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Star Trek: The Game – Test / Review

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Veröffentlicht 15. Mai 2013 | 23:35 Uhr von Sandra

Star Trek The Game

Logbuch der Enterprise, Sternzeit 2-6-0-4-2-0-1-3, Captain James T. Kirk … Gelbe, bisher wenig erforschte Transporter-Wesen aus einer anderen Galaxie haben uns ein nicht identifizierbares grünes Objekt zugebeamt. Unter Berücksichtigung aller Sicherheitsvorkehrungen haben wir das Teil untersucht und Relikte aus grauer Vorzeit entdeckt: Eine Art Buch und eine silberne Scheibe mit Daten darauf. Für weitere Tests haben wir die entdeckten elektronischen Informationen genauer analysiert. Mr. Spock, übernehmen Sie …

Faszinierend!

Eines muss man der Star Trek Saga lassen, egal ob Serie oder Film, der Mythos „Crew fliegt im Raumschiff durch Zeit und Raum und entdeckt dabei immer wieder bisher Unentdecktes“, ist nicht tot zu kriegen. Schon unsere Eltern-Generation lies es sich nicht nehmen und ging einmal die Woche mit Kirk, Mr. Spock, Pille und Co. auf Weltraum-Reise, um andere Lebensformen zu finden, Streits zu schlichten oder für Völkerverständigung zu sorgen. Und wirklich anders machen es auch die Nachfahren der Raum-Zeitreisenden nicht. Kirk, Spock und der Rest der Mannschaft, wenn auch deutlich verjüngt und technisch extrem modernisiert, so dass beispielsweise das Raumschiff scheinbar wirklich fliegt und nicht mit Angelschnurr durch einen schwarz abgedunkelten Raum gezogen wird, um die Illusion des Fliegens zu schaffen, machen sich erneut auf unendliche Weiten zu erforschen, Lichtjahre von zuhause entfernt dringt die 400 Mann starke Besatzung in Galaxien vor, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat.

Vergangenheit trifft Zukunft …

… oder wenn in der Galaxie mal wieder die Luft brennt! Star Trek (A Legendary Team) entführt euch zeitlich gesehen nach den Ereignissen des Films von 2009, der bekanntlich die Serie in neue Hemisphären befördert hat. Seit einigen Tagen läuft inzwischen Star Trek Film Nummer 2 der neuen Zeitrechnung in den deutschen als auch europäischen Kinos und so sicher wie das Amen in der Kirche gibt es das passende Spiel dazu. Die Handlung im Spiel selbst ist vor den Geschehnissen des aktuellen Films Star Trek: Into Darkness angesiedelt. Somit kann man Star Trek (A Legendary Team) durchaus als eine Art Lückfüller bezeichnen. Ein Teilchen, dass die Brücke schlägt zwischen dem 2009er und dem 2013er Film. Ob der Überweg geglückt, oder eher absturzgefährdet ist, haben wir für euch heraus gefunden.

Um ins Spiel einzusteigen reicht es zu wissen, dass die Raumschiff Enterprise Crew erfahren hat, dass das Volk der Vulkanier eine wertvolle Maschine erschaffen hat. So weit einmal nichts besonderes, mag man vermuten; Als definitiv eingefleischter Trekkie jedoch liegt der Zusammenhang extrem deutlich auf der Hand – Hallo Mr. Spock, seines Zeichens gebürtiger Vulkanier, na ja, Halb-Vulkanier, liefert er das benötigte Bindeglied.

Was kann die Maschine? Nun, der als Helios bezeichnete Apparat hilft die Besiedlung des neuen, noch unbewohnten Planeten Neo-Vulkan schneller zu erledigen. Und logisch ist das Gerät eine feine Geschichte in den richtigen Händen – bekommen es jedoch böse Weltall-Buben in die Finger, sieht die Sache schon anders aus. Es kommt wie es kommen muss, die Gesellen mit den nicht ehrbaren Absichten, angeführt vom feindlich gesinnten Gorn (ein Bösewicht aus den alten TV-Serien-Zeiten) wollen den Helios haben. Pfadfinder-Eigenschaften, von wegen „tue Gutes“ können Gorn und seinem Trupp allerdings nicht bescheinigt werden, denn das Gegenteil ist der Fall, da der Helios ist in der Lage große Risse im Universum zu erzeugen.

Star Trek: The Game -1

 

Spock oder Kirk?

Mit dem nötigen Grundwissen ausgestattet, stellt euch die Frage, in welche virtuelle Haut ihr schlüpfen wollt. Wahlweise könnt ihr in die Rolle des Pantherhaft agilen Captain James T. Kirks schlüpfen oder steht euch der Sinn doch mehr nach unterkühlter Attitüde mit wachem Geist? Dann sollte eure Wahl auf den ersten als auch wissenschaftlichen Offizier Commander Spock fallen. Der Unterschied begründet sich nicht nur mit gewissen Persönlichkeitsstrukturen, welche Kirk und Spock trennen, sondern auch darin, was für euch wesentlich elementarer sein dürfte, wie sie mit aufkommenden Stresssituationen umgehen. Gut, am Ende ist das Ergebnis, dass ein Gegner erledigt ist, dasselbe. Aber der Weg, wie der Widersacher auf Wiedersehn sagt, ist bezogen auf die auszuführende Aktion, verschieden. Wenn man so will, versucht sich hier eine Art moralischer Zeigefinger aufzurichten, getreu dem Motto „warum töten, wenn betäuben auch recht“.

Wie auch immer eure Wahl ausfällt, fortan an gilt es als Zweier-Team die Aufträge auf der Brücke der Enterprise anzunehmen und auszuführen. Recht linear werdet ihr damit von A nach B und zurück geschleust, manches Mal auch mit einem Abstecher über Punkt C. Dieses Vorgehen wollen wir Star Trek jedoch nicht vorwerfen, ist es doch die einfachste Art und Weise eine gewisse Struktur als auch einen roten Faden einzuflechten. Dieses Prinzip funktioniert vor allem dann recht gut, wenn die Handlungsabschnitte, in denen ihr gefragt seid, hin und wieder mit Zwischensequenzen aufgelockert werden, in denen nicht nur die Geschichte voran getrieben wird, sondern ihr auch immer wieder eure neuen Aufgaben zugespielt bekommt. Und dabei gilt es eigentlich fast immer, dass ihr euch mal an Gegner anschleicht, diese selbstverständlich ausschalte, an Vorsprüngen entlang hangelt oder auch Sprungpassagen meistert.

Mr. Spock, phasern Sie sofort los!

Je nach Quest absolviert ihr selbige wahlweise auf der Enterprise selbst, besucht verschiedenen Raumstationen oder begebt euch auf planetarische Außeneinsätze, beispielsweise um besagtem Neo-Vulkan einen Besuch abzustatten. Seid euch stets gewahr, dass es immer wieder zu Kämpfen kommt und die Action in der Regel eher selten Pause macht – nicht einmal während der filmischen Intermezzi. Aber stört uns das? Nein, mitnichten! Seid also auf der Hut und achtet auf elektronische Gegner, in Form von Laserstrahlen, die euch das Leben ausbruzeln wollen. Weitere Widersacher, die nicht viel für euch übrig haben, stammen allesamt der Gorn’schen Blutlinie ab, beispielsweise Echsen, die durchaus auch verwandtschaftliche Grade mit Jurassic Park Bewohnern aufweisen, ebenso wie extrem große Reptilien-Mensch-Mutationen.

Um euch der stetigen Gegner-Flut zu erwehren, stehen euch natürlich ausreichend Waffen zur Verfügung. Angefangen beim guten alten Phaser über das Gewehr der Vulkanier bis hin zu unterschiedlichen Granattypen, ist so weit alles an Wummen dabei, was man für einen gepflegten Weltraumbesuch benötigt. Je nach Waffe könnt ihr auch, wie beispielsweise beim Vulkanier-Gewehr, über zwei verschiedene Stufen verfügen: Während die primäre Stufe blaue Lichtkugeln fast schon im Akkord verschießt, bietet die sekundäre Stufe Lichtgranaten.

Natürlich lassen sich die Waffen mit der Zeit verbessern, so dass ihr nach einem Upgrade z.B. eine höhere Treffgenauigkeit erlangt. Auch die Ausrüstung, die ihr hier und da verwenden müsst, lässt sich pimpen. Insbesondere die Einsatzfähigkeit des Tricoders rückt hier in den Fokus der Aufmerksamkeit, da euch dieser nützliche Dienste erweisen wird. U.a. zeigt er euch die Schwachstellen des Gegners oder hilft beim Aufspüren nützlicher Goodies, die sich in eurem näheren Umfeld aufspüren lassen.

Star Trek: The Game -6

 

Amüsant wie die 60er Jahre Serie

Wer die Bilder der guten, alten 60er Jahre Serie vor Augen hat, kommt nicht umhin gewisse Parallelen zum Spiel zu entdecken. Allein das Deckungssystem, auf das ihr dann und wann zurückgreifen müsst, wirkt so dilettantisch wie die Darsteller anno der 1960er im letzten Jahrhundert gestorben sind. Es wird viel gewollt, in der Ausführung aber hapert es. Freundet euch damit an, dass hin und wieder das in Deckung springen nur verzögert vonstatten geht oder manches Mal sogar die Rollen in die Sicherheit gänzlich versagt wird.

Dem gegenüber stehen die zumeist einwandfrei funktionierenden Koop-Aktionen, da sich das spielende Team nur gemeinsam dem Ziel nähern kann. So gilt es zum Beispiel, dass man bestimmte Raumstation-Türen nur gemeinsam öffnen kann, um durchzugehen. Eine weitere Option ist, dass ein Spieler mittels Scanner einen Reaktor anhält, so dass der zweite Spieler darauf schießen kann, um die Gefahr zu bannen.  Erwartet nichts großes, in der Gesamtheit sind es banale Kleinigkeiten, die jedoch das Spielgeschehen per se auflockern.

Ähnlich verhält es sich mit den Geschichten, da der bereits genannte Tricoder zum Einsatz kommt. Er hilft euch das nächste Missionsziel zu finden, Informationen über Gegner zu beschaffen oder unterstützt beim Tore öffnen, die sich im Übrigen nur dann auftun, wenn zuvor ein zugehöriges Minispielchen geschafft wurde. Selbiges kann dann und wann ein wenig fummelig sein, aber mit ein wenig Übung sind diese kleinen Einlagen stets fix zu schaffen.

Englisches Crash, Boom, Bang!

Die gediegenen Zeiten einem am Angelseil baumelnden Raumschiff Enterprise sind de Facto vorbei. Jetzt kracht, knallt und explodiert es an all Ecken und Enden. Und nein, das ist keine Kritik im eigentlichen Sinne, denn dieses Action-Gewitter steht Star Trek (A Legendary Team) weitestgehend gut zu Gesicht. Spaß machen vor allen die, wenn auch gescripteten Fluchtaktionen von Kirk und Spock, wenn sie mit ihren Magnetstiefeln an die Außenseite der Enterprise beamen, um so dem Gefahrenbereich zu entkommen. Generell erweisen sich die Sequenzen als optisches Schmackerl, da sie gleichermaßen ansprechend als auch durchaus atmosphärisch wirken. Die Synchronisation leistet diesbezüglich 1A-Arbeit, auch wenn die Sprachausgabe Englisch ist, so sind es die Originalstimmen aus den Filmen. Wer des Englischen nicht ganz so mächtig ist bzw. keine Probleme damit hat mitzulesen, kann sich deutsche Untertitel einblenden lassen. Ganz nebenbei sei erwähnt, dass Kirk über all die Jahre nicht verlernt hat einen Macho-Spruch nach dem anderen abzulassen. Aber Butter bei die Fische: Würde er das auf einmal einstellen, es wäre nicht mehr Captain James Tiberius Kirk!

Unser Test basiert auf einer XBox 360 Version – vielen Dank Bandai Namco für die Überlassung eines Testexemplars!

Unser Fazit

65 %

Im Weltall ist der Teufel los! Vorbei sind die Zeiten, da die Crew erst einmal stundenlang über mögliche Vorgehensweisen debattiert hat und es erst in den letzten fünf Minuten zur Sache ging. Heute gilt irgendwie eher „erst schießen, dann fragen“. „Ja, Jim – er ist tot“. Aber das ist ok, funktioniert dieses Prinzip über verhältnismäßig große Strecken, da sich spielerische Action mit Sequenz-Action die Klinke in die Hand gibt. Dass ihr immer wieder Hilfestellung bekommt, erleichtert das Vorgehen ungemein und auf diese Weise ist auch Star Trek Neulingen definitiv ein Gefallen getan. Atmosphärisch gibt es nichts auszusetzen, vor allem weil die Originalstimmen aus den Lautsprechern schallen. Mit der Zeit jedoch verliert der Ritt ins All seine Faszination und erscheint gewöhnlich. Der eigentlich recht fulminant wirkende Auftakt des Spiels hält sich nicht und zusehends verliert der Kampf gegen Gorn und sein Vorhaben seinen Reiz. Dass manche Missionsziele sowie Teile der Geschichte künstlich oder gar aufgesetzt wirken, sei erwähnt, werfen wir dem Spiel jedoch nur bedingt vor. Natürlich wirkt das Ganze aufgesetzt, es ist fiktiv! Es ist erdacht, dass Leute mit einem Raumschiff wie der Enterprise nebst Warp-Geschwindigkeit sogar schwarze Löcher durchfliegen können. Also wer angesichts solcher in der Original-Serie vorkommenden Dinge schon den Kopf geschüttelt und nach mehr Realismus (ja, genau!) verlangt hat, sollte das Spiel besser gleich liegen lassen. Wer allerdings Lust auf so weit ordentliches, grundsoldies, vor allem auch Star Trek lizenziertes Geballer im All Bock hat, kann einen Vesuch wagen. Machen wir uns aus dem Orbit … Captain Kirk, Ende!

Pro

  • + Original Star Trek Lizenz
  • + Original Stimmen, bekannt aus den Filmen (2009+2013)
  • + actionreiches Spielgeschehen
  • + einfaches Missionsdesign
  • + Waffen und Ausrüstung können aufgebaut werden
  • + Koop-Missionen
  • + ordentliche Optik ohne größere Schwächen
  • + weitestgehend gut zu handhaben (Steuerung)
  • + recht Original getreue Nachbildung der Enterprise

Kontra

  • - Deckungssystem funktioniert nicht immer
  • - manches Mal hakt die Steuerung (Stichwort „Deckung“)
  • - mehr spielbare Charakter hätten dem Geschehen gut getan
  • - Kirk und seine Sprüchen können nerven
  • - Missionen wiederholen sich schnell
  • - keine deutsche Synchronisation - nur Untertitel verfügbar
  • - ein bisschen weniger Action hätte gut getan

Unsere Bewertung

Grafik
 
62 %
Sound
 
75 %
Steuerung
 
66 %
Gameplay
 
65 %
Multiplayer
 
00 %
Spielspaß
 
63 %

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