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Street Fighter x Tekken – Review/Test

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Veröffentlicht 15. März 2012 | 17:57 Uhr von Goreminister

Endlich ist es soweit und die beiden ewigen Prügelspiel-Konkurrenten treffen in einem ersten Showdown aufeinander. Capcoms Street Fighter Kämpferriege, trifft auf die Prügelknaben aus Bandai Namcos Tekken-Serie, wobei dieses Spiel von Capcom mit Yoshinori Ono an der Spitze des Entwicklerteams umgesetzt wurde. Kazuhiro Harada schraubt derweil mit seinen Leuten am „Gegenschlag“ mit dem Namen Tekken x Street Fighter und beide Teams versuchen natürlich das attraktivere Beat ´em Up abzuliefern. Da Ono zum Erstschlag ausholt, richtet sich der Fokus nun aber erst einmal auf Street Fighter x Tekken, wobei wir uns die Frage stellen, wie sich die Tekken-Charaktere in der 2.5D-Welt des Street Fighter-Universum schlagen und ob die Prügelorgie zum Hit avancieren kann.

Eiserne Faust trifft Hadouken
Wie vermischt man zwei unterschiedliche Spielmechanismen? Ganz einfach, man passt die eine Spielmechanik der anderen an. So geschehen im Falle dieser Crossover-Prügelei. Vom Tekken-Gameplay ist hier nichts zu erkennen, da alles auf die Street Fighter Funktionsweisen angepasst wurde. Dies führt natürlich zum Umdenken bei der Tekken Fraktion, da sich die insgesamt 19 vertretenen Recken nun natürlich anders spielen und handhaben lassen. Selbst Profis sollten sich deswegen das Tutorial zu Gemüte führen, um sich mit den Eisernen Fäusten vertraut zu machen. Die 19 Street Fighter Prügelknaben hingegen lassen sich wie gewohnt steuern, weswegen hier keine größeren Probleme für all diejenigen auftreten sollten, die mit der Materie vertraut sind. Wissenswertes am Rande: Die Playstation 3 Spieler bekommen mit inFamous-Held Cole MacGrath, Toro und Kuro, Mokujin, Pac-Man und dem Artwork-Mega Man fünf Bonus-Charaktere geboten, auf die die Xbox 360-Spieler verzichten müssen.

Neue Techniken zum Schmerzen bereiten
In Street Fighter x Tekken steigt ihr niemals alleine in den Ring, da man ein sogenanntes „Tag Team“-System implementiert hat. Ihr könnt also lustige Duos bilden, die sich im Ring das Leben schwer machen und ordentlich auf die Glocke geben. Euer Kontrahent muss aber nicht gleich beide Kämpfer verdreschen, so wie es in anderen Prüglern dieser Art gehandhabt wird. Es reicht schon, wenn einer der beiden Schläger K.O. geht, denn dann ist die Runde bereits vorbei. Natürlich kann zwischen den Charakteren gewechselt werden, um für blaue Augen und gebrochene Rippen zu sorgen. Das bringt einen nicht zu unterschätzenden Taktik-Anteil ins Spiel, da sich der Charakter auf der „Ersatzbank“ regenerieren und derweil seinen Partner in den Ring schicken kann. Mittels „Cross Gauge“-Energieleiste können zudem durchschlägige Kombo-Angriffe gestartet werden, die dem Gegenspieler das Fürchten lehren. Selbst wenn keine Energie mehr vorhanden ist kann man die „EX Specials“ einsetzen, indem man die Buttons entsprechend länger gedrückt hält und somit einen stärkeren Angriff entfacht.

In Bezug auf weitere, frische Spielideen wurde das „Gem“-System aus dem Hut gezogen, mit dem man die Eigenschaften der Kämpfer verändern kann. Jedem Prügelknaben können drei dieser Gems zugeordnet und die jeweiligen Kampffähigkeiten damit beeinflusst werden. Dadurch reifen die tapferen Recken zu schnellen Wieseln, stärkeren Ungetümen oder verteidigungsstarken Taktikern. Es ist jedoch nicht möglich einen Superhelden damit zu erschaffen, da in Bezug hierauf äußerst penibel auf das Balancing geachtet wurde. Zudem gibt es einen gewissen Zeitrahmen in dem die Gems genutzt werden können, denn unendlich hält die Energie nicht an. Und wer denkt, er könne diese Spezialfähigkeiten mit einem simplen Knopfdruck aktivieren täuscht sich ebenso gewaltig. Um die Macht der Gems zu entfesseln, müssen spezielle Angriffs- oder Verteidigungsmanöver ausgeführt werden. Gut für Anfänger ist die Tatsache, dass auch Gems aktiviert werden, wenn man ordentlich auf die Fresse bekommt, denn dadurch kann man zumindest noch einen Verzweiflungsangriff starten.

Neu im Angebot sind auch die „Quick Kombos“ die man sich nach Lust und Laune selber definieren kann. Ein Druck auf den linken, bzw. rechten Analogstick und schon bricht ein Fegefeuer der Gewalt über den Gegner herein. Klingt nach einem „Spiel gewonnen“-Knopf? Nicht wirklich, da diese Quick Kombos gleich ein Drittel der Spezialenergie verbrauchen und somit nicht stetig zum Einsatz gebracht werden können. Wirklich witzig wird es jedoch, wenn der „Pandora“-Modus zum Einsatz kommt. Hierbei könnt ihr einen eurer Charaktere opfern, um einen anderen noch mächtiger zu machen. Dieser wird in ein wahres Ungetüm transformiert und kann seinem Gegner eine gewisse Zeit lang das Leben schwer machen. Läuft der Countdown ab und der Gegner wurde nicht besiegt, so wird auch der „pandorisierte“ Charakter in die Untiefen des Hades befördert und die Runde gilt als verloren.

Die Wirkung der Hadouken-Fernangriffe der Street Fighter Reihe wurden allerdings ein klein wenig reduziert und man setzt eher auf die Juggle-Angriffe der Tekken-Reihe. Demnach kann man wehrlose und in die Luft geprügelte Charaktere auch weiterhin bearbeiten und ordentlichen Schaden austeilen, wenn sie ihre Deckung fallen lassen. Nahkampfexperten haben hier somit einen leichten Vorteil. Ansonsten ist die Tastenbelegung wie in den vorherigen Street Fighter Spielen zu betrachten. Drei Schlag- und drei Trittvarianten bilden hier den Grundstein der Keilerei, doch sollte man diverse Übungsrunden einlegen, bevor man sich in die Online-Gefechte stürzt. Da draußen warten wahre Monster an Spielern, die euch mir nichts dir nichts das Licht auspusten.

Modi-Auswahl wie in der Spielhalle
Wenn man sich die verschiedenen Spielmodi anguckt, so fällt gleich auf, dass man sich hier eher auf das Nötigste beschränkt. Das ist jedoch nicht negativ zu deuten, denn weniger ist oft mehr. Zum einen gibt es die hilfreichen Trial- und Trainingsmodi, mit denen ihr eure Skills verbessern und euch mit den Tekken-Prügelknaben anfreunden könnt. Darüber hinaus gibt es den typischen Arcade-Modus, während sich die Karl Lagerfelds unter euch im Farb-Editor austoben, um die Kostüme der Charaktere individuell zu gestalten. Dieser Editor ist nicht ganz so umfangreich wie z.B. in Soul Calibur IV oder Tekken 6, doch lockert er die ganze Angelegenheit angenehm auf. Der Mehrspieler-Modus bringt natürlich am meisten Spaß, da man sich zu viert in Zweierteams auf die Hirse geben kann. Vier Freunde, vier Pads, vier Charaktere und jede Menge Kraftausdrücke sind die Folge dieses Modus, den Capcom ordentlich gestrickt hat. Abgerundet wird dies natürlich mit den Online-Gefechten und Ranglisten, die seit XBLA und Co. natürlich nicht mehr fehlen dürfen. Der Umfang gestaltet sich also zu einer runden Sache, doch diesbezüglich macht Capcom auch niemand so schnell etwas vor.

Die Liebe zur detailreichen Prügelkunst
Grafisch orientiert man sich an Street Fighter IV, auch wenn die etwas dickeren Outlines bei den Kämpfern für ein zusätzliches „Comicgefühl“ sorgen. Das passt natürlich sehr zum Flair des Ganzen, auch wenn sich der ein oder andere vielleicht etwas daran gewöhnen muss. Auffällig ist jedoch die Liebe zum Detail mit der Capcom abermals vorgeht. Euch erwarten wunderbar animierte Hintergründe, die von Runde zu Runde variieren und somit für viel mehr Abwechslung sorgen. Auf dem Bildschirm ist immer etwas los, wobei man den Effektgehalt nicht ganz so überladen zum Einsatz bringt wie z.B. in Marvel vs. Capcom 3. Eingerahmt werden die Kämpfe durch kleinere Intros, wodurch natürlich noch mehr Atmosphäre aufkommt. Ruckler oder nervige Grafikfehler sind in Street Fighter x Tekken gar nicht auszumachen, weswegen wir Capcom zum xten Mal bescheinigen können, dass mit großer Sorgfalt vorgegangen wurde. Es bietet sich jedoch zwingend an einen Arcade-Stick zu kaufen, da man mit dem Pad allein kein Licht gegen die Veteranen mit Knüppel in der Hand sieht. Die Handhabung mit einem solchen Gerät verbessert sich auf jeden Fall um einiges, auch wenn man um eine gewisse Eingewöhnungsphase wohl nicht herum kommt.

In musikalischer Hinsicht gesellt sich die typische Rock-J-Pop-Irgendwas-Musik hinzu, die wohl zu Street Fighter gehört wie der Ketchup zur Pommes. Außerdem gibt es immer wieder herrliche Kurz-Dialoge zwischen den einzelnen Charakteren, die sich entweder anfeuern, beglückwünschen oder sogar unerträglich anzicken. Vor allem die Damenwelt beherrscht diese Kunst hervorragend, wie im wirklichen Leben. Das trägt enorm zum Spannungsbogen bei, auch wenn die grundlegende Story im Arcade-Modus keine Berge versetzen kann. Das erwartet bei einem Prügelspiel aber auch niemand so wirklich, weswegen man diesen Punkt geflissentlich unter den Tisch kehren kann.

Unser Fazit

89 %

Die neue Crossover-Prügelei aus dem Hause Capcom kann man als durchaus gelungen bezeichnen, soviel steht fest. Die klassischen Street Fighter Spielmechaniken werden vorzüglich durch die Eisenfaust-Techniken des Tekken-Universums erweitert. Das sorgt ebenso für frischen Wind ebenso wie die „Gem“- und „Pandora“-Einfälle und das Tag-Team System, welches zu beinahe taktischen Kämpfen einlädt. Abgerundet wird dies durch eine erneut saubere, technische Leistung und die detailreichen Stages, die nicht selten für etwaige Schmunzler bei den Spielern sorgen. Prügelspielfans dürfen also bedenkenlos zugreifen, sollten aber den Kauf eines Arcade-Sticks in Betracht ziehen, da dieser für ein weitaus besseres Spielgefühl sorgt. Einzig und allein die sich anbahnende DLC-Flut trübt das Gesamtbild ein wenig, da man immerhin alles sofort auf der Spieldisk hätte unterbringen können. Um diese Tatsache kommt man heutzutage aber wohl kaum mehr herum. Yoshinori Onos Team hat also sauber vorgelegt und nun gilt es für Kazuhiro Harada & Co. zu beweisen, was die Entwickler aus dem Hause Namco auf der Pfanne haben.

Pro

  • Guter Crossover-Mix mit gelungener Tekken-Adaption
  • Grafisch interessant und abwechslungsreich
  • Frische Ideen, dank “Gems” und “Pandora”
  • Angenehmer Schwierigkeitsgrad
  • Schön gestaltete Hintergründe
  • Ordentliche Charakterauswahl
  • Spaßiger Multiplayer-Modus
  • Flüssige Animationen

Kontra

  • Eher belanglose Story
  • “Gewöhnungsbedürftige Musik
  • Prügelspielveteranen fühlen sich evtl. unterfordert

Unsere Bewertung

Grafik
 
85 %
Sound
 
80 %
Steuerung
 
88 %
Gameplay
 
85 %
Multiplayer
 
85 %
Spielspaß
 
89 %

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