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Shiftlings – Test / Review

Direkt zum Fazit springen

Veröffentlicht 20. Juni 2015 | 15:16 Uhr von Alexander Winkel

Shiftlings-Screen

Zwei durchgeknallte Aliens auf dem besten Weg Weltstars zu werden – wenn auch nicht ganz freiwillig. In Shiftlings übernimmt man die Rolle zweier chaotischer Mechaniker, die unwissentlich die Stars einer interaktiven TV Show darstellen. Mühselig arbeiten sich die beiden an reperaturbedürftige Stellen vor, um anschließend den Ausgang zu erklimmen. Der Spaziergang wird für den Spieler zur grandiosen Knobelkost, die einiges abverlangt!

Die Story ist im Grunde aber nur schmückendes Beiwerk, auch wenn der plappernde Moderator zu Beginn eine recht gute Figur abgibt und während der zahlreichen Level auf insgesamt fünf Planeten sein loses Mundwerk einfach nicht halten kann. Die Sprüche sind banal und auf Dauer hört man einfach nicht mehr hin. Das Chaosteam vor der Kamera aber weiß eh nichts davon und lebt den Tag, wie er kommt. Der neugierigere der Beiden schleicht sich deshalb auch in einen verbotenen Bereich und schluckt heimlich die wohl beste Limonade des Alls: Black Hola Cola. Einen unangenehmen Furz später kugelt dieser aufgebläht durch die Gegend und, wie auch immer die physikalischen Gesetzte der fremden Welt geartet sein mögen, stellt fortan ein unbewegliches, äußerst schweres etwas dar.

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Ein Schlauch, der (ver)bindet

Das Spiel fokussiert sich aber auf die Rätselkost und lässt die Geschichte eher in den Hintergrund rücken. Das Spielprinzip, um es auf den Punkt gebracht zu haben, ist äußerst simpel erläutert. Die beiden Mechaniker müssen zunächst ihre Reparatur an der Anlage durchführen, um anschließend durch eine sich dann öffnende Türe in den nächsten Abschnitt zu gelangen. Dazu spring, klettert und wandert man durch kunterbunte Abschnitte, mechanische Bauten, die zu Beginn noch einfach zu durchschauen sind, später aber mit sich bewegenden Plattformen, breiten Abgründen und zahlreichen Kletterpassagen durchaus für Anspruch sorgen. Leider wird die Komplexität auf Dauer hauptsächlich durch die Größe der pseudo-2D Level erhöht und nicht aufgrund neuer Ideen und Hindernisse, die uns die Entwickler vorsetzen.

Nichts desto weniger gehört Shiftlings zu den eher durchdachten Puzzle-Plattformern. Der Trick und dadurch die grandiose Gedankenverrenkung, die sich uns bereits nach wenigen Levels offenbarte, sind zwei spielmechanische Elemente. Zum einen unterscheiden sich die beiden Mechaniker ganz offensichtlich. Der eine ist dick und unbeweglich, hat aber eine entsprechende Masse. Dadurch kann er seinen Partner leicht über Kanten hinweg ziehen oder gar als Trampolin dienen. Die Gasfüllung kann per Tastendruck zwischen den beiden hin und her wandern, denn sie sind durch einen Schlauch stets miteinander verbunden. Dies ist auch der grandiose Kniff, welcher dieses Knobelspiel so von der Masse abhebt. Denn beide Mechaniker sind unwiederbringlich miteinander verbunden. Sie können sich nur in einem gewissen Rahmen voneinander fort bewegen und müssen stets mit dem Schlauch dem anderen hinterher.

Was daran so besonders ist? Nun, stellt euch mal ein paar Plattformeinlagen vor. Der kleine springt über zwei Pfeiler hinweg in die Höhe, erreicht den ersten aber nur wenn der Dicke als Trampolin missbraucht wird. Soweit so gut. Doch wie bekommen wir den anderen hinterher gezogen? Das artet meist in knackigen Denkaufgaben aus, bei denen man unkonventionell an das Problem heran gegen muss. Das Gas wechseln, wieder nach unten springen und zurück laufen, um den Partner hinterher zu ziehen. Oftmals geht man dabei vermeintlich ein paar Schritte rückwärts, nur um beide Mechaniker irgendwie doch noch durch das Labyrinth zu bugsieren. Knoten im Schlauch und in den Gehirnwindungen sind definitiv vorprogrammiert und man sitzt oft deutlich länger vor einer Aufgabe, als es ursprünglich den Anschein hat. Uns haben die knackigen Plattform-Puzzles auf jeden Fall sehr gut gefallen, denn meist sind sie nicht auf Anhieb zu durchschauen, aber hinterher vollkommen logisch.

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Zu Zweit mehr Spaß

Alleine ist Shiftlings aber etwas arg mühselig. Denn das Timing ist nicht selten ein wichtiger Faktor, um zahlreiche Hindernisse und Gefahren zu überwinden. Das ganze Abenteuer hinweg müssen beide Charaktere gleichermaßen bedient werden, was nicht selten auch zu Fehlern führt. Denn oft verwechseln man die Taste, um das Gas hin und her zu wechseln und Dick und Dünn zu tauschen, mit der Taste, den Spielcharakter zu wechseln. Deutlich einfacher, aber auch wesentlich spaßiger und unterhaltsamer ist es, wenn sich ein Freund einfindet und man gemeinsam an einer Konsole oder gar über Xbox Live die Aufgaben angeht. Zwei Köpfe haben auch mehr Ideen und können wesentlich mehr Kreativität an den Tag legen und somit die kniffligen Aufgaben vielleicht auch einfacher meistern.

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Unser Fazit

75 %

Shiftlings ist auf dem ersten Blick ein typischer Plattform-Puzzler, erlangt durch zwei Spielelemente aber ein nicht ganz unwesentliches Alleinstellungsmerkmal. Zum einen gehen die Mechaniker durch dick und dünn und nutzen die jeweiligen Vorteile. Der eine schwer und massig, der andere leicht und kann daher springen. Der wesentliche Kniff bei Shiftlings ist aber der Verbindungsschlauch, durch den man die Gase zwischen den beiden Mechanikern hin und her wechseln kann, welcher aber auch die Bewegungsfreiheit des Chaosteams ungemein einschränkt. Schnell verknoten sich nicht nur die Verbindung zwischen den beiden Mechanikern, sondern auch die Hirnwindungen. Denn bereits in den ersten Abschnitten muss man recht unkonventionell heran gehen. Soweit ist der Titel wirklich gelungen, nur auf Dauer etwas eintönig. Denn irgendwann hat man den Kniff raus und kennt alle Geheimnisse. Dann wird die Komplexität nur noch aufgrund der Größe der Level konstant angehoben. Dennoch macht Shiftlings vor allem im Mehrspielerdmodus richtig Laune.

Pro

  • + Grandioser Knobelspaß der durch die Spielelemente geprägt ist
  • + Vor allem im Koop-Modus kommt viel Spaß auf.
  • + Ein üppiger Spielumfang durch zahlreiche Level.

Kontra

  • - Handhabe etwas fummelig. Mit einem Partner spielt es sich wesentlich besser.
  • - Die kunterbunte Aufmachung trifft sicherlich nicht jeden Geschmack.
  • - Steigender Schwierigkeitsgrad wird später nur noch durch die Größe der Level erreicht.

Unsere Bewertung

Grafik
 
70 %
Sound
 
60 %
Steuerung
 
75 %
Gameplay
 
75 %
Multiplayer
 
75 %
Spielspaß
 
70 %

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Aufgewachsen mit der ersten Nintendo-Konsole, fühlt sich Alexander Winkel eigentlich auf allen Plattformen heimisch. Trotz seiner offensichtlichen Hingabe zur Xbox – die vielen Gamerscore Punkte erspielen sich nicht von selbst – lässt er seine Schreibwut an allen Videospielen aus, unabhängig vom System.

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