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Singularity Review
Die Entwicklerschmiede Raven Software, welche unter anderem für das legendäre Wolfenstein verantwortlich sind, liefern mit Singularity einen etwas anderen First Person Shooter ab. Wie in Timeshift spielt auch in Singularity die Manipulation der Zeit ein zentrales Spielelement dar. Was Singulartiy auf dem Kasten hat, zeigt unser Testbericht für die Xbox 360 Fassung.
Wir werden als Soldat einer US-Einsatztruppe auf der Insel Katorga 12 abgesetzt. Die Vereinigten Staaten haben auf der Insel eine ungewöhnlich hohe radioaktive Strahlung festgestellt. Wir müssen den Grund herausfinden und beheben. Doch schnell wird klar, dass auf der Insel vor der Ostküste Russland, einige seltsame Dinge vorgehen. Katorga 12 hat eine ereignisreiche Geschichte erlebt. Auf diese gehe ich im Review nicht weiter ein. Ihr werdet es selber herausfinden.
Im Zentrum des neuen Shooters steht die Zeitmanipulation. Mit dem Time Manipulation Device Feature, kurz TMD, kann der Spieler die Faktor Zeit für seine eigene Zwecke nutzen und beeinflussen. Ein kleines Beispiel: Ihr könnt zerstörte Brücken beispielsweise erneuern. TMD kann auch gegen die Feinde als Waffe benutzt werden. Besonders effektiv räumt man damit stärkere Gegner aus dem Weg. Eigentlich gehört zu einem richtigen guten Shooter ein ordentliches Deckungssystem. Leider haben die Entwickler diese Tatsache völlig vernachlässigt. Ihr könnt euch hinter Kisten und Mauern verstecken, aber getroffen wird eure Figur trotzdem ständig. Gerade in hitzigen Situationen erfordert das einiges an Geduld, wenn man immer und immer wieder an der gleichen Stelle ins virtuelle Gras beisst. Mal abgesehen von diesem beachtlichen Manko, funktioniert die Steuerung einwandfrei und ist schnell intus.
In Singularity liegt der Kernpunkt in der mitreissenden Story und der bombastischen Atmosphäre. So manche Passage in Singularity wird einem Hardcore Gamer sofort bekannt vorkommen. Singularity schafft es tatsächlich bekannte innovative Features erfolgreich für ihr Spiel zu nutzen. Es ist ein richtiges herrliches Erlebnis, wenn ihr Katorga 12 im Jahr 2010 in einem heruntergekommenen Zustand seht und im späteren Spielverlauf die Blütezeit im Jahr 1955 der Insel miterleben dürft!
Im Laufe des Spiels entdeckt der Spieler immer wieder versteckte Tonbänder und Notizen von früheren Wissenschaftlern. Es treibt zwar nicht die Story voran, aber sorgt für eine dichtere Stimmung und gelungene Atmosphäre. Ausserdem werden immer wieder verschiedene Flashbacks eingeblendet die den Überlebenskampf der früheren Inseleinwohner zeigt. Auch storytechnisch braucht sich Singularity keine Blösse zu geben und vor der Konkurrenz zu verstecken. Singularity bietet viel Abwechslung und eine fesselnde Geschichte. Leider Gottes ist der Spielspass schon nach 7-10 Spielstunden zu Ende. Das neuste Machwerk der Wolfenstein Schöpfer ist kurz, sehr intensiv, aber auch linear. Abseits der vorgegebenen Wege gibt es nichts zu entdecken.
In Singularity ist das übliche Waffenarsenal mit von der Partie. Bis auf eine einzige Ausnahme und die nennt sich Seeker. Diese Waffe hat es faustdick hinter den Ohren. Ihr könnt damit in Slow-Motion schiessen und die Kugel steuern. Das funktioniert erstaunlich gut und macht eine Menge Spass. Durch die unterschiedlichen Zeitsprünge sind die Gegner dementsprechend abwechslungsreich.
Zuletzt kommen wir noch auf die technischen Aspekte zu sprechen. Grafisch haut einem Singularity nicht vom Hocker. Veraltete Texturen und Animationen hinter lassen keinen guten Eindruck. Obwohl das Spiel nicht zu den Topmodels im Gamebusiness gehört, ist der Gesamteindruck ordentlich! Dass ein Spiel nicht zwingend die beste Grafik braucht, wissen wir seit Super Mario Galaxy 2 und co.
Im soundtechnischen Sektor haben die Entwickler gute Arbeit geleistet. Zwar kommen die Geräusche einer Waffe nicht an die harte Konkurrenz aus dem Hause Activision oder Electronic Arts, aber der Spieler darf zufrieden sein. Mit einer tollen Surroundanlage macht das Spiel gleich noch einen Tick mehr Spass!
Der Multiplayer scheint in meinen Augen nur „Beilage“ zu sein und ist völlig unnötig. Online können nur drei Karten gespielt werden, in denen es darum geht am meisten Abschüsse zu erzielen. Der Fokus liegt eindeutig auf dem Singleplayer Modus.
Fazit: Singularity bietet ein intensives Spielerlebnis mit einer tollen Atmosphäre und einer stimmungsreichen Story. Wer über die kleinen technischen Mängel wie z.B. das fehlende ausgeklügelte Deckungssytem oder der schwache Multiplayer Modus hinweg sehen kann, erwartet ein kurzweiliges, tolles Spiel mit viel Abwechslung und einem innovativen Zeitmanipulations-Feature.
Unser Fazit
Pro
Kontra
Unsere Bewertung
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Autor: Marcel
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