Sniper Ghost Warrior - Test - insidegames

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Sniper Ghost Warrior – Test

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Veröffentlicht 23. August 2011 | 22:43 Uhr von Marcel

Letzte Änderung 29. Februar 2012

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Wer schon länger Online Shooter spielt, wurde schon zwangsläufig mit einem Scharfschützen konfrontiert. Was für ein Gefühl, als euch ein Projektil aus mehreren 100 Metern aus den Latschen gehauen und ins virtuelle Nirvana geschickt hat? Kein allzu schönes Gefühl. Warum hat die beliebte, aber oft verpönte Spielklasse kein eigenes Spiel? City Interactive hat eine Spielwiese für alle Freizeit-Heckenschützen mit einer Einzelspielerkampagne entworfen und das Spiel „Sniper: Ghost Warrior“ getauft. Ob die Rechnung aufgegangen ist, zeigt unserer verspäteter Test zu Sniper: Ghost Warrior.

„Sniper: Ghost Warrior“ kommt euch bekannt vor? Das Spiel kam vor mehr als einem Jahr auf der Xbox 360 raus und heimste keine großen Lorbeeren von der Presse ein. Zu viele Fehler und Probleme plagten den etwas anderen Shooter, weshalb die Playstation 3 Fassung einer Generalüberholung unterzogen wurde. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Ein verbesserter Online Modus, längere Story und diverse KI Probleme scheinen behoben zu sein. Zwar kam das Ganze mit einem Jahr Verspätung, aber besser spät als nie, oder?

Drogen und ein Fiesling

Die Story vom Spiel fängt beim internationalen Terrorismus an. Auf einer fiktiven Insel namens Isla Trueno ist ein Drogenboss der Obermacker und wickelt mit fiesen Terroristen finstere Geschäfte ab. Bei Drogen und Terrorismus verstehen die stets auf Krawall gebürsteten Amis keinen Spaß. Grund genug auf der Insel einzufliegen und für Recht und Ordnung zu sorgen. Deshalb wird eine Eliteeinheit aus Scharfschützen nach Isla Trueno verschoben. Hier kommt ihr ins Spiel und zum Einsatz um die weltweite Sicherheit wieder herzustellen.

Ein Fest für Schützen

Wer schon Mal in die Rolle eines hinterlistigen Sniper geschlüpft ist, wird sich denken können, dass hier halsbrecherische Rambo Manier völlig fehl am Platz ist. Ihr agiert viel mehr aus dem Hinterhalt oder umschleicht eine feindliche Stellung. Klingt langweilig? Ist es manchmal auch. Es schadet nichts, wenn ihr mal von Zeit zu Zeit eurem inneren Rambo nachgebt. Während der rund zehnstündigen Kampagne bietet eine direkte Konfrontation Abwechslung.

Die meisten „Sniper: Ghost Warrior“ Spieler dürften sich fürs gezielte Ausschalten der Gegner entscheiden. Sehr gelungene Treffer werden eindrucksvoll mit einer „Bullet Cam“ gewürdigt. Mit sturem Ballern ist es aber noch nicht ganz getan. Bevor es zum tödlichen Kampf kommt, muss man zuerst das Primärziel erreichen und das ist gar nicht immer so einfach. So greift der Recke auf ein paar hilfreiche Gadgets, wie Wurfhaken zurück. Besonders wichtig sind auch Medikits um Verletzungen zu kurieren.

Um der ganzen Geschichte einen Hauch Realismus und Komplexität einzuhauchen, hat das findige Entwicklerteam eine zusätzliche Schwierigkeit eingebaut. Beim Schiessen gilt es Wind und Schwerkraft zu berücksichtigen. Zusätzlich, in vielen Shootern ist das schon gang und gäbe, könnt ihr die Luft anhalten um die Treffsicherheit kurzfristig zu erhöhen. Die beiden Features heben das Schiessbudenspiel nicht auf den Shooter Thron, bieten aber dennoch frischen Wind im Genre.

Harter Tobak

Wie bereits vorher erwähnt, beinhaltet „Sniper: Ghost Warrior“ einen erweiterten, verbesserten Multiplayer Modus für die verspätete Playstation 3 Fassung. Neue Spielmodi, neue Maps und ein realistischer Hardcore-Modus ergänzen das Online Portfolio des Shooters. Im Hardcore Modus braucht man nicht 100 Schüsse bis euer Ziel das Zeitliche segnet. Ein oder zwei Treffer und der digitale Tod ist gewiss. Der Online Modus läuft recht anständig, kann aber keineswegs mit einem Multiplayer Granate wie Call of Duty oder Bad Company mithalten. Die neuen Erweiterungen ergänzen den bestehenden Inhalt sinnvoll und erweitern den Online Spass für einige Zeit.

Bitte, nachsitzen!

Auf den ersten Blick sieht die optische Pracht richtig toll aus, aber bei näherer Betrachtung wird der Ersteindruck sichtlich getrübt. Unschöne Dinge wie Ruckler und Clippingfehler vermiesen einem die Stimmung. City Interactive hatte über ein Jahr Zeit die Fehler auszumerzen. Es wäre wohl angebrachter gewesen die Zeit sinnvoll zu nutzen anstatt alle Zeit der Welt in Neuerungen zu setzen.

Unser Fazit

70 %

Die Playstation 3 Edition von „Sniper: Ghost Warrior“ ist die bessere Fassung als die Xbox 360 Version. Das zeigt sich in punkto Umfang und Verbesserungen. City Interactive hat es trotzdem nicht fertig gebracht innerhalb eines Jahres ein fehlerfreies Spiel (zumindest weitest gehend) auf den Markt zu werfen. Dennoch bekommt man für wenig Geld, eine solide Leistung geboten. Die etwas andere Sicht auf das Gameplay fällt positiv auf.

Pro

  • umfangreicher als die Xbox 360 Fassung
  • exotische Thematik
  • günstiger Anschaffungspreis
  • Preis- / Leistungsverhältnis stimmt
  • neue Multiplayer-Modi
  • interessantes Gameplay

Kontra

  • technische Mängel in der Engine
  • manchmal zu lineares Gameplay
  • gelegentliche Rucker

Unsere Bewertung

Grafik
 
60 %
Sound
 
70 %
Steuerung
 
70 %
Gameplay
 
70 %
Multiplayer
 
60 %
Spielspaß
 
80 %

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Gründer von insidegames und PSN-Senioren als auch der Inhaber von Xbox-Senioren. Ein leidenschaftlicher Gamerscore- und Trophäen Sammler der vor (kaum) einem Spiel zurückschreckt. Nebenbei ein begeisterter Sport-Junkie und Serien-Liebhaber. Im Forum ist er als Frosch oder auf Google+ unterwegs.

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