser Fazit

82 %

Shadow Warrior ist ein Beleg dafür, dass Remakes von Spielen auch mit einem etwas kleineren Budget durchaus gut ausschauen können, als auch – viel wichtiger - sehr gut spielbar sind. Flying Wild Hog hat gute Arbeit abgeliefert, welche sich auch hinter den vermeintlich ‚großen Titeln‘ nicht verstecken muss. Shadow Warriorr zu spielen macht einfach Spaß: Herrlich unkomplizierter Spielablauf, viel Action, stimmungsvolle Umgebungen und ein atmosphärischer Soundtrack, was will ein Spielerherz mehr. Wir sind von Shadow Warrior sehr angetan und beschreiben den Titel schlicht mit den Worten des Herstellers: Einfach Wangtastic!

Pro

  • + unkomplizierter Spielablauf
  • + großer Umfang
  • + stimmige Sounduntermalung
  • + Verzicht auf einen Mehrspieler
  • + saubere Optik

Kontra

  • - für einen Ego-Shooter z.T. komplexe Tastenkombinationen
  • - Teilweise recht kleine Level
  • - Grafik wirkt etwas gealtert
  • - Schwache Explosions- und Schussgeräusche

Unsere Bewertung

Grafik
 
81 %
Sound
 
78 %
Steuerung
 
80 %
Gameplay
 
83 %
Multiplayer
 
00 %
Spielspaß
 
88 %

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