Sorcery - Test / Review - insidegames
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Sorcery – Test / Review

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Veröffentlicht 26. Juni 2012 | 21:30 Uhr von Fabrice

ps3_sorcerya

Das wohl grösste Schlagwort in der aktuellen Konsolengeneration ist: Bewegungssteuerung! Nachdem Nintendo mit der Wii grosse Erfolge feiern konnte, sind auch Microsoft mit Kinect und Sony mit Move auf den Zug aufgesprungen. Doch die Bewegungssteuerung spaltet die Spieler in zwei Lager: Das eine ist der neuen Steuerung offen gegenüber eingestellt, während das andere Lager nichts davon hält, denn es sei nur für Gelegenheitsspieler, es erscheinen keine gescheiten Spiele dafür und außerdem gehen deshalb noch Ressourcen für normale Spieler drauf.

Besonders Move hat auf Grund des eher mageren Spieleangebots einen schweren Stand bei den Spielern, und so manch ein Move-Controller verstaubt wohl in den Zimmern von etlichen Zockern, da einfach nicht das richtige Material dafür erscheint. Das vor zwei Jahren vorgestellte Sorcery für die PS3 ist ein sehnlichst erwartetes Spiel für alle PS3′ler, da es per Definition einem richtigen Spiel entspricht und dennoch geschickt die Bewegungssteuerung nutzen soll. Wir haben unseren Zauberstab … Move-Controller geschnappt und uns durch Sorcery gezaubert!

Wenn der Lehrling zum Lehrer wird
Der junge Finn ist ein Lehrling beim weisen Zauberer Dash. Er erledigt für ihn Putzarbeiten und stört sich enorm daran, dass er selbst nicht wirklich Magie nutzen darf. Als Dash eines Tages ausser Haus ist, hält Finn es nicht mehr aus und ps3_sorceryc nimmt sich einfach einen Zauberstab aus Dashs Lager. Unerfahren wie er ist, geht einiges schief und aus Versehen zerstört er einen wichtigen Trank, für welchen die nötigen Zutaten nicht mehr vorrätig sind. Zusammen mit der magischen als auch sprechenden Katze Erline macht sich Finn auf den Weg die fehlenden Ingredienzen zu besorgen, damit Dash ja nichts von dem Missgechick erfährt. Doch erneut kommt alles anders als erwartet, denn die Alptraum-Königin bedroht das ganze Königreich und es liegt nun an, wie könnte es auch anders sein, Finn die Welt vor dem Bösen zu retten.

Was als kunterbuntes Abenteuer wie aus einer Disney-Welt startet, entwickelt sich schnell zu einer doch düstereren Affäre, die eben doch nicht nur junge/jüngere Spieler ansprechen wird. Es handelt sich zwar mehr oder weniger um gewohnte Fantasy-Kost, wobei das jedoch nicht zwangsläufig etwas Schlechtes ist. Es gibt einige Wendungen zu erleben und gerade das Hin- und Her zwischen Finn und der Katze Erline kann bei Jung und Alt für einige Lacher sorgen. Die Story kann von Anfang bis Ende unterhalten, hat man sie jedoch einmal komplett erlebt, geht eigentlich der ganze Charme und die Spannung leider völlig verloren. Da der Stil von Sorcery von der irischen Mythologie inspiriert wurde, gibt es Dinge zu erleben, die man bisher kaum aus Videospielen kennt.

Erde, Wind, Feuer und Eis
Um Sorcery spielen zu können, ist der Move-Controller zwingend notwendig, ohne ihn geht nichts! Ausserdem benötigt man den Navigations-Controller für die andere Hand, oder auch einfach nur einen ganz gewöhnlichen Controller. Der normale Controller wird nur dazu genutzt Finn zu steuern und die Kamera hinter ihm zu positionieren. Und eines vorneweg: Eine gewohnte Steuerung ohne Move wird man während der ganzen Spielzeit kaum vermissen. Gezaubert wird durch verschiedene Bewegungen mit dem Move-Controller. Anfangs ist das Arsenal an verfügbaren Zaubern noch sehr überschaubar und auf einen einfachen Arkanen-Schuss, der kein Mana braucht, sowie einen Erdbeben-Zauber beschränkt. Im Verlauf des Spiels schaltet man jedoch noch einige weitere Sprüche rund um die vier Elemente frei. Das interessanteste daran ist die Möglichkeit, diese noch zu besseren Zaubern zu kombinieren. Verbindet man z.B. einen Tornado mit einem Feuer-Spruch, erhält man einen flammenden Tornado der Feuerbälle verschiesst und alles was einem im Weg steht einäschert. Oder man friert einen Gegner ein und zerschmettert ihn dann mit einigen gezielten Arkanen-Blitzen. Es macht Spass die Sprüche zu kombinieren und herauszufinden, wie man welche Gegner am besten ausschalten kann. Anfangs etwas problematisch ist die Auswahl der verschiedenen Zaubersprüche, doch hat man es erst einmal raus, steht einem dieses Problem auch nicht mehr im Weg.

Der Spielablauf ist sehr geradlinig, wird jedoch selten langweilig. Man kämpft und rätselt sich durch vorzugsweise Schlauchlevel, um am Ende auf einen Bossgegner zu treffen. Das Spiel findet dabei eine gute Balance zwischen Action und eher ruhigeren Sektionen, in denen man Rätsel lösen muss oder einfach nur die Aussicht geniessen kann. Die Kämpfe sind sehr unterhaltsam gestaltet, da die Steuerung gut funktioniert und vor allem auch Spass macht. Man erledigt Zombies, Golems und ps3_sorceryf andere mystische Wesen. Besonders gefallen können die Bosskämpfe, da man immer herausfinden muss wie man sie geschickt erledigen kann, ohne dabei selbst drauf zu gehen. Sie verlaufen nicht unbedingt nach dem typischen “Videospiel-Boss-Kampf-Schema” und sind mit der spannendste Aspekt des Spiels. Die Rätsel auf der anderen Seite sind eher seicht. In der Regel muss man Schalter mit seinen Zaubersprüchen treffen, um eben eine Tür zu öffnen. In den linearen Level sind ausserdem einige Schätze verteilt, welche die einzige Möglichkeit darstellen ein wenig vom vorgegebenen Pfad abzuweichen. Ein weiterer wichtiger Aspekt des Spiels sind Zaubertränke. Diese muss man aus gefundenen Tränken zusammenbrauen, um neue passive Fertigkeiten freizuschalten. Bevor man sie jedoch nehmen kann, muss man zuerst herum experimentieren, bis man einen brauchbaren Trank findet. Es macht Spass und auch hier ist die Bewegungssteuerung ein spassiges Mittel zum Zweck. Die Tränke dienen dabei einem Skillsystem das stark an Rollenspiele erinnert, da man sich dadurch zum Beispiel eine höhere Widerstandskraft gegen physische Angriffe aneignen kann. Zusammen ergeben die meist unterhaltsamen Kämpfe, der leichte Rollenspieltouch und die einfachen Rätsel einen unterhaltsamen Gameplay-Mix, der sowohl für eher jüngere Spieler geeignet ist, aber auch ältere Semester unterhalten kann.

Das grösste Problem des Spiels ist der gesamte Inhalt. Abgesehen von der Einzelspielerkampagne gibt es nichts zu tun oder freizuschalten. Man kann einzig die Story durchspielen und dann … nun, dann kann man die Geschichte eben erneut von vorne beginnen. Selbst eine Kapitelauswahl wird schmerzlich vermisst. Das ist sehr mager, denn nach der ca. 7-10stündigen Story hat man das Spiel wirklich komplett gesehen, und es wird kein Anreiz geboten erneut in die Haut von Finn zu schlüpfen. Einzig Trophäenjäger werden möglicherweise den Zauberstab erneut aufnehmen und sich in diese magische Welt wagen.

Blanke, atmosphärische Welt
Technisch ist das Spiel weit davon entfernt einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Besonders die Figuren sind sehr dürftig ausgefallen. Fehlende Mimik, steife Animationen und wenige Details lassen die Optik in der Mittelmässigkeit ps3_sorceryd versumpfen. Das ist schade, denn eigentlich sieht die mystische Welt von Sorcery interessant aus und diese Ansätze sind auch immer wieder zu sehen, allerdings nicht konsequent zu Ende geführt. Bei dieser eher mässigen Grafik ist es auch unverständlich, wieso das Spiel regelmässig stark zu ruckeln anfängt, selbst Zwischensequenzen sind davor nicht gefeit. Auf der anderen Seite der Technik stehen exzellente deutsche Synchronsprecher, welche einen hervorragenden Job machen und den eher animationsarmen Figuren dennoch Leben einhauchen können. Die Hintergrundmusik ist auch sehr passend und schafft es daher immerhin einigermassen Atmosphäre aufkommen zu lassen.

Unser Fazit

80 %

Sorcery ist wohl das Spiel, worauf alle Move-Besitzer gewartet haben. Und es ist durchaus ein anständiges Spiel geworden. Das Gameplay in den Kämpfen und beim Mischen von Tränken macht sehr viel Spaß, die typische Fantasy-Story weiß zu überzeugen und die Integration der Bewegungssteuerung ist sehr gut umgesetzt. Dem gegenüber stehen der nicht vorhandene Wiederspielwert und die leider nur mässige Grafik. Deshalb ist das Spiel wohl kein Kaufgrund für PlayStation Move, aber sehr wohl eine gute Investition für alle Besitzer von Move.

Pro

  • gute Umsetzung der Bewegungssteuerung
  • spannende Kämpfe dank Zauberspruch-Kombinationen
  • witziges Zaubertrank mischen
  • hervorragende deutsche Sprecher
  • atmosphärische Sounduntermalung
  • interessante Charaktere

Kontra

  • quasi Null-Wiederspielwert
  • schwache Mimik und Animationen
  • ruckelnde Grafik
  • Skill-System wäre ausbaubar

Unsere Bewertung

Grafik
 
69 %
Sound
 
88 %
Steuerung
 
84 %
Gameplay
 
81 %
Multiplayer
 
00 %
Spielspaß
 
83 %

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Kommentare

  • natascha riehl sagt:

    Dieses Game Interessiert mich unheimlich, da es meiner Meinung nach mal etwas ganz anderes ist. Wobei ich ein wenig zweifele an dem Motion controller. Ich hab dann doch eigentlich gerne den Controller zum zocken. Aber ich lasse mich gerne überraschen ob es nicht doch gut spielbar ist.

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