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Styx: Master of Shadows – Test / Review

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Veröffentlicht 30. Oktober 2014 | 18:09 Uhr von Michael

Styx-Master-of-Shadows-Screenshot

Mit Of Orcs and Men erschien in Frühjahr 2012 ein eher mittelmässiges Action-Rollenspiel aus dem Hause Cyanide, dass aber mit einer guten Story und den zwei grünhäutigen Protagonisten überzeugen konnte. Doch nahm der Goblin Styx neben den Muskelmassen des Orks Arkail nur eine wenig interessante Rolle ein und konnte einzig und allein durch seine Sprüche und die kurzen Schleichabschnitte in Of Orcs and Men glänzen. Dennoch haben es sich die Entwickler der Cyanide Studios nicht nehmen lassen, Styx nun ein eigenes Spiel zu spendieren und damit die Vorgeschichte des Goblins zu erzählen. Somit erschien vor kurzem Styx: Master of Shadows, dass wir für euch auf der Xbox One testen konnten. Ob der Goblin auch im Alleingang etwas Wert ist? Erfährt ihr hier in unserem Test zu Styx: Master of Shadows!

Das Herz…!

In Styx: Master of Shadows schlüpft ihr in die grüne Haut des Goblin-Assassinen Styx, denn manche von euch bereits aus dem Rollenspiel Of Orcs and Men kennen sollten. Ein Protagonist wie man ihn auch nicht alle Tage sieht! Die Story von Master of Shadows erzählt die Vorgeschichte von Styx bevor dieser sich mit dem grünen Ork Arkail zusammen getan hat. Dabei schleicht ihr euch durch insgesamt 8 verschiedene Missionen um das Herz des Weltenbaumes zu stehlen. Dieser stellt in der Welt von Styx eine Machtquelle dar und sein Goldharz wird als eine Art Droge verwendet. Die Story beginnt eher ein bisschen belanglos und langweilig und bis in die Hälfte des Spiels weiss man auch nicht, was man eigentlich tut bis zur ersten grossen Wendung in der Story. Diese Wendung ist aber auch nicht so das wahre! Aber wenigstens Wissen wir jetzt so ungefähr um was es geht, sind aber trotzdem immer noch verwirrt. Das bleibt dann euch so, bis sich im Finale des Spiel so einiges aufklärt. Klingt eher ein bisschen langweilig ist es aber ehrlich gesagt auch. Mit dabei sind einige Zwischensequenzen, die in einem Comic Stil die Geschichte erzählen. So schleicht ihr euch durch die Missionen und findet immer mehr über den Goblin Styx heraus, der immer mal wieder einen doofen Spruch fallen lässt und uns damit ein lächeln beschert. Ach wie herrlich versaut so ein Goblin doch auch sein kann!

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Pscht! Leise..

Das was aber nun Styx ausmacht ist bei weitem nicht die Story des Spiels! Sondern die verschiedenen Schleichfähigkeiten, die zum herum experimentieren einladen. Leider ist unseren grünhäutiger Freund nicht gerade von großer Körperstatur und ist sich daher bemüht, seine Arbeit im Dunklen zu verrichten und Gegner auch nur dann aus dem Schatten heraus zu töten, wenn es nicht anders geht. Darum hat der alte Styx auch ein paar Fähigkeiten auf Lager, die man so nicht alle Tage sieht. So kann man Klone von sich erstellen um Schalter umzulegen, um Gegner abzulenken, um eine Falle zu stellen oder um den Klon einfach als Rauchbombe hochgehen zu lassen. Zudem kann sich Styx auch für kurze Zeit unsichtbar machen, Wurfdolche werfen und durch einen speziellen Blick wichtige Dinge besser erkennen. Aber auch die Umgebung kann zu eurem Vorteil genutzt werden indem ihr einen Kronleuchter auf Feinde fallen lasst oder in eine Schüssel mit Äpfel rein spuckt um diese zu vergiften. Die großen Gebiete, der einzelnen Mission lassen euch auch dabei viel Spielraum, wie ihr die Mission beenden wollt. Zwar folgt ihr hier vorgegebenen Zielen und ein paar Nebenzielen. Um das Ziel aber zu erreichen gibt es viele verschiedene Möglichkeiten. So könnt ihr leise vorgehen und Fackeln löschen um nicht gesehen zu werden oder ihr könnt aber auch einfach durch die Mission klettern und Geheimgänge benutzen um ans Ziel zu kommen. Die meisten Feinde tötet ihr dabei leise von hinten und lasst am besten gleich die Leiche durch einen Säuretrank oder eine Schrank verschwinden um keine Aufmerksamkeit zu erregen. Sollte es aber doch mal passieren, dass ihr einen Kampf nicht aus dem Weg gehen könnt. Müsst ihr durch mehrfaches parieren der Angriffe, den Gegner besiegen um dann schnellstmöglich davon zu schleichen. Glücklicherweise hat Styx die perfekte Größe um schnell in einem Topf oder unter einem Tisch zu verschwinden!

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Nur weil es leuchtet und singt!

Grafisch sieht das Spiel nicht gerade schlecht aus. Zwar hätte man die Animationen einzelner Figuren besser machen können, dafür aber sieht Styx umso besser aus. Die Umgebung kann sich von weitem auch sehen lassen und vor allem die großen Hallen und Statuen des Turms sind schön gestaltet. Geht man aber ein bisschen näher heran sind die Texturen ein wenig verwaschen und dann wirkt alles nicht mehr ganz so schön. Was die Gebiete betrifft wird euch nur wenig Abwechslung geboten, denn ihr werdet viele Gebiete mehrmals durchstreifen müssen und vor allem befindet ihr euch im ganzen Spiel am selben Ort in der Welt von Styx. Die Musikuntermalung ist auch mehr oder weniger gelungen. Nur hört man gewisse Stücke ein wenig oft. Die englische Sprachausgabe und die deutschen Untertitel sind sehr gut und auch die Stimme von Styx ist sehr passend gewählt für einen Goblin. Mit dieser lässt die alte Grünhaut auch immer mal wieder doofe Sprüche fallen und auch vor Fluchwörter macht der Kleine keinen halt.

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Menschen, Elfen und Mutantenschaben

Habt ihr es Anfangs nur mit schwächeren menschlichen Wachen zu tun! Werden diese im Verlauf des Spiels immer stärker und ihr müsst im offenen Kampf öfters parieren um den Sieg davon zu tragen. Aber leider gibt es auch Ritter durch deren Rüstung man mit dem Dolch gar nicht erst kommt und darum im Kampf den kürzeren zieht und Magier, die euch paralysieren können. Später kommen auch noch Mutantenschaben hinzu, die komischerweise fast unbesiegbar sind und Elfen, die man auch nicht einfach so töten kann. Aber auch für all diese Gegnerarten gibt es Möglichkeiten diese zu beseitigen. Dennoch solltet ihr mehr oder weniger darauf achten keine all zu große Aufmerksamkeit zu erregen. Den ruft eine Wache erst einmal die Kollegen herbei! Heist es schnell verschwinden oder ab in den Tod. Die KI ist dabei zwar ein bisschen dumm, dennoch ist das Spiel nicht gerade leicht und stellt bereits auf dem mittleren Schwierigkeitsgrad eine echte Herausforderungen dar. Die Wachen sind oft so positioniert, dass man fast nicht durchkommt und es gibt gemeine und unfaire Stellen im Spiel, die schnell für Frust und Ärger sorgen können obwohl man jederzeit speichern kann.

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Mein Schatz!

Nach Abschluss einer Mission findet ihr euch immer in eurem Versteck wieder. Wo ihr euer Inventar auffüllen, gefundene Schätze ansehen und an einem Buch die Fähigkeiten verbessern könnt. Letzteres erledigt ihr mit Erfahrungspunkten, die ihr für das Abschließen der Ziele und Nebenziele in den Missionen erhaltet. Grundlegend könnt ihr hier die Standard-Fähigkeiten wie Klone erstellen oder Unsichtbar machen mit ein paar zusätzlichen Verbesserungen ausstatten. Zudem könnt ihr im Versteck auch einzelne Missionen wiederholen um gewisse Medaillen zu erspielen wie zum Beispiel die Mission in einer gewissen Zeit abzuschließen oder keine Aufmerksamkeit zu erregen. Diese Medaillen sind zum Teil sauschwer zu erhalten und man kann wirklich 2-3 Stunden für eine einzige Mission verbrauchen. Hier benötigt ihr auch all eure Fertigkeiten, um wie ein Schatten durch das Gebiet zu huschen. Leider lässt uns hier aber die Steuerung ein wenig im Stich und anstatt sich an einem Vorsprung festzuhalten, springt Styx in den sicheren Tod. Aber auch in brenzligen Situationen will dass im Topf oder unter dem Tisch verschwinden nicht immer ganz so gut funktionieren.

Unser Fazit

77 %

Styx: Master of Shadows hinterlässt bei uns einerseits einen fiesen Nachgeschmack und anderseits fanden wir es gar nicht mal so schlecht. Im Jahre 2012 haben wir uns richtig auf Of Orcs and Men gefreut und fanden Styx darin einfach nur klasse. Klasse ist Styx auch in Master of Shadows, nur will das ganze nicht so richtig in Fahrt kommen. Die Story ist einfach zu langweilig und mache Stellen im Spiel sorgen einfach nur für Ärger und Frust. Dann gibt es aber auch wieder Stellen im Spiel, die man durch seine Fähigkeiten blitzschnell durchquert und sich danach wie ein Meisterassassinen-Goblin fühlt. Und die großen Missionsgebiete, die sich auf verschiedene Arten durchqueren lassen und die Fähigkeit mit den Klonen, laden einfach zum herum experimentieren ein. Dennoch sollte man sich bei Styx bedenken, dass es sich um ein forderndes Schleichspiel handelt und ihr am besten durchkommt, wenn ihr erst gar oder fast niemanden tötet. Das Spiel gibt euch abgesehen von einer Einführungs-Mission nicht viele Vorgaben und ihr seit mehr oder weniger auf euch alleine gestellt. Ein Highlight des Spiels sind aber die Sprüche und Kommentare, die Styx hin und wieder fallen lässt und von denen es im Spiel fast schon zu wenige gibt und natürlich Styx selber. Ein Protagonist wie man ihn nicht alle tage sieht.

Pro

  • + spezieller grünhäutiger Protagonist
  • + forderndes Schleichspiel
  • + viele Miese Sprüche und Witze
  • + mittelmäßige KI, die aber gut auf Geräusche reagiert
  • + große Missions-Gebiete
  • + viele verschiedene Möglichkeiten eine Mission abzuschließen
  • + geniale Klon-Fähigkeit
  • + Klettern erfordert Übung
  • + vier Schwierigkeitsgrade
  • + gute englische Sprachausgabe
  • + sechs verschiedene Fertigkeiten die man verbessern kann

Kontra

  • - eintönige Story
  • - kein Arkail
  • - freier Kampf nur mit parieren
  • - automatisches Schlösser knacken
  • - wenig Rätsel
  • - sich wiederholendes Gegner-Design
  • - unnötige Fertigkeiten
  • - einige Ruckler
  • - schlechte Gesichtsanimationen
  • - unfaire Stellen

Unsere Bewertung

Grafik
 
80 %
Sound
 
82 %
Steuerung
 
76 %
Gameplay
 
75 %
Multiplayer
 
00 %
Spielspaß
 
79 %

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