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Soul Sacrifice – Test / Review

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Veröffentlicht 4. Juni 2013 | 18:54 Uhr von Nicolas

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Soul Sacrifice ist eines dieser Spiele, die die Spielgemeinde spalten. Im Westen von Japan kommt man mit deren Games nur sehr selten zurecht, denn sie alle haben so ihre Eigenheiten. Ob man sich hier mit dem komplett anderen Denken der Asiaten anfreunden kann, erfahrt ihr in unseren Test zu Soul Sacrifice.

Die Story von Soul Sacrifice ist eigentlich recht simpel. Ihr übernehmt man die Rolle eines Gefangenen, der kurz vor seinem Tod steht. Der Protagonist soll zur Stärkung des bösen Magiers Magusar geopfert werden, trifft er aber vorher auf einen Dämon namens Librom. Librom ist kein gewöhnlicher Dämon, er ist ein Buch. Dieses Buch ist gefüllt mit Geschichten, die die Kämpfe zwischen Monstern und Magusar beschreiben. Aber anstatt sie nur zu lesen, habt ihr die Möglichkeit, sie zu spielen.

Kein idealer Einstieg

Soul Sacrifice braucht etwas Zeit, um richtig in Fahrt zu kommen, denn zu Beginn sieht man noch herzlich wenig vom eigentlich sehr vielseitigen Spiel. Anfangs könnt ihr euren Zauberer gestalten, wobei die Auswahl an Anpassungsmöglichkeiten etwas karg ist. Nebst dem Kopf und der Kleidung kann auch der Name und die Stimme gewählt werden. Danach stürzt man sich auch schon ins Kampfgeschehen. Bis man die ersten Fähigkeiten erlernen kann, dauert es eine Zeit und bis man sie richtig einzusetzen weiss, dauert es noch mal eine Weile. Hat man sich aber durch den etwas lahmen Einstieg geringt, kann man mit Soul Sacrifice viel Spass haben.

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Gameplay zu repetitiv

Jedes Kapitel des Buchs Librom kann gespielt werden und hier sehe ich mich mit dem grössten Problem des Spiels konfrontiert: Es ist immer dasselbe, der Ablauf der Missionen bleibt über das ganze Game gleich. Ihr tretet in einen kleinen Bereich ein, der gefüllt mit Monstern ist, die es zu bezwingen gibt. Teils gehts gegen ein grosses Monster, teils muss der Auftrag unter Zeitdruck absolviert werden. Das sind auch schon die einzigen Abwechslungen. Die Entwickler haben aber offensichtlich sehr gut verstanden, wie man auf der PS Vita spielen möchte: in kleinen Stücken. Dies funktioniert sehr gut, denn nur wenige Missionen dauern länger als zwanzig Minuten, vor allem zu Beginn. So kann Soul Sacrifice für längere Zeit unterhalten, denn es gibt neben der Hauptstory auch diverse Nebenstränge zu erledigen. An Arbeit wird es euch also nicht fehlen. Das Gameplay an sich ist ansprechend, wenn auch teilweise unnötig schwer. Wenn ein Gegner einmal über den Spieler rollt und ihm die Hälfte seiner Gesundheit abzieht, wirkt das eher wie eine erzwungene Schwierigkeit als eine angenehme Herausforderung.

Um die Monster zu besiegen, habt ihr sechs Attacken zur Auswahl, die ihr in den Menüs auswählen könnt, dazu aber später mehr. Zudem gibts über das Level verteilt einige Möglichkeiten, Waffen, Fähigkeiten oder Schilde für einen bestimmte Zeit zu benutzen. Eure Kräfte könnt ihr nicht unbegrenzt einsetzen, irgendwann gehen sie verloren. Um dies zu verhindern, sind einerseits auf der Karte einige Stellen verteilt, an denen ihr diese aufladen können. Andererseits könnt ihr besiegte Gegner entweder retten oder opfern. Wenn ihr sie opfert, laden sich eure Fähigkeiten wieder auf und der rote Balken, der für Magie steht, erhöht sich. Rettet ihr die bessessene Kreatur aber, erhöht sich der blaue Balken, der für Leben steht. Mit dem Leveln dieser beiden Stränge könnt ihr entweder eure Magie verstärken oder eure Gesundheit erhöhen, je nachdem, wie ihr lieber spielt. Im Menü, vor oder nach den Kämpfen, könnt ihr verdiente Kräfte ausrüsten, vermischen oder verstärken. Habt ihr beispielsweise eine Kraft zweimal, könnt ihr sie zusammenschmelzen und erhaltet so eine verbesserte Version, was konkret heisst, dass ihr sie einmal mehr einsetzen könnt, was teilweise lebensrettend sein kann. Euer Charakter hat zusätzlich noch eine mächtige Attacke, den Black Rite. Im Verlauf des Spiels erhaltet ihr sechs unterschiedliche dies Black Rites, wobei ihr nur einen der sechs in einer Mission einsetzen könnt. Um überhaupt die Möglichkeit zu kriegen, diese einzusetzen, müsst einiges an Schaden einstecken. Seid ihr beinahe tot, entfesselt ihr die unbändige Kraft der Black Rites und fügt den Gegner massiven Schaden zu. Die unterschiedlichen Rites (dt. Ritus) müssen mit Lacrimas, Tränen von Librom, wiederhergestellt werden. Um an diese zu kommen, müsst ihr nach einigen Missionen aus dem Buch heraus und Librom die Tränen aus dem Gesicht wischen. Sollte eure Figur sterben, schlägt die Mission nicht automatisch fehl, denn eure Kameraden können euch wiederbeleben oder opfern, je nachdem, was ihr wünscht.

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Technisch sauber

Grafisch und tontechnisch gibt es an Soul Sacrifice nicht viel zu bemängeln. Die Farbpalette reicht von düsterem Braun über beinahe frohes Grün und Orange zu frostigem Blau. Die Monster sind absolut absurd designed, passen aber gut ins Spiel hinein. Einer eurer frühesten Gegner wird ein grosser Schleimhaufen sein, der einen Mund hat und eine Gabel aus der Seite ragt. Leider wiederholen sich auch die grösseren Gegner immer öfter. Der Soundtrack des Spiels ist nicht sonderlich abwechslungsreich, aber dennoch sehr stimmig. Die Sprecher und die Lippen der Gesprochenen sind alles andere als synchron. Auch hier haben wir es mit einer massiven Redundanz zu tun, denn vor und während dem Kampf lassen die NPC-Figuren einige Sprüche los. Jeder dieser Charaktere besitzt aber nur eine handvoll dieser Aussagen, die einem nach den fünften Mal tierisch auf die Nerven gehen. Hat man beispielsweise Carnatux, den dicken, geldgierigen Magier, dabei, sagt er am Anfang einer Mission stets denselben Satz: “They say money isn’t everything. Well, they’re wrong. Haha!” Nicht nur dies, auch seine Sätze während dem Kampf wiederholen sich stets. So ganz nebenbei trägt Soul Sacrifice noch einen Multiplayer-Part mit. Leider ist dieser absolut unnötig und ist lediglich dafür da, dass man Missionen im Koop-Modus absolvieren kann. Das Spiel wurde aber offensichtlich dafür konzipiert, alleine zu spielen.

Unser Fazit

77 %

Soul Sacrifice macht nach einem etwas trockenen Einstieg selbst einem nicht-Japano-RPG-Freund wie mir Spass. Absurde Redundaz macht dem Spiel aber einen dicken Strich durch die Rechnung. Eintönige Missionen und immer gleichbleibende Dialogzeilen sind die Hauptprobleme des Spiels. Dennoch weiss das Spiel, wie auf der PS Vita gespielt werden soll: in kleinen Stücken. Dies kriegt Soul Sacrifice sehr gut hin. Zudem laden die Fähigkeiten zum Ausprobieren ein. Leider meldet sich hier der teilweise unfaire Schwierigkeitsgrad zur Stelle und generiert an einigen Stellen ein hohes Frustpotenzial. Wer vom repetitiven Gameplay absehen kann und auf schräge Monster steht, kann bei Soul Sacrifice getrost zugreifen.

Pro

  • + Perfekt für die Vita
  • + Solide Präsentation
  • + Cooles Monsterdesign
  • + Gutes Fähigkeitensystem
  • + Interessanter Storyaufbau
  • + Viel zu tun
  • + Praktisch bugfrei
  • + Präzise Steuerung

Kontra

  • - Schwerfälliger Einstieg
  • - Eintönige Missionen
  • - Nervige Dialoge
  • - Teils unfairer Schwierigkeitsgrad

Unsere Bewertung

Grafik
 
85 %
Sound
 
80 %
Steuerung
 
90 %
Gameplay
 
70 %
Multiplayer
 
55 %
Spielspaß
 
80 %

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