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SSX – Test/Review

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Veröffentlicht 7. März 2012 | 22:31 Uhr von Lucardis

ps3_ssxe

Ein richtig guter Winter für Ski, Snowboard und Co. War dieses Jahr leider nicht, entweder war es zu wenig Schnee, oder sogar zuviel. Ein Grund mehr sich den neuesten Ableger von Electronic Arts‘ SSX anzuschauen, denn hier liegt garantiert immer genau die richtige Menge Schnee zum sporteln. Ob es aber auch so Spaßig ist, wie selbst auf dem Board zu stehen, oder ob man auf das virtuelle Snowboard-Spektakel getrost verzichten kann, verraten wir euch wie immer hier in unserem Test.

ps3_ssxk Eigentlich kann man SSX gar nicht mit dem eigenen Urlaub in den Bergen vergleichen, es sei denn ihr seid Extremsportler und habt euch in den Kopf gesetzt die 9 gefährlichsten Berge der Erde unsicher zu machen, denn darum geht es in diesem Titel. Team SSX, bestehend aus 9 Profi-Snowboardern (in deren Haut ihr im Übrigen schlüpfen dürft) wird von Griff, einem ehemaligem Mitglied des Teams SSX herausgefordert, die 9 Deadly Descents, also die gefährlichsten und tödlichsten Berge der Welt zu bezwingen, indem man schlicht und einfach den Drop überlebt. Natürlich ist es nun die Aufgabe des Spielers Team SSX zum Sieg zu führen. In Sachen Geschichte ist das auch schon alles, aber seien wir mal ehrlich, hier ist die Story doch eigentlich Nebensache, um was es in diesem Spiel wirklich geht ist die Strecke runterrasen, Tricks machen und den Highscore knacken!

Im Grunde genommen gibt es bei SSX drei Haupt-Modi, zwischen denen man wählen kann: Entweder, man muss auf einer Strecke die höchste Punktzahl durch Tricks erreichen, wobei es egal ist, auf welchem Platz man die Ziellinie überquert, dann wäre da noch der Survival-Modus, welchen man so eigentlich nicht als Modus zählen kann, da er lediglich an den Deadly Descents zum tragen kommt. Hier geht es einfach darum das Ende der Strecke lebend zu erreichen. Oder der dritte Modus im Bunde: Man muss schnell die Strecke hinter sich bringen und möglichst als erster den Fuß des Berges erreichen, aber auch hier dürfen einige schicke Kunststücke nicht fehlen, denn wenn man immer schön Tricks macht und durch besonders waghalsige Stunts möglichst viele Punkte sammelt, sowie den Combo-Multiplikator oben hält, bekommt man einen Boost spendiert, der einen wie eine Rakete durch den Schnee gleiten lässt. Besonders gut ist es, wenn man in den Tricky-Modus gelangt, welcher durch kontinuierliches tricksen erreicht wird. In diesem Modus hat man nicht nur unbegrenzt Boost zur Verfügung, sondern aus den normalen Tricks werden besondere Tricks, die wesentlich mehr her machen, als die ganz normalen und zudem auch noch fette Boni auf dem Punktekonto bedeuten. Wenn man sich hier auch gut schlägt und ohne Patzer oder Abstürzer die Trick-Kette am laufen hält, gelangt man in den Super-Tricky-Modus, welcher in Sachen Trick-Coolness nochmal einen drauflegt und euch unglaublich waghalsige und imposante Tricks vollführen lässt. In diesem Modus kann sogar der sogenannte „Signature-Trick“ ausgeführt werden, welcher ein besonders cooler Move ist, der für jeden Charakter, den man spielen kann, individuell ist.

Wenn man doch mal falsch aufkommen sollte, oder man ausversehen in eine Felsspalte fährt, hat sich Eletronic Arts auch etwas einfallen lassen: Man spult einfach die Zeit zurück und versucht die Stelle nochmal, was allerdings ordentlich Minuspunkte bedeutet.

ps3_ssxd Doch wie macht man eigentlich Tricks? Die Steuerung von SSX ist eigentlich denkbar einfach, wenn auch relativ komplex. Zum steuern benutzt man natürlich den linken Analog-Stick. Zum tricksen sind die Tasten auf der rechten Seite des Pads essentiell, oder wahlweise auch der rechte Analogstick. Ich werde hier die Playstation 3 Tastenbelegung erläutern, die Xbox360 Steuerung verhält sich aber weitestgehend analog.
Mit der X-Taste springt man, mit dem linken Analog-Stick dreht man sich in der Luft entsprechend vorwärts, rückwärts oder im Kreis. Mit der Dreieck-Taste hält man die obere Seite des Snowboards fest, mit der Kreis- und Viereck-Taste hält man entsprechend die linke und rechte Seite des Boards fest. Modifizieren kann man diese Tricks durch Drehungen oder die R2-Taste, welche am Boden für den Boost zuständig ist. Klingt Anfangs etwas kompliziert, nach dem gelungenen Tutorial und etwas Eingewöhnungszeit geht die Fahrt aber recht locker von der Hand, was aber nicht heißen soll, dass alle Abfahrten leicht zu meistern sind. Die Strecken sind oft schwierig und unübersichtlich, was oft dazu führt, dass man Blindlinks in irgendwelche Schluchten und Felsspalten reinsteuert und so nur das Zeit-Spulen oder gleich das Neustarten des Drops übrig bleibt und teilweise zu lästigen Trial & Error Passagen führt. An sich sind die Strecken jedoch Abwechslungsreich gestaltet und alle 9 Regionen der Erde, wie z.B. die Alpen, Patagonien oder auch die Antarktis sind unterschiedlich und haben bestimmte Anforderungen an den Fahrer, was uns auch direkt zum nächsten wichtigen Punkt bringt: Dem Equipment.
Vor jeder Fahrt sollte man seinen Fahrer an die Gegebenheiten der Region passend Ausstatten. In Patagonien zum Beispiel gibt es riesige weite Schluchten, die mit einem normalen Sprung meist nicht zu überwinden sind, deshalb müssen wir unseren Charakter mit einem Wingsuit ausrüsten, welcher uns eine kurze Zeit lang wie einen Vogel durch die Luft gleiten lässt. Anders sieht es da schon auf dem Mount Everest aus. Die Abfahrt liegt so hoch, dass der Sauerstoff knapp ist und man ohne Sauerstoff-Gerät nicht überleben könnte, also schnallen wir unserem Snowboarder eine Flasche O2 auf den Rücken wodurch bei Bedarf auf Knopfdruck durchgeatmet werden kann und schon ist das Problem gelöst. Ein Anderes Beispiel ist die Region Alaska in welcher akute Lawinengefahr besteht. Hier hilft uns zwar das beste Equipment nicht weiter, aber auch hier gibt es eine Besonderheit: Wir fahren mit einer anderen Kameraposition, nämlich auf uns zu, um vor der Lawine entkommen zu können. So haben sich die Entwickler für jede Region der Erde eine Besonderheit einfallen lassen, welche für reichlich Abwechslung im sonst immer gleichen Spielprinzip sorgt und ordentlich Spaß bringt.

ps3_ssxa Doch nicht nur mit besonderem Equipment kann man seinen Charakter ausrüsten, es ist auch Möglich neue Klamotten zu Kaufen, was allerdings eher eine Enttäuschung ist. Das Outfit bleibt immer dasselbe, lediglich die Farbe variiert, oder man kann leuchtende Anzüge für Nachtfahrten erwerben.
Dann gibt es da noch verschiedene Boards, die man im Shop erstehen kann. Diese Unterscheiden sich in dem Attributen Geschwindigkeit, Tricks und Boost, sodass man hier immer das richtige Brett für das anstehende Event aussuchen kann.
Eine weitere Möglichkeit seinen Charakter bestens auf den Drop vorzubereiten sind Mods. Diese kann man für ein Rennen kaufen und sind danach wieder verschwunden. Sie verbessern für eine Runde eure Tricks, Geschwindigkeit etc., was man gerade braucht.
Im Story-Modus bekommt man für jeden Charakter, der in der jeweiligen Region „zu Hause“ ist, eine sehr gute Ausrüstung mit auf den Weg, denn hier spielt man in jeder Region einen anderen Snowboarder. Im Erkunden-Modus, welcher einen frei auf dem Globus Strecken auswählen lässt, kann man seinen Fahrer selbst wählen, was dazu führt, dass man erst passendes Equipment kaufen muss.
Der Erkunden-Modus bietet neben freier Charakterwahl aber auch sonst einiges an Motivation. Hier geht es nämlich darum auf allen 153 Drops den Highscore im Tricksen & Renn-Modus zu knacken und als erster ins Ziel zu fahren. Zweit und Drittplatziertem winken aber natürlich auch noch Silber und Bronze.
Der Global Event Modus ist ähnlich dem Erkunden-Modus, allerdings online. Hier kann man zwar nicht direkt gegen jemanden antreten, aber Geistdaten runterladen und deren Bestzeit schlagen. Das gleiche funktioniert auch mit Freunden, gegen die man aber leider ebenfalls nicht direkt antreten kann. Es ist nichtmal möglich mit einem Freund, der zu Besuch ist ein Rennen am selben TV im Splitscreen auszutragen, was wirklich sehr sehr schade ist, denn so hätte man sicher viele schöne SSX-Stunden mit Freunden auf dem Sofa verbringen können. Gerade bei einem solchen Sportspiel, wo es um „Um die Wette Fahren/Tricksen“ geht, ist das ein absoluter Fauxpas seitens der Entwickler und so hat man einiges an Spielspaß-Potenzial schlicht und einfach verschenkt, wo es doch so einfach gewesen wäre. Wieso hat man gerade dieses tolle Multiplayer-Element rausgenommen, wo es doch im Vorgänger so gut geklappt hat?
Stattdessen müssen wir uns halt mit Geistdaten zufriedengeben oder dem setzen von sogenannten GeoTags. Diese kann man an besonders schwierig erreichbaren Stellen im Spiel platzieren, wo ihr denkt, dass niemand sonst außer euch diese Stelle erreichen kann. Je länger niemand diesen GeoTag einsammelt, also die Stelle erreicht, desto besser, denn das bringt euch Ingame-Coins, die gegen Ausrüstung eingetauscht werden können, oder in Global Events gesetzt werden können, damit ihr teilnehmen dürft, sozusagen als Spieleinsatz.

Doch der Online-Modus, speziell der lokale Multiplayer-Teil, ist nicht das einzige, was nicht vollends überzeugen kann. Da wäre z.B. noch die Erzählweise im Story-Modus. Hier bekommt man Comic-Strips aufgetischt, die irgendwie einen lustlosen Eindruck machen. Echte Film-Sequenzen hätten nicht geschadet. Generell kann SSX in Sachen Grafik nicht punkten. Da wäre beispielsweise der Helikopter, welcher uns zum Startpunkt bringt, wäre er nicht so lieblos und karg eingerichtet würde ich es glatt Retro-Style nennen, so aber kann man das nicht schönen, es ist schlicht und ergreifend nicht Zeitgemäß, wahrscheinlich ein altes Modell aus der PS2-Ära. Auch die Strecken sind in Sachen Grafik nicht ganz ausgefeilt, was aber nicht so ins Gewicht fällt, da man ja doch zumeist recht flott unterwegs ist und durch die Abwechslung wieder wettgemacht wird.

ps3_ssxi Ein weiterer Punkt, der mich schrecklich genervt hat war die Sprachausgabe der Charaktere, welche teilweise wirklich schon fast peinlich war. Ich weiß nicht, ob die Entwickler hier besonders Jugendlich, locker und cool rüberkommen wollten, auf jeden Fall hat es nicht besonders gut geklappt. Dumme Dialoge, die mit Möchtegern-Coolen-Sprüchen nerven und müssen wirklich nicht sein, obwohl die Stimmen an sich Qualitativ gut gesprochen sind.
Ein kleiner Lichtblick in Sachen Sound ist die Musikauswahl, die sicherlich nicht jedermanns Geschmack ist, aber durchaus zum Snowboard-Thema passt und sich in der Hinsicht gut ins Spielgeschehen einfügt.

Unser Fazit

80 %

Mit dem neusten Ableger der SSX-Reihe hat Electronic Arts eine solide Snowboard-Action für Playstation 3 und Xbox360 auf den heimischen Fernseher gezaubert. Die Spielmodi bieten viel Action, sowie die Ein oder Andere Herausforderung durch einen nicht immer leichten Schwierigkeitsgrad. Die Steuerung, sowie das Herzstück des Spiel, die Tricks, gehen mit ein wenig Übung gut von der Hand und nach kurzer Zeit kann man im Super-Tricky Modus und einem am laufen gehaltenen Punkte-Multiplikator durch waghalsige Tricks immer mehr Highscores knacken. Die Tricks machen ordentlich was her und sind zumeist auch richtig toll anzusehen. An dieser Stelle sei aber vielleicht noch erwähnt, dass SSX keine Simulation ist und es auch nicht sein möchte, hier kommt es einfach auf Action und coole Tricks an. Die Streckenauswahl kann in Quantitativer, als auch Qualitativer Hinsicht überzeugen, auch wenn die Abfahrtszeit mit durchschnittlich 3 Minuten relativ kurz ist. Auch der Abwechslungsreichtum der verschiedenen Regionen, die man unsicher machen kann ist durchaus passabel. Jedesmal gibt es eine Besonderheit zu meistern, sei es Wingsuit, Atemmaske oder schlicht das davonfahren vor einer Lawine, hier kommt kaum Langweile auf. Nicht wirklich überzeugen kann hingegen der Multiplayer, insbesondere der Lokale-Modus, da Splitscreen zocken mit Freunden völlig flachfällt, was wirklich sehr schade ist. Ansonsten kann man sich aber Geistdaten von anderen herunterladen und gegen diese antreten oder GeoTags setzen, die andere aufspüren müssen. Auch Grafik uns Sound hätten noch besser sein können, als Beispiel möchte ich hier nochmal den Hubschrauber aus der Playstation 2-Ära nennen, oder die teils schon peinlich „Obercoolen“ Dialoge der Fahrer. Generell kann SSX aber überzeugen, es macht Spaß, motiviert durch Highscorejagd und Geistdaten und auch wenn man einfach nur eine Runde fährt um ein paar coole Moves zu machen, fliegen die Stunden nur so dahin.

Pro

  • Viele Trickmöglichkeiten
  • Besonderheiten der Regionen/Equipment
  • Unterschiedlichkeit der Regionen
  • Viele Fahrer
  • Langzeitmotivation wegen Highscores
  • fordernde Schwierigkeit
  • kleine Hintergrundgeschichte

Kontra

  • Dialoge
  • teilweise veralteteOptik
  • kein Splitscreen
  • Kleidungsauswahl mager

Unsere Bewertung

Grafik
 
70 %
Sound
 
70 %
Steuerung
 
86 %
Gameplay
 
88 %
Multiplayer
 
70 %
Spielspaß
 
83 %

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