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Star Wars Battlefront – Test / Review

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Veröffentlicht 27. November 2017 | 20:21 Uhr von Marc Wunder

Star-Wars-Battlefront

Während sich über den kürzlich erschienen zweiten Teil derzeit ein riesiger Shitstorm entlädt, ist dies nun der ideale Zeitpunkt, auf Teil 1 zurück zu blicken. Vor kurzem warf EA den Season Pass sogar für lau raus, so dass jeder Standard-Editionbesitzer ohne Aufpreis in den Genuss der Complete Edition kommt. Doch kann das Game auch nach Erscheinen des Nachfolgers noch überzeugen?

Es war einmal….

Zuerst die schlechte Nachricht. Solospieler, bitte macht einen Bogen um dieses Spiel. Euch wird hier nicht viel geboten. Es gibt einen Trainingsmodus mit Herausforderungen und eine Art Horde-Modus, in dem ihr alleine oder per Splitscreen Wellen von Gegnern umnietet. Das wars schon! Die alten Battlefront-Spiele boten hier weitaus mehr. Zum Beispiel Kampagnen oder auch die Galaxieeroberung, in der ihr für eure Fraktion Planet für Planet einnehmt.

Dafür entfaltet das Spiel online sein Potential! Bis zu 40 Spieler bekämpfen sich in der Eiswüste von Hoth, in der Lavahölle von Sullust oder auf dem beeindruckenden Waldmond Endor. Nachdem der Umfang der Releaseversion eher dürftig war, hat man mittlerweile ziemlich rangeklotzt. Die Complete-Edition in Zahlen: 5 Planeten (+Todesstern und Cloudcity), 28 Maps, 14 Spielmodi.Die großen Maps bleiben den spaßigsten Spielmodi „Vorherrschaft“ und „Kampfläuferangriff“ vorbehalten.

Gerade letzteres ist die Spaßgranate schlechthin. Das Imperium muss hierbei den eigenen AT-AT beschützen, indem es verhindert, dass die Rebellen Y-Wings anfordern. Die Gefechte verlagern sich hierbei von einer Kartenseite zur Anderen. Getötete Spieler können unmittelbar erneut spawnen. Somit ist für einen stetigen Nachschub an Soldaten gesorgt. Damit fühlt man sich wirklich wie im Krieg.

Aber auch die anderen Spielmodi sorgen für Spaß. Neben der Standard-Kost wie Deathmatch und „Fracht“ (Capture the Flag), muss man beispielsweise bei „Abwurfzone“ Rettungskapseln erobern, bei „Sabotage“ Reaktoren zerstören/beschützen oder man schlüpft in „Helden vs Schurken“ in die Haut seines Lieblingscharakters. Seit dem Todesstern-DLC ist auch der Modus „Jägerstaffel“ mit an Bord, indem man sich rudimentäre Raumschlachten liefert.

Die Steigerung davon ist der Szenariomodus „Battlestation“. Hier haben die Rebellen verschieden zusammenhängende Missionen zu erfüllen. So zerstört man zuerst die Schildgeneratoren eines Sternenzerstörers, landet auf dem Todesstern und rettet R2D2 um im Anschluss den Todesstern zu zerstören. Das Imperium seinerseits muss natürlich die Rebellen daran hindern. Eine ähnliche Missionskette brachte der Jakku-DLC mit.

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…vor langer Zeit…

Doch wie spielen sich nun die Gefechte? Gespielt wird wahlweise aus der Ego- oder Third-Person-Perspektive. Kimme und Korn gibt es nicht. Einzig bei Gewehren mit Visieren können diese genutzt werden. Außer den Schießprügeln führt jeder Charakter ein Set bestehend aus drei Sternenkarten mit. Diese sind Spezialfähigkeiten wie Granaten, ein Jetpack oder Heilbomben. Neue Sternenkarten und Spezialwaffen erhält man z.B. durch Aufträge, die man für Jabba the Hutt ausführt. Zwar gibt es in Battlefront keine Soldatenklassen, durch die Sternenkarten lässt sich der Soldat aber ganz individuell auf die eigenen Bedürfnisse abstimmen. Auf dem Schlachtfeld findet man auch hin und wieder Symbole, die bestimmte Aktionen gewähren. So kann man z.B. einen Orbitalschlag anfordern oder in Fahrzeugen wie Raumjägern oder zweibeinigen AT-ST Platz nehmen. Ab und zu darf man sogar in die Haut eines Helden oder Schurken schlüpfen und unter den Gegnern mächtig aufräumen.

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…in einer weit entfernten Galaxie.

Als Multiplayershooter ist das Spiel also durchaus gut ausgestattet. Aber wie sieht es mit der Atmosphäre aus? Die ist einfach bombastisch! Ob nun der Soundtrack oder die originalgetreuen Soundeffekte von Fahrzeugen und Waffen – es ist einfach Star Wars! Die sehr hübsche Grafik, die Dice dank Frostbiteengine zaubert, tut ihr übriges. Man wird förmlich in den Krieg der Sterne hinein gezogen. Raumjäger pfeifen über das Schlachtfeld, Bäume auf Endor fallen durch Beschuss um und Explosionen lassen das Schlachtfeld erzittern. Dies alles fein texturiert und mit schicken Lichteffekten garniert. Noch nie wurde Star Wars so authentisch dargestellt.

Zu Release war die Enttäuschung groß. Der Inhalt war eher mager und viele Features fehlten vollends. Mittlerweile hat sich das Game aber zu einem abwechslungsreichen, großen Shooter gemausert. Zwar muss man dem Spiel immer noch vorwerfen, dass das alte Battlefront 2 grade für Einzelspieler wesentlich mehr Inhalt bot, allerdings wird dies durch die hier gebotene mehr als ausgeglichen.

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Getestete Version: Playstation 4

 

Unser Fazit

85 %

Groß, kurzweilig, schön. So könnte man Star Wars Battlefront beschreiben. Die Complete Edition bietet kaum noch Grund für Kritik. Einzig die reine Multiplayerausrichtung und die kaum vorhandene Einsteigerhilfe könnte man bemängeln. Und trotz des Nachfolgers ist auf den Servern noch genug los, damit sich ein Kauf zum Budgetpreis noch lohnt. Zumindest bis EA den Stecker zieht…

Pro

  • + Toller Mehrspielermodus
  • + Jede Menge Maps und Spielmodi
  • + Perfekte Star-Wars-Atmosphäre
  • + Grafik und Sound auf hohem Niveau
  • + Viele Freischalteobjekte

Kontra

  • - Keine Kampagne
  • - Fehlende Einsteigerhilfe
  • - Wenig taktischer Anspruch
  • - Durch Nachfolger „restliche Lebenszeit“ unklar

Unsere Bewertung

Grafik
 
92 %
Sound
 
95 %
Steuerung
 
85 %
Gameplay
 
72 %
Multiplayer
 
89 %
Spielspaß
 
82 %

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Hier im Forum als RONIN unterwegs. Seit über zwei Jahrzehnten leidenschaftlicher Gamer. Als Multiplattformer auf jedem System zuhause.

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