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Sherlock Holmes: Crimes & Punishments – Meisterdetektiv im Testlabor

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Veröffentlicht 5. Mai 2015 | 14:00 Uhr von Fabrice

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Der wohl berühmteste Detektiv der Welt ist selbst heute noch überall präsent. Die Bücher von Arthur Conan Doyle erfreuen sich weiterhin großer Beliebtheit. Gleich zwei TV-Serien, eine amerikanische und eine britische, laufen im TV und im letzten Jahr hat es den brillanten Schnüffler erneut in die Welt der Videospiele verschlagen.

Das ist nicht sein erster Auftritt, denn Crimes & Punishments ist der zweite Teil der Serie. Crimes & Punishments ist aber Sherlock’s Debut auf der aktuellen Konsolengeneration. Zusammen mit unseren treuen Gefährten Watson und Hund Toby, haben wir die Jagdmütze aufgesetzt um die kniffligsten Fälle überhaupt zu lösen.

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Der Meister der Deduktion

Insgesamt gibt es sechs Fälle. Jeder hat eine eigene Geschichte, die hauptsächlich unabhängig voneinander sind. Außer einigen wenigen Hauptfiguren, haben sie nichts miteinander zu tun. Die Geschichten sind durchwegs spannend und unterhaltsam gestaltet. Die Charaktere, ob gut oder böse, allen voran Mr. Holmes selbst, sind vielschichtig und abwechslungsreich. Diese beiden Kombinationen, im Zusammenspiel mit dem authentisch nachgebildeten viktorianischen London, sorgen für eine Spielwelt in die man gut eintauchen kann.

Die Detektivarbeit selbst ist, hauptsächlich, spannend gestaltet. Einen Großteil der Arbeit macht die Suche nach Spuren aus. Tatorte müssen durchsucht und Zeugen befragt werden. Je mehr Beweise man gefunden hat, desto eher bekommt man auch Informationen aus einem Zeugen heraus. Hier hat man es häufig mit Point & Click typischen Aufgaben zu tun. Finde alle Gegenstände in einem Haus, wo könnte sich ein Schuhabdruck oder anderes belastendes Material befinden. Es findet dabei einen guten Mittelweg zwischen gut versteckt und relativ offensichtlich. Je nach dem was man sucht, könnte man schon eine Weile auf der Suche sein.

Daneben kriegt man es häufig noch mit kleineren Minispielen zu tun. So kann man im ersten Fall einen Schweinekadaver mit einer Harpune penetrieren, um heraus zu finden wie viel Kraft für einen Harpunenwurf aufgewendet werden muss. Diese lockern die typische Sucherei und Fragerei gut auf, ohne aufdringlich zu sein.

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50 Schattierungen von Grau

Gut gelungen, sind die Auflösung der Fälle. Dort liegt es nämlich in der eigenen Hand, welcher Verdächtige wie bestraft werden soll. Das Spiel gibt einem zwar Hinweise darauf, wenn es widersprüchliche Beweise gibt, es verhindert aber nicht das man diese trotzdem genau so verwendet. Man kann selbst Verbindungen zwischen Personen, Orten oder Handlungen erstellen, um so ein Muster in dem ganzen Wirrwarr an Informationen zu finden. Es bleibt einem also selbst überlassen, wenn man verurteilen will. Es bleibt einem sogar selbst überlassen, ob man jemanden verurteilen will. Wenn man das Gefühl hat, das es gar kein Verbrechen war und der Täter oder die Täterinnen aus einem anderen Grund gehandelt hat, kann man diese Person auch laufen lassen.

Es besteht immer die Möglichkeit wieder zurück ins Spiel zu gehen, um dort einen gemachten „Fehler“ auszubügeln. Es ist aber toll gemacht, wie einem selbst die Wahl überlassen wird wie man am Ende eines Falles vorgehen will. Keine Händchenhalterei, rein gar nichts. Nur die gesammelten Informationen und die eigenen Moralvorstellungen zählen an diesem Punkt. Es passt zu Sherlock Holmes als Figur und gibt dem Spiel, eine faszinierende Marke. Etwas das man vielleicht gar nicht erwartet hätte, wenn man sich noch nie mit einem Spiel dieser Serie auseinander gesetzt hat!

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Wo versteckt sich die aktuelle Konsolengeneration?

Sherlock Holmes: Crimes & Punishments ist, im Gegensatz zum Vorgänger, auch für PlayStation 4 und Xbox One erhältlich. Das merkt man dem Spiel aber kaum an. Auf der Xbox One wird selten mit den Muskeln gespielt. Die Charaktermodelle von Sherlock und Watson gehen ganz in Ordnung. Die Modelle von Nebencharaktere sind oft ziemlich fragwürdig. Besonders Toby, der treue Hund, sieht nicht wirklich allzu sehr nach einem Hund aus.

Die Stadt auf der anderen Seite, ist zwar grafisch nicht opulent aber sehr stimmig gestaltet. Eine Welt in die man wirklich eintauchen kann. Es gibt aber einige unschöne Bugs. Einer hat zumindest mich bei der Fortsetzung des Abenteuers komplett blockiert. Nur ein Neustart des Falles hat hier Abhilfe getan. Die Steuerung selbst ist ebenfalls eher langsam und nicht allzu genau. Glücklicherweise fällt das nur selten störend auf, da man nur in Ausnahmefällen schnell reagieren muss. Die englischen Synchronsprecher scheinen teilweise mehr und teilweise weniger engagiert bei der Arbeit gewesen zu sein. Alles in Allem ist die Synchronisation aber nicht schlecht.

Sherlock Holmes Crimes & Punishments

 

Unser Fazit

68 %

Wenn man Sherlock Holmes: Crimes & Punishments im Laden, virtuell oder nicht, sieht, dann hält man im ersten Moment wohl nicht viel davon. Es ist aber ein überraschend gutes Spiel. Die Entwickler scheinen eine gute Idee gehabt zu haben, welche sie auch hauptsächlich in die Tat umsetzten konnten. Spielerisch ist ihnen ihr Vorhaben voll gelungen. Technisch wirkt es jedoch eher altbacken und nicht standesgemäß für die aktuelle Konsolengeneration. Dennoch macht es viel Hoffnung, was ein etwaiger Nachfolger noch mit sich bringen könnte!

Pro

  • + 6 unterschiedliche Fälle
  • + Viel Freiheit bei Auflösung von Fällen
  • + Herausfordernde Minispiele
  • + Gute Balance von Schwierigkeitsgrad

Kontra

  • - Grafik veraltet
  • - Langsame und unpräzise Steuerung
  • - Wechselhafte Qualität der Sprecher
  • - Bug der Neustart erforderte

Unsere Bewertung

Grafik
 
62 %
Sound
 
60 %
Steuerung
 
66 %
Gameplay
 
71 %
Multiplayer
 
00 %
Spielspaß
 
70 %

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