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Sound Shapes – Test / Review

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Veröffentlicht 15. August 2012 | 10:43 Uhr von Lucardis

Sound Shapes - Logo

Was auf den ersten Blick aussieht wie ein durchschnittliches 2D Sidescrolling-Jump & Run mit mäßiger Grafik, entfaltet erst auf den zweiten Blick sein volles Potenzial, nämlich als Musikspiel mit interessantem Gameplay. Was uns an Sound Shapes so gut gefallen hat und ob auch der ein oder andere schiefe Ton dabei ist, haben wir im Folgenden mal etwas genauer beleuchtet.

 

Sound Shapes (6) In Zeiten, in denen man schon 1€ locker machen muss, um das Kostüm seines Lieblingscharakters in eine neue Farbe zu hüllen scheint die Phrase „Buy one, get one free“ leider schon etwas in Vergessenheit geraten zu sein. Bei Queasy Games hat man eben genannten Werbespruch allerdings etwas entstaubt und hier finden wir schon den ersten erfreulichen Punkt für Käufer, die Playstation Vita und Playstation 3 ihr Eigen nennen, denn mit dem Kauf von Sound Shapes bekommt man das Spiel direkt für beide Systeme und muss nicht noch einmal extra ein paar Euro drauflegen, um auch unterwegs spielen zu können. Das Synchronisieren der Spielstände zwischen Heimkonsole und Handheld kann jedoch etwas Geduld erfordern, da der Titel, wenn man bereits im PSN zu Spielstart auf der PS3 angemeldet ist etwas durcheinander kommen kann.

Sound Shapes (1) Aber worum geht es in Sound Shapes eigentlich genau? Viele wundern sich sicher, wie man das Prinzip des Sidescrolling-Jump & Run mit einem Musikspiel vergesellschaften kann. Das Spielprinzip ist dabei so einfach wie genial: ein Levelabschnitt erstreckt sich über einen ganzen Bildschirm, verlässt man diesen, betritt man den nächsten Abschnitt, welcher wieder einen Bildschirm ausfüllt. Innerhalb eines Abschnitts sind überall kleine Punkte verteilt, welche die Noten bilden. Sammelt man diese ein geben sie im Takt einen Ton, und im Kollektiv, wenn man alle eingesammelt hat, eine Melodie oder auch mitreißenden Beat von sich. Diese Noten sind aber nicht immer ganz einfach zu erreichen, so müssen rote Gegenstände gemieden werden und Feinden, die sich im ebenfalls im Takt bewegen, geschickt ausgewichen werden. Außerdem kann der kleine Blob, in dessen Haut man übrigens schlüpft, an hellen Oberflächen kleben bleiben und so können Level auch Über Kopf absolviert werden. Witzige Fortbewegungsmittel, wie U-Boot oder kleine Blasen, mit denen man förmlich durch die Level schweben kann, machen die Spielabschnitte nochmal interessanter.

Am Ende eines jeden Level bekommt man seine „Leistung“ nochmal in knallharten Fakten aufgezeigt. Die weltweiten Ranglisten richten sich dabei nach Zeit und Vollständigkeit der eingesammelten Noten.

Sound Shapes (15) Die Kampagne des Titels besteht dabei aus vier Alben von verschiedenen Künstlern, wie Beck oder Deadmau5, welche jeweils drei bis vier Level gestaltet haben, sowohl musikalisch, als auch in grafischer Hinsicht, sodass den Spieler bei jedem neuen Album ein komplett neues Setting erwartet.

Leider sind die Level recht schnell durchgespielt, etwa drei bis vier Stunden dürften wohl für die meisten reichen, zumal bei Ableben des kleinen Blobs der Abschnitt immer wieder unendlich oft an sehr reichlich gesetzten Checkpoints wiederholt werden kann, sodass man jede Stelle früher oder später meistert. Nach der Kampagne werden allerdings noch zwei weitere Spielmodi freigeschaltet: Der „Beat-Schule“-Modus, bei welchem man eine vorgespielte Melodie oder einen Beat nach dem eigenen Gehör komponieren und die Noten an der richtigen Stelle platzieren muss. Der „Todesmodus“ hingegen hat weniger mit der musikalischen Komponente zu tun, sondern setzt, wie der Name bereits vermuten lässt, den Leveln in Sachen Schwierigkeit nochmal die Krone auf. Aus diesen beiden Modi setzen sich im Übrigen auch alle der recht zahlreich vorhandenen Trophies zusammen.

Sound Shapes (2) Doch wer jetzt denkt damit wäre schon das Ende der Fahnenstange erreicht, der irrt sich gewaltig, denn neben den drei Spielmodi hat Sound Shapes noch einen süchtigmachenden Leveleditor zu bieten, welcher nach abschließen der Kampagnen-Level immer um mehr und mehr Gegenstände erweitert wird, sodass man nach kurzer Zeit bereits ein ansehnliches Arsenal an Gegenständen zur Hand hat, um die Sound Shapes-Community mit der eigenen Kreativität zu erfreuen. Selbstgebastelte Level können nämlich ganz problemlos auf die Server hochgeladen werden und dort weltweit geteilt werden, was natürlich die Spielzeit des Titel unglaublich in die Höhe treibt, denn bereits jetzt kann man sich keine Übersicht über die zahlreichen User-Level verschaffen und es kommen täglich jede Menge dazu. Das Spielen „fremder“ Stages geht auch ohne Probleme von der Hand, es muss nichts gedownloadet werden oder ähnliches, sondern ein Klick auf „Spielen“ genügt und schon kann es losgehen. Findet man ein Level besonders gelungen kann man „gefällt“ mir anwählen oder sogar ein Fan des Erbauers werden und so immer über die neusten Kreationen des Users auf dem Laufenden gehalten werden.

Sound Shapes (7) Die Bedienung des Editors geht generell auch recht gut von der Hand, wobei die Vita durch ihren Touchscreen natürlich hier klar im Vorteil ist. Gegenstände können überall platziert werden, man ist kaum an Vorgaben gebunden und auch die Musik liegt ganz in den Händen des Spielers. Hat man sich für ein Instrument entschieden muss nur noch die Note im Level platziert werden. Eine Note am unteren Bildschirmrand ergibt einen tiefen Ton, weiter oben erklingt sie höher. Die Töne werden in einer bestimmten Geschwindigkeit, die man mit Beats per Minute bestimmen kann, von links nach rechts abgespielt. Auch die Tonart kann variiert werden. Hier kann man sich also so richtig austoben und etliche Stunden verbringen, ohne dass es öde wird. Der einzige Makel des Editors ist die „Werkzeugkiste“. Hier wählt man die Objekte aus, die man platzieren möchte, allerdings kann man oft nicht genau erkennen, was man jetzt genau ausgewählt hat, sodass man zunächst etwas Erfahrung sammeln muss, was man auswählen muss, um auch das zu bekommen, was man möchte.

Sound Shapes (8) Wie bereits angesprochen setzt die Grafik des Titel keinen neuen Maßstäbe, ist aber durchaus passend, außerdem bietet sie durch die verschiedenen Künstler, die an der Optik beteiligt waren, eine große Vielfalt. Anders ist es natürlich um den Ton bestellt, da wir es ja hier mit einem Musikspiel zu tun haben. Die Stücke in den verschiedenen Leveln animieren einen stets zum mitwippen oder Kopfnicken und auch die Möglichkeit selbst kreativ zu werden ist super umgesetzt und bietet viele Instrumente, die ausprobiert werden wollen.

Unser Fazit

90 %

Mit Sound Shapes hat Queasy Games bewiesen, dass man ein Buch nicht nach seinem Einband beurteilen sollte. Auf den ersten Blick erscheint es nicht unbedingt besonders ansprechend, auf den zweiten Blick dagegen kann es aber vollends überzeugen. Die Idee durch das Einsammeln von Noten den Beat nach und nach aufzubauen ist super umgesetzt und bietet neben den weltweiten Ranglisten genügend Ansporn alle Kügelchen, die oft an schwierig zu erreichenden Stellen in den Leveln platziert sind einzusammeln. Grafisch und Tontechnisch bekommt man durch die verschiedenen Künstler, die beteiligt waren einiges an Abwechslung geboten, allerdings sind die Level der Kampagne leider recht knapp bemessen und nach etwa vier Stunden dürfte man hier alles gesehen haben. Die Beat-Schule und der Todesmodus können einen dann aber noch ein paar Stunden mehr unterhalten. Wirklich für Langzeitmotivation sorgt aber der Level-Editor, in welchem man mit zahlreichen Instrumenten und Objekten ganz eigene Ideen problemlos umsetzen kann und auch die Level anderer Spieler weltweit online ausprobieren kann, sodass es nie an Nachschub fehlt und die Spielzeit quasi unendlich in die Höhe treibt. Nennt man die Vita und die Playstation 3 sein Eigen kann man Sound Shapes sogar ohne Aufpreis auf beiden Systemen spielen. Besitzt man nur eines der beiden ist das aber auch kein Problem. Das Synchronisieren der Spielstände zwischen Heimkonsole und Handheld kann allerdings einige Probleme bereiten, was aber hoffentlich in Bälde durch eine Patch oder ähnliches behoben wird. Im Großen und Ganzen kann ich Sound Shapes also nur empfehlen, wenn man Musikspiele mag und auch Sidescrolling-Jump & Run’s nicht abgeneigt ist.

Pro

  • Abwechslungsreiche Grafik
  • Spielprinzip
  • Level-Editor
  • Abwechslungsreiche Level
  • Teilen von selbsterstellten Leveln
  • Gute Musikauswahl
  • Spiel ohne Aufpreis für Vita & PS3

Kontra

  • Grafik (meist) etwas zu einfach
  • Kurze Kampagne
  • Probleme bei Spielstand-Synchronisation

Unsere Bewertung

Grafik
 
60 %
Sound
 
90 %
Steuerung
 
86 %
Gameplay
 
95 %
Multiplayer
 
90 %
Spielspaß
 
95 %

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