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Super Toy Cars – Test / Review

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Veröffentlicht 20. Oktober 2015 | 15:13 Uhr von Alexander Winkel

Super-Toy-Cars-Screen

Es hat ein wenig das Flair von Micro Machines, ein paar fiese Waffen wie in Mario Kart und sieht auf dem ersten Blick ganz unterhaltsam aus. Ein Spiel für zwischendurch und wenn mal ein paar Freunde daheim sitzen. Lasst euch aber nicht täuschen, es ist weder das eine, noch das andere. Super Toy Cars ist vor allem eine Enttäuschung. Warum? Das erfahrt ihr in unserem Test.

Manchmal lässt man sich schon von geringen Dingen verleiten. Bei Super Toy Cars locken die witzigen Spielzeugautos, welche über verrückte und durchaus interessant gestaltete Pisten rasen. Cornflakes Packungen als Randbegrenzung, das Maul eines Spielzeugkrokodils als Tunnel und diverse Muffins und Lebkuchenmänner als Streckenführung – man wird hier unweigerlich an Micro Machines erinnert. Zumindest keine schlechte Basis, steht der Kreativität doch nichts im Wege. Zumindest optisch bekommt man dabei Abwechslung geboten und auch mancher Effekt hat was. Manchmal regnet es zum Beispiel und weit entfernte Dinge sehen aus der Perspektive der kleinen Flitzer halt recht unscharf auf. Witzig vor allem, wenn Baustellenlichter grell leuchten, aber erst nach einiger Zeit dann scharf werden.

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Gelegentliche Ruckler und ab und an aufkommendes Tearing sind das eine, ein von Anfang an eher schwammiges Fahrverhalten mit völlig unverständlicher Kollisionsabfrage das andere. Die Kisten steuern sich, vielleicht sollte man bei der Thematik ja gar nicht mehr erwarten, wie ihre reellen Plastik- und Blechkollegen im Kinderzimmer. Gebt diesen mit etwas Schmackes ein wenig die Sporen und sie flitzen über das blanken Parkett. Wehe aber es kreuzen Fugen zwischen Fliesen die Laufbahn der Flitzer und die Kisten hüpfen weg oder nehmen zumindest einen neuen Kurs auf. Ähnlich fühlen sich die Fahrzeuge in Super Toy Cars an. Einmal angeeckt, bleibt man stecken oder prallt nicht nachvollziehbar ab und vor allem haben es die anderen Fahrer perfektioniert, in Kurven geradeaus zu fahren und dabei den Spieler mit sich zu nehmen.

Das alles wird vor allem gegen Ende zur wahren Geduldsprobe. Umso schneller die Fahrzeuge sind, umso schlechter lassen sich diese um teils scharfkantige Kurven steuern. Gepaart mit dem Turbo kommt es letztendlich zu allen möglichen und vor allem unmöglichen Unfällen. Die Fahrzeuge bleiben in dem Levelinventar hängen oder rutschen darin entlang, ohne dass man etwas dagegen machen kann. Nach Sprüngen fällt man auch gerne mal durch den Boden und überhaupt, das Spiel setzt einen sehr häufig weit zurück wieder auf die Strecke, obwohl man nur irgend ein teils unsichtbares Objekt mitten auf der Fahrbahn angeblich gerammt hat. Nicht selten ist man sich seines Fehlers nicht bewusst – vielmehr würde man behaupten, dass die Kiste, wenn auch etwas schleudernd, noch innerhalb der Markierungen durch die Kurve gekommen ist. Frust baut sich auf, da man so die geforderten ersten Plätze teilweise mehrfache nicht erreicht und das Event letztendlich wiederholen muss.

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Einige Ansätze von Super Toy Cars sind ja durchaus interessant und ausbaufähig. Die Karriere ist umfangreich und führt über einige interessante Strecken. Dabei werden nicht nur einfache Rennen um das Siegertreppchen geboten, es gibt auch Variationen wie Eliminierung und unterschiedliche Zeitrennen. Abgesehen von einer destruktiven Fahrer-KI ist Super Toy Cars auch nicht allzu schwer. Wer immer wieder seine verdienten Moneten im Shop ausgibt und sich neue Fahrzeuge gönnt oder im Besitz befindliche mit leistungssteigernden Upgrades ausrüstet, fährt auf jeden Fall vorne mit. So ist man stets für die nächst höhere Klasse gewappnet, auch wenn die Gegner ebenfalls gerne aufrüsten.

Auch an einen Mehrspielermodus haben die Entwickler gedacht, in dem bis zu vier Spieler vor der Konsole sich gegenseitig beackern. Spätestens gegen Freunde sollte dank der zusätzlichen Items etwas Schadenfreude aufkommen. Ähnlich Mario Kart kann man das restliche Fahrerfeld mit diversen Items ärgern. Die zielsuchende Rakete kann dabei durchaus ein Vorteil sein. Doch alles andere ist eher uninspiriert und langweilig – bisweilen einfach auch unnütz und nicht zu gebrauchen. Ähnlich wie der Soundtrack. Dieser hat maximal 1-2 Alternativ-Songs, die man noch aushalten kann, ansonsten aber nur generisches, nerviges Gedudel im Repertoire. Manch Spieler wird in den Optionen sogleich die Mute Taste suchen, um sich davon zu befreien.

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Unser Fazit

58 %

Super Toy Cars ist leider von Anfang an eher nervig als unterhaltsam. Zu Beginn kämpft man noch mit der schwammigen Handhabe der Spielzeugautos. Dann kommt der Moment, wo man sich langsam an die Mechanik gewöhnt hat und es ein wenig besser läuft, nur um kurz darauf die Kehrseite präsentiert zu bekommen. Zahlreiche Spielfehler, die sich vor allem mit schnellen Fahrzeugen ereignen, rauben jeglichen Spielspaß. Die Ansätze sind aber gegeben. Spielzeugautos, die über witzig gestaltete Strecken flitzen und sich alle möglichen Items um die Ohren hauen, das ist zumindest alles ausbaufähig.

Pro

  • + Umfangreiche Karriere mit 48 Events unterschiedlichster Art wie Eliminierung, Rennen und Zeitfahren.
  • + Jedes Spielzeugautos sieht nicht nur anders aus, sie steuern sich alle auch unterschiedlich. Der eine ist ein Driftkönig, andere sind wiederum super schnell.
  • + Mehrspielermodus vorhanden.

Kontra

  • - Vor allem zu Beginn eine total schwammige Handhabe.
  • - Extrem viele und nervige Spielfehler sobald man mal schnellere Fahrzeuge nutzt. Autos bleiben im Levelinventar hängen, fallen durch den Boden oder werden unbegründet zurück gesetzt.
  • - Trotz Lizenzsongs ein eher nerviger Soundtrack.
  • - Items funktionieren nicht. Die Abstimmung passt nicht und daher Sorgen diese für keinen Mehrwert.

Unsere Bewertung

Grafik
 
68 %
Sound
 
20 %
Steuerung
 
65 %
Gameplay
 
56 %
Multiplayer
 
55 %
Spielspaß
 
60 %

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Aufgewachsen mit der ersten Nintendo-Konsole, fühlt sich Alexander Winkel eigentlich auf allen Plattformen heimisch. Trotz seiner offensichtlichen Hingabe zur Xbox – die vielen Gamerscore Punkte erspielen sich nicht von selbst – lässt er seine Schreibwut an allen Videospielen aus, unabhängig vom System.

Kommentare

  • Marcel sagt:

    Kann ich so unterschreiben, leider macht das Spiel auf Dauer keinen Spass. Die Fehler sind einfach zu heftig und deftig. Für die 1000GS reicht es, aber ansonsten hätte ich das Spiel auch nicht zu Ende gespielt

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