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Space Pirate Trainer – Test / Review

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Veröffentlicht 4. März 2019 | 15:14 Uhr von Alexander Winkel

Space-Pirate-Trainer-Screenshot

Was in den 80er noch als monochromes Abenteuer begann und spätestens mit Space Invaders berühmt wurde, kehrt mit Space Pirate Trainer im modernen Gewand und recht spektakulär wieder zurück. Welle für Welle entfacht sich ein schweißtreibender Kampf gegen Roboterhorden, die einfach kein Ende nehmen wollen. Dank sehr guter Handhabe und tollen Effekten ist das VR-Spektakel ein sehr unterhaltsamer Zeitvertreib geworden.

Nach einem sehr kurzen Intermezzo mit dem Hauptmenü – allzu viele Möglichkeiten stehen nicht zur Auswahl – findet sich der frischgebackene Weltraumpirat auf der Trainingsplattform wieder und sieht sich unendlichen Wellen gegenüber, die mit aller Kraft den wackeren Recken von der nächsten Highscore abhalten wollen. Welle für Welle schicken die Roboter immer stärkere Geschwader aus, um den Piraten Einhalt zu gebieten. Bewaffnet mit zwei Move-Controllern stellt ihr euch jedoch der Gefahr und kämpft in bester Han Solo Manier ums nackte Überleben. Gleichzeitig werden die Feinde ins Visier genommen, gegnerische Salven abgeblockt und Schüssen gekonnt ausgewichen. So muss sich der Krieg der Sterne anfühlen!

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In jeder Hand könnt ihr je eine Waffe halten. Vom durchschlagskräftigen Granatenwerfer, über einen Laserstrahl und einer für den Nahkampf effektiven Schrotflinte bis hin zu weiteren trickreichen Argumentationsverstärkern ist durchaus Varianz gegeben und es kommt tatsächlich auch auf die gegnerische Wellen an, welche Wahl die beste ist. Ein aufgeladener Energiestrahl kann zum Beispiel einen Boss ziemlich in die Knie zwingen. Oftmals könnt ihr diesen besonderen Feinden nur in relativ kurzen Momenten wirklich Schäden zufügen, so dass dazwischen genügend Zeit bleibt, die Waffe entsprechend aufzuladen. Ganze Schwärme, fliegend in Formation, lassen sich wiederum besonders gut mit dem Laser ausschalten. So hat jede Waffe ihre Stärken und Schwächen, die man zunächst einmal kennenlernen muss.

Besonders wichtig ist jedoch auch der Schutzschild. Hierfür greift man schnell über die Schulter und zieht quasi den Schild hervor. Natürlich wird hier eine Waffe gegen den Schild getauscht und man verliert an bleihaltigen Argumenten, sorgt jedoch für einen Schutz gegen einen regelrechten Pfeilhagel, den so manche Schwärme von sich geben. Der Clou dabei: Sowohl akustisch, als auch optisch nimmt man jederzeit den gegnerischen Beschuss wahr. Gerät man ins Kreuzfeuer und droht ein Treffer, so wird ein Bullet-Time-Effekt ausgelöst und ihr könnt traumhaft agil wie Neo im Film Matrix jedem einzelnen Geschoss ausweichen. Springt zur Seite, neigt den Körper oder werft euch gar auf den Boden, um Schäden zu vermeiden. Auch lassen sich die Geschosse durch den eigenen Beschuss vernichten. Dank der audiovisuell opulenten Darstellung fühlt man sich grandios inmitten all der feindlichen Übermacht.

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Mit Schild und Waffe kommt auch Taktik auf, denn der Schild kann auch Energiewellen ausstoßen und das feindliche Heer damit auf Abstand bringen. Ihr könnt aber auch die Geschosse von einer Seite blocken und euch hinter dem Schild verschanzen, gleichzeitig jedoch die Feinde auf der anderen Seite ins Visier nehmen. Ihr könnt sogar einen Feind mit einem Energiestrahl einfangen und diesen wie in Ghostbusters hin und her Schleudern. Ein Zusammentreffen mit seinen Kumpanen wird unweigerlich einige Diskussionen unter den Seinen aufwerfen, zumindest jedoch Schäden verursachen, die uns ein schadenfrohes Lächeln ins Gesicht zaubern. Der Kampf ist grandios agil und die Handhabe flüssig, so dass unglaublich viel Spaß aufkommt, obwohl die gegnerischen Wellen weniger abwechslungsreich ausfallen und alles nur wie ein einfacher Simulator wirkt. Letztendlich kommt man zudem gewaltig ins schwitzen, denn ständiges ausweichen und feuern sorgt für ordentliche körperliche Bewegungen. Platz solltet ihr auf alle Fälle haben, um nicht selber von der Realität getroffen zu werden!

 

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Bild 1 von 5

 

Getestete Version: Playstation 4 / PSVR

 

Unser Fazit

80 %

Space Pirate Trainer ist ein äußerst unterhaltsames Intermezzo und wird volle Konzentration von euch abverlangen. Schießen, ausweichen, ducken, mit dem Schild blocken und wieder schießen. Der Wave-Shooter macht Space Invaders alle Ehre und transferiert das Prinzip in den virtuellen Raum. Ihr müsst euch beständig umschauen und den vollen Umfang von 180 Grad Radius immer im Blick haben, um wirklich hohe Highscores zu kassieren. Auch wenn Space Pirate Trainer vom Umfang her eher schmalspurig auftritt, so hat es dieses gewisse Etwas, dass man immer und immer wieder den Kampf gegen die Roboter neu startet und nochmals versucht, besser zu werden. Spaßige Unterhaltung, gut umgesetzt und mit einer sehr gelungenen Handhabe garniert. Garantiert ein Spiel für zwischendurch, um sich aufzuwärmen und in die VR-Welten einzutauchen.

Pro

  • + Kurzweiliges und süchtig machendes Intermezzo
  • + Sehr gutes Tracking und nahezu perfekte Handhabe mit den Move-Controllern
  • + Spannende und agile Kämpfe, in denen es auf die Waffenwahl ankommt und ausweichen die beste Verteidigung darstellt
  • + Den Schild kann man vielseitig und geschickt einsetzen und hat somit viele Kampfmöglichkeiten
  • + Sehr guter Rundumblick, den man auch im Kampf benötigt, da die Gegner von überall her angreifen

Kontra

  • - Es ist und bleibt ein Wellen-Shooter mit wenig Abwechslung und kaum Spielmodi
  • - Einzig die Highscore-Jagd wird euch auch Monate nach dem ersten Training noch ins All locken

Unsere Bewertung

Grafik
 
75 %
Sound
 
80 %
Steuerung
 
85 %
Gameplay
 
80 %
Multiplayer
 
00 %
Spielspaß
 
80 %

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Aufgewachsen mit der ersten Nintendo-Konsole, fühlt sich Alexander Winkel eigentlich auf allen Plattformen heimisch. Trotz seiner offensichtlichen Hingabe zur Xbox – die vielen Gamerscore Punkte erspielen sich nicht von selbst – lässt er seine Schreibwut an allen Videospielen aus, unabhängig vom System.

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