Splinter Cell: Blacklist - Review / Test - insidegames

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Splinter Cell: Blacklist – Review / Test

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Veröffentlicht 14. August 2013 | 0:07 Uhr von Fabrice

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Sam Fisher ist zurück! Nachdem 2010 Splinter Cell: Conviction erstmals ausschließlich für die aktuelle Konsolengeneration erschienen ist, findet er erneut seinen Weg zurück auf unsere Konsolen. Und erneut gilt es wieder den fiesen Plan von ziemlich übel gelaunten Terroristen zu unterbinden!

Nachdem Sam in Conviction hauptsächlich auf eigene Faust operiert hat und die korrupte Agentur Third Echelon regelrecht auseinander genommen hat, stehen im nun mehr Ressourcen als jemals zuvor zur Verfügung. Als Kopf der neuen Fourth Echelon, unter der Leitung der Präsidentin der Vereinigten Staaten, muss er gegen eine Gruppierung vorgehen die Amerika auf ihrem eigenen Land attackieren will. Mehr Gadgets, flüssigeres Gameplay und ein kaum sichtbarer Verlauf zwischen Einzel- und Mehrspieler wurde von den Entwicklern bei Ubisoft Toronto versprochen. Doch hat das auch geklappt? Wir haben uns durch die Kampagne von Splinter Cell: Blacklist auf der PS3 geschlichen und gekämpft um das für euch heraus zu finden!

Amerika unter Feuer

Die Engineers sind eine Gruppierung von Terroristen, welche den Abzug von sämtlichen militärischen Truppen der USA auf der ganzen Welt fordern. Wird diese Forderung nicht erfüllt, werden sie die Vereinigten Staaten auf dem eigenen Grund und Boden attackieren. Mit einem Angriff auf eine Militärbasis in Guam haben sie bereits unter Beweis gestellt, das sie die Mittel dazu haben. Dank den sozialen Medien, können sie in kürzester Zeit die Massen erreichen und damit für Angst und Schrecken sorgen.

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Aus diesem Grund übernimmt Sam Fisher die Leitung der Fourth Echelon, einer Einheit zusammen gestellt aus den hellsten Köpfen und besten Agenten der Staaten. Ihm zur Seite stehen Anna „Grim“ Grimsdóttir welche Serienkenner natürlich noch nicht vergessen haben, der junge Charlie Cole der sich als Hacker und Techgenie wohl eine Scheibe von James Bonds Q abgeschnitten hat, Isaac Briggs, ein CIA Agent der Sam direkt vom Boden oder aus der Luft unterstützt und Andriy Kobin, ein Waffenhändler den man bereits aus Conviction kennt.

Der Gute, der Nerd, die Schöne und der Waffenhändler

Der Plot an und für sich ist nichts wirklich Neues. Die USA werden von Terroristen bedroht und nur ein Mann kann sie stoppen. Die Terroristen sind in diesem Fall die Engineers und der Mann der sie stoppen kann, ist Sam Fisher. Die Geschichte vermag zwar keine Grenzen zu sprengen, bleibt aber durchwegs spannend und, was am wichtigsten ist, unterhaltsam. Was diese Unterhaltung besonders ausmacht, sind die Figuren. Im Mittelpunkt natürlich Sam und seine vier wichtigsten Helfer. Die Beziehung zwischen ihm und Grim ist noch immer sehr angespannt, verständlich nach den Ereignissen in Conviction. Korbin, der Waffenhändler in Mitten dieser Regierungsoperation, sorgt für unverhofft lustige Momente und selbst Charlie, der nerdige Techniker, kann einem im Verlauf der Geschichte ans Herz wachsen.

Der Tag an dem die Menüs verschwanden…

Was als erstes auffällt, ist das in Splinter Cell: Blacklist kein großer Unterschied zwischen der Kampagne, kooperativ spielbaren Missionen und kompetitivem Mehrspielermodus gemacht wird. Das Hauptmenü wird durch den Paladin ersetzt, eine fliegende Festung die als Zentrale für alle Operationen der Fourth Echelon dient. In der Mitte des Flugzeugs steht das SMI, kurz für Strategic Mission Interface. Daran hat man Zugriff auf die nächste Storymission, alle verfügbaren Nebenmissionen sowie den Spies Vs. Mercs Mehrspielermodus. Wer seine Ausrüstung für einen der Modi umgestalten will, kann dies tun in dem man ein Gespräch mit jemandem aus seinem Team startet. Das fühlt sich sich organisch an und sorgt dafür das Blacklist als ein Erlebnis gesehen werden kann, statt drei verschiedenen Modi die man durch verwinkelte Menüs erreichen kann.

An dieser Stelle muss ich nochmal erwähnen, dass der Fokus unseres Tests liegt auf der Einzelspielerkampagne, denn aus zeitlichen Gründen war es uns bisher nicht möglich den Mehrspielermodus auf Herz und Nieren zu testen.

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Schwebe wie ein Schmetterling, stich wie eine Biene!

Wie schon die Vorgänger, steuert man Sam Fisher aus der 3rd-Person Perspektive während man sich durch die Level schleicht oder auch ballert. Die Missionen die in Ländern wie Lybien, Paraguay und den USA statt finden sind äußerst abwechslungsreich gestaltet. Geiseln wollen gerettet, Bomben entschärft und Zielpersonen gefunden werden. Dazu stehen einem oft mehrere Wege zur Auswahl, welche in diesem Teil durch drei Stile gekennzeichnet sind. Wer seinen Gegnern ausweicht und keine Spuren hinterlässt, agiert als Ghost. Wer seine Gegner oft tötet, dennoch aber still und leise vorgeht, zählt zu den Panthern. Wer auf rohe Waffengewalt steht und alles umnietet das sich einem in den Weg stellt, der folgt dem Assault Weg.

Schön ist, das man jeden der drei Wege auch erfolgreich nutzen kann. Die Levels sind zwar linear, mit einem klaren Ziel, der Weg dahin ist aber oft eher offen gestaltet mit weiten Arealen. Dank Gadgets wie Rauchgranaten, Haftkameras oder Geräuschemittern, kann man mit genug Geduld und Taktik, lautlos durch die Levels kommen. Es gibt genug Möglichkeiten den Gegnern auszuweichen und dank der verbesserten Steuerung, kann man wie ein Geist durch die Levels kommen. Eine große Verbesserung gab es auch beim Waffenhandling. Wer wirklich einfach nur ballern will, wofür Splinter Cell: Blacklist aber nicht unbedingt konzipiert wurde, der kann das auch machen. Die Auswahl an Waffen oder offensiven nutzbaren Gadgets ist groß und es macht eine Menge Spaß seinen Gegnern Fallen zu stellen, sie mit Scharfschützengewehren aus der Distanz auszuschalten oder sie im Sturmangriff zu markieren und auszuschalten. Die in Conviction eingeführte Mechanik feiert nämlich ihre Rückkehr. Mehrere Feinde können markiert werden und mit einem einfachen Tastendruck lassen sich alle markierten Gegner erledigen.

Was dabei auffällt, ist das alles flüssiger von statten geht. Markierte Gegner können im Sprint erledigt werden, genau so können auch Nahkampfangriffe so ausgeführt werden. Es macht richtig Bock sich durch die Schatten zu schleichen, dabei einige Gegner markieren, zum Sprint anzusetzen, den ersten Feind im Nahkampf zu erledigen und den Rest per Markierung mit gezielten Schüssen zu erledigen. Splinter Cell: Blacklist ist am schwächsten, wenn einem aber nicht die Wahl gelassen will. In einer Mission muss man eine Person vor angreifenden Spezialeinheiten beschützen. Dabei bleibt einem keine Wahl diese einfach zu umgehen, man muss sie mit tödlichen oder nicht tödlichen Mitteln ausschalten. Es macht zwar Sinn im Bezug auf die Story, so eingeschränkt zu werden nimmt dem Spielspaß aber die so gut gelungene Freiheit.

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Inhalt so weit das Auge reicht

Neben den Storymissionen, gibt es noch zahlreiche andere Aufgabe zu erledigen. Briggs, Charlie, Grim und Kobin halten alle so genannte 4E Missionen bereit. Diese können oder müssen sogar im kooperativen Modus gespielt werden. Das kann sowohl off- als auch online gemacht werden. Zu diesen Missionen gehören z.B. Aufgaben in denen man gegen immer stärker werdende Wellen an Gegnern antreten muss. Nach allen 5 abgeschlossenen Wellen, kann man die Mission beenden und seine Belohung dafür einstreichen. Und von diesen Missionen gibt es einige, wodurch für längeren Spielspass gesorgt ist. Die Missionen sind für Einzelspieler eher langweilig, können im Koop-Modus jedoch überzeugen. Dabei fällt nämlich nicht gar so auf wie öde die eigentliche Gestaltung ist, da man durch die Zusammenarbeit viel heraus holen kan

Als Belohnung gibt es dafür Kohle. Diese gibt es natürlich auch für die Storymissionen, im Spies Vs. Mercs Modus und für erledigte Herausforderungen. Weiter oben wurde schon erwähnt, das es die drei Wege gibt seine Aufgaben anzugehen. Für jeden Kill, jeden umgangenen Gegner und die Erkundung der Level gibt es Punkte. Je höher der Schwierigkeitsgrad, desto mehr Punkte gibt es auch. Die Punkte entsprechen dabei auch dem Geld das man erhält. Am meisten Punkte, also auch Geld, gibt es für den Ghost Spielstil. Am wenigsten gibt es für den Assault Stil. Wer immer nur alles umlegt ohne zu schleichen, der kommt schnell in Geldnöte denn dieses kann in viele Bereiche investiert werden.

Unter anderem kann der Paladin, das Flugzeug das als Basis dient, verbessert werden. Erweitert man Charlies Unterkunft, versorgt dieser einen mit bestimmten Prototypen. Wer das Cockpit verbessert, hat in den Missionen erweiterten Zugriff auf das Radar. Das ist zwar cool aber kaum der Rede wert. Deutlich spannender ist da die Gestaltung von Sam bzw. seinen Figuren für den Spies Vs. Mercs Modus.

Als erstes lässt sich Sams Anzug umgestalten. Wer eher schleichen will, kann leichte Westen, Handschuhe oder Schuhe kaufen, wodurch es für Gegner schwerer wird ihn zu erkennen. Im Umkehrschluss kann man verbesserte Panzerung kaufen, wodurch man in direkten Konfrontationen besser da steht. Das hat durchaus einen Rollenspielaspekt, denn sieht man sich andere Ausrüstung an, sieht man in welchen Bereichen man besser bzw. schlechter da stehen wird. Das Gleiche kann man auch mit seinen Waffen machen. Jede Waffe kann in verschiedenen Bereichen verbessert werden. Neue Visiere sorge für verbesserte Präzision oder Kontrolle, andere Muntion kann Panzerung durchschlagen und so weiter und so fort. Alles verdiente Geld dient dabei für sämtliche Modi. Ein weiterer Schritt von Ubisoft die verschiedenen Modi noch mehr verschmelzen zu lassen

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Oh Ironside, wo steckst du nur?

Was die technische Seite angeht, fällt es mir schwer Blacklist effektiv zu bewerten. Die von uns getestete Version läuft nur auf einer Debug-PlayStation 3. Das bedeutet zwar das es das vollständige Spiel ist aber nicht zwingend 1 zu 1 einer Retail-Version wie sie im Laden steht entspricht.

Dies ist auch der Fall mit Blacklist. Eine Mission in einer Villa eines Waffenhändlers, ist kaum spielbar. Die Bildrate geht komplett in die Knie und entspricht etwa einem Bild alle 3 bis 4 Sekunden. Dialoge und Musik sind abgehackt, es ist eine Qual so zu spielen. Nun, ich bin davon überzeugt das dies in der normalen Version des Spiels nicht der Fall sein wird. Alle anderen Missionen hatten keinerlei Probleme in diesem Bereich, nicht mal im Ansatz. Dennoch muss es einfach erwähnt werden, ich würde meinen Job wohl nicht richtig machen wenn ich es einfach auslasse weil es wahrscheinlich bei euch nicht so sein wird.

Ansonsten ist die Grafik gut gelungen. Besonders die Bewegungen von Sam Fisher in Aktion sind brillant. Die schon erwähnte Flüssigkeit ist exzellent. Was nicht ganz so gut ausfällt, sind teilweise die Gesichter der Nebenfiguren. Die Tatsache das mich Grim auf einmal stark an eine jüngere Heidi Klum erinnert aussen vor gelassen, fiel besonders Charlie immer wieder auf. Sein Gesicht wirkte unrealistisch, irgendwie flach im Vergleich zum Rest der Personen.

Ein grosses Thema im Vorfeld war, das Michael Ironside im Originalton nicht mehr die Rolle von Sam Fisher übernimmt. Diese Rolle wurde von Eric Johnson, wohl am ehesten durch eine Rolle in der Serie Smallville bekannt, welcher sowohl die Rolle als Sprecher als auch beim Motion Capturing übernahm. Da wir eine deutsche Seite sind, wurde das Spiel auch auf Deutsch durch gespielt. Und zumindest in dieser Version, ist die Stimme von Sam und Konsorten immer noch gleich. Zur Referenz wurde jedoch auch der O-Ton getestet. Und das Sam plötzlich nicht mehr von Ironside mit seiner ikonischen Stime vertont wird, wirkt merkwürdig. Es passt einfach irgendwie nicht. Nichts desto trotz hat Johsnon eine gute Leistung abgeliefert. Er fängt den Charakter von Sam Fisher gut ein und wäre da nicht die Vergangenheit, würden wohl die Wenigsten an seiner Performance Kritik ausüben.

Unser Fazit

83 %

Splinter Cell: Blacklist schafft den Balanceakt zwischen Stealth und Action mit Bravour! Wer gerne leise vorgeht, dem werden zum grössten Teil die Mittel und Wege bereit gestellt das auch so zu machen. Wer aber gerne ein gutes Actiongame spielt, der wird auch nicht enttäuscht. Es erreicht als Actionspiel zwar nicht das Niveau das es als Schleichspiel erreicht, dennoch funktioniert es einwandfrei. Dank zahlreichen Nebenmissionen, einstellbaren Klamotten und Ausrüstung sowie einer unterhaltsamen Story, bietet Blacklist Spielspass für viele Stunden!

Pro

  • + Unterhaltsame, wenn auch wenig originelle Geschichte
  • + Sympathische Figuren
  • + Viele Möglichkeiten schleichend durch die Levels zu kommen
  • + Action funktioniert deutlich besser als im Vorgänger
  • + Massig Inhalt
  • + Tolle Einstellungsmöglichkeiten für Waffen und Outfits

Kontra

  • - Gewisse Passagen in der Story schränken das Gameplay zu sehr ein
  • - Waffenhandling könnte noch ein Tick flotter sein
  • - Nebenmissionen nicht wirklich zu auffallend
  • - Charlies Gesicht

Unsere Bewertung

Grafik
 
83 %
Sound
 
89 %
Steuerung
 
85 %
Gameplay
 
81 %
Multiplayer
 
00 %
Spielspaß
 
84 %

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Kommentare

  • Chris sagt:

    Warum wurde der Multiplayer den nit Bewertet??? oder habe ich da was übersehen, den ich finde die auswahl der Koop mission oder halt die möglichkeiten für den multiplayer echt gut gelungen. Nur doof das die endwickler fehler bei den erfolgen gemacht haben… (wer mehr deswegen wissen will soll fragen …)
    Gruß Chris

  • Chris sagt:

    das erklärt einiges….. gut dan habe ich nix gesagt… aso eventuel der falsche ort darfür aber, wenn man leitfaden wür die erfolge machen möchte wo geht das??? hab etwas zuviel zeit und bin sehr gut in erfolge holen…

  • Marcel sagt:

    Hey Chris der Multiplayer wurde nicht bewertet, weil der nicht in unserer Version verfügbar war!

  • Marcel sagt:

    SChau mal hier nach Chris ->
    http://www.insidegames-forum.ch/forumdisplay.php?f=82

    Du musst aber registriert sein. Da kannst du den Guide einreichen und er erscheint auf der Startseite

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