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Silent Hill: Book of Memories – Auf der PlayStation Vita im Test

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Veröffentlicht 13. November 2012 | 12:31 Uhr von Quentara

Letzte Änderung 16. November 2012

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Mit der Silent-Hill-Serie begründete Konami auf der PlayStation One das Genre des Survival Horror neu. Doch nach den großen Anfangserfolgen ebbte der Hype um die amerikanische Kleinstadt langsam ab. Zeit also, dass die Japaner mit ihrem ersten Silent Hill für die PlayStation Vita neue Wege gehen und dem Horror einen neuen Anstrich verpassen. Wir haben uns für euch nach Silent Hill gewagt, um das frische Konzept zu testen.

Schlaflos in Silent Hill

Silent Hill: Book of Memories Euer junger Held ist rastlos. Die viele Arbeit der letzten Wochen hat ihren Tribut gefordert. Das Schlafen fällt euch schwer – bis es an eurem Geburtstag an der Tür klingelt. Der mysteriöse Postbote Howard steht vor euch und drückt euch ein Paket aus Silent Hill in die Hand. Gespannt öffnet ihr es und findet darin ein geheimnisvolles Buch.

Doch wie kann das sein? Das Buch enthält nicht nur exakt eure Begegnung mit dem Postboten, sondern auch eure komplette Vergangenheit. Was wäre, wenn ihr sie einfach umschreiben könntet, in dem ihr die Seiten des Buches ändert? Schnell kritzelt ihr in den geheimnisvollen Seiten umher, dann schlaft ihr vor Erschöpfung ein; das erste Mal seit langer Zeit.

Gruseliges Hack-n-Slay?

Und damit beginnt eure Reise in eine albtraumhafte Welt voller Käfige, finsterer Monster und allerhand Schlachterei. Denn anders als seine Vorgänger ist Silent Hill: Book of Memories kein Horror-Adventure, sondern ein waschechtes Hack-n-Slay.

Silent Hill: Book of Memories In Manier eines Dungeon Crawlers bewegt ihr euch durch zufallsgenerierte Level und müsst die Vergangenheit eures selbst erstellten Charakters beeinflussen. Dabei arbeitet ihr euch von Raum zu Raum vor, die von Feinden übersät sind. Egal ob Flugtier, doppelköpfige Hunde oder zombiehafte Krankenschwestern, hier sind alle Bösewichter aus dem Silent-Hill-Universum vertreten.

Eure Gegner sind dabei in Licht- und Blutwesen unterteilt. Besiegt ihr sie, erhaltet ihr Karma für die jeweilige Seite. Sammelt ihr genug Karma, könnt ihr Spezialfähigkeiten wie beispielsweise einen Blutregen freischalten. Ansonsten ist das Kampfsystem recht simpel gehalten.

Ihr könnt zwei Waffen gleichzeitig tragen und mit den Viereck- und Dreieck-Tasten auf eure Feinde einprügeln. Pistolen und Stahlrohre stehen euch ebenso zur Verfügung wie Hackebeile und Baseballschläger. Allerdings nutzen sich eure Waffen mit der Zeit ab. Ihr solltet diese also stets austauschen oder mittels eines Werkzeugsets reparieren.

Großer Name, wenig Silent Hill

TV-Übertragungen und Notizen, die ihr innerhalb der Raumlabyrinthe findet, treiben die Geschichte voran. Die hat bis auf den Namen und bekannte Bestien allerdings wenig, bis gar nichts mit der bekannten Serie zu tun. Auf Grusel- und Survivalmomente müsst ihr ebenfalls verzichten. Schnell werdet ihr merken, dass der große Name nur als Zugpferd für ein durchschnittliches Hack-n-Slay dient.

Silent Hill: Book of Memories Denn spielerische Tiefe und Abwechslung dürft ihr in Book of Memories nicht erwarten. Die Level gleichen sich durchgängig, bis auf das Abschlachten von Ungeheuern wird euch wenig geboten und habt ihr einmal heraus, wie ihr die Viecher am effektivsten bekämpft, wird auch dies schnell öde.

Hinzu kommt, dass ihr in den verschachtelten Raumwelten nur in der sogenannten Bibliothek speichern könnt. Bis ihr dorthin gelangt kann schon einmal einige Zeit vergehen – für ein tragbares Spiel ist das ein Totschlagargument. Zumindest grafisch kann sich Silent Hill sehen lassen. Modelle und Texturen sind ordentlich gestaltet, auch wenn aus näherer Sicht die Liebe fürs Detail fehlt. Musik und Soundeffekte können aber durchaus mit den großen Seriengeschwistern mithalten.

Falls ihr lieber mit Freunden in die Schlacht zieht, hält Silent Hill: Book of Memories zumindest einen Mehrspielermodus bereit. Zu viert zieht ihr von Raum zu Raum und jagt Monster zurück in die Hölle. Instabile Server trüben den Spaß jedoch. Kombiniert mit dem bekannten Speicherproblem kann es so sein, dass ihr kurz vor einer Bibliothek aus dem Spiel fliegt und die ganze Episode noch einmal von vorne beginnen müsst.

Unser Fazit

69 %

Dass eine Serie zu neuen Ufern aufbricht ist nichts Schlimmes – wenn die Qualität stimmt. Dass Silent Hill: Book of Memories kein sehr gutes Spiel ist liegt eben an dieser Qualität. Wir werfen Konami nicht einmal vor aus dem Titel ein Hack-n-Slay mit immer gleichen Dungeons gemacht zu haben. Denn auch ohne das bewährte Gameplay findet sich kaum etwas, was entfernt an die Silent-Hill-Serie erinnert. Hinzu kommt das abwechslungsarme Spielprinzip, was bereits nach einigen Episoden einfach keine spannenden Neuerungen mehr bietet. Damit dieser Dungeon Crawler den Suchtfaktor der Konkurrenz erreicht fehlen einfach die Lust am Entdecken und die Motivation zum Jagen und Sammeln. Um einen vernünftigen PS Vita Titel herauszubringen nützt es eben nichts, ein durchschnittliches Spiel mit einer bekannten Marke aufzupeppen. Hoffen wir, dass sich Konami auf die Stärken der Serie besinnt und in naher Zukunft ein Spiel veröffentlich, das den Namen Silent Hill wirklich verdient.

Pro

  • + Gute Grafik
  • + Weitläufige Level
  • + Frei gestaltbare Charaktere
  • + Atmosphärischer Soundtrack
  • + Nettes Hack-n-Slay

Kontra

  • - Auf lange Sicht zu eintönig
  • - Wenig Abwechslung abseits der Action
  • - Gebiete sehen alle gleich aus
  • - Hat kaum etwas mit Silent Hill zu tun
  • - Nerviges Speichersystem
  • - Instabile Server im Multiplayer

Unsere Bewertung

Grafik
 
75 %
Sound
 
80 %
Steuerung
 
70 %
Gameplay
 
60 %
Multiplayer
 
50 %
Spielspaß
 
64 %

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