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Squishies – Test / Review

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Veröffentlicht 6. Februar 2019 | 20:29 Uhr von Alexander Winkel

Squishies-KeyArt

Squishies sind witzige, bunte und kugelrunde Wesen, die alleine aber ziemlich hilflos in der Weltgeschichte herumstehen und deswegen die Hilfe des Spielers benötigen, um in die Heimat zurückkehren zu können. Der VR-Titel offenbart einen gelungenen, wenn auch nicht wirklich grandios innovativen Knobelspaß, bei dem der Spieler vor allem aufgrund des guten Überblicks dank der VR-Brille in der virtuellen Welt profitiert. 

Wer bereits den Trailer zu Squishies gesehen hat, kennt die kleinen kugelrunden Kerlchen bereits, vor allem ihr beständig fröhliches Gemüt, ein immerwährendes Lächeln im Gesicht und putzige Laute von sich gebend. Leider sind diese kleinen Kerlchen, so niedlich sie daherkommen, strunzdoof. Denn ohne Hilfe stehen sie einfach in der Gegend herum und können sich mit ihren kleinen Watscheln nicht einem hinfort bewegen. Da fällt es sichtlich schwer, den Weg in die Heimat anzutreten. Nur wenn die Physik sich in Form eines Windes, steilen Abhangs oder in saugender Form bemerkbar macht, kugeln diese kunterbunten Viecher durch teilweise riesige und aufwendig erstellte Welten dem Ausgang entgegen.

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Da bleibt uns nichts anderes übrig, als den herzallerliebsten Kerlchen zur Hand zu gehen. Dazu werden die Move-Controller ausgepackt, welche kleine Luftkanonen oder Saugern ähneln und so genügend Kraft auf die runden Squishies ausüben können, damit diese sich in Bewegung setzen. Das Abenteuer kommt ohne nennenswerter Story aus und beginnt zunächst gemächlich mit kleinen Aufgaben. Ihr pustet die Kerle durch isometrische Levels und sorgt dafür, dass sie das Ziel erreichen. Nicht nur Steine, Palmen und Abgründe stellen hier Hindernisse dar, auch Steilwände und Rampen sorgen für die eine oder andere knifflige Passage. Manche sind so steil, dass ihr mit beiden Kanonen ordentlich Wind machen müsst. Ansonsten rollt der Squishy Dank vorhandener Schwerkraft wieder zurück auf die unteren Ebenen.

Das Spielprinzip ist simpel und intuitiv, birgt in den etwa 100 Level jedoch genügend Kreativität der Entwickler, um euch bis zum Schluss bei Laune zu halten. Der Schwierigkeitsgrad steigt dabei angenehm an und bringt neue Elemente wie Schalter, Lifts und Brücken mit sich. Ihr müsst manchmal mechanische Geräte mit einem Move-Controller bedienen, während mit dem anderen die Kerle durch den Level bugsiert werden. Auch sorgen Elemente wie Feuer und Schnee für die eine oder andere knifflige Geschicklichkeitseinlage, wenn zum Beispiel ein Squishy zu Eis erstarrt ins Wasser geschubst oder Gestrüpp mir Feuer eliminiert wird. Bis zuletzt sorgen die Entwickler mit neuen Ideen für Abwechslung. Teilweise haben sie es aber auch übertrieben, denn nicht selten wird extrem präzises Steuern abverlangt – was jedoch nicht immer so einfach ist, wenn man nur durch pusten oder saugen die Squishies in Bewegung bringen kann und die Dosierung teilweise dann doch eher Glückssache darstellt. Erfreulicherweise gibt es genügend Speicherpunkte und ihr könnt unendlich oft jeden Abschnitt ab dem letzten Rücksetzpunkt erneut probieren. Frust wird dadurch recht gering gehalten.

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Der Clou vom Squishies ist jedoch dank der VR-Brille die direkte Einbindung des Spielers in die teilweise doch recht großen Welten. Mittels einiger Gesten der Move-Controller könnt ihr die Level kinderleicht drehen, verschieben und zoomen und euch somit immer einen optimalen Überblick verschaffen. Ihr könnt euch die Konstruktionen auch aus nächster Nähe anschauen oder in Gebäude blicken, um geheime Pfade zu entdecken. Nur so könnt ihr um die Ecken oder gar in Kammern blicken, um der Welt die letzten Geheimnisse zu entlocken. Denn überall finden sich zum einsammeln Kristalle und seltene, sowie schwer zu findende Eier, welche nicht nur begehrte Trophäen, sondern auch zusätzliche Bauteile für den Level-Editor freischalten.

Nach Abschluss des umfangreichen Spiels könnt ihr zusätzlichen Knobelspaß dank kreativer Spieler aus aller Welt genießen, indem wie in Little Big Planet erstellte Level heruntergeladen werden. Wir haben bereits zahlreiche richtig gute Level gemeistert, die denen des Hauptspiels in nicht nachstehen. Diese sind vorab immer vom Ersteller geprüft, denn diese lassen sich erst nach dem erfolgreiche Durchspielen online stellen. Der Editor ist umfangreich und lässt euch ziemliche Freiheiten. Das auf einem 3D-Raster basierende Baugerüst ermöglicht ziemlich schnelle Konstruktionen und unterstützt mit einfachen Handgriffen auch die Korrektur von Fehlern. Etwas mehr Komfort für das Kopieren oder Mixen wäre sicherlich nicht verkehrt gewesen und spätestens wenn logische Elemente ins Spiel kommen, wird ein einführendes Tutorial oder Handbuch schmerzlich vermisst. So müsst ihr leider selber herausfinden, wie Schalter andere Objekte beeinflussen und ähnliche knifflige Rätsel erstellt werden. Intuitiv ist die Programmierlogik im Gegensatz zum Bau des Levels leider nicht.

 

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Bild 1 von 9

 

Getestete Version: Playstation 4 / PSVR

 

Unser Fazit

82 %

Sie sind putzig, sie sind hilflos, ja geradezu hoffnungslos verloren - sofern wir nicht selber Hand anlegen und die kugelrunden Squishies quer durch einhundert Welten bugsieren. Der Titel ist sicherlich nicht innovativ, erhält jedoch durch die Perspektive der VR-Brille eine recht opulente Seite, die zudem für den richtigen Durchblick sorgt. Damit könnt ihr die Gefahren meiden, optimal in der Welt navigieren und selbst jedes Geheimnis lüften. Die kinderleichte Handhabe beim drehen, wenden, zoomen und schieben der Perspektive ist gelungen. Weniger präzise ist das Werkzeug zum pusten oder saugen, auch weil man damit keinen direkten Einfluss auf die Squishies hat, sondern diese indirekt anstupst oder anzieht. Dadurch wird der Titel mitunter recht knifflig. Herausheben muss man zudem den Level-Editor, der umfangreich daher kommt, aber vor allem, bei der Erstellung von Logik ein Handbuch missen lässt. Da hilft nur ausprobieren und durch Fehler lernen, um so gewiefte Welten wie so manch anderer Onlinespieler zu erstellen. Insgesamt ist Squishies ein gelungenes Puzzle-Abenteuer für zwischendurch, welches jedem Rätsel- und Geschicklichkeitsfan empfohlen werden kann.

Pro

  • + Kurzweiliger Rätselspaß, der nicht sonderlich innovativ, aber sauber und spaßig umgesetzt ist.
  • + Mit einhundert Level ein sehr umfangreiches Abenteuer mit einer Spielzeit von bis zu 15 Stunden.
  • + Sehr guter und umfangreicher Level-Editor lässt den Bau guter Level zu.

Kontra

  • + Das Spiel kann im späteren Teil sehr knifflig werden, da man sehr präzise steuern muss und dies nicht immer möglich ist.
  • + Es fehlen Tutorials oder Anleitungen für den Level-Editor. So muss man mühselig alles selber herausfinden.

Unsere Bewertung

Grafik
 
80 %
Sound
 
75 %
Steuerung
 
75 %
Gameplay
 
85 %
Multiplayer
 
00 %
Spielspaß
 
80 %

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Aufgewachsen mit der ersten Nintendo-Konsole, fühlt sich Alexander Winkel eigentlich auf allen Plattformen heimisch. Trotz seiner offensichtlichen Hingabe zur Xbox – die vielen Gamerscore Punkte erspielen sich nicht von selbst – lässt er seine Schreibwut an allen Videospielen aus, unabhängig vom System.

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