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Sine Mora – Review/Test

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Veröffentlicht 13. April 2012 | 12:29 Uhr von Goreminister

Sine Mora_Digital Reality_Xbox 360_Screen_Header

Machen wir uns nichts vor; Die wirklich gloriose Zeit der Shoot ´em Ups (kurz Shmups genannt) ist seit geraumer Zeit vorüber und dennoch tauchen hier und da immer wieder Perlen diesen scheinbar ausgestorbenen Genres auf. Man muss nur nach ihnen suchen und sie vor allem finden. Was euch dann im besten Fall erwartet sind schweißnasse Hände die sich fieberhaft an den Controller krallen, während ihr so reaktionsschnell wie ein Kampfjetpilot reagieren müsst, um dem Kugelhagel der gegnerischen Einheiten auszuweichen. Ihr findet euch selbst in dieser Beschreibung wieder und habt ein grundlegendes Faible für das Shmup-Genre? Dann solltet ihr unser Review zu Sine Mora aus dem Hause Digital Reality, bzw. Grasshopper Manufacture unbedingt von Anfang bis zum Ende studieren.

Ein Shoot ´em Up mit Story?
In früheren Shoot ´em Ups spielte die Geschichte einer eher untergeordnete Rolle, weswegen es umso mehr überrascht, dass Sine Mora eine wirkliche Story vorweisen kann. In der Geschichte werden die sogenannten „Enkies“ von einem bösen Imperium gnadenlos unterdrückt, verfolgt und aufgrund von drei abgeworfenen Megabomben beinahe ausradiert. Um den Genozid zu vollenden sollte eigentlich eine vierte Bombe abgeworfen werden, doch weigerte sich der damalige Pilot des Imperiums den Auftrag auszuführen, weil er nicht für den Tod von Tausenden verantwortlich sein wollte. Seine lobenswerte Tat musste er ziemlich schnell mit seinem Leben bezahlen, doch konnte er als Märtyrer eine Revolution anzetteln. Das Imperium hat die Rechnung nämlich ohne Ronotra Koss, dem Vater des getöteten Piloten, gemacht. Dieser schwingt sich auf und versucht den tragischen Vorfall und den Tod seines Sohnes mittels Zeitreisen zu verhindern. Während des Rachefeldzuges schlüpft der Spieler dabei in unterschiedliche Rollen und somit auch verschiedene Kampfjets, wobei euch eine Frage stets begleitet: Was würdet ihr mit eurer Zeit auf diesem Planeten anstellen wenn ihr wüsstet wie viel euch noch bleibt?

Klassik triff Moderne
Sine Mora ist ein klassischer Sidescroller. Das bedeutet ihr ballert euch von links nach rechts über den Bildschirm und könnt diverse Power-Ups für mehr Durchschlagskraft einsetzen, wenn ihr diese durch den Abschuss von Gegnern ergattern konntet. Ein weiterer, entscheidender Faktor ist die Zeit. Ihr erhaltet nämlich nur eine gewisse Zeitressource, um die einzelnen Abschnitte unbeschadet zu passieren. Läuft die Zeit ab ist es mit euch vorbei! Um zusätzliche Zeit zu gewinnen wird man förmlich zum Kampf gezwungen, da das Vernichten feindlicher Maschinen ein paar lebensrettende Sekunden gewährt. Deswegen sollte man stetig Ausschau nach Power-Ups halten, mit denen man die Formationen der Gegner wesentlich schneller und effektiver vom Himmel fegen kann. Das führt natürlich zu einem größeren Zeitvorrat, den ihr bitter zum Überleben benötigt.

Sine Mora – Launch-Trailer:

Ein weiterer Kniff im Gameplay besteht aus einer Art „Bullet Time“. Und zwar könnt ihr das Spielgeschehen enorm verlangsamen was gerade in brenzligen Situationen äußerst gelegen kommt, da man dem Kugelhagel der Gegner wesentlich besser ausweichen kann. Logischer Weise steht diese Spezialfunktion nicht unbegrenzt zur Verfügung, weswegen ein wenig Taktik und Geschick beim Einsatz dieses Features von Nöten ist. Vor allem im Kampf mit den imposanten Bossgegnern die dafür sorgen, dass die Kinnladen einiger Genrefans nach unten klappen. Werdet ihr im Gefecht vom Feindfeuer getroffen, so verringert sich die Zeitleiste und ihr büßt einen Teil eurer angesammelten Power-Ups ein. Besonders in schwierigen Passagen mit starken Gegnern kann dieser Umstand verheerende Folgen beim Weiterkommen haben. Hat man jedoch einen Kontrollpunkt passiert, so werden die bis dato aufgesammelten Power-Ups „gespeichert“, so dass ihr nicht komplett bei null anfangen müsst. Wer bereits auf Erfahrung im Shmup-Genre zurückblicken kann, dem werden diese Gameplay-Einfälle sehr entgegenkommen, da man von allzu stupider Ballerei abweicht und neue, leicht taktische Elemente aufgreift. Man merkt eben deutlich, dass die Entwickler nicht nur ein weiteres, x-beliebiges Shoot ´em Up kreieren, sondern ihre eigene Fußnote in der Geschichte des Genres hinterlassen wollten. Und das ist mit Bravour gelungen.

Wer nun befürchtet, dass sich der Schwierigkeitsgrad nur an die Könner des Fachs richtet der irrt. Sine Mora bietet Veteranen eine knackige Herausforderung ist aber im gleichen Atemzug auch sehr Einsteigerfreundlich, da man auf der leichten Stufe gleich neun Continues spendiert bekommt. Im normalen Schwierigkeitsmodus ist der Kugelhagel zwar nicht von schlechten Eltern, aber im Gegensatz zum extremen Modus überschaubar. Hier wird der Bildschirm ordentlich mit Projektilen gefüllt, die dem altgedienten Shmup-Veteranen einiges an Reaktionsvermögen abverlangen. Da ist es von Vorteil, dass man nicht unbedingt ganz von vorn anfangen muss, wenn man mal ins Gras beißt, sondern die Level nach erfolgreichem Absolvieren einzeln auswählbar sind. Ist der Story-Mode absolviert, könnt ihr euch im Arcade-Mode austoben. Dieser verfügt zwar über die gleichen Szenarien, kommt aber ohne die Geschichte daher. Außerdem lädt der Arcade-Mode zum fröhlichen Punktesammeln ein, um auf der Bestenliste weiter voran zu kommen. Wer möchte kann zudem diverse Aufgaben erledigen, um weitere Ränge aufzusteigen, wobei das Ganze an die Achievements der Xbox 360 erinnert. Um an dieser Stelle zwei Beispiele zu nennen, muss man mal einen Abschnitt mit einer gewissen Menge an Power-Ups absolvieren und mal eine gewisse Zeitvorgabe erfüllen. Im Kern bietet Sine Mora einen unglaublichen Umfang, da es nicht darauf ankommt sich stupide durch alle Level zu ballern, um das Spiel dann auf der Festplatte verschimmeln zu lassen. Immer wieder lädt Sine Mora dazu ein, neue Herausforderungen zu bestreiten oder neue Highscores aufzustellen, da man mit jedem Durchlauf weitere Möglichkeiten entdeckt um noch besser abzuschließen.

Das technisch beste Shoot ´em up?
Betrachtet man die Grafik und technischen Finessen die Sine Mora zu bieten hat vergisst man recht schnell, dass es sich hierbei „nur“ um einen Arcade-Titel handelt. Ein derart liebevolles Gegnerdesign hat man selten gesehen und auch die unterschiedlichen Hintergründe lassen Shmup-Liebhaber in Verzückung geraten. Kein Wunder, denn rund um Director Theodore Reiker haben sich diverse Meister ihres Fachs versammelt und Sine Mora Leben eingehaucht. So kümmerte sich unter anderem Animationsspezialist Mahiro Maeda (Final Fantasy: Unlimited) um das Endboss-Design, während Akira Yamaoka (Silent Hill) für den Soundtrack verpflichtet wurde und Suda 51 (No More Heroes) ebenfalls seine Finger im Spiel hatte. Mit Hilfe dieser Experten gelang es den Entwicklern das wohl optisch beste Shoot ´em Up aller Zeiten zu erschaffen (und das sagt ein „die Hard R-Type Fan“- Anm. der Red.). Entschuldigt die Superlative, doch wenn ein Shooter derart ausgeklügeltes Gegnerdesign, solch traumhaft gezeichneten Hintergründe und ein butterweiches Gameplay mit fantastischen Ideen in sich vereint, dann kann man schon einmal ins Schwärmen geraten. Schade nur, dass es Sine Mora nicht als Diskversion gibt, denn verdient hätte es dieser Ausnahmetitel auf jeden Fall.

Sine Mora – From Dust to Dust Trailer:

Unser Fazit

90 %

Mit 1.200 Microsoft-Point gehört Sine Mora beileibe nicht zu den günstigsten Arcade-Titeln, doch dieses Spiel ist jeden Punkt der virtuellen Währung wert! Wer sich dem Shmup-Genre verschrieben hat der wird um dieses Prachtstück nicht herumkommen und sollte schleunigst zuschlagen. Sine Mora ist eine Ode an die gloriosen Tage dieser Spielsparte, richtet sich aber nur wenig an den heutzutage weit verbreiteten Casual Gamer. Man merkt dem Spiel in jeder Phase an, dass es den Entwicklern nicht bloß um plumpe Geldmacherei ging, sondern eine tiefschürfende Herzensangelegenheit visualisiert wurde. Und das sollte verdammt noch mal belohnt werden, weswegen wir die Veteranen unter euch in die Cockpits bitten, um Ronotra Koss Sohn zu rächen...

Pro

  • Liebevolles Gamedesign
  • Passender Soundtrack
  • Herrliche Gameplay-Einfälle
  • Ordentlicher Umfang
  • Butterweicher Spielablauf
  • Erstklassige Bossgegner
  • Hervorragende Power-Ups

Kontra

  • Nicht gerade günstig
  • Keine Diskversion geplant

Unsere Bewertung

Grafik
 
90 %
Sound
 
85 %
Steuerung
 
90 %
Gameplay
 
90 %
Multiplayer
 
%
Spielspaß
 
85 %

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