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We Sing Pop – Test / Review

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Veröffentlicht 6. November 2017 | 16:51 Uhr von Alexander Winkel

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Karaokespieler und Singfreunde bekommen diesen Winter nicht ganz so viel Auswahl an neuen Titeln geboten, aber immerhin erschien nun We Sing Pop auch für die PlayStation 4 wie auch Xbox One. We Sing ist eine Serie, die einst eher auf den Nintendo Konsolen beheimatet war und mittlerweile den Expansionskurs einschlägt. Wir haben uns durch moderne Popsongs und einige alte Klassiker gesungen, waren jedoch nicht ganz überzeugt von der Performance des Titels. Warum, könnt ihr hier nachlesen.

Ganz ohne Umschweifen legt We Sing Pop die Schallplatten auf und fordert den Spieler zum Singen heraus. Ohne großen Firlefanz befindet ihr euch nach dem Spielstart in der 30 Songs umfassenden Jukebox und könnt einen Favoriten wählen. Wie nicht anders zu erwarten liegt das Hauptaugenmerk auf aktuelle Größen wie Avicii, Alan Walker, Bruno Mars, Sia, Coldplay und vielen mehr. Aber auch einige Urgesteine wie ABBA oder George Michael mischten sich unter die illustre Künstlerriege. Siehe hierzu auch die Liste am Ende des Tests, um einen vollständigen Überblick zu bekommen und zu urteilen, ob diese euren Geschmack trifft. Die Mischung ist recht modern und wer Radio hört wird sicherlich zahlreiche Ohrwürmer erkennen und sogleich das Pfeifen anfangen. Somit ist der Zeitpunkt gekommen, anstatt des Duschkopfs ein Mikrofon zu packen und in die zahlreichen Modi von We Sing Pop einzutauchen.

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Nehmt also ein beliebiges USB-Mikrofon oder auch ein passendes Headset zur Hand und trällert die Lieblingssongs genüsslich nach, immer passend zum angezeigten Text bzw. den Tonhöhen. Die Balken können gar nicht übersehen werden, sind diese durch recht dick und deutlich vom Hintergrund abgehoben dargestellt. We Sing Pop liefert dabei eine recht gute Mischung aus Spielmodi, was zum Beispiel The Voice of Germany noch gewaltig missen lies. Alleine können die Musikstücke in zwei Schwierigkeitsgraden, sogar mit ausgeblendeten Texten und Tonlinien und in der Karaoke-Variante ohne Bewertung absolviert werden. Ihr könnt auch den Originalgesang abschalten um perfektes Karaoke-Fealing zu bekommen. Bei einigen älteren Songs wurde dies technisch irgendwie hingedreht, indem Filter versuchen den Gesang zu unterdrücken. Bei neueren Songs haben die Entwickler wohl die passenden Masters gehabt um tatsächlich die Gesangsspur abzuschalten. Zusammen mit Freunden gibt es letztendlich noch einige zusätzlich Duelle, kooperative Spiele und weitere Partyvarianten, wo das Mikrofon zum Beispiel auch weitergereicht werden muss. Alles steht von Anfang an zur Verfügung und kann jeweils nach der Wahl des Songs aktiviert werden. Erstellen von Listen und ähnliches ist dadurch jedoch nicht möglich.

Während die Musikauswahl grundsätzlich Geschmacksache ist, jedoch als durchaus gelungen bezeichnet werden kann, trifft letzteres auf die technische Umsetzung eher weniger zu. Nervige Soundeffekte im Menü strapazieren schnell die Ohren, vor allem wenn man sich schnell durch die Liste der Jukebox manövriert. Auch die verzögerte Eingabe bei der Plattenwahl ist gewöhnungsbedürftig. Den größten Fauxpas erlaubt sich We Sing Pop jedoch in der Darstellung der zu singenden Tonlinien. Häufig springen diese nach oben oder unten, der Gesang geht jedoch in die völlig entgegengesetzte Richtung. Ich kann mir dies nur mit einem Sprung bezüglich der Darstellung von Oktaven erklären, ansonsten wäre die Darstellung völlig verkehrt. Die Hilfestellung, wenn zu hoch oder zu tief gesungen wird, ist ebenfalls nicht wirklich intuitiv ausgefallen – hier gibt es mit Rock Band oder The Voice of Germany Beispiele, wie dies optimaler gelöst werden kann. Insgesamt wirkt daher das Wertungssystem nicht optimal und es ist auch recht schwer, wirklich hohe Punktzahlen zu erreichen. Diese könnt ihr, wenn gewünscht, für die Nachwelt online stellen und mit anderen Spielern aus aller Welt vergleichen. Wer dies nicht wünscht, kann die Rekorde auch einfach in der privaten Statistik genießen, ohne sein Talent preis zu geben.

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Songliste:

  • ABBA – Mamma Mia
  • Alan Walker – Faded
  • Avicii – Hey Brother
  • B-52′s – Love Shack
  • Bastille – Pompeii
  • B.o.B ft. Hayley Williams – Airplanes
  • Bruno Mars – Just the Way You Are
  • Calvin Harris – Summer
  • Calvin Harris & The Disciples – How Deep Is Your Love
  • Christine & the Queens – Tilted
  • Clean Bandit ft. Jess Glynne – Rather Be
  • Clean Bandit ft. Sean Paul & Anne-Marie – Rockabye
  • Coldplay – Adventure Of A Lifetime
  • Coldplay ft. Beyoncé – Hymn For The Weekend
  • Ellie Goulding – Burn
  • George Ezra – Budapest
  • George Michael – Faith
  • Jason Derulo – Want To Want Me
  • Jonas Blue ft. JP Cooper – Perfect Strangers
  • Kygo ft. Conrad Sewell – Firestone
  • Lorde – Green Light
  • Meghan Trainor – All About That Bass
  • Nico and Vinz – Am I Wrong?
  • OutKast – Hey Ya!
  • Queen – I Want To Break Free
  • Scissor Sisters – I Don’t Feel Like Dancin’
  • Sia ft. Sean Paul – Cheap Thrills
  • The Chainsmokers & Coldplay – Something Just Like This
  • Wham! – Wake Me Up Before You Go-Go
  • Zara Larsson – Lush Life
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Getestete Version: Xbox One

Unser Fazit

57 %

Ein Singspiel ist heutzutage kein Hexenwerk mehr. Eine Jukebox mit tauglichen Songs, passende Hintergrundvideos und zahlreiche Spielmodi, um auch auf der Party ein wenig Motivation zu bieten. All dies ist bei We Sing Pop gegeben. Ein weiterer Punkt ist jedoch die Technik und Darstellung und hier gibt sich der Titel eher mangelhaft. Es beginnt mit nervigen Soundeffekten im Menü und einer gewöhnungsbedürftig Steuerung, endet jedoch mit dem unverzeihlichen Fauxpas, dass die Anzeige der Tonhöhen bei zahlreichen Songs mehr als verwirrend, wenn nicht sogar falsch ist. Wenn der Gesang die Tonleiter hoch geht, erwartet der Spieler auch höhere Tonlinien. We Sing Pop springt dabei aber gerne mal nach unten und umgekehrt - also völlig falsch für den Spieler am Mikrofon. Darüber hinaus ist die Wertung der Performance zwar ok, jedoch nicht prickelnd gut. Das könnte besser laufen.

Pro

  • + Gute Songauswahl mit 30 auch aktuellen Originalsongs.
  • + Original Hintergrundvideos.
  • + Zahlreiche Spielmodi für Einzelspieler und Multiplayer.

Kontra

  • - Nervige Soundeffekte in den Menüs bei der Wahl der Songs.
  • - Darstellung der Tonhöhen verwirrend, wenn nicht gar fehlerhaft.
  • - Schlechte Hilfestellung bei falsch gesungener Tonhöhe.
  • - Die Auswertung der Performance ist nicht perfekt.

Unsere Bewertung

Grafik
 
60 %
Sound
 
75 %
Steuerung
 
70 %
Gameplay
 
55 %
Multiplayer
 
65 %
Spielspaß
 
55 %

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Aufgewachsen mit der ersten Nintendo-Konsole, fühlt sich Alexander Winkel eigentlich auf allen Plattformen heimisch. Trotz seiner offensichtlichen Hingabe zur Xbox – die vielen Gamerscore Punkte erspielen sich nicht von selbst – lässt er seine Schreibwut an allen Videospielen aus, unabhängig vom System.

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