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Storm Boy – Test / Review

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Veröffentlicht 9. Dezember 2018 | 17:53 Uhr von Alexander Winkel

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Vom klassischen Kinderbuch zur audiovisuell beeindruckenden Erzählung: Das Entwicklerteam von Blowfish Studios hat sich der liebevollen Geschichte von Storm Boy angenommen und diese zu einem atmosphärischen Erlebnis umgearbeitet. Wer sich darauf einlässt, bekommt eine interaktive und rührende Geschichte präsentiert.

In unseren Gefilden ist das Kinderbuch Storm Boy eher weniger bekannt, jedoch in Australien dürfte der eine oder andere sicherlich die bewegende Geschichte des kleinen Jungen kennen, welche ursprünglich 1964 die Herzen der Kids eroberte. Die Kinderbuch-Adaption von Colin Thiele spielt an der Südküste Australiens nahe der Mündung des Murray River und versetzt euch in die Rolle eine kleinen Jungen, der zusammen mit seinem Vater abgeschieden von der Zivilisation und nur mit wenigen Aborigines als Nachbarn am Strand wohnt. Nicht nur seine Neugier treibt den Jungen immer wieder über die Dünen, auch seine Liebe zu den Tieren und der Natur führt ihn immer wieder an die frische Luft. Eines Tages muss er sich um verwaiste Pelikanküken kümmern, von denen eines kurze Zeit später zum treuen Begleiter wird. Zusammen mit Mr. Percival, dem geretteten Pelikan, durchlebt der Junge einige Höhen, und leider auch Tiefen.

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Das Entwicklerstudio hat die Geschichte sehr atmosphärisch verpackt, dank zauberhafter Bilderbuchoptik und einer gelungenen Geräuschkulisse. Sanfte Melodien, das Rauschen des Meeres, die Rufe der Vögel und das beständige scharren der Füße, wenn der Junge durch den Sand sprintet – Storm Boy ist audiovisuell sehr schön umgesetzt. Passend zu den Hintergründe werden kurze Texte eingeblendet, welche die Geschichte des Jungen und seinem Freund Mr. Percival eben wie ein Kinderbuch kurz und bündig erzählt. Als Spiel sollte man Storm Boy jedoch nicht bezeichnen, auch wenn es immer wieder interaktive Situationen gibt. Zum Beispiel wollen Pelikane gefüttert werden oder ihr rutscht die Sanddünen herunter. Auch Tauchgänge ins Meer oder Rettungsaktionen in Gestalt des Vogels sind machbar.

All diese Minispiele stehen später auch über das Hauptmenü zur Verfügung, motivieren jedoch kaum, wirklich nochmal Hand anzulegen. Dasselbe gilt auch für die eigentliche Story. Habt ihr das zauberhafte, bewegende und bisweilen traurige Abenteuer einmal erlebt, so kehrt man Storm Boy dann doch den Rücken zu. Denn viel gibt der Titel leider nicht her und die Spielzeit lässt zudem zu Wünschen übrig. Wer durchrauscht, weniger die Atmosphäre genießt und ggf. nur auf die Belohnungen in Form von Achievements oder Trophäen aus ist, wird nach einer halben Stunde den Controller weglegen.

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Bild 1 von 15

 

Getestete Version: Xbox One

 

Unser Fazit

60 %

Mit Storm Boy erlebt man einige entspannende Minuten am Strand von Australien. Atmosphärisch und technisch haben die Entwickler von Blowfish Studios die Geschichte wundervoll verpackt und werden damit dem Kinderbuch-Charakter gerecht. Denn ursprünglich wurde die bewegende Geschichte des kleinen Jungen und seines Pelikans in Papierform erzählt. Leider ist das Abenteuer weder anspruchsvoll noch umfangreich. Es ist ein kurzweiliges, aber nettes Erlebnis. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Pro

  • + Liebevolle Kinderbuch-Adaption.
  • + Audiovisuell sehr schön umgesetzt.
  • + Auch für die jüngsten Spieler geeignet.

Kontra

  • - Kaum spielerischen Anspruch, es erzählt mehr oder weniger die Geschichte.
  • - Sehr kurze Spielzeit von etwa einer halben Stunde.
  • - Trotz Minispiele kaum wiederspielwert.

Unsere Bewertung

Grafik
 
80 %
Sound
 
80 %
Steuerung
 
80 %
Gameplay
 
00 %
Multiplayer
 
00 %
Spielspaß
 
60 %

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Aufgewachsen mit der ersten Nintendo-Konsole, fühlt sich Alexander Winkel eigentlich auf allen Plattformen heimisch. Trotz seiner offensichtlichen Hingabe zur Xbox – die vielen Gamerscore Punkte erspielen sich nicht von selbst – lässt er seine Schreibwut an allen Videospielen aus, unabhängig vom System.

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