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Sparkle Unleashed – Test / Review

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Veröffentlicht 13. Juni 2015 | 14:34 Uhr von Alexander Winkel

Sparkle-Unleashed

Unter den Konsoleros dürfte Entwickler 10tons vor allem den Playstation Spielern ein Begriff sein. Mit unter anderem Crimsonland oder King Oddball wurden immerhin Playstation 3, PS4 und auch PS Vita bedacht. Einer der bekanntesten Spiele ist aber Sparkle, ein kurzweiliger, aber durchaus kniffligen Puzzler. In einer neuen Iteration als Sparkle Unleashed findet die nunmehr dritte Ausgabe nun auch ihren Weg auf die Xbox One.

Es genügt wahrlich ein einziger Blick auf Sparkle Unleashed, um die unverkennbaren Wurzeln bei auf Kugeln basierenden Match-3 Puzzlern wie Zuma und Luxor auszumachen, deren Ursprung auf Ballistic (Playstation) zurückzuführen ist. Ein äußerst beliebtes und daher auch viel kopiertes Spielprinzip. Kunterbunte Kugeln werden an einer Kette über vorgegebene Bahnen quer über den Bildschirm auf ein alles in sich aufsaugendes Loch hin gezogen. Es ist des Spielers Aufgabe, die farbigen Kugeln mit eigenen zu kombinieren und das Vorrücken der Schlange aufzuhalten. Sobald mindestens drei gleichfarbige kombiniert wurden, dabei ist wichtig, dass der Spieler die letzte hinzugefügt hat, lösen sich diese auf und die Kugellinie rutscht ein wenig zusammen. Mitunter werden dadurch ganze Kettenreaktionen ausgelöst, wenn Teile der Schlange sich wieder zusammen ziehen und die Farben stimmig sind.

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Um dies bewerkstelligen zu können, bedient man sich einer Kanone am unteren Bildrand, die gegenüber Sparkle 2 nun auf der kompletten Länge der X-Achse hin und her bewegt, aber nicht gedreht werden kann. Immer zwei, zumeist auch unterschiedlich farbige Kugeln sind geladen und können per Tastendruck verschossen werden. Bei Bedarf können diese auch getauscht werden, um den vorrückenden Kugeln auf dem Spielfeld und der gegebenen Situation auch gerecht zu werden. Die Handhabe kann in der Hektik aber etwas ungenau sein. Präzision ist nur nach reichlich Übung wirklich gegeben.

Das Prinzip von Sparkle Unleashed hat man schnell durchschaut und feiert auch sofort die ersten Siege. Die Schlange ist besiegt, die „gefährlichen“ Kugeln aus der Welt geschaffen. Auf den Lorbeeren sollte sich der wackere Ritter aber nicht ausruhen. Die Kugelschlangen ziehen fortan immer schneller über den Bildschirm und diverse Hindernisse offenbaren ein wahres Ärgernis. Baumstämme blockieren die Sicht während Brücken, Tunnel und Kreuzungen uns einen Knoten in den Hirnwindungen fabrizieren. Die farbigen Kugeln verschwinden durch die Hindernisse immer wieder mal und auch dank der Schlangenlinien fällt es nicht immer leicht, die richtigen Farben zu kombinieren. Allem Übel noch ein drauf setzend, sorgen verbrannte Kugeln (die keiner Farbe angehören) sowie eiserne Ketten für Kopfzerbrechen. Denn hier muss man gezielt mehrere Abschüsse meistern.

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Abhilfe verschaffen diverse Power-Ups, die durch erfolgreiches Absolvieren der Story-Quests wie in einem Rollenspiel freigeschaltet werden. Dabei ist es dem Spieler überlassen, welche er sich gönnt und welche gar bis zu einer dritten Ausbaustufe ausgebaut werden. Mittels der Power-Ups, die mehr oder weniger zufällig erscheinen, werden ganze Reihen an Kugeln vernichtet,  ein Meteor hagelt auf das Spielbrett oder mehrere der Kugeln werden schlichtweg in eine einzige Farbe verzaubert.

Power-Ups sind also willkommene Hilfsmittel, nicht selten um auch nur einen Hauch einer Überlebenschance zu haben. Denn nach den ersten 40-50 Missionen im Storymodus – einer ziemlich banalen Hintergrundgeschichte – zieht Sparkle Unleashed doch gewaltig an. Immer öfters ziehen mehr als nur eine Kugelkette durch den Bildschirm und es fällt einem schwer den Überblick zu wahren. Man muss auf zwei Löcher achten und überall zur Stelle sein. Sprich, es wird oft ziemlich stressig und knapp, auch wenn der Sieg so oft greifbar nahe ist. Doch eine gewisse Faszination liefert genügend Motivation, immer wieder den jeweiligen Level zu versuchen. Insgesamt sorgen einhundert Aufgaben für reichlich Spielspaß. Ist das Königreich tatsächlich gerettet, sorgen weitere Schwierigkeitsgrade für noch mehr Kopfzerbrechen, für viele aber leider auch regelrechte Frustration.

Abseits des Storymodus gibt es zusätzlich nur noch einen Überlebensmodus. Hier gilt es schlicht möglichst lange durchzuhalten und dabei so viel wie möglich Schlangenketten auszuschalten. Mehrfache Versuche auch nach reichlicher Einarbeitung in Sparkle Unleashed offenbaren, dass dies kein leichtes Unterfangen ist und auch Veteranen die Zähne knirschen werden.

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Unser Fazit

64 %

Sparkle Unleashed ist ein unkomplizierter Puzzler im Zuma-Stil und vermag durchaus immer wieder kurzweilig zu unterhalten. Der Schwierigkeitsgrad, der mit der Zeit gewaltig ansteigt, ist aber nicht zu verachten. Spätestens auf höherem Niveau nach Abschluss der Story beißt man sich die Zähne aus. Im Gegensatz zu so manch anderem Puzzler kommt bei Sparkle Unleashed aber nur kaum Suchtgefahr auf. Das mag an der simplen Präsentation liegen, aber auch an der fehlenden Präzision beim Zielen. Wer händeringend einen neuen Puzzler braucht, bekommt für wenig Geld viele Stunden Spielspaß, aber es gibt zumindest auf anderen Plattformen als der Xbox One genügend Alternativen.

Pro

  • + Simples Spielprinzip dass schnell erlernt und verstanden ist.
  • + Auf Dauer ist der Titel aber dennoch recht herausfordernd.
  • + Storymodus mit einhundert Aufgaben sowie ein Überlebensmodus.
  • + Zahlreiche gute Power-Ups die das Spiel ein wenig auflockern.
  • + In der Hektik des Gefechts eine etwas träge Handhabe der Kanone.

Kontra

  • - Die vielen unterschiedlichen Level bergen kaum wirklich Abwechslung, denn sie sind sich letztendlich sehr ähnlich.
  • - Die minimalistisch präsentierte Story ist nette Dreingabe, mehr aber nicht.
  • - Vor allem auf höheren Schwierigkeitsgraden besteht hohe Frustgefahr.
  • - Präsentationstechnisch eher simpel ausgefallen.

Unsere Bewertung

Grafik
 
40 %
Sound
 
60 %
Steuerung
 
70 %
Gameplay
 
50 %
Multiplayer
 
00 %
Spielspaß
 
65 %

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Aufgewachsen mit der ersten Nintendo-Konsole, fühlt sich Alexander Winkel eigentlich auf allen Plattformen heimisch. Trotz seiner offensichtlichen Hingabe zur Xbox – die vielen Gamerscore Punkte erspielen sich nicht von selbst – lässt er seine Schreibwut an allen Videospielen aus, unabhängig vom System.

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